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Über die politische Kommunikation zwischen plebs urbana und Kaiser Augustus in der Arena

Titel: Über die politische Kommunikation zwischen plebs urbana und Kaiser Augustus in der Arena

Seminararbeit , 2014 , 23 Seiten

Autor:in: Nadine Geßner (Autor:in)

Weltgeschichte - Altertum
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Zusammenfassung Leseprobe Details

"Dreimal habe ich in meinem eigenen Namen Gladiatorenspiele veranstaltet und fünfmal in dem meiner Söhne oder Enkel […]" Dies ist ein Auszug aus Augustus‘ Tatenbericht, den res gestae. Allein die Tatsache, dass Augustus es offensichtlich für wichtig und sinnvoll erachtete, dies niederzuschreiben und für die Nachwelt zu sichern, zeigt welche enorm wichtige Rolle diese Spiele und Inszenierungen für den römischen Kaiser, aber auch für die Öffentlichkeit und damit das römische Volk spielten.
Denn gerade durch die Inszenierung aufwändiger Spiele demonstrierte Augustus seinem Volk Ruhm und Macht des römischen Imperiums. Auf der Ebene der verbalen und auch der non-verbalen Kommunikation standen Augustus sowie auch seine Nachfolger mit ihrem Volk in einem Dialog. Dies wird in der vorliegenden Arbeit anhand verschiedener antiker Quellen und wissenschaftlicher Literatur untersucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Politische Kommunikation in der römischen Antike- Möglichkeiten und Grenzen

2.1 Was ist politische Kommunikation?

2.2 Möglichkeiten der politischen Kommunikation in der römischen Antike

3. Die Beziehung zwischen Augustus und der plebs urbana

4. Die gesellschaftliche Bedeutung der Spiele

4.1 Die Entwicklung der munera von ihren Anfängen bis zu Kaiser Augustus- Ein kurzer Überblick

4.2 Die augusteischen Reformen der Spiele im Jahr 22. v. Chr.

5. Die Politische Kommunikation zwischen Kaiser Augustus und der plebs urbana innerhalb der Arena

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die politische Kommunikation zwischen Kaiser Augustus und der plebs urbana, wobei der Fokus auf den öffentlichen Spielen als zentralem Interaktionsort liegt. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Augustus durch verbale und non-verbale Inszenierungen in der Arena Interessenvertretung und Popularität bei der städtischen Bevölkerung sicherte.

  • Definition politischer Kommunikation im antiken Kontext
  • Analyse der Beziehung zwischen Augustus und der plebs urbana
  • Historische Entwicklung und gesellschaftliche Funktion der munera
  • Die Rolle der augusteischen Reformen (lex Iulia theatralis)
  • Interaktionsformen in der Arena als Mittel der Machtdemonstration

Auszug aus dem Buch

4.2 Die augusteischen Reformen der Spiele im Jahr 22. v. Chr.

Der bei den Schauspielen eingerissenen Unordnung und Zügellosigkeit setzte er durch verschiedene Verordnungen ein Ende. Den Anstoß dazu bot ihm die Beleidigung, die ein Senator erleben mußte, als ihm während einer sehr gut besuchten Veranstaltung in Puteoli von der großen Zuschauermenge kein Platz angeboten wurde. Augustus veranlaßte deshalb einen Senatsbeschluß, daß, wenn immer irgendwo ein öffentliches Schauspiel stattfinde, die erste Sitzreihe für die Senatoren freizubleiben habe, und für Rom verbot er den Gesandten freier oder verbündeter Völker, in der Orchestra Platz zu nehmen, da er festgestellt hatte, daß sich unter den Mitgliedern dieser Gesandtschaften auch Freigelassene befanden. Das Militär schied er im Theater vom Volke. Den verheirateten Männern aus den unteren Schichten wies er spezielle Reihen zu, den Knaben einen bestimmten Sektor und gleich daneben einen für ihre Erzieher; ferner bestimmte er, daß niemand, der im Mantel gekommen war, auf den Plätzen in der Mitte sitzen dürfe. Den Frauen gestattete er den Besuch von Gladiatorenkämpfen, die sie früher unter den Männern sitzend hatten betrachten dürfen, nur noch, wenn sie für sich von den oberen Reihen aus zuschauten. Den vestalischen Jungfrauen wies er einen eigenen Platz im Theater an, und zwar gegenüber der Loge des Prätors. Vom Besuch der Athletenwettkämpfe schloß er die Frauen gänzlich aus, so daß er bei den Spielen, die er als Oberpriester gab, einen Faustkampf, den das Publikum forderte, auf die Morgenstunden des folgenden Tages verschob und bekanntgab, es sei unerwünscht, daß Frauen vor morgens zehn Uhr ins Theater kommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Bedeutung der Spiele für die Kommunikation zwischen Kaiser und Volk und legt die methodische Herangehensweise dar.

2. Politische Kommunikation in der römischen Antike- Möglichkeiten und Grenzen: Das Kapitel definiert den Begriff der politischen Kommunikation anhand von vier Dimensionen und überträgt diese auf den antiken Kontext.

3. Die Beziehung zwischen Augustus und der plebs urbana: Hier wird das Verhältnis des Herrschers zu seinem Volk analysiert, welches besonders durch Wohltätigkeit und öffentliche Präsenz geprägt war.

4. Die gesellschaftliche Bedeutung der Spiele: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung der munera und die ordnungspolitischen Reformen unter Augustus.

5. Die Politische Kommunikation zwischen Kaiser Augustus und der plebs urbana innerhalb der Arena: Der Hauptteil untersucht anhand konkreter Beispiele, wie verbale und non-verbale Interaktionen in der Arena als machtpolitisches Instrument dienten.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Befund, dass die Spiele ein essenzielles und bewusst eingesetztes Kommunikationsmittel für Augustus waren, um seine Popularität und Herrschaft zu festigen.

Schlüsselwörter

Augustus, plebs urbana, politische Kommunikation, munera, Arena, Spiele, Rom, Macht, Inszenierung, lex Iulia theatralis, Res gestae, Kaiser, Volksgunst, Interaktion, Antike

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der politischen Interaktion zwischen dem römischen Kaiser Augustus und dem Stadtvolk, der plebs urbana, während öffentlicher Spiele.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf den Kommunikationsformen zwischen Herrscher und Beherrschten, der historischen Bedeutung der Gladiatorenspiele sowie der augusteischen Sozial- und Theaterpolitik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu belegen, dass die Arena als ein Ort politischer Kommunikation fungierte, an dem der Kaiser gezielt Interessenvertretung betrieb und seine eigene Popularität steuerte.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt eine quellenkritische Analyse antiker Geschichtsschreiber wie Sueton und Cassius Dio sowie den Tatenbericht des Augustus (res gestae) in Verbindung mit moderner Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung der Spiele, die augusteischen Reformen der Sitzordnung (lex Iulia theatralis) und die konkreten non-verbalen Interaktionsmöglichkeiten in der Arena.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind politische Kommunikation, plebs urbana, Augustus, munera, Arena und die strategische Nutzung von Inszenierung zur Herrschaftssicherung.

Wie reagierte Augustus auf die Forderung des Volkes nach der Diktatur?

Augustus lehnte die Diktatur ab, inszenierte diesen Akt jedoch dramatisch durch einen Kniefall und eine entblößte Brust, um dem Volk seine Ablehnung deutlich und unterwürfig zu demonstrieren.

Warum war die räumliche Dimension in der Arena für Augustus so wichtig?

Die Arena bot den einzigen Ort mit einem extrem hohen Öffentlichkeitsgrad, an dem der Kaiser direkt mit der Masse interagieren und durch die Sitzordnung soziale Hierarchien festigen konnte.

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Details

Titel
Über die politische Kommunikation zwischen plebs urbana und Kaiser Augustus in der Arena
Hochschule
Universität Münster  (Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik)
Veranstaltung
"Ave Caesar! Die Totgeweihten grüßen dich!"- Die Gladiatur in der römischen Kaiserzeit
Autor
Nadine Geßner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
23
Katalognummer
V283588
ISBN (eBook)
9783656834823
ISBN (Buch)
9783656834830
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rom Antike Augustus plebs Kolosseum Kommunikation Kaiser Arena Gladiator Spiele Theater Volk Römer Octavian
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadine Geßner (Autor:in), 2014, Über die politische Kommunikation zwischen plebs urbana und Kaiser Augustus in der Arena, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283588
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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