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Vertragsgestaltung mit Hotelportalen

Title: Vertragsgestaltung mit Hotelportalen

Seminar Paper , 2013 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sonja Siebold (Author)

Tourism - Miscellaneous
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Mit der Entwicklung des Internets in den letzten 15 Jahren sind auch die Online-Buchungen von Urlaubsreisen und Unterkünften rasant gestiegen. Hotelanbieter haben erkannt, dass das Internet einen zusätzlichen Vertriebskanal und dank der hohen Reichweite Zugang zu vielen potentiellen Buchern bietet. Aufgrund der wachsenden Bedeutung des Internets, wird für Hoteliers auch die Frage nach geeigneten Vertriebspartnern immer wichtiger. Insbesondere Hotelportale haben sich unter den Online-Buchungssystemen in letzter Zeit stark etabliert und den Hoteliers einige Vorteile gebracht, die jedoch auch mit vielen Geschäftsbedingungen verknüpft sind.
Umso wichtiger ist es, vertragliche Vereinbarungen festzulegen, die im Idealfall einer win-win-Situation beider Parteien entsprechen.

Daher befasst sich die vorliegende Arbeit mit den verschiedenen Möglichkeiten der Vertragsgestaltung, die sich einem Hotelier gegenüber einem Hotelportal ergeben. Das Ziel der Arbeit soll sein, einen Einblick in die Geschäftsbeziehung beider Parteien zu geben und anhand ausgewählter Beispiele einen Ansatz für die praktische Umsetzung der Vertragsgestaltung zu bieten, so dass ein Beitrag zum Erkenntnisfortschritt geleistet werden kann.

Zunächst wird das Untersuchungsobjekt „Hotelportal“ näher gekennzeichnet und dessen Funktionsweise als Distributionskanal erklärt. Anschließend wird die aktuelle Situation des Internetvertriebs betrachtet, um daraus resultierende Beeinträchtigungen der Vertragsgestaltung aufzeigen zu können.
Bevor auf das Forschungsproblem eingegangen wird, werden allgemeine Vertrags-grundlagen erläutert und die Geschäftsmodelle der Hotelportale in Bezug auf rechtliche Rahmenbedingungen dargestellt. Aufbauend auf den gewonnenen Erkenntnissen soll schließlich eine Auswahl möglicher Vertragsbedingungen dargelegt werden, indem als relevant angesehene vertragliche Vereinbarungen hervorgehoben werden.
Im Schlussteil der vorliegenden Arbeit werden die wesentlichen Erkenntnisse kurz zusammengefasst und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen geboten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung

1.3 Vorgehensweise

2 Hotelportale als Distributionskanal

2.1 Begriff und Funktion

2.2 Elektronischer Buchungsvorgang

2.3 Abgrenzung

2.4 Status Quo der Internetdistribution

3 Vertragliche Grundlagen

3.1 Vertragsinhalt

3.2 Rechtliche Rahmenbedingungen

3.3 Geschäftsmodelle

4 Mögliche Vertragsbedingungen

4.1 Provisionszahlungen

4.2 Raten- und Verfügbarkeitsparität

4.3 Rechtswahl

4.4 Haftung und Datenschutz

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Geschäftsbeziehung zwischen Hoteliers und Hotelportalen mit dem Ziel, ein Verständnis für die Funktionsweise dieser Vertriebskanäle zu entwickeln und Ansätze für eine fundierte Vertragsgestaltung aufzuzeigen.

  • Marktmacht und Bedeutung von Hotelportalen im digitalen Vertrieb
  • Rechtliche Grundlagen und Geschäftsmodelle (Agency- vs. Merchant-Modell)
  • Analyse relevanter Vertragsbedingungen wie Provisionen und Bestpreisklauseln
  • Herausforderungen in den Bereichen Haftung und Datenschutz
  • Strategien für Hoteliers im Umgang mit digitalen Distributionspartnern

Auszug aus dem Buch

3.3 Geschäftsmodelle

Generell können im internationalen Geschäftsverkehr zwei verbreitete Geschäftsmodelle unterschieden werden, die für die Auswahl des Vertriebspartners bzw. die Vertragsgestaltung mit Hotelportalen relevant sind. Zum einen existiert das „Agency-Modell“, das dem deutschen Handelsvertreterstatus entspricht, zum anderen das „Merchant-Modell“, welches mit dem Händler bzw. Großhändler vergleichbar ist.

Das Agency-Modell baut auf dem traditionellen Reisebüromodell auf. Hier arbeitet das Hotelportal als Mittler auf Kommissions-/ Provisionsbasis, wobei die Höhe der Provision meistens einen prozentualen Anteil vom vermittelten Umsatz ausmacht. Das Hotel legt den Preis fest, der dem Endkunden angegeben werden soll und bezahlt seinem Vertriebspartner bei einer getätigten Buchung die vereinbarte Provision, wodurch die Preishoheit des Hotels aufrecht erhalten bleibt. Das heißt, der Hotelbetrieb hat seine Preise einigermaßen im Griff und kann Ratenparität gewährleisten, indem in allen Distributionskanälen einheitliche Preise ausgewiesen werden.

Im Gegensatz dazu agieren Hotelportale beim Merchant-Modell wie Händler (Merchant) bzw. Großhändler (Consolidator), welche Hotelkontingente zu Nettopreisen einkaufen und diese dann unter Aufschlag einer Marge, die zwischen 25 und 38 Prozent liegt, gegenüber dem Endkunden vertreiben. Die Bezahlung erfolgt direkt an den Vertriebspartner, der wiederum einen entsprechenden Anteil an das Hotel zahlt. Damit steuert letztendlich das Buchungsportal den Brutto-Preis, weshalb nur erschwert Ratenparität gewährleistet werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit erläutert die wachsende Bedeutung des Internets für den Hotelvertrieb und definiert die Zielsetzung, eine Orientierungshilfe für vertragliche Vereinbarungen zu bieten.

2 Hotelportale als Distributionskanal: Dieses Kapitel definiert Hotelportale als virtuelle Vermittler und analysiert den technologischen Buchungsprozess sowie die aktuelle Marktsituation.

3 Vertragliche Grundlagen: Es werden die juristischen Voraussetzungen für Agenturverträge und die zentralen Geschäftsmodelle Agency und Merchant im Tourismus dargestellt.

4 Mögliche Vertragsbedingungen: Hier werden spezifische Vertragspunkte wie Provisionen, Ratenparität, Rechtswahl sowie Haftungs- und Datenschutzfragen detailliert untersucht.

5 Fazit und Ausblick: Abschließend wird die Notwendigkeit unterstrichen, dass Hoteliers trotz eingeschränkter Gestaltungsmacht ihre Vertriebskanäle aktiv steuern müssen, um die technologischen Herausforderungen in Chancen zu wandeln.

Schlüsselwörter

Hotelportale, Online-Distribution, Vertragsgestaltung, Agenturvertrag, Merchant-Modell, Ratenparität, Bestpreisklausel, Provisionen, Electronic Commerce, Hotelreservierung, Internet Booking Engine, Reiserecht, Marktmacht, Haftung, Datenschutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Geschäftsbeziehung zwischen Hoteliers und Hotelportalen und beleuchtet die vertraglichen Rahmenbedingungen, denen Hoteliers bei der digitalen Vermarktung ihrer Zimmer unterliegen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den technologischen Grundlagen der Distribution, den rechtlichen Modellen (Agency vs. Merchant), der Bestpreisklausel sowie den finanziellen und haftungsrechtlichen Konditionen in Verträgen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Hoteliers ein tieferes Verständnis für die Funktionsweise von Hotelportalen zu vermitteln und Ansatzpunkte für eine informierte und vorteilhafte Vertragsgestaltung zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse aktueller Fachpublikationen, Rechtsquellen und AGB-Regelungen, ergänzt durch Fallbeispiele wie HRS und Booking.com.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die technologische Einordnung der Portale, die Erläuterung vertraglicher Basisstrukturen sowie eine kritische Prüfung spezifischer Vertragsinhalte wie Provisionen und Paritätsklauseln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Hotel-Distribution, Online-Buchungsportale, Ratenparität, Vertragsverhandlungen und Tourismus-Management beschreiben.

Wie unterscheiden sich Agency- und Merchant-Modell in der Praxis?

Beim Agency-Modell fungiert das Portal als Vermittler, während das Hotel die Preishoheit behält. Beim Merchant-Modell kauft das Portal Kontingente zu Nettopreisen ein und steuert den Verkaufspreis selbst, was Ratenparität erschwert.

Welche Rolle spielt die Bestpreisklausel (Ratenparität) in der Hotellerie?

Die Bestpreisklausel verpflichtet Hoteliers dazu, auf dem Portal den niedrigsten Zimmerpreis anzubieten, was den Wettbewerb einschränken kann und aktuell Gegenstand rechtlicher Prüfungen durch das Bundeskartellamt ist.

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Details

Title
Vertragsgestaltung mit Hotelportalen
College
University of Applied Sciences Worms
Course
Seminar Hotelmanagement
Grade
1,3
Author
Sonja Siebold (Author)
Publication Year
2013
Pages
26
Catalog Number
V283299
ISBN (eBook)
9783656831983
ISBN (Book)
9783656829485
Language
German
Tags
Hotel Tourismus Touristik Hotelmanagement Hotelvertrieb Internetvertrieb Vertrag Hotelportal Distributionskanal Hoteldistribution Online-Vertrieb Reisemittler Intermediär Agency-Modell Merchant-Modell Ratenparität Verfügbarkeitsparität Provision Haftung Vertragsbedingungen Vertriebskanal Internetportal indirekter Vertrieb IDS 3rd party websites Online-Reisebüro Internet Booking Engines Reiseportal GDS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sonja Siebold (Author), 2013, Vertragsgestaltung mit Hotelportalen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283299
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