Jeder ist den Public Relations (PR), auch bekannt unter dem Namen der Öffentlichkeitsarbeit, im Alltag ausgesetzt. Aber wer oder was ist eigentlich PR? Public Relations haben ihren Weg mittlerweile in nahezu alle Lebensbereiche gefunden und legen ein weites Berufs-/Definitionsverständnis an den Tag. Dafür ist nicht zuletzt unsere dynamische Gesellschaft verantwortlich, die sich in stetigem Wachstum befindet und andauernden Veränderungen aus-geliefert ist. Der PR-Begriff ist diffus und kann erst durch die Betrachtung der Zielgruppen und Arbeitsfelder Fuß fassen. Deshalb liegt es nahe, dass der Branche aus unterschiedlichen Gründen eine besondere Relevanz entgegengebracht wird, zumal sie speziell für Arbeitneh-mer immer attraktiver wird.
Für diese Arbeit kristallisiert sich deswegen folgende grundlegende Fragestellung heraus: Wie differenziert sich das Berufsfeld der Public Relations aus und wie sieht seine Zukunft aus?
Um sich der Beantwortung der Frage anzunähern, wird zunächst der Bereich Public Relations ausdifferenziert und die Definitionsproblematik erläutert. Darauf aufbauend wird im Kern der Arbeit der Aspekt des Berufsfeldes PR behandelt. Dazu wird der Fokus auf die drei Kernkompetenzen im PR-Beruf gelegt, das Rollenverständnis der PR-Arbeiter illustriert und nicht zuletzt auf die einzelnen Arbeitsbereiche eingegangen. Im Anschluss daran folgt eine kritische Auseinandersetzung mit dem Berufsfeld und letztlich wird alles in einem Fazit zusammenfassend betrachtet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Public Relations: Abgrenzung und Definitionsproblematik
3. Public Relations als Berufsfeld
3.1. Kompetenzen
3.2. Rollen
3.3. Arbeitsbereiche
4. Public-Relations-Kodizes: kritische Würdigung des Berufsfeld
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Berufsfeld der Public Relations im Hinblick auf seine Ausdifferenzierung, die damit verbundene Definitionsproblematik sowie die zukünftige Entwicklung. Zentral ist dabei die Frage, wie sich das Berufsfeld strukturiert und durch welche Rollen, Kompetenzen und Arbeitsbereiche es charakterisiert wird, wobei insbesondere der Einfluss ethischer Kodizes auf die gesellschaftliche Legitimation kritisch betrachtet wird.
- Strukturierung und theoretische Definition des Berufsfeldes PR
- Analyse der notwendigen Kernkompetenzen und Rollenbilder
- Systematisierung der vielfältigen Arbeitsbereiche und Bezugsgruppen
- Kritische Würdigung der Rolle ethischer Kommunikationskodizes
Auszug aus dem Buch
3. Public Relations als Berufsfeld
Das PR-Berufsfeld charakterisiert sich primär durch einen offenen, nicht formalisierten Berufszugang und nicht trennscharfen Linien gegenüber angrenzenden Berufen. Heute arbeiten „Menschen mit den unterschiedlichsten Bildungs- und Berufsbiographien in der PR. Pressesprecher, PR-Referent, PR-Berater, Kommunikationsmanager“ (Röttger et al. 2014: 260). Es gibt keine verbindlichen Ausbildungsvoraussetzungen und Berufsbezeichnungen sind unübersichtlich und höchstens konsensualisiert (vgl. ebd.).
Damit stellt sich die Frage nach den beruflichen Kompetenzen, da Qualifikationsnachweise nicht in spezifischer Form benötigt werden. Außerdem sollen Rollen und Arbeitsbereiche als wichtige Bereiche des Berufsfelds erläutert werden, um die Arbeit in voller Gänze zu durchleuchten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Allgegenwärtigkeit der Public Relations ein und leitet aus der diffusen Definitionssituation die zentrale Fragestellung zur Ausdifferenzierung und Zukunft des Berufsfeldes ab.
2. Public Relations: Abgrenzung und Definitionsproblematik: Dieses Kapitel erläutert die Schwierigkeit einer einheitlichen Definition von PR und stellt verschiedene sozialpsychologische sowie wirtschaftsbezogene Perspektiven gegenüber.
3. Public Relations als Berufsfeld: Hier werden die fehlenden formalen Zugangsvoraussetzungen beleuchtet sowie eine systematische Einteilung in Kompetenzraster, verschiedene Rollenmodelle und spezifische Arbeitsbereiche vorgenommen.
4. Public-Relations-Kodizes: kritische Würdigung des Berufsfeld: Das Kapitel befasst sich mit der Bedeutung ethischer Selbstverpflichtungen und Kodizes für die berufliche Professionalisierung und die gesellschaftliche Legitimation.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Berufsfeld aufgrund seiner Heterogenität auf eine Vielzahl von Definitionen angewiesen bleibt und Kodizes lediglich unterstützend wirken, jedoch einen Idealzustand beschreiben.
Schlüsselwörter
Public Relations, Öffentlichkeitsarbeit, Berufsfeld, Kompetenzen, PR-Rollen, Kommunikationsmanagement, Definitionsproblematik, PR-Kodizes, Professionalisierung, Legitimation, Unternehmenskommunikation, Krisen-PR, Stakeholder, Organisationskommunikation, Medienarbeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Berufsfeld Public Relations in Bezug auf seine Definition, Struktur, notwendigen Kompetenzen und Arbeitsbereiche sowie die Rolle von ethischen Kodizes.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definitionsvielfalt, der Rollenverteilung zwischen PR-Managern und -Technikern, der Systematisierung von Arbeitsfeldern und der Bedeutung von Berufsethik.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, das Berufsfeld der Public Relations trotz seiner diffusen Abgrenzung theoretisch zu erfassen und die Entwicklungsrichtungen der Branche aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche und der Auswertung bestehender Definitions- und Rollenmodelle basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Auseinandersetzung mit der Definitionsproblematik, die Analyse von Kompetenzrastern und Rollenkonzepten sowie die Systematisierung der Arbeitsbereiche und Kodizes.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Public Relations, Berufsfeld, Kompetenzen, Rollenverständnis, Kodizes, Legitimation und Organisationskommunikation.
Warum ist eine einheitliche Definition von Public Relations so schwierig?
Eine allgemeingültige Definition ist kaum möglich, da sich die Berufsfelder immer weiter ausdifferenzieren, verschiedene Wissenschaftsdisziplinen unterschiedliche Perspektiven einnehmen und viele Definitionen eher Wunschbilder als den Ist-Zustand beschreiben.
Welche Funktion haben die „Sieben Selbstverpflichtungen“ der DPRG?
Sie dienen als ethischer Rahmen, um die Professionalität der PR-Akteure zu steigern, das Vertrauen der Gesellschaft zu fördern und den Praktikern Orientierung in Konfliktsituationen zu bieten.
- Citar trabajo
- Mathilda Marteau (Autor), 2014, Berufsfeld Public Relations. Kompetenzen, Rollenverständnis und Arbeitsbereiche, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283059