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Entstehung von Aggression aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven und ihre Bewältigung in der Sozialen Arbeit

Title: Entstehung von Aggression aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven und ihre Bewältigung in der Sozialen Arbeit

Term Paper , 2012 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Henning Schnieder (Author)

Psychology - Personality Psychology
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema Aggression. Ich werde zunächst beschreiben, warum sich die Soziale Arbeit mit diesem Gegenstandsbereich auseinandersetzen muss und inwiefern dies hilfreich für die Arbeit eines Sozialarbeiters sein kann. Daran anknüpfend werde ich Aggressionen aus einer psychologischen Perspektive betrachten. Neben der Definition von Aggression werde ich ausgewählte, aber in der Literatur vielfach rezipierte, psychologische Aggressionstheorien erläutern. Ich werde hierbei auf evolutionäre bzw. triebtheoretische Ansätze, situative und kulturelle Einflüsse sowie sozialkognitive Ansätze eingehen.

Zum Ende des Abschnittes stelle ich wissenschaftliche Erkenntnisse zu Geschlechterunterschieden im Hinblick auf den Umgang mit Aggressionen dar. Im darauffolgenden Punkt übertrage ich die Thematik auf das Arbeitsfeld Schulsozialarbeit. Nach einer kurzen Beschreibung des Arbeitsfeldes und der Begründung aus der sich
die Beschäftigung der Schulsoziarbeit mit dem Thema Aggression ergibt, gehe ich auf das Problem des „Bullying“ ein. Hierzu erläutere ich einen gruppendynamischen Ansatz und ein weiteres sozialkognitives Verhaltensmodell. Aus diesem Modell hat sich ein Präventionsansatz zur Verringerung
von aggressiven Verhaltensweisen an Kindergärten und Grundschulen entwickelt. Ich werde die Kernpunkte des Ansatzes vorstellen und seine Wirksamkeit im Hinblick auf Bullying erläutern.

Im letzten Punkt fasse ich die Ergebnisse dieser Arbeit kurz zusammen, indem ich die für mich bedeutsamsten Punkte erneut herausstelle. Zum Schluss möchte ich noch einige kritische Aspekte im Bezug auf die Thematik der Aggression erwähnen und eine gesellschaftkritische Sichtweise einnehmen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Warum müssen sich Sozialarbeiter mit dem Thema Aggression aus psychologischer Sicht befassen?

3. Definition Aggression, psychologische Aggressionstheorien, Geschlechterunterschieder

4. Schulsozialarbeit unter dem Gesichtspunkt der Aggressionsprävention

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz psychologischer Aggressionstheorien für die Soziale Arbeit und analysiert, wie diese Erkenntnisse in präventive Handlungskonzepte, insbesondere in der Schulsozialarbeit, überführt werden können, um Gewalt und Bullying entgegenzuwirken.

  • Psychologische Grundlagen und Erklärungsmodelle von Aggression
  • Geschlechterunterschiede bei aggressivem Verhalten
  • Herausforderungen und Aufgaben der Schulsozialarbeit
  • Analyse von Bullying durch gruppendynamische Prozesse
  • Präventionsansätze wie das "Faustlos"-Programm

Auszug aus dem Buch

3. Definition Aggression, psychologische Aggressionstheorien, Geschlechterunterschiede

Im folgenden Abschnitt gehe ich auf die Definition von Aggression sowie auf ausgewählte psychologische Aggressionstheorien ein. Ich werde zunächst zwei Definitionsansätze darstellen und im Anschluss weitere Punkte anführen, die zu einer umfassenderen und damit genaueren Aggressionsdefinition hinzutreten müssen. Die am weitesten verbreitete Definition lautet: „Aggression ist eine Verhaltenssequenz, deren Zielreaktion die Verletzung einer Person ist, gegen die sie gerichtet ist.“ (Dollard et. al. zitiert nach Bierhoff, 2006: S. 168) Selg erweitert diese:

„Eine Aggression besteht in einem gegen einen Organismus oder ein Organismussurrogat gerichtetes Austeilen schädigender Reize; eine Aggression kann offen (körperlich, verbal) oder verdeckt (phantasiert), sie kann positiv (von der Kultur gebilligt) oder negativ (missbilligt) sein.“ (Selg zitiert nach Bierhoff, 2006: S. 168)

Diese Definition zeichnet sich durch die Ausrichtung an der Verhaltensweise einer Person aus. Neuere Definitionen beinhalten zudem eine subjektive Sichtweise und betonen, dass Aggression eine Handlung ist, die den Zweck hat, einen anderen absichtlich zu verletzen. Daher beinhaltet die Definition von Aggression immer eine objektive Seite, das Verhalten als solches, und eine subjektive Seite, die Absicht der handelnden Person. Wird von Gewalt gesprochen, ist zumeist eine übermäßige körperliche Aggression gemeint. Des Weiteren wird der Definition von Aggression hinzugefügt, dass der Aggressor davon ausgeht, dass seine Handlung die andere Person verletzt und diese von der Aggression nicht betroffen sein möchte (vgl. Bierhoff, 2006: S. 168f.). Ferner muss sich eine aggressive Verhaltensweise nicht zwangsläufig gegen eine andere Person oder überhaupt eine Person wenden. Eine umfassende Aggressionsdefinition beinhaltet also ebenso die Möglichkeit der Schädigung der eigenen Person [Autoaggression] und die Beschädigung von Gegenständen [Vandalismus] (vgl. Scheithauer/Hayer, 2007: S. 16f.). Es handelt sich hier um eine wertfreie Aggressionsdefinition. Sie gibt also keinen Aufschluss darüber, ob das jeweilige Verhalten statthaft bzw. legitim ist (vgl. Bierhoff, 2006: S. 169).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema Aggression ein und erläutert die Relevanz der psychologischen Perspektive für das Berufsfeld der Sozialen Arbeit.

2. Warum müssen sich Sozialarbeiter mit dem Thema Aggression aus psychologischer Sicht befassen?: Dieses Kapitel beleuchtet die gesellschaftliche Wahrnehmung von Gewalt und begründet, warum ein Verständnis für die Ursachen aggressiven Verhaltens essenziell für professionelle Beziehungsarbeit ist.

3. Definition Aggression, psychologische Aggressionstheorien, Geschlechterunterschieder: Der Autor setzt sich mit verschiedenen Definitionsansätzen sowie evolutionären, triebtheoretischen und sozial-kognitiven Theorien auseinander und erörtert geschlechtsspezifische Unterschiede.

4. Schulsozialarbeit unter dem Gesichtspunkt der Aggressionsprävention: Hier wird das Arbeitsfeld der Schulsozialarbeit analysiert, das Phänomen Bullying gruppendynamisch betrachtet und das präventive "Faustlos"-Programm vorgestellt.

5. Schluss: Der Autor resümiert die Bedeutung psychologischer Theorien für die Praxis und reflektiert kritisch über die Grenzen einer rein individualisierenden Sichtweise auf soziale Probleme.

Schlüsselwörter

Aggression, Soziale Arbeit, Gewaltprävention, Schulsozialarbeit, Bullying, Faustlos, Empathie, Psychologische Aggressionstheorien, Geschlechterunterschiede, Gruppendynamik, Verhaltensmodelle, Sozialisation, Beziehungsarbeit, Konfliktschlichtung, Präventivmaßnahmen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung psychologischer Aggressionstheorien für die praktische Tätigkeit von Sozialarbeitern.

Welche zentralen Themenfelder deckt der Text ab?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf den Definitionen von Aggression, verschiedenen wissenschaftlichen Erklärungsmodellen, der Analyse geschlechtsspezifischer Unterschiede und konkreten Präventionskonzepten in Schulen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie psychologische Theorien dazu beitragen können, aggressives Verhalten zu verstehen, um darauf aufbauend wirksame und wissenschaftlich abgesicherte Präventionsmaßnahmen zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung und Literaturanalyse psychologischer Ansätze, die auf das Berufsfeld der Sozialen Arbeit übertragen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch verschiedene Aggressionstheorien, die Darstellung der Schulsozialarbeit als Handlungsfeld und die detaillierte Vorstellung des Faustlos-Curriculums.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wichtigsten Begriffe sind Aggression, Schulsozialarbeit, Bullying, Faustlos-Programm, Empathie und Gewaltprävention.

Wie unterscheidet sich "Ärgeraggression" von "instrumenteller Aggression" nach Berkowitz?

Die Ärgeraggression wird als spontan und feindselig beschrieben, während die instrumentelle Aggression geplant abläuft und meist einen geringeren Emotionsanteil aufweist.

Welche Rolle spielt die Empathie im Faustlos-Programm?

Die Empathieförderung bildet die Grundlage des Programms, da sie Kindern hilft, Gefühle zu deuten, die Perspektive anderer zu übernehmen und somit prosoziales Verhalten zu entwickeln.

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Details

Title
Entstehung von Aggression aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven und ihre Bewältigung in der Sozialen Arbeit
College
University of Applied Sciences Emden/Leer  (Soziale Arbeit und Gesundheit)
Course
Psychologie
Grade
1,0
Author
Henning Schnieder (Author)
Publication Year
2012
Pages
15
Catalog Number
V283572
ISBN (eBook)
9783656832829
ISBN (Book)
9783656831013
Language
German
Tags
Soziale Arbeit Schule Aggression Mobbing
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Henning Schnieder (Author), 2012, Entstehung von Aggression aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven und ihre Bewältigung in der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283572
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