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Leben und Arbeit bei Hartz IV. Eine neue Unterschicht als Folge der prekären Lebensverhältnisse?

Titre: Leben und Arbeit bei Hartz IV. Eine neue Unterschicht als Folge der prekären Lebensverhältnisse?

Dossier / Travail de Séminaire , 2013 , 16 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Andrea Neff (Auteur)

Sociologie - Système social et Structure sociale
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Résumé Extrait Résumé des informations

Innerhalb der vorliegenden Hausarbeit soll es darum gehen, inwieweit die durch Hartz IV eingeführten Bedingungen, z.B. Zunahme von prekären Verhältnissen, zu einer neuen Unterschicht führen, die sich arbeitsunwillig von der Gesamtgesellschaft zunehmend weiter abgrenzt. Zur Klärung der Fragestellung werden unterschiedliche Begriffsbestimmungen gegeben sowie die Zusammenhänge der einzelnen Themen herausgearbeitet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Hartz-Reformen

1.1 Hartz I – III

1.2 Hartz IV

2. Prekarität und Prekariat

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Die Prekarier

2.3 Gesellschaftliche Exklusion

3. Hartz IV als Aussch(l)uss der Gesellschaft

3.1 Erwerbsorientierungen

3.1.1 Um-Jeden-Preis-Arbeiter

3.1.2 Als-Ob-Arbeiter

3.1.3 Nicht-Arbeiter

3.2 Die „underclass“-Debatte

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die durch Hartz IV verschärften prekären Lebens- und Arbeitsbedingungen zur Entstehung einer neuen, isolierten Unterschicht führen, die sich arbeitsunwillig von der Gesamtgesellschaft abgrenzt.

  • Analyse der Hartz-Reformen und ihrer Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
  • Definition von Prekarität und Prekariat im soziologischen Kontext
  • Untersuchung der Erwerbsorientierungen von Langzeitarbeitslosen
  • Kritische Auseinandersetzung mit der „underclass“-Debatte

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Um-Jeden-Preis-Arbeiter

Diese Gruppe von Arbeitslosen nutzt jede Chance um der Arbeitslosigkeit zu entgehen. Sie sind davon überzeugt sich persönlich und mit allen Mitteln einsetzen zu können um ihre Situation zu verändern. Das zeigt sich vor allem in einer hohen Bewerbungsaktivität und in der Akzeptanz eines großen räumlichen Aktivitätsradius. Die Angebote der Arbeitsverwaltung werden als selbstverständliche Chance aufgenommen, die auch bewusst von den Arbeitslosen eingefordert wird (vgl. Bescherer et. al., 2008, S. 20). Ihr Verhalten lässt sich als „Unternehmer ihrer eigenen Beschäftigungsfähigkeit“ beschreiben, dabei sind es eigentlich viel mehr Unternehmer ohne jegliche Planungssicherheit (vgl. Bologna zit. in: Bescherer et. al., 2008, S. 20). Häufig verlieren die Um-Jeden-Preis-Arbeiter eher zufällig ihre Arbeit, aber durch bisherige kurze Zeiten von Arbeitslosigkeit, eine gute Ausbildung und eine stabile Selbstwahrnehmung wird die Situation nicht auf individuelle Defizite zurückgeführt (vgl. Bescherer et. al., 2009, S. 147f.).

Für die Arbeitsagentur sind diese Arbeitslosen die idealen Kunden, da sie exakt dem Leitbild der Reform entsprechen. Typisch für diese Gruppe sind arbeitsbesessene Aufstocker und engagierte Selbstständige, die die Langzeitarbeitslosigkeit überwinden und in Zukunft vermeiden möchten. Ebenso gehören junge, gut ausgebildete Erwachsene, die den Übergang von der Ausbildung in das Erwerbssystem noch nicht bewältigt haben, zu den Um-Jeden-Preis-Arbeitern (vgl. Bescherer et. al., 2008, S. 20).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach der Entstehung einer neuen Unterschicht durch Hartz IV vor und erläutert den Aufbau der Untersuchung.

1. Die Hartz-Reformen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Gesetzespakete Hartz I bis IV und deren Zielsetzung sowie Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.

2. Prekarität und Prekariat: Hier werden theoretische Begriffe rund um soziale Ungleichheit definiert und die Auswirkungen gesellschaftlicher Exklusion beleuchtet.

3. Hartz IV als Aussch(l)uss der Gesellschaft: Dieses Hauptkapitel analysiert verschiedene Erwerbsorientierungen von Arbeitslosengeld II-Empfängern und diskutiert die soziologische Debatte um eine neue „underclass“.

Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass keine einheitliche „Unterschichtenmentalität“ vorliegt, sondern die Erwerbsorientierungen stark variieren.

Schlüsselwörter

Hartz IV, Arbeitsmarktpolitik, Prekarität, Prekariat, Langzeitarbeitslosigkeit, Erwerbsorientierung, soziale Exklusion, underclass, Arbeitslosengeld II, Beschäftigungsfähigkeit, Um-Jeden-Preis-Arbeiter, Als-Ob-Arbeiter, Nicht-Arbeiter, soziale Ungleichheit, Wohlfahrtsstaat

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die soziologischen Folgen der Hartz-Reformen und ob diese zur Bildung einer neuen, sich von der Gesellschaft abgrenzenden Unterschicht geführt haben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Hartz-Gesetze, die Konzepte von Prekarität und Prekariat, gesellschaftliche Exklusion sowie die Erwerbsorientierungen von Langzeitarbeitslosen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob die durch Hartz IV verschärften Lebensverhältnisse tatsächlich eine neue, arbeitsunwillige Unterschicht hervorbringen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis soziologischer Fachliteratur und Forschungsergebnissen, insbesondere der Gruppe um Peter Bescherer, argumentiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Reformen, die theoretische Verortung der Prekarisierung und die detaillierte Analyse der drei Erwerbsorientierungen (Um-Jeden-Preis-Arbeiter, Als-Ob-Arbeiter, Nicht-Arbeiter).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Prekarität, Hartz IV, Langzeitarbeitslosigkeit, Erwerbsorientierungen, soziale Exklusion und underclass-Debatte.

Was zeichnet die Gruppe der „Um-Jeden-Preis-Arbeiter“ aus?

Diese Gruppe ist hochgradig motiviert, jede Beschäftigungschance zu ergreifen, und fungiert quasi als „Unternehmer ihrer eigenen Beschäftigungsfähigkeit“, oft ohne soziale Absicherung.

Existiert laut der Arbeit eine einheitliche „underclass“?

Nein, die Forschungsergebnisse zeigen, dass Menschen in prekären Lagen keine homogene Gruppe bilden, da ihre Motivationen und Lebensentwürfe sehr unterschiedlich ausfallen.

Warum wird die „Nicht-Arbeiter“-Gruppe nicht pauschal als arbeitsunwillig bezeichnet?

Die Arbeit betont, dass diese Orientierung oft ein Resultat langjähriger Frustration und des Ausschlusses vom regulären Arbeitsmarkt ist, anstatt einer bewussten Verweigerungshaltung.

Welche Rolle spielt die „Normalitätsfassade“ bei den Als-Ob-Arbeitern?

Sie nutzen Ein-Euro-Jobs oder Ehrenämter, um gesellschaftlich anerkannte Rollen aufrechtzuerhalten und die psychische Belastung durch den Verlust der regulären Erwerbsarbeit zu kompensieren.

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Résumé des informations

Titre
Leben und Arbeit bei Hartz IV. Eine neue Unterschicht als Folge der prekären Lebensverhältnisse?
Université
University of Duisburg-Essen  (Institut für soziale Arbeit und Sozialpolitik)
Cours
Vertiefungsseminar: Arbeitslosigkeit
Note
1,0
Auteur
Andrea Neff (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
16
N° de catalogue
V283319
ISBN (ebook)
9783656832034
ISBN (Livre)
9783656829218
Langue
allemand
mots-clé
leben arbeit hartz eine unterschicht folge lebensverhältnisse
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Andrea Neff (Auteur), 2013, Leben und Arbeit bei Hartz IV. Eine neue Unterschicht als Folge der prekären Lebensverhältnisse?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283319
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Extrait de  16  pages
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