Unterweisung nach der Vier-Stufen-Methode
Es ist die bekannteste Methode für die systematische Arbeitsunterweisung.
Sie dient dem Erlernen praktischer Fertigkeiten innerhalb kurzer Zeit. Dabei werden Arbeitsschritte vorgemacht und ein genaues Nachmachen erwünscht.
Bedeutung der Unterweisung für den Beruf:
• Der Auszubildende soll nach dem Ausbildungsrahmenplan den Schiefer zurichten und lochen können.
• Das ist die Grundvoraussetzung für die spätere Eindeckung auf dem Dach (Deckung eines Fußgebindes, Anfangsort, Endort, ...).
• Es ist somit sehr wichtig, ein Gefühl zu bekommen, wie der Schiefer mit dem Schieferhammer zugerichtet und gelocht wird, damit eine spätere Eindeckung erfolgreich funktioniert
Inhaltsverzeichnis
Deckblatt mit Erklärung
Inhaltsverzeichnis
Erläuterung der Unterweisung
Vorbemerkung zur Durchführung
Lernziele
Teillernziele
Vier-Stufen-Methode der Arbeitsunterweisung
Ausführung Vier-Stufen-Methode
Arbeitsblätter
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit dient als schriftliche Vorbereitung einer Ausbildungseinheit im Rahmen der Dachdeckermeisterprüfung. Ziel ist es, dem Auszubildenden die fachgerechten Fertigkeiten und Kenntnisse zu vermitteln, um Schieferplatten für die spätere Eindeckung auf dem Dach präzise zu bearbeiten und zu lochen.
- Systematische Unterweisung nach der Vier-Stufen-Methode
- Methodik des fachgerechten Schiefer-Behauens und -Lochens
- Wichtigkeit der Arbeitssicherheit im Umgang mit Schieferwerkzeugen
- Didaktische Strukturierung von Lehrinhalten für das erste Lehrjahr
- Einsatz und Funktion von Hilfsmitteln wie Schieferhammer und Haubrücke
Auszug aus dem Buch
Bearbeiten und Zurichten von Schiefer
Beim Zurichten des Schiefers ist besonders auf die Oberflächenbeschaffenheit zu achten. Für den Dachdecker gibt es da einfache Prüfverfahren, die für die praktische Arbeit aussagekräftig sind:
Augenprobe: Es können so Farbe, sichtbare Einschlüsse, Aussplitterungen sowie Wölbungen festgestellt werden.
Hammerprobe: Ein leichtes Anschlagen mit dem Schieferhammer lässt erkennen, ob ein Schiefer in seinem Gefüge in Ordnung ist.
Gewölbte Steine müssen so zugerichtet werden, dass die Wölbung im gedeckten Zustand nach oben zeigt.
Außerdem müssen alle Teile, die seitlich überdeckt werden, mit einer scharfen Haukante behauen sein. Dazu behaut man den Schiefer „von oben nach unten“, das heißt von der Vorderseite aus, so dass die Absplitterung auf der Rückseite sichtbar wird. Die auf der Vorderseite entstandene glatte (scharfe) Kante leitet das Wasser sicher ab, das eventuell in die Seitenüberdeckung eindringt.
Lochen des Schiefers: Der Schiefer wird heute grundsätzlich von innen nach außen, also von der Rückseite aus gelocht. Auf der Vorderseite splittert der Schiefer etwas ab, der Nagel trägt dadurch nicht mehr so viel auf. Es entsteht quasi fast eine ebene Fläche mit dem Schiefer, so dass die nachfolgenden Schiefer nicht sperren.
Zusammenfassung der Kapitel
Erläuterung der Unterweisung: Hier erfolgt die Einordnung in den Ausbildungsrahmenplan sowie die Definition der Ziele und der angewandten Ausbildungsmethode.
Vorbemerkung zur Durchführung: Dieses Kapitel enthält die administrativen Eckdaten, wie Zeitaufwand, Lernort sowie die benötigten Arbeits- und Hilfsmittel.
Lernziele: Hier werden didaktische Faustregeln erläutert und die Richt-, Grob- und Feinziele für die Unterweisung definiert.
Teillernziele: Die Ziele werden in kognitive, affektive und psychomotorische Bereiche unterteilt, um den Lernfortschritt messbar zu machen.
Vier-Stufen-Methode der Arbeitsunterweisung: Beschreibung der vier Phasen: Vorbereitung, Vormachen, Ausführungsversuche und Üben.
Ausführung Vier-Stufen-Methode: Eine detaillierte tabellarische Darstellung der praktischen Durchführung inklusive Sicherheitsanweisungen und methodischer Begründungen.
Arbeitsblätter: Diese bieten vertiefende Informationen zu Werkzeugen, Prüfmethoden, Bezeichnungen am Deckstein und Hauwegen.
Schlüsselwörter
Schiefer, Dachdecker, Schieferhammer, Haubrücke, Vier-Stufen-Methode, Arbeitsunterweisung, Schiefer behauen, Lochen, Arbeitssicherheit, Hammerprobe, Ausbildung, Handwerk, Dachdeckung, Lernziele, Berufsbildung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Ausbildungseinheit grundsätzlich?
Es handelt sich um eine strukturierte Unterweisung für Auszubildende im ersten Lehrjahr des Dachdeckerhandwerks zum Thema "Schiefer zurichten und lochen".
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der fachgerechten Bearbeitung von Schieferplatten, der korrekten Handhabung des Schieferhammers und der Vermittlung von Qualitätsprüfmethoden.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist die didaktische und fachliche Anleitung eines Auszubildenden, damit dieser einen Schieferstein selbstständig und fachgerecht anreißen, behauen und lochen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Unterweisung orientiert sich methodisch an der bewährten Vier-Stufen-Methode, um praktische Fertigkeiten systematisch zu vermitteln.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die konkrete Planung, Durchführung und Auswertung der Unterweisungseinheit, inklusive detaillierter Unfallverhütungsmaßnahmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Schiefer, Dachdecker, Schieferhammer, Vier-Stufen-Methode, Arbeitssicherheit und handwerkliche Fertigkeiten.
Welche Funktion hat die Haubrücke bei der Schieferbearbeitung?
Die gebogene Haubrücke dient als feste Unterlage beim Behauen der Schieferplatten und ermöglicht erst die präzise Bruchkantenbildung.
Warum wird der Schiefer heute von innen nach außen gelocht?
Durch das Lochen von der Rückseite splittert der Schiefer auf der Vorderseite ab, wodurch der Nagel weniger aufträgt und ein sauberes Anliegen der nachfolgenden Schiefersteine gewährleistet ist.
- Citation du texte
- Daniel Bartnik (Auteur), 2013, Schiefer zurichten und lochen (Unterweisungsentwurf Dachdecker, -in), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283238