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Lernschwierigkeiten. Das Problem der Lese- Rechtschreibschwäche in der Schule und im Fremdsprachenunterricht

Diagnostik, Ursachen und Fördermöglichkeiten

Title: Lernschwierigkeiten. Das Problem der Lese- Rechtschreibschwäche in der Schule und im Fremdsprachenunterricht

Seminar Paper , 2014 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Lisa Pflister (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Jeder Mensch ist von Natur aus neugierig. Die Neugierde bringt ihn dazu, sich mit neuen, ihm unbekannten Dingen und Sachverhalten zu beschäftigen, um seinen Wissenshorizont beständig zu erweitern. Dieser Prozess wird als Lernen bezeichnet. Von kleinen und großen Erfolgserlebnissen angetrieben, erlernt ein Mensch bis hin zu seinem Tod immer wieder neue Dinge. Lernen ist somit ein Prozess, der nie endet und der auch nie enden sollte, da Lernen Spaß macht. Treten dabei jedoch erhebliche Schwierigkeiten und mehr Misserfolge als Erfolge auf, wird Lernen schnell zur Belastung. Im schulischen Kontext spricht man dann von Lernschwierigkeiten.

Der Begriff Lernschwierigkeiten beschreibt anhaltende Probleme beim Lernen und bedeutet, dass Leistungsanforderungen in verschiedenen Bereichen über eine gewisse Dauer nicht erfüllt werden. Lernschwierigkeiten treten beispielsweise in Form von Problemen beim Rechnen, Schreiben und Lesen auf, wobei die Schwierigkeiten des Lesens und Schreibens häufig in kombinierter Form vorkommen.

Dann spricht man von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten oder auch einer Lese-Rechtschreibschwäche. Diese Schwäche ist besonders gravierend, denn wenn ein Schüler nicht gut lesen und/oder schreiben kann, wird er auch Probleme in anderen Schulfächern bekommen. Die Kompetenzen Lesen und Schreiben sind in allen Schulfächern vertreten und Grundvoraussetzung dafür, Aufgabenstellungen richtig zu erfassen und zu bearbeiten. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Lehrer über Lese-Rechtschreibschwierigkeiten Bescheid wissen und in der Lage sind, im Sinne des Kindes zu handeln.

Es ist Aufgabe dieser Seminararbeit, einen allgemeinen Überblick über Lese-Rechtschreibschwierigkeiten zu geben und den Leser über verschiedene wichtige Aspekte zu informieren. Dabei liegt das Augenmerk vor allem auf der Fragestellung, welche besonderen Probleme im Zusammenhang mit dem Erlernen von Fremdsprachen auftreten können und wie man dem als Fremdsprachenlehrer auf faire Art und Weise begegnen kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition

3. Symptome - woran erkennt man eine Lese-Rechtschreibschwäche?

3.1 Lesen und Leseverständnis

3.2 Rechtschreiben

4. Diagnose und Förderung einer Lese-Rechtschreibschwäche

5. Ursachen

6. Lese-Rechtschreibschwierigkeiten im Fremdsprachenunterricht

7. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit gibt einen allgemeinen Überblick über das Phänomen der Lese-Rechtschreibschwäche, beleuchtet deren Diagnose sowie Fördermöglichkeiten und untersucht insbesondere die spezifischen Herausforderungen, die für betroffene Schüler im Fremdsprachenunterricht entstehen.

  • Grundlagen und Definition der Lese-Rechtschreibschwäche
  • Symptomatologie im Lesen und Rechtschreiben
  • Diagnostische Verfahren und pädagogische Förderansätze
  • Ursachenforschung und Einflussfaktoren
  • Herausforderungen und Strategien für den Fremdsprachenunterricht

Auszug aus dem Buch

6. Lese-Rechtschreibschwierigkeiten im Fremdsprachenunterricht

Die in den bisherigen Kapiteln vorgestellten Problematiken der Lese-Rechtschreibschwäche bezogen sich zumeist auf den Deutschunterricht oder zumindest ganzheitlich auf alle Fächer. Doch Lese-Rechtschreibschwierigkeiten treten nicht nur in der deutschen Sprache auf, sie machen auch keinen Halt vor Fremdsprachen. Ganz im Gegenteil. Im Großen und Ganzen kann man davon ausgehen, dass Schüler mit einer Lese-Rechtschreibschwäche auch Probleme beim Erlernen einer anderen Sprache haben werden (vgl. NAEGELE 1995, 187). Dennoch gibt es auch Kinder, die weniger Schwierigkeiten mit dem Erlernen einer anderen Orthografie haben, sei es weil sie von Anfang konzentrierter arbeiten oder inzwischen ein besseres Sprachverständnis aufgebaut haben als noch zu Schulbeginn (vgl. ebd.). Fest steht jedoch, dass die verschiedenen Spracheigenschaften unterschiedliche Anforderungen an die betroffenen Schüler stellen. Gerade die beliebten Fremdsprachen wie Englisch und Französisch machen es den Kindern nicht leicht, da sie sehr unregelmäßige Phonem-Graphem-Beziehungen aufweisen. So können Wörter zum Beispiel gleich klingen, haben aber eine unterschiedliche Bedeutung und werden auch anders geschrieben: to rain /reIn/ vs. to reign /reIn/. Das Setzen von Akzenten im Französischen beispielsweise verkompliziert die Sache noch mehr, da auch dadurch bedeutungsschwere Unterschiede gemacht werden: ou-oder vs. où-wo. Weiterhin werden ganze Buchstabengruppen in Wörtern im Französischen nicht mitgesprochen, sehr wohl aber geschrieben: ils m’aiment /il mem/ - hier fehlen das –s von ils und –ent von aiment.

Bei diesen großen Unterschieden zwischen der gesprochenen und der geschriebenen Sprache, könnte man schnell zu dem Schluss kommen, dass Latein die bessere Fremdsprache für ein Kind mit Lese-Rechtschreibschwierigkeiten ist. Obwohl Latein lautgetreu geschrieben wird, ist das ein Trugschluss (vgl. NAEGELE 1995, 188). Im Lateinischen müssen Buchstabenfolgen exakt gelesen werden, da sich der Sinn der Textabschnitte sonst grundsätzlich verändern kann (vgl. ebd.). Außerdem ist es im Lateinischen weitaus schwieriger, auf Kontextwissen zurückzugreifen, um den Inhalt eines Textes zu erfassen. Außerdem benötigt der Schüler gute grammatische Deutschkenntnisse, da die Lateinische Grammatik weitaus schwieriger ist, als beispielsweise im Französischen oder Englischen. Kinder mit einer Lese-Rechtschreibschwäche begegnen also im Fremdsprachenunterricht ähnlichen Problemen wie im Deutschunterricht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Lernprozess sowie Lernschwierigkeiten und legt den Fokus der Arbeit auf die Herausforderungen bei der Lese-Rechtschreibschwäche im Kontext des Fremdsprachenunterrichts.

2. Definition: Dieses Kapitel erklärt das alphabetische System der Schriftsprache und grenzt die Lese-Rechtschreibschwäche durch Kriterien wie Intelligenzniveau und das Fehlen neurologischer Störungen ab.

3. Symptome - woran erkennt man eine Lese-Rechtschreibschwäche?: Hier werden die spezifischen Auffälligkeiten beim Lesen, Leseverständnis sowie beim Rechtschreiben (z.B. Buchstabenverwechslungen, Wortauslassungen) detailliert beschrieben.

4. Diagnose und Förderung einer Lese-Rechtschreibschwäche: Das Kapitel erläutert diagnostische Methoden wie Interviews und Tests sowie verschiedene Förderprogramme zur Verbesserung der Leseflüssigkeit und Rechtschreibkompetenz.

5. Ursachen: Es werden verschiedene Erklärungsansätze für die Entstehung der Schwäche diskutiert, darunter individuelle Lernvoraussetzungen, Sprachentwicklungsstörungen und sozio-ökonomische Faktoren.

6. Lese-Rechtschreibschwierigkeiten im Fremdsprachenunterricht: Dieses Kapitel zeigt, dass LRS auch in Fremdsprachen auftritt, und gibt Lehrkräften Empfehlungen für den Unterricht, wie etwa Zeitzuschläge oder mündliche Prüfungsleistungen.

7. Schluss: Der Schluss fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer frühzeitigen Diagnose und einfühlsamen Förderung der betroffenen Schüler.

Schlüsselwörter

Lese-Rechtschreibschwäche, LRS, Lernschwierigkeiten, Fremdsprachenunterricht, Leseflüssigkeit, Rechtschreibförderung, Diagnose, pädagogische Psychologie, Phonologische Bewusstheit, Schriftsprache, Lautleseverfahren, schulische Leistungen, Sprachwahrnehmung, Inklusion, Schulerfolg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen Überblick über das Phänomen der Lese-Rechtschreibschwäche (LRS), ihre Merkmale, Diagnosemöglichkeiten und die daraus resultierenden Fördermaßnahmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit behandelt die Definition der LRS, die Erkennung der Symptome, die wissenschaftliche Diagnostik, verschiedene Ursachen sowie Strategien für Lehrkräfte, insbesondere im Fremdsprachenunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Lehrkräften das Wissen zu vermitteln, um LRS frühzeitig zu erkennen und betroffene Schüler fair und effektiv, auch in Fremdsprachenfächern, zu unterstützen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden zur Diagnose verwendet?

Es werden pädagogisch-psychologische Diagnostikverfahren eingesetzt, darunter strukturierte Interviews, Intelligenztests, Lese- und Schreibproben sowie medizinische Untersuchungen.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die Symptomanalyse, das Vorgehen bei der Diagnose und Förderung, die Diskussion möglicher Ursachen und die spezifische Anwendung auf den Fremdsprachenunterricht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie LRS, Förderprogramme, Schriftspracherwerb, Fremdsprachenlernen und Diagnostik geprägt.

Warum stellt das Erlernen von Fremdsprachen bei LRS eine besondere Hürde dar?

Fremdsprachen wie Englisch oder Französisch weisen oft unregelmäßige Phonem-Graphem-Beziehungen und komplexe Grammatikregeln auf, die die bestehenden Schwierigkeiten bei der Schriftsprache verstärken.

Welche praktischen Tipps gibt die Autorin für den Fremdsprachenunterricht?

Es wird empfohlen, Schülern Zeitzuschläge bei Tests zu gewähren, Rechtschreibfehler weniger stark zu gewichten, mündliche Prüfungen anzubieten und Vokabeln über alle Sinneskanäle zu trainieren.

Ist eine Lese-Rechtschreibschwäche heilbar?

Die Autorin betont, dass LRS nicht als „unheilbar“ gilt, sondern durch gezielte Förderung und Therapie signifikant verbessert und kompensiert werden kann.

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Details

Title
Lernschwierigkeiten. Das Problem der Lese- Rechtschreibschwäche in der Schule und im Fremdsprachenunterricht
Subtitle
Diagnostik, Ursachen und Fördermöglichkeiten
College
Dresden Technical University
Course
Seminar "Lernschwierigkeiten"
Grade
1,0
Author
Lisa Pflister (Author)
Publication Year
2014
Pages
22
Catalog Number
V283646
ISBN (eBook)
9783656833116
ISBN (Book)
9783656833123
Language
German
Tags
Lernschwierigkeiten Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten Fremdsprachenunterricht Lese-Rechtschreibschwäche
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Pflister (Author), 2014, Lernschwierigkeiten. Das Problem der Lese- Rechtschreibschwäche in der Schule und im Fremdsprachenunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283646
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