Baumdetektive. Wie heißt der Baum? (Klasse 5, Realschule)

Ökosystem Wald


Unterrichtsentwurf, 2013

17 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Längerfristige Unterrichtszusammenhänge
1.1 Thema und Aufbau des Unterrichtsvorhaben
1.2 Aufbau der Unterrichtsreihe
1.3 Kompetenzorientierte Lernzielschwerpunkte
1.4 Lerngruppe
1.5 Lernvoraussetzungen und Konsequenzen
1.6 Überlegungen zur Sachstruktur
1.7 Curriculare Legitimation
1.8 Didaktischer Leitgedanke und Intention
1.9 Methodische Begründungszusammenhänge
1.10 Überprüfung des Lern- und Kompetenzzuwachses

2 Unterrichtsstunde
2.1 Thema der Unterrichtsstunde
2.2 Lernzielschwerpunkte der Unterrichtsstunde
2.3 Konkretisierungen zur Lerngruppe und Lernvoraussetzungen
2.4 Überlegungen zur Sache
2.5 Didaktische Überlegungen
2.6 Methodische Überlegungen

3 Stundenverlaufsplan

4 Literatur und Quellennachweis

5 Anhang

1 Längerfristige Unterrichtszusammenhänge

1.1 Thema und Aufbau des Unterrichtsvorhaben

Lebensräume im Schulumfeld - wir lernen diese kennen.

Innerhalb der Unterrichtsreihe „Lebensräume im Schulumfeld“ setzen sich die Schülerinnen und Schüler1 mit den Pflanzen und Tiere aus ihrem direkten Umfeld auseinander und erforschen, wie diese an bestimmte Lebensbedingungen angepasst sind. Zudem erkunden sie das Schulumfeld und lernen dieses kennen.

1.2 Aufbau der Unterrichtsreihe

1.3 Kompetenzorientierte Lernzielschwerpunkte

Im Mittelpunkt der Unterrichtsreihe steht die Angepasstheit von Pflanzen und Tieren an verschiedene Lebensräume im Schulumfeld, die die SuS am Anfang der fünften Klasse in Partnerarbeit und Kleingruppen erforschen sollen. Damit sich die Lerngruppe noch besser kennenlernen kann, werden kooperierende Arbeitsweisen (Partnerarbeit, Kleingruppe) eingesetzt. Die SuS sollen dabei ihre Partner selbst wählen dürfen, da sie sich untereinander noch nicht so gut kennen. Der frühe Kontakt mit dem Lebendigen soll die SuS sensibilisieren, mit der Natur sorgsam und respektvoll mit dieser umzugehen. Verschiedene biologische Arbeitsweisen kommen schon früh zum Einsatz, um die SuS für eine erforschende und selbstständige Arbeitsweise zu motivieren.

Durch die Vermittlung von Artenkenntnissen in konkreten Lebensräumen sollen die SuS ihr Umfeld bewusst wahrnehmen und die dort vorkommenden Tiere und Pflanzen kriteriengeleitet ordnen bzw. systematisieren können. Anhand von einfachen Experimenten, Objekten aus der Natur und Modellen erarbeiten die SuS neue Informationen, wobei sie lernen, Sachverhalte neu zu strukturieren und durch Wissensverknüpfungen neues Wissen zu entwickeln. Mit Beginn der fünften Klasse sollen die SuS lernen, Sachverhalte zu ordnen und zu strukturieren, indem sie sich mit Problemfragen (Hypothesenbildung) auseinandersetzen. Diese Herangehensweise zur Erschließung von neuen Informationen soll innerhalb der Unterrichtsreihe gefestigt werden. Dieses SuS sollen lernen, ihr Umfeld bewusst wahrzunehmen, es zu erkunden und gemeinsam Lösungen für eventuelle Fragen zu finden.

1.4 Lerngruppe

Die Lerngruppe der Klasse 5 besteht aus 23 Schülern, die sich aus neun Mädchen und 14 Jungen zusammensetzt. Die Lerngruppe besteht seit Beginn des Schuljahres und kennt sich untereinander noch nicht sehr gut. Im Vergleich zu den anderen SuS der Klasse fünf an dieser Schule sind die SuS dieser Lerngruppe am Fach Biologie sehr interessiert und der Leistungsstand ist als stark anzusehen. In der Mitarbeit unterscheiden sich die SuS aber sehr. Einige Kinder müssen häufig intensiv in das Unterrichtsgeschehen miteingebunden werden, da es sonst passieren kann, dass sie nicht mehr aktiv am Unterrichtsgeschehen teilnehmen. Zwischen einzelnen SuS gibt es innerhalb der Klasse immer noch kleinere Konflikte, da sich die Kinder untereinander erst besser kennenlernen müssen. Viele Kinder benötigen häufig noch zusätzliche Aufmerksamkeit durch die Lehrperson, was im Laufe des Schuljahres weiterhin vermindert werden soll.

1.5 Lernvoraussetzungen und Konsequenzen

Der Biologieunterricht findet jeweils dienstags in der zweiten Stunde (8:45- 9:30 Uhr) im Biologieraum und donnerstags in der fünften Stunde (11:40-12:25 Uhr) in einem normalen Klassenraum statt. Sind die SuS im Fachraum Biologie, wird dieser genutzt, um die Kinder in einer fachspezifischen Umgebung mit biologischen Arbeitsweisen vertraut zu machen. Aufgrund der Tischanordnung lassen sich hier allerdings keine größeren Gruppenarbeiten durchführen. Dies ist aber nicht weiter von Bedeutung, da die SuS zunächst die Partnerarbeit und Kleingruppenarbeit kennenlernen sollen. Da die Lerngruppe erst seit einigen Wochen besteht, sind noch nicht alle Lerneigenschaften der SuS bekannt, so dass dies immer bei der Planung der Unterrichtsstunden berücksichtigt werden muss. Daher ist es wichtig, didaktische Reserven für schnelle Kinder und Hilfsangebote für leistungsschwächere SuS bereitzuhalten. Außerdem haben die SuS noch keine Gruppenarbeiten durchgeführt und müssen an diese erst noch herangeführt werden. Die Partnerarbeit soll sie auf diese vorbereiten.

In den ersten Biologiestunden haben die SuS eine Mindmap zum Themenbereich Biologie erstellt und sich mit dem Kennzeichen des Lebendigen beschäftigt. Anhand dieser Merkmale wurde besprochen, dass Pflanzen Lebewesen sind und dies mithilfe der Mimosen überprüft. An diesen Themenbereich schließt sich das nun folgende Unterrichtsvorhaben „Lebensräume im Schulumfeld“ an.

1.6 Überlegungen zur Sachstruktur

In der Unterrichtsreihe „Lebensräume im Schulumfeld“ lernen die SuS das faszinierendste Phänomen des Lebendigen kennen, die Vielfalt der Formen. Damit lebendige Dinge zunächst erkannt werden können, lernen die SuS die Kennzeichen des Lebendigen zunächst kennen. Mithilfe dieser Kennzeichen können sie belebte von nicht belebten Dingen unterscheiden. Die Natur hat eine Vielzahl von beeindruckenden Phänomen zu bieten, die die SuS in diesem Alter schon selbstständig hinterfragen. Innerhalb der Unterrichtsreihe kann auf eine Vielzahl von Fragen der SuS eingegangen werden, auch wenn diese nicht zum direkten Kontext der Unterrichtsreihe gehören. Der Lernort Schulhof kann im Gegensatz zu außerschulischen Lernorten jederzeit mit in den Unterricht einbezogen werden und kann somit immer wieder neue Impulse für den Biologieunterricht liefern. Durch das Erforschen des Schulgeländes kann bereits in der Jahrgangsstufe fünf ein hohes Maß an Identifikation mit diesem erreicht werden. Damit wird nicht nur die Natur geschützt, sondern auch ein soziales Verhalten (respektvoller Umgang mit der Natur, Müllvermeidung, usw.) gefördert. Viele Kinder haben heutzutage keinen direkten Bezug mehr zur Natur. Dieser soll innerhalb der Unterrichtsreihe gefördert und die Notwendigkeit für Natur- und Artenschutz erfahren werden.

1.7 Curriculare Legitimation

In den Kernlehrplänen des Landes NRW für die Sekundarstufe 1 an den Realschulen ist das Thema „Lebensräume im Schulumfeld“ im Inhaltsfeld Tiere und Pflanzen in Lebensräumen (1) zu finden. Inhaltliche Schwerpunkte stellen dabei die Vielfalt von Lebewesen und der Naturschutz dar. Aus den Kernlehrplänen geht auch hervor, dass die SuS Dinge bewusst wahrnehmen und Phänomene nach vorgegebenen Kriterien beobachten bzw. beschreiben sollen. Dies dient als Grundlage für spätere Deutungen von biologischen Aspekten (E2). Im schulinternen Lehrplan für die Klasse fünf kann das Thema im Kontextthema Tiere und Pflanzen in der Umgebung eingeordnet werden.

1.8 Didaktischer Leitgedanke und Intention

Im Mittelpunkt der Unterrichtsreihe steht aus didaktischer Sicht zum einen das Erlernen und Üben des Arbeitens in der Gruppe und die Herangehensweise an biologische Sachverhalte. Aus lernpsychologischer Sicht ist es besser, wenn SuS selbstständig im Unterricht handeln, da das erarbeitete Wissen dann besser verstanden und behalten wird. Damit die SuS selbstständig handeln können, muss ihnen im Unterricht auch die Möglichkeit dazu gegeben werden. Als Vorstufe zur Gruppenarbeit dient die Partnerarbeit, die vorrangig in der Unterrichtsreihe eingesetzt und erlernt wird. Dadurch wird ein individuelles Arbeitstempo, eine mögliche Kooperation der Lernenden untereinander ermöglicht und so soziale Verhaltensweisen entwickelt. Dabei kommen einzelne biologische Arbeitstechniken wie Beobachten, Untersuchen, Vergleichen zum Einsatz, die später in komplexeren Zusammenhängen benötigt werden. Wichtig für die SuS ist es, bei Partnerarbeit eine klare Aufgabenstellung zu haben, damit sie gemeinsam an dieser Aufgabe arbeiten können. Vorrangig kommen hier arbeitsgleiche Partnerarbeiten zum Einsatz. In der Unterrichtsreihe werden reale Objekte aus der Natur betrachtet und untersucht. Am Anfang der Klasse fünf werden Pflanzen thematisiert, weil diese häufig von den SuS nicht als Lebewesen wahrgenommen werden. Außerdem lassen sich mit diesen eine Vielzahl für die Schüler spannende und motivierende Experimente durchführen. Als Grundlage wird zunächst das Beobachten und Vergleichen mit den SuS geübt.

Anhand der äußeren Form von Laubblättern von Bäumen und Sträuchern können diese verschiedenen Kategorien zugeordnet werden. Durch das genaue Betrachten der Blätter, vor allem des Blattrandes, der Blattspreite und des Blattstieles können Baum-Bestimmungsschlüssel einsetzt und somit eine Vielzahl an unterschiedlichen Formen erkannt werden. Die Grundkenntnis von der Vielfalt der Arten ist eine wichtige Voraussetzung, um die Entwicklung des Lebens auf der Erde zu verstehen. Außerdem dient sie als Grundlage für die Vorstellung von wechselseitigen Abhängigkeiten der Organismen untereinander. Die enge Beziehung zwischen Organismen und ihrer Umwelt wird in jeder Angepasstheit deutlich. Dies zeigt sich in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen der Organismen. Das Kennenlernen der Namen verschiedener pflanzlicher Organismen sowie die Einordnung in ein System hat in der Biologie eine lange Tradition. Durch die Namen einer Pflanze ergibt sich auch immer eine Vorstellung zum Erscheinungsbild, den Lebensbedingungen, den Standortfaktoren und der Vergesellschaftung mit anderen Lebewesen. Aufgrund der Formvielfalt des Lebens ist die Biologie darauf angewiesen, Grundphänomene des Lebendigen exemplarisch an einzelnen Arten darzulegen. Dabei ist es wichtig, dass verschiedene Arten miteinander verglichen werden, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszustellen.

[...]


1 Im weiteren Verlauf SuS abgekürzt.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Baumdetektive. Wie heißt der Baum? (Klasse 5, Realschule)
Untertitel
Ökosystem Wald
Veranstaltung
Seminar für das Lehramt an Haupt-, Real- und Gesamtschulen
Note
1,7
Autor
Jahr
2013
Seiten
17
Katalognummer
V283600
ISBN (eBook)
9783656852933
ISBN (Buch)
9783656852940
Dateigröße
543 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
baumdetektive, baum, klasse, realschule, ökosystem, wald
Arbeit zitieren
David Abend (Autor), 2013, Baumdetektive. Wie heißt der Baum? (Klasse 5, Realschule), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283600

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