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Die handelsvertragliche Praxis des frühen Mamlukenreiches mit europäischen Handelspartnern

Título: Die handelsvertragliche Praxis des frühen Mamlukenreiches mit europäischen Handelspartnern

Trabajo Escrito , 2013 , 24 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Thomas Marx (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Im Zuge der islamischen Expansion im 7. Jahrhundert, dem 1. Jahrhundert der islamischen Zeitrechnung, wird Ägypten von den Arabern erobert und gelangt so unter die Herrschaft der Umayyaden. Damit wird es nicht nur arabisch, sondern
zugleich muslimisch. Zu diesem Zeitpunkt war Ägypten stark christlich geprägt, vornehmlich koptisch. Die Kopten waren stets etwas abgegrenzt von Byzanz und Rom, auch in der Selbstwahrnehmung.

Im 11. und 12. Jahrhundert setzen in Syrien dann die Kreuzzüge ein, welche die Küstenregionen unter christliche Vorherrschaft bringen. Erst Saladin sollte später die islamische Obhut restituieren. Dieser nahm zusammen mit seinem Onkel im Jahr 1168 Ägypten ein und unterwarf es so der Herrschaft der Ayyubiden. Selbige werden in der Folgezeit von den aufstrebenden Mamluken, ursprünglich Kriegersklaven, verdrängt. In diese Anfangsjahre der Mamlukenherrschaft und in die nun langsam ausklingenden Kreuzzüge fallen die Verträge von 1290 mit Aragon und Genua, welche im Besonderen in dieser Arbeit betrachtet werden sollen.

Da es sich bei den Quellen um zeitlich sehr nahe beieinanderliegende Handelsabkommen zwischen dem mamlukischen Sultan Qalāwūn und den Handelsmächten des Abendlandes handelt, bietet sich ein direkter, schrittweiser
Vergleich an ausgewählten Punkten an. Dabei wird zunächst darauf zu achten sein, ob es größere Übereinstimmungen oder Unterschiede in der äußeren Form gibt. Anschließend muss der Vorgeschichte zu beiden Verträgen Raum gegeben werden.
In einem nächsten Schritt werden im Groben einheitliche Dinge, wie Nennung der Namen, Schwurformeln und Gültigkeitsangaben für Zeit und Gebiet, verglichen. Ein
inhaltlicher Vergleich ist natürlich unabdingbar, wird aber aufgrund der Fülle an Details nicht zu umfassend vorgenommen. Außerdem sind etwaige Einblicke in die
Ratifizierung von Interesse. Dabei wird ein Augenmerk auf Auffälligkeiten liegen, die auf den kulturellen und religiösen Unterschieden der Vertragspartner beruhen. Im Anschluss sollte es möglich sein, Gemeinsamkeiten und Unterschiede festzustellen und Ursachenforschung zu betreiben. Alles in allem wird ein exemplarischer Einblick in die Vertragspraxis zwischen Abendland und Mamluken das Ziel dieser Arbeit sein.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Historischer Exkurs: Das frühe Mamlukenreich

2. Das Ägypten der Mamluken als Handelsknotenpunkt

3. Die Beziehungen zu europäischen Handelspartnern auf vertraglicher Ebene am Beispiel Aragons und Genuas in den Verträgen von 1290

Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die handelspolitischen Beziehungen des frühen Mamlukenreiches zum christlichen Abendland im 13. Jahrhundert, mit einem besonderen Fokus auf die vertraglichen Abkommen von 1290 zwischen Sultan Qalāwūn und den Mächten Aragon sowie Genua.

  • Aufstieg und Herrschaftslegitimation der Mamluken
  • Die Rolle Ägyptens als zentraler Handelsknotenpunkt
  • Vergleich der diplomatischen Praxis in den Handelsverträgen von 1290
  • Kulturelle und rechtliche Herausforderungen bei interkulturellen Verträgen

Auszug aus dem Buch

3. Die Beziehungen zu europäischen Handelspartnern auf vertraglicher Ebene am Beispiel Aragons und Genuas in den Verträgen von 1290

Zum Einen steht der Vertrag Qalāwūns mit Aragon vom 7. April 1290 und zum Anderen der Vertrag mit der Kommune Genua vom 13. bzw. 19. Mai 1290 zur Betrachtung. Man bemerke, dass erst im August desselben Jahres das Massaker an muslimischen Händlern stattfand, woraufhin Qalāwūn im folgenden November Akkon belagerte, welches dann im Frühjahr 1291, schon unter der Herrschaft seines Sohnes, endgültig fiel. Darauf hin wurde das bereits erwähnte Handelsverbot von der Kurie in Kraft gesetzt. Beide Texte sind also noch nicht im Kontext dieser Repressalien zu sehen, sondern eher im Kontext des noch nicht beendeten Konfliktes zwischen den Kreuzzüglern und den Mamluken.

Es handelt sich jeweils um Abkommen zur Sicherung der Handelsbeziehungen und zur Sicherung des Friedens zwischen den jeweiligen Vertragspartnern. Dabei handelt es sich bei dem überlieferten Text von Aragon um einen Vertragstext mit den entsprechend angehängten Schwurformeln, während der Text zum Abkommen mit Genua einen ausführlichen Schwur des genuesischen Abgesandten Spinola enthält, samt der Versicherungen der anwesenden Zeugen.

Diese unterschiedliche Ausführung der selben diplomatischen Absicht zeigt, wie umfangreich die Verträge zwischen Christen und Muslimen waren. Dies mag zunächst nicht übermäßig absonderlich scheinen, bedurften Abkommen zischen christlichen Partnern doch ebenso Zeugen, Schwüren und ähnlichen Ratifizierungen. Doch sollte bedacht werden, dass hier nicht nur unterschiedliche Religionen aufeinander trafen, sondern auch unterschiedliche Rechtssysteme, samt deren üblichen Praktiken. So mussten allein die Verträge zweisprachig ausgeführt und die entsprechende Übersetzung in ihrer Korrektheit bestätigt werden, ebenso die Datumsangabe. Gleiches gilt für die durch die Partner bzw. deren Vertreter geleisteten Schwüre, sowie die Schwüre der Zeugen, sofern diese nicht nur mit einer Unterschrift bezeugten. Der Schwur selbst musste natürlich entsprechend der Religion des Schwörenden formuliert sein und das so, dass er auch für die Gegenseite Gewicht besaß.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die historische Zeitrechnung und die politische Ausgangslage Ägyptens während des Aufstiegs der Mamluken sowie Zielformulierung der Untersuchung.

1. Historischer Exkurs: Das frühe Mamlukenreich: Analyse der Ursprünge der Mamluken als Militärsklaven, ihrer Erziehung und der Schwierigkeiten bei der Etablierung einer legitimen, stabilen Herrschaft.

2. Das Ägypten der Mamluken als Handelsknotenpunkt: Untersuchung der wirtschaftlichen Bedeutung Ägyptens sowie der diplomatischen und handelspolitischen Beziehungen zu direkten Nachbarn wie dem Jemen, Nubien und Äthiopien sowie entfernteren Reichen.

3. Die Beziehungen zu europäischen Handelspartnern auf vertraglicher Ebene am Beispiel Aragons und Genuas in den Verträgen von 1290: Detaillierter Vergleich der Handelsabkommen mit Aragon und Genua hinsichtlich ihrer Form, Schwurpraxis und politischen Tragweite.

Resümee: Zusammenfassende Bewertung der Unterschiede in der Vertragspraxis und der Bedeutung der Abkommen als Instrumente für politische Stabilität und diplomatischen Austausch.

Schlüsselwörter

Mamluken, Sultan Qalāwūn, Handelsverträge, Mittelalter, Diplomatie, Handelsgeschichte, Ägypten, Aragon, Genua, Kreuzzüge, Handelsboykott, Vertragspraxis, islamische Geschichte, Wirtschaft, internationale Beziehungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die vertraglichen Handelsbeziehungen zwischen dem mamlukischen Ägypten unter Sultan Qalāwūn und den europäischen Mächten Aragon und Genua am Ende des 13. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Herrschaftslegitimation der Mamluken, der wirtschaftlichen Rolle Ägyptens als Handelsknotenpunkt sowie der detaillierten Analyse diplomatischer Handelsverträge.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist ein exemplarischer Einblick in die Vertragspraxis zwischen der islamischen Welt und dem christlichen Abendland unter Berücksichtigung kultureller und rechtlicher Unterschiede.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor führt einen schrittweisen, vergleichenden Vergleich der überlieferten Quellentexte durch und bettet diese in den historischen Kontext der zeitgenössischen politischen Situation ein.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Überblick zur Mamlukenherrschaft, die Analyse Ägyptens als Handelszentrum und einen detaillierten Vergleich der Verträge von 1290.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Mamluken, Handelsverträge, Sultan Qalāwūn, diplomatische Praxis, Mittelmeerhandel und interkulturelle Beziehungen.

Warum spielt die Religion eine so große Rolle in den Verträgen?

Die Religion diente als Grundlage für die Schwurformeln, um die Verbindlichkeit und Glaubwürdigkeit des Versprechens gegenüber der anderen Partei, die einem anderen Glauben angehörte, zu garantieren.

Welchen Einfluss hatte das Handelsverbot der Kurie?

Das Verbot blieb in der Praxis weitgehend ineffektiv, da die beteiligten Handelsmächte aus wirtschaftlichem Eigeninteresse auf den Austausch mit Ägypten angewiesen waren und das Verbot systematisch umgingen.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Die handelsvertragliche Praxis des frühen Mamlukenreiches mit europäischen Handelspartnern
Universidad
http://www.uni-jena.de/  (Historisches Institut)
Curso
Die Handelsbeziehungen der Kommune Genua im Mittelalter
Calificación
1,7
Autor
Thomas Marx (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
24
No. de catálogo
V283754
ISBN (Ebook)
9783656835103
ISBN (Libro)
9783656835110
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mamelucken Mamlucken Mittelalter Vertrag Handel Aragon Genua Qalāwūn Spinola
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Thomas Marx (Autor), 2013, Die handelsvertragliche Praxis des frühen Mamlukenreiches mit europäischen Handelspartnern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283754
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