Sportdidaktische Konzepte im Vergleich


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013
16 Seiten, Note: 1,4

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Konzepte der Sportdidaktik
2.1 Handlungsfähigkeit / Pädagogische Perspektiven (nach Kurz)
2.2 Sportartenkonzept (nach Söll)
2.3 Körpererfahrungskonzept (nach Funke)
2.4 Offener Sportunterricht (nach Hildebrandt & Laging)

3. Schlussbetrachtung

4. Quellen

1. Einleitung

Die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen wird grundlegend durch Bewegung und die damit unmittelbar empfundene Lebensfreude beeinflusst. Im Idealen wird somit im Sportunterricht die Freude an der Bewegung und am Sport vermittelt. Für eine langfristige Bindung an Bewegung und gesundheitsrelevante sportliche Aktivität sollte dies als eine wesentliche Voraussetzung gelten. Als einziges Bewegungsfach in der Schule bietet der Sportunterricht besondere Erziehungschancen, die zu einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung beitragen können. Wer hierzu einen Einblick in die wichtigsten Aspekte des Schulsports gewinnen will, sollte sich folglich ein grundlegendes Wissen aneignen. Haag und Mess beschreiben für Studierende des Sports für Lehramt folgendes: „Studierende in dem Fach Sport sollten das Studium mit der Erwartung aufnehmen, in differenzierten Studiengängen und Studienbereichen Qualifikationen für sportliches, wissenschaftliches, sozial-aktives und pädagogisch-unterrichtliches Handeln zu erwerben, um später Aufgaben in sportbezogenen Berufsfeldern erfolgreich lösen zu können.“ (Haag, Mess; 2010, S.69). Neben den Themenbereichen zum Kenntniserwerb von Sportarten und deren sportartspezifischen Techniken und Taktiken, ist somit auch das Kennenlernen von Sporttheorien und -feldern (Bewegungs- und Trainingswissenschaften, Sportpsychologie und -soziologie) erforderlich. Einer der vielen Sportbereiche ist neben der Sportpädagogik auch die Sportdidaktik. Die Sportdidaktik bezeichnet die Theorie über Sport und Sportunterricht und soll Aufschluss zu verschiedenen Fragen geben. Im Vordergrund steht die Behandlung von Zielen (Was soll gelernt werden?),

Inhalten (Welche Sportarten bzw. welche Sportaktivitäten werden ausgewählt?) und Methoden (Welche Organisationsform wird angewendet?) (Grupe, Krüger 1997, S.84). Somit soll sie den Erwerb zentraler didaktisch-methodischer Kompetenzen für den angehenden Sportlehrer sichern und Grundlagen für die Planung, Gestaltung und Durchführung, aber auch für die Auswertung von Sportunterricht schaffen. Daneben erfordert der Sportunterricht die Analyse sowie die Reflexion der theoretischen Konzepte und des praktischen Handelns um dem pädagogischen Auftrag des Schulsports und dessen Ziele gerecht zu werden (Bräutigam, 2011, S.108ff).

Deshalb ist es nach der Entscheidung, den Beruf des Sportlehrers zu erlernen, im Studium wichtig, sich auf die Theorie der Sportdidaktik einzulassen und somit den Wechsel vom Sportler zum Sportlehrer zu vollziehen. Denn diese Umorientierung von Akteur zum Arrangeur beinhaltet eine analytische und reflexive Beschäftigung mit dem Schulsport und dem Sportlehrerberuf. Nun heißt es, die Themenbereiche der Sportdidaktik zu verinnerlichen und zu verstehen, um sie im späteren Beruf anwenden zu können. Denn die Sportdidaktik gibt keine Handlungsanweisungen an die Praxis, sondern stellt das notwendige Aufklärungs- und Orientierungswissen bereit und gibt Hinweise und Anregungen zum eigenen Handeln und Gestalten des Sportunterrichts (Bräutigam, 2011, S.8, S.108ff).

Da das Berufsfeld Schule an den Sportlehrer hohe Anforderungen an sein Tätigkeitsfeld stellt - er muss neben dem Lehren und Beurteilen, auch Erziehen, Beraten und Innovieren - darf dabei sein Handeln nicht standardisiert und programmiert sein. Vielmehr muss der Lehrer situativ auf manch Unvorhersehbares reagieren und auf jede Person individuell angemessen agieren (Bräutigam, 2011, S.14ff). In den meisten Lehrplänen der 16 Bundesländer für das Fach Sport sind prinzipiell zwei Vorstellungen formuliert. Einerseits verfolgt der Schulsport die Absicht, sportmotorische Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schüler auszubilden und zu stärken. Andererseits soll er aber auch einen Beitrag zu einer gesunden Lebensführung, zur Entwicklung von Sozialkompetenz, Solidarität und Fairness beitragen und zu einem verantwortungsvollen Umgang von Ressourcen, Umwelt und Natur animieren. Diese viel und oft zitierten Leitsätze „Erziehung zum Sport“ und die „Erziehung durch Sport“ stehen eng verbunden nebeneinander und können dennoch als ein zweifacher Bildungsauftrag verstanden werden (Bräutigam, 2011, S.86).

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Sportdidaktische Konzepte im Vergleich
Hochschule
Universität Rostock  (Sportwissenschaftliches Institut)
Veranstaltung
Hauptseminar Sportdidaktik
Note
1,4
Autor
Jahr
2013
Seiten
16
Katalognummer
V283496
ISBN (eBook)
9783656832386
ISBN (Buch)
9783656830146
Dateigröße
732 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sportdidaktik Mehrperspektivität Sportartenkonzept Körpererfahrung offener Sportunterricht, Sportdidaktik
Arbeit zitieren
Thomas Angerer (Autor), 2013, Sportdidaktische Konzepte im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283496

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