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Wahnsinn in der Literatur. Viktor Erofeevs "Leben mit einem Idioten"

Titre: Wahnsinn in der Literatur. Viktor Erofeevs "Leben mit einem Idioten"

Dossier / Travail , 2013 , 12 Pages , Note: 1,2

Autor:in: Julia Dering (Auteur)

Lettres - Généralités
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In der vorliegenden Hausarbeit möchte ich mich mit Viktor Erofeevs Erzählung „Leben mit einem Idioten“ beschäftigen. Zu Beginn dieser Hausarbeit werde ich einen kurzen Einblick in das Leben von Erofeev, den Einfluss des Vaters und auch Tätigkeiten seines Bruders, welche Parallelen zu Viktor Erofeevs Leben aufweisen, wiedergeben.
Der Hauptteil der Hausarbeit wird daraus bestehen den Wahnsinn zunächst einmal im Allgemeinen zu definieren. Zum einen die umgangssprachliche und die volkstümliche Definition und zum anderen aber auch die juristische. Ebenso einen kurzen Rückblick in das 15. und 17. Jahrhundert und die damalige Einstellung zum Wahnsinn. Zum Hauptteil dieser Hausarbeit gehört auch, wie die UdSSR Wahnsinn und Geisteskrankheit definiert hat und wie sie mit solchen Menschen oder solchen die sie für Wahnsinnige gehalten haben, umgegangen sind.
Zum Ende der Hausarbeit gehe ich auch auf die Erzählung „Leben mit einem Idioten“ ein. Diese enthält einige Szenen des Wahnsinns und der Geisteskrankheit. Ich werde nur einige
prägnante herausnehmen und versuchen den Wahnsinn darin aufzuzeigen und Erklärungen dafür zu finden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

1. Auszüge aus der Vita

2. Definition von Wahnsinn

2.1 Wahnsinn und Geisteskrankheit in der UdSSR

3. Wahnsinn in der Erzählung

II Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung von Wahnsinn und Geisteskrankheit in Viktor Erofeevs Erzählung „Leben mit einem Idioten“. Dabei wird analysiert, wie Wahnsinn definiert wird, wie er im sowjetischen Kontext politisch instrumentalisiert wurde und in welcher Weise Erofeev diese Motive in seiner Literatur verwendet, um gesellschaftliche Tabus zu brechen.

  • Biografischer Hintergrund und Einfluss von Viktor Erofeev
  • Definitionen von Wahnsinn und dessen historische Entwicklung
  • Instrumentalisierung der Psychiatrie in der UdSSR
  • Analyse des Wahnsinns in der Erzählung „Leben mit einem Idioten“
  • Politischer und gesellschaftlicher Kontext der russischen Literatur

Auszug aus dem Buch

3. Wahnsinn in der Erzählung

Im letzten Absatz habe ich beschrieben, wie vage die Definitionen der Geisteskrankheit sind, nun frage ich mich, ob wir nicht in jedem Text etwas Anormales finden können, wenn wir so wollen, denn jeder liest und versteht Texte anders. Natürlich gibt es in der Erzählung von Viktor Erofeev „Leben mit einem Idioten“ sehr viele Stellen an denen etwas Anormales zu finden ist. Nehmen wir allein schon eine der ersten Szenen, als der Erzähler auf die Idioten trifft, die in einem Kellerraum sitzen, jeder seinem eigenen Schwachsinn nachgehend. All die Geisteskranken und Schwachsinnigen sitzen auf einer Bank in einem Kellerraum eingesperrt, werden dann eventuell von einem wie dem Erzähler mit nach Hause genommen, weil ihm eine solche Strafe auferlegt wurde. Diese Szene wird nicht beschrieben als säßen diese Menschen in einer Anstalt oder Psychiatrie, vielmehr wirkt es wie ein „Tierheim“, in das man kommen kann und sich einen obdachlosen „Hund“ aussucht und mit nach Hause nimmt. Auch sieht man, dass diese Menschen die dort eingesperrt wie Tiere hausen, wohl auch wie Tiere behandelt werden, denn als der Wärter schreit sie sollten sich auf ihre Plätze begeben, horchen sie, einerseits weil sie Angst vor ihm haben aber wohl auch weil sie so „dressiert“ wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Arbeit ein, präsentiert ein Zitat von Albert Einstein und skizziert das geplante Vorgehen sowie das Ziel, den Wahnsinn in Viktor Erofeevs Werk zu untersuchen.

1. Auszüge aus der Vita: Das Kapitel bietet einen biografischen Überblick über Viktor Erofeev, beleuchtet seinen familiären Hintergrund als Sohn eines Diplomaten und thematisiert seine Konflikte mit dem sowjetischen Schriftstellerverband.

2. Definition von Wahnsinn: Hier werden unterschiedliche Begriffsdefinitionen erläutert, von der volkstümlichen Wahrnehmung über juristische Aspekte bis hin zur historischen Entwicklung der gesellschaftlichen Ausgrenzung von Wahnsinnigen.

2.1 Wahnsinn und Geisteskrankheit in der UdSSR: Dieser Abschnitt analysiert die politische Instrumentalisierung der Psychiatrie in der Sowjetunion, wo Abweichlertum und regimekritisches Verhalten oft als Geisteskrankheit diagnostiziert wurden.

3. Wahnsinn in der Erzählung: Das Kapitel verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit der Analyse von Schlüsselszenen aus Erofeevs Erzählung, wobei insbesondere die Rolle von Wowa und die Übertragung des Wahnsinns auf den Erzähler betrachtet werden.

II Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die Bedeutung des Wahnsinns in der russischen Literatur als Mittel, um politische Tabuthemen und Zensur indirekt zu kritisieren.

Schlüsselwörter

Viktor Erofeev, Wahnsinn, Geisteskrankheit, Sowjetunion, Literatur, Psychiatrie, Zensur, Tabu, Homosexualität, Regimekritik, Leben mit einem Idioten, Russische Literatur, Machtstrukturen, Politische Instrumentalisierung, Gesellschaftsanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Wahnsinns im Kontext der russischen Literatur, speziell fokussiert auf Viktor Erofeevs Werk „Leben mit einem Idioten“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Wahnsinn, der historischen Behandlung Geisteskranker sowie der politischen Nutzung psychiatrischer Diagnosen in der Sowjetära.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Wahnsinn nicht nur als medizinisches, sondern als literarisches und politisches Motiv bei Erofeev aufzuzeigen, das zur Umgehung von Zensur und zur Kritik gesellschaftlicher Verhältnisse dient.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die durch historische Kontexte und biografische Informationen über den Autor ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die Darstellung der politischen Psychiatrie in der UdSSR und eine detaillierte textimmanente Analyse der Erzählung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wahnsinn, Zensur, sowjetische Politik, Tabubruch und systemische Ausgrenzung geprägt.

Wie deutet die Autorin die Rolle des Charakters Wowa?

Wowa wird als Symbol für den zerstörerischen Wahnsinn gedeutet, der den Erzähler infiziert und als Analogie zu politisch-historischen Figuren oder Verhältnissen verstanden werden kann.

Warum wird im Text ein Vergleich zwischen „Tierheim“ und der Anstaltsszene gezogen?

Der Vergleich verdeutlicht die Entmenschlichung der Charaktere in der Erzählung, die wie „dressierte Hunde“ behandelt werden und damit die staatliche Kontrolle über das Individuum reflektieren.

Welche Bedeutung hat das Schlusswort für die Gesamtaussage?

Das Schlusswort ordnet Erofeevs Arbeit in die Tradition der russischen Literatur ein und erklärt sein Schreiben über Tabuthemen als Notwendigkeit in einem repressiven politischen Umfeld.

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Résumé des informations

Titre
Wahnsinn in der Literatur. Viktor Erofeevs "Leben mit einem Idioten"
Université
Justus-Liebig-University Giessen  (Slavistik)
Cours
Wahnsinn in der Literatur
Note
1,2
Auteur
Julia Dering (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
12
N° de catalogue
V283320
ISBN (ebook)
9783656832041
ISBN (Livre)
9783656828891
Langue
allemand
mots-clé
wahnsinn literatur viktor erofeevs leben idioten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Julia Dering (Auteur), 2013, Wahnsinn in der Literatur. Viktor Erofeevs "Leben mit einem Idioten", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283320
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Extrait de  12  pages
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