Das "Cash and Carry"-Konzept der METRO


Hausarbeit, 2013

19 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Großhandel
2.1. Einordnung des Großhandelsbetriebes
2.2. Funktionen des Großhandels
2.3. Differenzierung der Betriebsformen
2.4. Die Kunden und die Vorteile des CC Großhandel

3. Das „Cash and Carry“ – Konzept am Beispiel des Unternehmens „METRO Cash Carry“
3.1. Das Geschäftskonzept
3.2. Die Märkte und ihre geographische Distribution
3.3. Das Warensortiment
3.4. Mitarbeiter, Umsatz und Wachstum von MCC
3.5. Die Konkurrenten von METRO Cash Carry

4. Fazit – Analyse des CC Konzeptes am Beispiel von METRO Cash Carry

Quellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Tabelle 1 - Eigene Darstellung

Tabelle 2 - Umsatz METRO Cash Carry 2012

Tabelle 3 - Kennzahlen METRO Cash Carry 2011

1. Einleitung

Die folgende Hausarbeit wird sich mit dem Thema „Das Cash Carry (CC) Konzept“ beschäftigen, welches ich am konkreten Beispiel des deutschen Unternehmens METRO Cash Carry (MCC) näher erläutern möchte.

Cash Carry steht auch für Abholgroßhandel, bei dem es um die Selbstbedienung, Selbstabholung und Barzahlung durch den Kunden geht.

In der Arbeit geht es darum, zu Beginn die Begrifflichkeit des Großhandelsbetriebes zu klären sowie die grundlegenden Merkmale in Bezug auf dessen Funktionen, seine unterschiedlichen Betriebsformen und seine typischen Kunden herauszuarbeiten und welche Vorteile diese Art von Großhandel für die jeweilige Kundengruppe bietet.

Nachdem ich diese Aspekte geklärt habe, möchte ich das Unternehmen METRO Cash Carry als exemplarisches Beispiel nutzen, um das CC Konzept zu erläutern. Nach einer kurzen Vorstellung des Unternehmens werde ich in diesem Teil insbesondere auf das Geschäftskonzept, das Warenangebot, die geographische Verteilung der Märkte, die Umsätze und jährlichen Wachstumsraten aber auch auf die Konkurrenz von METRO Cash Carry eingehen und erläutern.

Abschließend möchte ich Stellung beziehen, ob das CC Konzept auf das vorgestellte MCC – Unternehmen als geeignet anzusehen ist und kritisch diskutieren.

2. Großhandel

2.1. Einordnung des Großhandelsbetriebes

Wie der Name Großhandel schon aussagt, handelt es sich um eine Betriebsform des Handels. Der Handel kann allgemein als eigene wirtschaftliche Tätigkeit beschrieben werden. Handelsunternehmen, die Güter in der Regel nicht selbst be- oder verarbeiten, besorgen Handelswaren von anderen Marktteilnehmern oder setzen diese ab.

Im Handel werden unterschiedliche Erscheinungsformen - auch als Betriebsformen bezeichnet - dargestellt. Eine Unterscheidung des Handels in Binnen- und Außenhandel erfolgt entsprechend dem Kriterium der Grenzüberschreitung der Staatsgrenzen bei Handelsvorgängen. Binnenhandelsbetriebe werden zusätzlich in mehrstufige oder einstufige Handelsbetriebe je nach der Anzahl der Absatzstufen kategorisiert. Eine weitere Klassifizierung wird bei den einstufigen Handelsbetrieben vorgenommen und zwar in Betriebe des Groß- und des Einzelhandels in Abhängigkeit der Abnehmerstruktur.

Großhandelstätigkeit liegt vor, wenn die Waren an gewerbliche Abnehmer abgesetzt werden. Die gewerblichen Abnehmer lassen sich in Wiederverkäufer, Weiterverarbeiter und Großverbraucher spezifizieren. Großhandelsbetriebe finden sich auf allen Positionen zwischen Urproduktion und Verwendung ausgenommen die Position der Letztverwendung bzw. dem -verbrauch. Der Großhandel kann z.B. auch als Mittlerunternehmen bezeichnet werden.[1]

Folglich beschafft der Großhandelsbetrieb die Handelswaren und setzt diese entweder unverändert oder nach nicht nennenswerter Be- und Verarbeitung an die Großhandelskunden ab. Zum Leistungsspektrum des Großhandelsbetriebes gehört nicht die Lieferung an Endverbraucher.

2.2. Funktionen des Großhandels

a folgende Funktionen darstellen[2]:

1. Verkauf und Absatzförderung

Ein Hersteller kann durch die Nutzung der Absatzorganisation des Großhandelsunternehmens eine große Anzahl kleinerer Kunden zu vergleichsweise niedrigen Kosten erreichen.

2. Einkaufserleichterung durch Sortimentszusammenstellung

Der Großhandel trifft eine Vorauswahl aus dem Angebot vieler Hersteller, aus welchem der Abnehmer seine Auswahl trifft und sein erforderliches Sortiment zusammenstellt. Dem Abnehmer wird durch die Sortimentsvorauswahl des Großhandelsunternehmens erst eine Spezialisierung möglich.

3. Mengenauflösung

Durch die Mengenauflösung werden Kosteneinsparungen für alle Beteiligten möglich, da große Mengen von den Herstellern abgenommen und in kleinen Mengen an Einzelhändler, Händler oder sonstige Betriebe weiterverkauft werden.

4. Lagerhaltung

Lagerkosten und Lagerrisiken für die Lieferanten und die Abnehmer können durch die Lagerhaltung beim Großhändler gering gehalten werden.

5. Transport

Großhändler sind operativ näher am Abnehmer tätig als Hersteller. Dadurch sind sie in der Lage, schneller zu liefern.

6. Finanzierung

Großhändler können ihre Abnehmer finanzieren, in dem sie auf Kredit verkaufen und längerfristige Zahlungsziele einräumen. Sie können ebenfalls ihre Lieferanten finanzieren, in dem sie frühzeitig bestellen und pünktlich bezahlen.

7. Risikoübernahme

Bei der Beschaffung der Güter wird Eigentum an diesen erworben. Der Großhändler übernimmt insofern einen Teil des Risikos und der Kosten, die durch Diebstahl, Beschädigung, Verderb oder Veralterung der Ware entstehen.

8. Bereitstellung von Marktinformationen

Eine weitere Funktion besteht darin, die Abnehmer und Lieferanten über die aktuellen Markt-, Produkt- und Preisentwicklungen zu informieren.

9. Betriebsschulung und Beratung

Der Großhandel bietet u.a. Verkäuferschulungen, Unterstützung bei der Ladengestaltung sowie technischen Serviceleistungen an, um Einzelhandelskunden bei der Verbesserung der operativen Abläufe zu unterstützen.

2.3. Differenzierung der Betriebsformen

Der Großhandel lässt sich in unterschiedliche Betriebsformen klassifizieren[3]. So erfolgt eine Unterscheidung nach dem Merkmal der Transportübernahme in Zustell- und Abholmarkt. Des Weiteren kann nach dem Merkmal des Sortimentsumfanges zwischen Spezial- und Sortimentsgroßhandel differenziert werden. Zudem existieren noch die Betriebsformen des Streckengroßhandels, Rack-Jobber sowie Versandgroßhandel.

Gegenstand der Hausarbeit ist die Betriebsform des Abholgroßhandels[4], welcher auch als Cash Carry Großhandel bezeichnet wird. Das Konzept des CC Großhandel beinhaltet die Selbstbedienung, die Selbstabholung und die Barzahlung durch den Kunden. Folglich werden durch den CC Großhandel Kunden angesprochen, die nicht die Waren zugestellt haben möchten und auch nicht an der Finanzierung aus dem Leistungspaket des CC Großhandels interessiert sind.

Charakteristisch für einen CC Großhandel ist die kundengerechte Gestaltung des Lagers als auch die Platzierung der Waren, um den Kunden einen direkten und schnellen Zugriff zu ermöglichen. Folglich ist es von extremer Bedeutung, dass im Verkaufsbereich eine stete Warenpräsenz gewährleistet wird. Zudem wurde eine Check-out Linie eingerichtet, an welcher die Kundenkäufe erfasst und Barzahlungsvorgänge abgewickelt werden, wobei hier zu erwähnen ist, dass heutzutage auch mittlerweile bargeldlose Zahlungen möglich sind.[5]

2.4. Die Kunden und die Vorteile des CC Großhandel

Die typischen CC Großhandelskunden[6] können wie anfänglich erwähnt in Wiederverkäufer, Weiterverarbeiter oder andere Großabnehmer unterteilt werden. Zu der Gruppe der Wiederverkäufer zählen beispielsweise Groß- und Einzelhandelsbetriebe, zu der Gruppe der Weiterverarbeiter Industrie- und Handwerksbetriebe sowie zu den Großverbrauchern die Hotellerie, Gastronomie, Heime und Anstalten, Werksküchen etc. Wie der Name Cash Carry schon ausdrückt, ist das Konzept dieser Handelsbetriebsform das Kaufen und Mitnehmen der Güter. Dadurch wird auf gewisse Serviceleistungen wie Bedienung, Beratung, besondere Präsentation der Waren etc. verzichtet. Hierdurch entstehen Kostenvorteile, die in Form eines niedrigen Preises an die Kunden weitergegeben werden. Die Zielsetzung eines CC Großhandels besteht somit darin, durch Selbstbedienung der Kunden die Kosten ganzheitlich zu senken und durch Selbstabholung den Einkaufspreis niedrig zu halten.

Die Vorteile für CC Kunden ergeben sich folglich daraus, dass sie Güter zu niedrigen Preisen angeboten bekommen, kleine Warenmengen einkaufen können und dadurch eine geringere Lagerhaltung haben. Weiterhin können sie durch eigene Abholung selbst bestimmen, wann sie sich mit neuen Waren versorgen müssen und können diese entsprechend schnell beziehen. Ein weiterer Vorteil ist der Einkauf nach Ladenschluss. Und die Kunden erhalten Informationen über das Warenangebot für kleine Gewerbebetriebe.[7]

3. Das „Cash and Carry“ – Konzept am Beispiel des Unternehmens „METRO Cash Carry“

METRO Cash Carry (MCC) ist ein deutsches Großhandelsunternehmen mit Sitz in Düsseldorf und der wichtigste Geschäftsbereich des METRO – Konzerns. Gegründet wurde METRO Cash Carry im Jahr 1964 mit der Eröffnung des ersten Großhandelsmarktes in Mühlheim/ Ruhr in Deutschland und ist heutzutage unter dem Markennamen METRO und Makro in über 30 Ländern Europas, Asien und Afrika vertreten. Es werden Markenprodukte renommierter Hersteller sowie exklusive Eigenmarken an gewerbliche Kunden vertrieben.

[...]


[1] Vgl. Lerchenmüller, M.: 1995, S. 15-20

[2] Vgl. Kade-Lamprecht, E.: Absatz. 5. Auflage Mai 2009, S. 85-86

[3] Vgl. Weis, H.C.: 2009, S. 422

[4] Vgl. Kade-Lamprecht, E.: Absatz. 5. Auflage Mai 2009, S. 61

[5] Vgl. Lerchenmüller, M.: 1995, S. 256

[6] Vgl. Lerchenmüller, M.: 1995, S. 20

[7] Vgl. Weis, H.C.: 2009, S. 424

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Das "Cash and Carry"-Konzept der METRO
Hochschule
SRH Hochschule Riedlingen
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
19
Katalognummer
V283460
ISBN (eBook)
9783656832317
ISBN (Buch)
9783656830016
Dateigröße
471 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
BWL, Absatz, Cash & Carry Concept, Großhandel, Betriebswirtschaftslehre, International Management
Arbeit zitieren
Claudia Wohlatz (Autor), 2013, Das "Cash and Carry"-Konzept der METRO, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283460

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