Die Biographien zweier verfolgter Dichterinnen im Vergleich

Else Lasker-Schüler und Mascha Kaléko


Masterarbeit, 2014

41 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Historischer Hintergrund
1.1. Judenverfolgung im Dritten Reich von 1933 bis 1945
1.1.1. Die Vorgänge der Verfolgung
1.2. Stationen der Judenverfolgung von 1933 bis 1945

2. Historische Rahmenbedingungen der nationalsozialistischen Literaturpolitik
2.1. Die Lage der Literatur und Lage der Schriftsteller 1933-1945
2.2. Schriftstellerinnen in den Dreißigerjahren
2.3. Die Bücherverbrennung
2.4. Flucht ins Ausland oder Flucht aus Deutschland

3. Deutsche Schriftstellerinnen im Exil
3.1. Biographie von Else Lasker-Schüler
3.2. Biographie von Mascha Kaléko
3.3. Die Biographien von Else-Lasker Schüler und Mascha Kaleko im Vergleich

4. Zusammenfassung:

Összefoglalás

Köszönetnyilvánítás:

Literaturverzeichnis

Einleitung

Die folgende Diplomarbeit beschäftigt sich mit den verfolgten Dichterinnen im Dritten Reich mit dem Untertitel Die Biographien zweier verfolgter Dichterinnen im Vergleich. Diese zwei jüdischen Dichterinnen sind: Else-Lasker Schüler und Mascha Kaléko. Ich analysiere ihre Biographien in der Zeit und nach der Zeit der Judenverfolgung und in den drauf folgenden Zeiträumen.

Am Anfang meiner Arbeit schreibe ich über den historischen Hintergrund, d. h. in diesem Teil möchte ich vor allem die wichtigsten Stationen der Judenverfolgung in Deutschland beschreiben.

In meiner Diplomarbeit versuche ich die folgenden Fragen zu beantworten:

Wohin sind die Dichterinnen emigriert und unter welchen Umständen haben sie dort gelebt? Wie haben sie im Exil geschrieben? Welchen Schwierigkeiten mussten sie sich gegenübersehen? Wovon konnten sie leben? Haben sie im Exil etwas gearbeitet und geschrieben?

Der Grund für meine Themenwahl ist, dass ich an einer Vorlesung an der Universität teilgenommen habe, die sich mit der deutsch-jüdischen Kultur im mittel-europäischen Kontext auseinandergesetzt hat. Ich fand dieses historische Zeitalter sehr interessant, deshalb untersuche ich die Biographien zweier Dichterinnen in dieser Epoche.

Das Ziel meiner Diplomarbeit ist durch die Vorstellung der Biographien von den zweier jüdischer Dichterinnen, die Lage der Literatur zur Zeit des Nationalsozialismus und die Wirkung der Judenverfolgung auf diese Autorinnen darzustellen. Dabei möchte ich hauptsächlich ihre Lebenswege miteinander vergleichen.

1. Historischer Hintergrund

1.1. Judenverfolgung im Dritten Reich von 1933 bis 1945

1.1.1. Die Vorgänge der Verfolgung

Als Adolf Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt wurde, fand ein radikaler Wandel im politischen Leben Deutschlands statt. Mit der Machtübernahme der NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeitspartei) begann Hitler die Verbreitung und Durchsetzung seiner Ideologie, wodurch die Juden aus dem politischen und geistigen Leben des Landes vertrieben wurden.

Seine Ideologie setze der Führer in einer Programmschrift auf, die mit dem Titel Mein Kampf im Jahr 1925 erschien und die wichtigsten politischen Überzeugungen Hitlers enthielt, wie einen Gegenentwurf zum Marxismus, den Plan vom Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich, die Ostpolitik und die Judenfrage. Die Lösung dieser Frage war die vollständige Vernichtung der europäischen jüdischen Bevölkerung, was europaweit ungefähr 6 Millionen Opfer forderte.

Zu diesem Geschehen verknüpften zwei bedeutende Propagandaorganisation.

Eine in der Machtergreifung der Nationalsozialisten entscheidende Rolle spielte die Sturmabteilung, Abkürzung SA, deren Hauptaufgabe der Schutz der politischen Veranstaltungen war. Sie vertraten das Interesse der Partei gegen politische Gegner durch gewalttätige Handlungen. Später setzte der Reichskommissar Hermann Göring diese Propagandatruppe auch als staatliche Hilfspolizei ein.

Eine weitere Organisation wurde im Februar 1925 mit der sogenannten Schutzwaffel (kurz SS) veranlasst, die eine militärische und defensive Organisation bildete. Am Anfang zählte sie nur 10 Mitglieder und 1 Leiter. Die Mitglieder mussten auf die Person von Hitler schwören. 1929 nahm Heinrich Himmler die Führung der Organisation entgegen und die SS bekam eigene Uniform und Ränge.

1933 hatte die Zeit des Nationalsozialismus ihren Anfang. Die Nationalsozialisten errichteten eine Diktatur, in der politisch Andersdenkenden (Sozialdemokraten, Kommunisten), die Minderheiten (Roma und Sinti, Slawen) sowie das jüdische Volk keine Möglichkeiten zum Überleben hatten. „Der Antisemitismus wurde plötzlich zur Regierungspolitik und gleichsam zur Staatsreligion. Die Nationalsozialisten betrachteten den Antisemitismus als ‚Weltanschauung‘, deshalb nannten sie die Juden als Negativtypus“ (Graml, Hermann: 1988. S.38) Nach ihrer Meinung waren die Juden die niederwertige Rasse, weil sie die saubere deutsche Rasse verunreinigten. Die Anhänger des Nationalsozialismus predigten eine rassistische – biologistische Botschaft: „Staatsbürger kann nur sein, wer Volksgenosse ist. Volksgenosse kann nur sein, wer deutschen Blutes ist, ohne Rücksicht auf Konfession. Kein Jude kann daher Volksgenosse sein.” ( Reinhard:2000. S. 7). Der Begriff des Volksgenossen bezieht sich auf solche Bürger, die im rassischen Sinne geboren sind. Nur die arische Rasse durfte öffentliche Ämter erfüllen.

Der Antisemitismus bedeutet also mit anderen Worten: Judenfeindlichkeit. Dieser Begriff bezeichnete die pauschale Ablehnung von Juden und des Judentums.

„Der Begriff Antisemitismus wurde 1879 von deutschen Antisemiten, […] geprägt. Dieser Neologismus bringt den […] Wandel in der Wahrnehmung von Juden […], die nun nicht mehr primär über ihre Religion definiert wurden, sondern als Volk, Nation oder Rasse, die vielen in den entstehenden Nationalstaaten als Bedrohung der nationalen Einheit erschien. Juden wurden als ein die Nationen ökonomisch, geistig und rassisch zersetzendes Element angesehen,“ (Bergman:2004, S. 6.) Unter Antisemitismus versteht man also nicht mehr den traditionellen Antijudaismus, der sich gegen einen aus religiöser Überzeugung richtet, sondern man bestimmt die Judenfeindschaft seit dem 19. Jahrhundert vielmehr aus einem biologischen, kulturellen und ökonomischen Aspekt.

Man kann also sagen, dass die grundsätzlichen Merkmale des Antisemitismus und der Rassentheorie miteinander im engen Zusammenhang stehen. Sie erläuterte den nationalsozialistischen Rassismus so, dass der Rassismus einen Unterschied zwischen dem Herrenvolk oder der Herrenrasse und den Untergeordneten macht. Eine der wichtigsten Grundlagen der Ideologie war die biologische Rassentheorie, wonach die Menschen aufgrund äußerer Merkmale gruppiert und in Rassen klassifiziert werden. Man beschreibt die arische Rasse als blond, blauäugig, tatkräftig und treu. Als Gegenbild gestalteten sich natürlich die Juden, die als solche beschreiben: dunkelhaarig, dunkle Augen, faul und hinterlistig waren.

Die antisemitische Ansicht Hitlers war beeinflusst von der Evolutionslehre von Charles Darwin: „Charles Darwins Evolutionslehre sprach in der Tierwelt vom Kampf ums Dasein und vom Überleben der Tüchtigsten.“ (Riegel, 2000.S.16), was im Sozialdarwinismus als Metapher auf die menschliche Gesellschaft übertragen und verwendet wird.

Hitler legte eine Wertvorstellung aufgrund dieser Evolutionslehre innerhalb der Menschheit fest. Er teilte die Menschheit in drei Arten ein: Kulturschaffende, kulturerhaltende, kulturzerstörende Rassen. Hitler betrachtet die nordische Rasse als kulturschaffend, vor allem die Deutschen als „rassisch hochwertige Menschen“, als Arier, die ganz oben auf der Rassenpyramide stehen. Als kulturerhaltend erwähnte er allein nur die Japaner. Alle andere Völker gehörten zu der Klasse kulturzerstörend: diese waren die Schwarzen, die Asiaten, die slawischen Völker, die Ungarn und die Juden, die Zigeuner, die Homosexuellen, sie waren ganz unten in der Randordnung angesiedelt. Durch diese Denkweise trennte Hitler die Juden von anderen Mitgliedern der Gesellschaft. 1

1.2. Stationen der Judenverfolgung von 1933 bis 1945

In diesem Kapitel versuche ich die Stationen der Judenverfolgung in Deutschland darzustellen. Die Judenverfolgung geschah mit vorausgeplanter und systematischer Absicht. Das bedeutete die Zerstörung aller Ergebnisse der durch Jahrhunderte entstandenen Judenemanzipation in Europa und die vollständige Ausschaltung von Juden aus dem gesellschaftlichen Leben und der Wirtschaft des Landes.

Am Anfang war dieser Prozess gewaltlos, aber später setzten sich die Nationalsozialisten die Vernichtung der ganzen jüdischen Bevölkerung zum Ziel.

Die Verfolgung der Juden kann man in vier Phasen aufteilen. Die erste Phase der Judenverfolgung dauerte von 1933 bis 1935.

Ein entscheidendes Element der nationalsozialistischen Diktatur wurde mit der Zweidrittelmehrheit im Reichstag abgestimmt: das Ermächtigungsgesetz. Die NS-Regierung erlangte damit, dass sie ohne Zustimmung von Reichstag und Reichsrat Gesetze erlassen kann. Dazu bekam Hitler die absolute Macht. Die offizielle Zeitung der Nationalsozialisten ‚Völkischen Beobachter‘ erklärte zur Akzeptanz des Gesetzes: „Für vier Jahre kann Hitler alles tun, was notwendig ist für die Rettung Deutschlands. Negativ in der Ausrottung der volkszerstörenden marxistischen Gewalten, positiv im Aufbau einer neuen Volksgemeinschaft„ (http://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/156904/80-jahre-ermaechtigungsgesetz gelesen am 03.02.2014). Die erste Welle der rücksichtlosen Verfolgung der jüdischen Deutschen begann im März und April 1933, als die Nationalsozialisten zu einem Boykott jüdischer Geschäfte, Rechtsanwälte und Ärzte aufriefen. Der Aufruf lautete so: „Deutsche! Wehrt Euch! Kauft nicht bei Juden!“ (http://www.dw.de/wie-die-verfolgung-der-juden-begann/a-16700399 gelesen am 03.02.2014). Diese Aktion richtete sich an die deutsche Bevölkerung, die Einkäufe in jüdischen Geschäften zu unterlassen und jüdische Arztpraxen und Rechtsanwaltkanzleien nicht zu betreten. Damit wollte man die Geschäftskontakte und privaten Beziehungen mit Juden verhindern.

Der Boykottaktion folgte kurz die Einführung des „Arierparagraphen“. Der nächste Schritt zur Ausgrenzung der Juden war das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ vom 7. April. Die jüdischen Beamten wurden ihr Amt entlassen. Dieses Gesetz war für solche Beamten gültig, die nicht arischer Abstammung waren. Als nichtarisch galt, wer einen jüdischen Eltern- oder Großelternteil hatte. Nicht nur die Beamten konnten ihren Beruf nicht ausüben, sondern auch die Ärzte durften keine Deutschen behandeln. Die Juden durften sogar nicht mehr studieren und jüdische Kinder durften nur jüdische Schulen besuchen. Auch im Hochschulwesen konnte man die Verschärfungen bemerken. „Die akademischen Berufe, deutschen Schule und Hochschulen sowie einflussreiche Positionen in Staat und Verwaltung waren verschlossen. Die Professoren konnten ihre Vorlesungen an den Universitäten nicht mehr halten“ (http://www.grin.com/de/e-book/99071/judenverfolgung-im-dritten-reich).

Dadurch wurden die Aktivitäten der Juden von NS-Behörden kontrolliert, wodurch die Juden aus dem öffentlichen Leben vertrieben wurden.

Das nächste Geschehen fand am 10. Mai 1933 –– unter dem Motto „Wider den undeutschen Geist“- statt. Das war die berühmt-berüchtigte öffentliche Bücherverbrennung, die die Deutsche Studentenschaft zu Ende brachte. Diese Aktion - „Aktion wider den undeutschen Geist“ - war ein vierwöchiger Propagandavorstoß, wobei nur in Berlin 25.000 Büchern verbrannt wurden. Nach der Meinung von Propagandaminister Joseph Goebbels waren es Werke von Autoren, die den deutschen Geist vergiften würden. Deshalb entstand eine sogenannte „Schwarze Liste“, die die Namen der unerwünschten Schriftsteller enthielt. Die Studenten verbrannten in vielen deutschen Universitätsstädten mit der Unterstützung von Professoren alle Bücher, die als jüdisch, marxistisch, pazifistisch oder dekadent beurteilt wurden. Unter den gekennzeichneten Autoren waren Schriftsteller, Philosophen, Wissenschaftlern wie Karl Max, Heinrich Heine, Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Alfred Döblin, Bertolt Brecht, Else Lasker-Schüler, Carl von Ossietzky, Nelly Sachs, Stefan Zweig und vielen anderen.

Unter dem literarischen und kulturellen Aspekt kam der Errichtung der Reichskulturkammer eine bedeutende Rolle zu. Im März 1933 übernahm Joseph Goebbels die Führung des Ministeriums für Propaganda und Volksaufklärung, was bedeutete, dass die Intellektuellen und die Künstler lediglich repräsentative Funktionen erfüllten hätten. Am 22.September wurde vom Reichskabinett die sogenannte Reichskulturkammer gegründet, die unter der Lenkung des Propagandaministeriums stand. Die Reichskulturkammer war eine berufsständische Zwangsorganisation, deren der Präsident Joseph Goebbels war. (Studt : 2002. S. 28). Diese Organisation umfasste die sieben Einzelabteilungen: Reichsfilm-, Reichsmusik-, Reichtheater-, Reichspresse-, Reichsschrifttumskammer, Reichskammer der bildenden Künste und Reichsfunkkammer. Der Propagandaminister hatte alle bildenden und darstellenden Künstler, Musiker, Schriftsteller, Journalisten und Verleger zwangsweise in diese Fachkammern eingegliedert.

Die Reichskulturkammer diente vor allem der ideologischen Überwachung der Mitglieder. Mitglieder, bei denen die Eignung und die Zuverlässigkeit fehlten, die konnten aus den Kammern ausgeschlossen werden. Diese Ausschließung war auch die jüdischen Schriftsteller und Künstler wegen politischer und rassischer Gründe gültig. Für diejenigen, die kein Kulturkammermitglied waren, bedeutete es Berufsverbot.

Denn die jüdischen Schriftsteller konnten nicht offen schreiben, deshalb wurden sie ins Exil gezwungen. Damit werde ich mich ausführlicher im Hauptteil beschäftigen.

In der zweiten Phase der Verfolgung, die von 1935 bis 1938 dauerte - möchte ich zwei bedeutende und geplante Maßnahmen erwähnen: Durch die Durchsetzung der Nürnberger Gesetze wurden die Juden degradiert und isoliert, und die NS-Führung arbeitete eine Auswanderungsstrategie aus.

Eine radikale Veränderung für das Leben der Juden brachten am 15. September 1935 die sogenannten Nürnberger Gesetze, nach denen den lebenden Juden die staatsbürgerlichen Rechte entzogen und zu ihrer Ausgrenzung weitere drastische Schritte gesetzt wurden.

Diese Nürnberger Rechtsordnungen enthielten drei Einzelgesetze, aber ich schreibe nur zwei Gesetze, die mit bedeutsamer Wirkung für den Juden waren.

Diese waren das Reichsbürgergesetz und das Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre. Im Falle beider Gesetze dominierte die trübe Ideologie Hitlers.

Im Bezug auf das Reichsbürgergesetz gelten die Juden nicht mehr als deutsche Staatsbürger, somit verloren sie ihre bürgerliche Gleichberechtigung. Wer als deutscher Staatsbürger zählte, bestimmte man nicht aufgrund der religiösen Zugehörigkeit, sondern aufgrund einer genetischen Herkunft. Also die Reichsbürger konnten nur ‚Staatsangehörige deutschen oder artverwandten Blutes’ sein.

Am 14. November 1935 enthielt die Ergänzung dieses Gesetzes das, dass die Nazis von den Juden und der Mischung von den Juden abgeteilt wurden. Die Mischung von Juden konnte ihre Staatsbürgerlichkeit erhalten, aber die Juden, die zumindest drei jüdische Großeltern hatten, mussten zahlreichen Einschränkungen gegenüberstehen.

Zum Beispiel das Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre gründete sich auf dieses Reichsbürgergesetz. Dieses Gesetz bezog sich auch auf Eheschließungen und außereheliche Verkehr, danach man durften Juden und Deutschen nicht heiraten. Ihre sexuelle Beziehung wurde als Rassenschande bezeichnet. Außerdem durften die Juden keine deutschen Symbole verwenden wie zum Beispiel das Hissen und Zeigen der Reichsflagge. 2

In der Richtung Ausschaltung der Juden wurden weitere Maßnahmen gesetzt.

Eine unter Maßordnungen war: die Aberkennung des Wahlrechts der Juden.

Im Bezug das Reichbürgergesetz war das ihnen untersagt, zu wählen und ein öffentliches Amt zu bekleiden, deshalb mussten alle jüdische Beamten entlassen.

Das Jahr 1938 wurde ein Schicksalsjahr für den Juden. Der Nazistaat verlangte von den Juden, wer verdiente von mehr als 5000 Reichsmarken, mussten ihre Vermögen abgeben. Die Nazis ordneten im August auch das ein, dass die deutschen Juden zu ihren Vornamen noch einen jüdischen Vornamen zuordnen mussten. Männer mussten die Name „Israel“ und die Frauen „Sara“ tragen. Wenige Wochen später waren sie auch durch ein besonderes Merkmal gestempelt. In ihren Reisepässe wurden sie mit einem roten „J“. (http://www.israel-nachrichten.org/archive/8096) kennzeichnet.

Die Ergebnisse der Auswanderungspolitik waren gering. Aktion 150 000 Juden mussten ihre Heimat verlassen. (ich setze noch fort)

In diesem Teil möchte ich noch eine prominente Handlung erwähnen, das zu der berühmten Reiskristallnacht zuletzt führte. Das war ein Attentat, das ein siebzehnjähriger Juden Herszel Grynszpan gegen den Sekretär der Deutschen Botschaft Ernst vom Rath in Paris zustande brachte. Die Ursache seines Aktes war eine Rache, weil seine Familie in das deutsch-polnischen Grenzgebiet zwang, wo sie dort unter unmenschlichen Zuständen leben müssten. Dieser Vorfall passiert für die Nationalsozialisten zu gelegener Zeit.

Die dritte Phase dauerte von 1938- 1941 spielte ein bedeutsamer Ausdruck Novemberpogrom.

Am 10.November 1938 wurden in der „Reichskristallnacht“ überall in Deutschland Synagogen in Brand gesteckt und jüdische Geschäfte zerstört.

Am 10.November 1938 wurden in der „Reichskristallnacht“ überall in Deutschland Synagogen in Brand gesteckt und jüdische Geschäfte zerstört.

Am 07.11.1938 ereignete sich das Attentat von Paris. An diesem Tag verübte der polnischer Staatsmann Herschel Feibel Grynszpan, welcher einen jüdischen Hintergrund hatte, ein Attentat auf den deutschen Diplomaten Ernst vom Rath. Der Auslöser für diese Gewalttat war die Übermittlung der Nachricht der Deportationen nach Polen. Grynszpan zielte mit einem Revolver auf vom Rath . Zwei Tage später starb dieser an den Folgen seiner Verletzungen.

Der Höhepunkt in der Geschichte der Judenverfolgung fand in der Nacht von dem 9. auf den 10. November 1938 statt. In jener Nacht wurden sämtliche jüdische Läden, deren Besitztümer zerstören und viele Juden wurden verhaftet. Aufgrund dieser Tatsachen wird diesem Datum auch die Bezeichnung „Reichskristallnacht“ zugeschrieben. In der darauffolgenden Zeit wurden weitere jüdische Gebäude wie z.B. Synagogen, Schulen oder Wohnhäuser von den deutschen Mächten zunichte gemacht.

Die Zahl der inhaftierten Juden belief sich auf rund 30.000. Ein weiteres Negativum entstand durch gewisse Reichsverordnungen der Jahre 1938 und 1939, die u.a. besagten, dass sich jüdische Kaufmänner vom wirtschaftlichen Sektor fernhalten sollten. Jüdischem Gewerbebetriebe mussten verkauft werden, ebenso mussten Besitztümer wie Gold, Silber, Platin und Edelsteine abgegeben werden.

In dem Jahr 1939 wurden sogenannte Judenhäuser errichtet und im gleichen und darauffolgenden Jahr mussten sich die Juden Massendeportationen unterwerfen und wurden in polnische Lager gebracht. Somit wurden sie durch die deutschen Soldaten mit Gewalt und Missachtung bestraft.

Die vierte Phase umfasste die Jahre von 1941-bis 1945.

Am 31.07.1941 befahl der nationalsozialistische Politiker Hermann Göring dem SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich die Gesamtlösung der Judenfrage anzugehen. Kurze Zeit darauf, am 01.09.1941 wurde den Juden eine Kennzeichnung durch das tragen des Judensterns aufgetragen. Am 01.10.1941 erfolgte die systematische Deportation aus dem Altreich.

Mit der Wannsee-Konferenz am 20.01.1942 in einer Villa am Wannsee, wurde weitere Vorgehen geplant, auf welche Weise die Juden weiterhin effizient vernichtet werden konnten.

Im Juni 1942 begannen die brutalen Massenermordungen der Juden durch das Vergasen im Konzentrationslager Auschwitz.

[...]

1 Übersetzung von mir : http://midra.uni-miskolc.hu/JaDoX_Portlets/documents/document_14255_section_6514.pdf. Seite 10.

2 Übersetzung von Emese Balogh aus dieser Homepage: http://www.rubicon.hu/magyar/oldalak/1935_szeptember_15_a_nurnbergi_faji_torvenyek_szuletese/

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten

Details

Titel
Die Biographien zweier verfolgter Dichterinnen im Vergleich
Untertitel
Else Lasker-Schüler und Mascha Kaléko
Hochschule
Debreceni Egyetem
Veranstaltung
German Language, Literature und Culture
Note
2
Autor
Jahr
2014
Seiten
41
Katalognummer
V283087
ISBN (eBook)
9783656851905
ISBN (Buch)
9783656851912
Dateigröße
763 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
biographien, dichterinnen, vergleich
Arbeit zitieren
Balogh Emese (Autor), 2014, Die Biographien zweier verfolgter Dichterinnen im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283087

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