Musikalische Früherziehung. Rhythmikvermittlung als Vorbereitung auf das Instrument „kombiniertes Schlagzeug“


Hausarbeit, 2014

17 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Begriffseinordnung: „Musikalische Früherziehung“
1.1 Elementare Musikpädagogik
1.2 Musikalische Früherziehung
1.3 Musikschulen als Orte der Vermittlung der Musikalischen Früherziehung

2 Begriffsbestimmung Rhythmik
2.1 Was ist Rhythmus?
2.2 Musikalische Parameter und Rhythmus

3 Rhythmik in der Musikalischen Früherziehung
3.1 Rhythmik, Musik und Bewegung als ganzheitliches Konzept in der Musikalischen Früherziehung
3.2 Die Erlebnisqualität der Sinne als Arbeitsfeld für die Rhythmik in der Musikalischen Früherziehung
3.3 Die Entwicklung rhythmischer Fähigkeiten beim Kind
3.4 Das kombinierte Schlagzeug (Drumset) als Instrument in der Musikalischen Früherziehung

4 Zusammenfassung und Ausblick

5 Literaturverzeichnis

Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich vorrangig mit den Bedingungen, Voraussetzungen und Inhalten der Rhythmikvermittlung in der Arbeit mit Vorschulkindern. Dabei wird schwerpunktmäßig immer wieder auf das Erlernen des Instrumentes kombiniertes Schlagzeug Bezug genommen.

Im ersten Kapitel erfolgt zum einen die Einbettung des Faches Rhythmik in den musikpädagogischen Kontext als auch eine Kategorisierung der Orte der Vermittlung musikpädagogischer Inhalte unter Zuhilfenahme der Begrifflichkeiten „Elementare Musikpädagogik“ und „Musikalische Früherziehung“.

Das zweite Kapitel widmet sich ausschließlich der inhaltlichen Klärung von Rhythmus und seinen Bestandteilen. Hier findet sozusagen eine Charakterisierung von Rhythmus statt.

Das dritte Kapitel stellt eine Synthese aus den Inhalten des ersten und zweiten Kapitels dar, dergestalt diejenigen Inhalte und Ziele der Musikpädagogik fokussiert werden, die auf den Teilbereich der Rhythmik und ihre Vermittlung an Kinder übertragbar sind. Hier erweist es sich, dass als eine Bedingung im Rahmen einer effektiven Rhythmikvermittlung die Schulung der Sinne und eine damit einhergehende ganzheitliche Musikerziehung im Vordergrund stehen, die ganz entscheidend von einer motorischen und damit bewegungsorientierten Komponente begleitet werden. Ferner werden als eine wesentliche Voraussetzung im Rhythmikunterricht die rhythmischen Fähigkeiten bei Kindern diskutiert bevor in einem letzten Teil auf den Einsatz des kombinierten Schlagzeugs im Unterricht mit Vorschulkindern eingegangen wird.

Im Abschlusskapitel werden die wesentlichen Thesen der vorangegangen Kapitel noch einmal zusammengefasst und in einem Ausblick mit der Verwendung des kombinierten Schlagzeugs als Instrument in der rhythmusorientierten Musikvermittlung in Verbindung gebracht.

1 Begriffseinordnung: „Musikalische Früherziehung“

1.1 Elementare Musikpädagogik

Um die Begrifflichkeit „Musikalische Früherziehung“[1] genauer verorten zu können, bedarf es zum besseren Verständnis einer Abgrenzung zur oft missverständlichen Gleichsetzung mit der Begrifflichkeit „Elementare Musikpädagogik“[2].

Unter EMP wird das Studienfach verstanden, das sich zunächst einmal wissenschaftstheoretisch mit den Grundlagen der Vermittlung von Musik im pädagogischen Kontext allgemein beschäftigt. Für das Selbstverständnis des Fachdiskurses im Rahmen der EMP steht das Elementare, sprich Ursprüngliche und das Künstlerische beim Erleben, Erfahren und Selbstproduzieren von Musik im Fokus der Vermittlung. Die EMP richtet sich dabei sowohl an Menschen sämtlicher Altersgruppen: Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren oder auch Eltern-Kind-Gruppen, als auch an unterschiedliche soziale Gruppen (bspw. Behinderte, sozial Benachteiligte, Migranten (mit dem Ziel der Integrationsförderung)). Interessant in dem Zusammenhang ist die Tatsache, dass die Rhythmik in der musikpädagogischen Fachwelt als ein eigenständiges und somit gesondertes Studienfach gegenüber der EMP betont wird[3], was gerade in dieser Arbeit seine besondere Berücksichtigung erfährt.

1.2 Musikalische Früherziehung

Dagegen ist die MFE lediglich als ein Ausschnitt aus der EMP anzusehen, die sich zum einen als Spezifizierung unter das Studienfach EMP subsumieren lässt und sich dabei zum anderen voll und ganz an ausschließlich eine Gruppe und zwar die der Vorschulkinder (und damit einschließend auch an Eltern-(Vorschul-)Kind-Gruppen) ab mittlerweile etwa zweieinhalb bis sechs Jahren richtet (in neueren Ansätzen wird bereits eine Musikerziehung ab dem Säuglingsalter, also ab 0 Jahren diskutiert, besser bekannt unter der Begrifflichkeit „Musikalische Bildung von Anfang an“[4] ). In der Fachwelt aber wird die „(…) Musikalische Früherziehung (…) überwiegend als Praxis der Elementaren Musikpädagogik mit Vorschulkindern verstanden.“

1.3 Musikschulen als Orte der Vermittlung der Musikalischen Früherziehung

Mit der Wiederbelebung des durch Saul B. Robinsohn[5] neuentwickelten Curriculum-Begriffs in der pädagogischen Forschung wurde zeitgleich das Fach MFE im Sinne des Curriculums institutionalisiert. Eine besondere Rolle in der Vermittlung der MFE kam dabei den Musikschulen[6] zu. In deren Programm stellt die MFE (in der Regel ab vier Jahren) neben der „Musikalischen Grundausbildung“ (in der Regel ab sechs Jahren) die untere Stufe eines vierstufigen Ausbildungssystems dar, woraufhin Grund-, Mittel- und Oberstufe folgen. Unter Federführung des Verbandes deutscher Musikschulen[7] entstanden dahingehend auf zwei Jahre angelegte Lehrpläne, die seit Beginn der Vermittlung der MFE im Jahr 1968 ferner in den Jahren 1974, 1986 und 2003/04 modifiziert wurden[8]. Hierbei wurde ein Rahmen abgesteckt, in dem aktuell folgende Inhalte und Zielsetzungen vorgegeben werden, die die MFE charakterisieren:

Inhalte:

I. Musikpraxis

I.a) Singen und Sprechen
I.b) Elementares Instrumentalspiel
I.c) Tanz, Bewegung und szenisches Spiel

II. Musikhören

III. Instrumenteninformation

IV. Musiklehre[9] (musiktheoretische Grundlagen)

Die Zielsetzungen können am sinnvollsten anhand der Aufgaben beschrieben werden, die auf die Ziele hinführen: Die MFE soll demnach „(…) einen frühen „qualifizierte[n] Umgang mit Musik“ ermöglichen, musikalische Fähigkeiten und Fertigkeiten wecken und insbesondere der Vorbereitung der instrumentalen und vokalen Ausbildung in der Musikschule dienen. Darüber hinaus soll die Musikalische Früherziehung einen „positiven Beitrag“ zur Gesamtentwicklung der Kinder leisten, indem „sich durch die Musikalische Früherziehung positive Auswirkungen auf das ästhetische Verhalten, die auditive Wahrnehmung, die Lernbereitschaft, das Sozialverhalten und allgemein auf den emotionalen, den kognitiven und den motorischen Bereich einstellen““[10].

[...]


[1] Für die Begrifflichkeit „Musikalische Früherziehung“ wird im weiteren die übliche Abkürzung MFE verwendet.

[2] Für die Begrifflichkeit „Elementare Musikpädagogik“ wird im weiteren die übliche Abkürzung EMP verwendet.

[3] Vgl. hierzu bspw.: Dartsch, Michael (2010). Mensch, Musik und Bildung – Grundlagen einer Didaktik der Musikalischen Früherziehung. Wiesbaden: Breitkopf & Härtel. S. 5. Prof. Michael Dartsch ist Leiter des Studienbereiches Musikerziehung an der Hochschule für Musik Saar.

[4] Vgl. bspw. Gruhn, Wilfried (2011). Am Anfang ist das Ohr. Überlegungen zum musikalischen Lernen bei Säuglingen. In: M. D. Loritz, A. Becker, D. M. Eberhard, M. Fogt

[5] Saul B. Robinsohn war von 1963 bis zu seinem Tode 1972 Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und lieferte hier mit seinem Werk „Bildungsreform als Revision des Curriculum“ von 1967 einen entscheidenden Beitrag für die Curriculumforschung.

[6] Musikschulen sind öffentliche Bildungseinrichtungen mit einer sorgfältig abgestimmten Konzeption und Struktur. Daneben bieten auch „Tageseinrichtungen für Kinder“ bzw. spezielle Kindergärten („Musikkindergarten“) die MFE an.

[7] Für die Begrifflichkeit „Verband deutscher Musikschulen“ wird im weiteren die übliche Abkürzung MFE verwendet.

[8] Vgl. Dartsch, Michael (2010). a. a. O. S. 10

[9] Ebd. S. 12

[10] Ebd. S. 11

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Musikalische Früherziehung. Rhythmikvermittlung als Vorbereitung auf das Instrument „kombiniertes Schlagzeug“
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg  (Institut für Kunst, Musik und ihre Vermittlung)
Veranstaltung
Person und Interaktion
Note
1,7
Autor
Jahr
2014
Seiten
17
Katalognummer
V283790
ISBN (eBook)
9783656837411
ISBN (Buch)
9783656837428
Dateigröße
559 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Musik, Musikpädagogik, Schlagzeug, Erziehung
Arbeit zitieren
Frank Findeiß (Autor), 2014, Musikalische Früherziehung. Rhythmikvermittlung als Vorbereitung auf das Instrument „kombiniertes Schlagzeug“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283790

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