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Plagiate im öffentlichen Mediendiskurs

Was genau wurde Guttenberg, Schavan und Co. vorgeworfen?

Titre: Plagiate im öffentlichen Mediendiskurs

Dossier / Travail , 2014 , 18 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Dennis Kelnberger (Auteur)

Médias / Communication - Méthodes et la logique de la recherche
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Résumé Extrait Résumé des informations

Obwohl das Thema „Plagiate“ die Wissenschaft schon lange beschäftigt, wird diese Problematik erst seit einigen Jahren von den Medien konsequent aufgegriffen. Freilich hängt dies vor allem mit der Plagiatsaffäre von Karl-Theodor zu Guttenberg zusammen, die den „Stein ins Rollen brachte“. Nach und nach wurde über immer mehr z.T. hochrangige Politiker berichtet, die unter Verdacht standen, bei ihren Dissertationen unerlaubt abgeschrieben zu haben. Die vorgegebene Themenstellung umfasst daher einen nicht näher abgegrenzten Personenkreis, weshalb in diesem Gliederungspunkt eine Auswahl einiger vermeintlicher Plagiatoren angesprochen wird. Dabei ist allerdings zu beachten, dass diese noch deutlich weiter fortgeführt werden könnte und kein Anspruch auf Vollständigkeit besteht.
Zunächst sei Frank-Walter Steinmeier, der ehemalige Kanzlerkandiat der SPD, als einer der aktuellsten Fälle zu erwähnen. Uwe Kamenz, ein Münsteraner Universitäts-Professor, sprach in Zusammenhang mit Steinmeiers Doktorarbeit „Bürger ohne Obdach“ im September 2013 von „umfangreichen Plagiatsindizien“ und leitete so eine Untersuchung an dessen Heimathochschule in Gießen ein. Diese gab im November bekannt, dass Steinmeier der Doktortitel nicht entzogen werde, da zwar handwerkliche Schwächen in seiner Dissertation vorhanden seien, allerdings keine Täuschungsabsicht, welche für den Entzug des Titels relevant gewesen wäre.
Etwas anders ist der Fall von Deutschlands ehemaliger Familienministerin Kristina Schröder zu betrachten, denn bei ihr geht es nicht um den „bloßen“ Vorwurf des Abschreibens, sondern darum, dass wissenschaftliche Hilfskräfte möglicherweise beträchtliche Teile ihrer Promotion „Gerechtigkeit als Gleichheit“ verfassten. Laut ihrer eigenen Aussage handelte es sich dabei um das komplette Erstellen zweier Fragebögen, deren Auswertung und das Formatieren und Layouten der gesamten Arbeit – gegen Bezahlung auf Minijob-Basis, dennoch sprach Mainz' Universitäts-Professor Georg Krausch davon, dass keine Hinweise auf ein wissenschaftliches Fehlverhalten in ihrer Arbeit vorhanden seien, weshalb auch sie ihren Doktortitel behalten durfte.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Wer ist eigentlich „und Co.“?

2 Relevanz des Themas und Vorstellung der Fälle „Guttenberg“ und „Schavan“

3 Definition eines Plagiats

4 Einflüsse, die Plagiate fördern

5 Arten von Plagiaten

6 Arbeitsweise der „Plagiatsjäger“

6.1 Korrektur mit Hilfe einer Software

6.2 Öffentliche Wikis zum gemeinsamen Plagiate enttarnen

6.3 Plagiatsjäger – was treibt sie an?

7 Beispiele für Plagiate

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik von Plagiaten im öffentlichen Mediendiskurs und analysiert, wie prominente Fälle, wie die von Karl-Theodor zu Guttenberg und Annette Schavan, durch Medien und durch "Plagiatsjäger" in Online-Wikis aufgedeckt und bewertet wurden.

  • Analyse der Definition und Förderfaktoren von Plagiaten im digitalen Zeitalter.
  • Untersuchung der Arbeitsweise von Plagiatssoftware und Crowdsourcing-Methoden.
  • Bewertung der Motivation von sogenannten "Plagiatsjägern" und kollaborativen Dokumentaristen.
  • Praktische Fallbeispiele zur Identifizierung von Plagiatsarten wie Verschleierung und Bauernopfer.
  • Diskussion der rechtlichen und ethischen Konsequenzen von Plagiaten im akademischen Umfeld.

Auszug aus dem Buch

6 Arbeitsweise der „Plagiatsjäger“

Nun wird dargelegt, wie seitens der Plagiatsjäger – Internetautoren oder Universitätsgelehrte – mit wissenschaftlichen Vergehen umgegangen wird.

6.1 Korrektur mit Hilfe einer Software

Mit einer bestimmten Software kann der Korrektor einer Arbeit diese routinemäßig überprüfen und auf Plagiate hin untersuchen. Die Qualität der Programme ist aber oftmals nicht ausreichend genug, um Betrügern tatsächlich auf die Schliche zu kommen, wie ein Test von Debora Weber-Wulff ergab: Von 28 getesteten Programmen konnte sie lediglich mit 15 alle Versuche durchführen (vgl. LÜBKE-NARBERHAUS & TRENKAMP 2013). Die Aufgaben, die die Software zu bewältigen hatte, war die Aufdeckung von Wikipedia-Plagiaten, kopierten Stellen aus Google-Books oder verschleierten Texten, die teilweise sogar auf hebräisch verfasst waren, um Gewissheit darüber zu erlangen, ob die Systeme auch mit nicht-europäischer Schrift umgehen können. Das Endergebnis ist für „Plagiatsjäger“ alles andere als zufriedenstellend, denn in eine bessere Kategorie als „teilweise nützliche Systeme“ wurde kein Programm eingeordnet. Mit dieser Bezeichnung wurden drei Arten von Plagiatssoftware letztendlich versehen, während acht Stück als „begrenzt nützliche Systeme“ und vier als „für akademische Zwecke ungeeignet“ eingestuft wurden (vgl. HOCHSCHULE FÜR TECHNIK UND WIRTSCHAFT BERLIN 2013).

Problematisch an den Programmen ist, dass sie zum einen nicht alle Plagiate aufdecken und zum anderen Textstellen als abgeschrieben identifizieren, selbst wenn dies gar nicht der Fall ist (vgl. HOCHSCHULE FÜR TECHNIK UND WIRTSCHAFT BERLIN 2013 & SAGENER 2013), dies kann bspw. der Fall sein, wenn eine sehr allgemeine Formulierung wie „Es wird vermutet, dass sich...“ verwendet wird. Laut Weber-Wulff berge dies die Gefahr, einen Unschuldigen als Plagiator zu verdächtigen (vgl. LÜBKE-NARBERHAUS & TRENKAMP 2013).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Wer ist eigentlich „und Co.“?: Das Kapitel führt in die Thematik ein und stellt aktuelle Fälle von Politikern vor, bei denen Plagiatsvorwürfe gegen Dissertationen laut wurden.

2 Relevanz des Themas und Vorstellung der Fälle „Guttenberg“ und „Schavan“: Dieses Kapitel erörtert die politische Brisanz und die Konsequenzen für hochrangige Politiker bei der Aberkennung ihrer Doktortitel am Beispiel Guttenberg und Schavan.

3 Definition eines Plagiats: Hier werden wissenschaftliche Ansätze zur Definition von Plagiaten sowie deren Anwendbarkeit auf verschiedene Medienformen erläutert.

4 Einflüsse, die Plagiate fördern: Dieses Kapitel beleuchtet technische und strukturelle Entwicklungen wie das Internet und Bibliotheks-Kataloge, die das Plagiieren erleichtern.

5 Arten von Plagiaten: Es erfolgt eine Kategorisierung verschiedener Plagiatsformen, unterteilt in wissenschaftliche Literatur und gängige Praktiken auf Blogs und Wikis.

6 Arbeitsweise der „Plagiatsjäger“: Das Kapitel beschreibt Methoden der Plagiatsprüfung mittels Software und das Phänomen des Crowdsourcings durch kollaborative Netzwerke.

7 Beispiele für Plagiate: Anhand konkreter Ausschnitte aus den Arbeiten von Guttenberg und Schavan werden verschiedene Plagiatsarten illustriert.

8 Fazit: Das Kapitel resümiert die Erkenntnisse und betont, dass Plagiate kein Kavaliersdelikt darstellen und eine konsequente Verfolgung erfordern.

Schlüsselwörter

Plagiate, Dissertation, Guttenberg, Schavan, Plagiatsjäger, Vroniplag, Urheberrecht, Wissenschaftliches Fehlverhalten, Crowdsourcing, Schwarmintelligenz, Verschleierung, Bauernopfer, Wissenschaftsethik, Internetrecherche, Täuschungsabsicht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Thematik des Plagiierens in wissenschaftlichen Arbeiten, insbesondere vor dem Hintergrund prominenter öffentlicher Fälle und der Rolle des Internets bei deren Aufdeckung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition von Plagiaten, technische Förderfaktoren durch das Internet, die Arbeitsweise von Plagiatsjägern sowie die Analyse spezifischer Plagiatsarten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Methoden und die Effektivität von Plagiatsprüfungen durch Software und kollaborative Online-Communities zu beleuchten und deren Bedeutung im Mediendiskurs zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Untersuchung von Fallbeispielen und Dokumentationen aus öffentlichen Wikis (z.B. Vroniplag, Guttenplag).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Definition von Plagiaten, die Rolle der modernen Technologie bei der Plagiatsentstehung, die Arbeitsweisen der Plagiatsjäger sowie eine praktische Analyse von Textbelegen aus den Doktorarbeiten von Guttenberg und Schavan dargelegt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Plagiate, akademisches Fehlverhalten, Plagiatsjäger, Crowdsourcing, Täuschungsabsicht und wissenschaftliche Integrität.

Warum spielt das Internet eine so große Rolle bei Plagiatsvorwürfen?

Das Internet bietet durch Suchmaschinen, Online-Datenbanken und Bibliothekskataloge einen einfachen Zugang zu Wissen, fördert aber gleichzeitig durch Kopierfunktionen die Versuchung zum "Copy-Paste"-Verhalten.

Was unterscheidet eine "Verschleierung" von einem "Bauernopfer"?

Während eine Verschleierung eine bewusste Umformulierung zur Vertuschung fremder Quellen darstellt, liegt beim Bauernopfer oft eine nachlässige Zitierweise vor, bei der Fußnoten unzureichend gesetzt wurden.

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Résumé des informations

Titre
Plagiate im öffentlichen Mediendiskurs
Sous-titre
Was genau wurde Guttenberg, Schavan und Co. vorgeworfen?
Université
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt  (Lehrstuhl für Kulturgeographie)
Cours
Forschungsmethoden für Fortgeschrittene
Note
1,3
Auteur
Dennis Kelnberger (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
18
N° de catalogue
V282895
ISBN (ebook)
9783656821380
ISBN (Livre)
9783656821373
Langue
allemand
mots-clé
Plagiate Guttenberg Schavan Plagiatsaffäre
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dennis Kelnberger (Auteur), 2014, Plagiate im öffentlichen Mediendiskurs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282895
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Extrait de  18  pages
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