Die Präsentation stellt das klassische und das dialogische Bewegungskonzept der Bewegungswissenschaft/-lehre gegenüber. Sie erklärt, wie sich das Aneignen von neuen Bewegungen vollzieht und zieht Konsequenzen für die (Sport-)Didaktik. Insbesondere wird der Unterschied zwischen "Bewegung" und "Sich-Bewegen" herausgearbeitet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1 Aneignung von Bewegungen
1.2 Begriff: Lernen
2. Das klassische Bewegungskonzept
2.1 Lernen als linearer Prozess
2.2 Bewegung als Prozess und Produkt
3. Das dialogische Bewegungskonzept
3.1 Sich-Bewegen als Funktion
3.2 Sich-Bewegen als Handeln
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen des Bewegungslernens im Sport und stellt zwei gegensätzliche Perspektiven gegenüber: das klassische Bewegungskonzept und das dialogische Bewegungskonzept. Ziel ist es, die konzeptionellen Unterschiede in der Lehrmethodik aufzuzeigen und das „Sich-Bewegen“ als sinnstiftenden Dialog zwischen Mensch und Welt zu beleuchten.
- Grundlagen des Lernbegriffs und der Bewegungstheorie
- Kritische Analyse linearer Lernmodelle
- Konzeptualisierung von Bewegung als Funktion
- Bewegung als Ausdruck menschlichen Handelns
- Sportpädagogische Implikationen für den Unterricht
Auszug aus dem Buch
3. Das dialogische Bewegungskonzept
Funktion ist „ein unteilbares Ganzes von Veränderungen, sinnvoll bezogen auf etwas außerhalb dieser Veränderungen“ (Buytendijk 1956 in Tamboer 1979, S. 15)
Endzustand ist nicht mehr „nur anders“ sondern hat eine „andere Bedeutung“ als der Anfangszustand
Frage nicht mehr: „Wie“ hat sich etwas verändert?
Frage nach: „Was“ bzw. „warum“ hat sich etwas verändert?
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Das Kapitel definiert den Lernbegriff im Sport und erläutert, dass Bewegungslernen selten explizit vermittelt werden muss, sondern oft in selbstgesteuerten Prozessen erfolgt.
2. Das klassische Bewegungskonzept: Hier wird die mechanistische Sichtweise auf das Bewegungslernen dargestellt, bei der Bewegung als linearer Prozess und Produkt betrachtet wird, was oft zu einer Vernachlässigung des Sinns führt.
3. Das dialogische Bewegungskonzept: Dieses Kapitel führt das Sich-Bewegen als sinnbezogenen Dialog zwischen Mensch und Welt ein, wobei der handelnde Mensch im Mittelpunkt steht.
Schlüsselwörter
Bewegungslernen, Sportpädagogik, klassisches Bewegungskonzept, dialogisches Bewegungskonzept, Lernprozess, Handlung, Sich-Bewegen, Grobkoordination, Feinkoordination, Funktion, Sinnstiftung, Antizipationsfähigkeit, Mensch-Welt-Beziehung, Motorik, Lehrmethodik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit thematisiert die theoretischen Ansätze der Bewegungslehre und vergleicht das traditionelle, produktorientierte Bewegungslernen mit einem dialogischen Ansatz.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Felder sind die Definition von Lernen, der lineare vs. dialogische Prozess des Sich-Bewegens und die Bedeutung von Handlungsfähigkeit im Sportunterricht.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein Verständnis für das Sich-Bewegen zu schaffen, das über rein physikalische Messbarkeit hinausgeht und den subjektiven Sinn der Handlung einbezieht.
Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit sportwissenschaftlichen Standardwerken.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung und kritische Reflexion des klassischen, linear geprägten Bewegungskonzepts sowie die Einführung des dialogischen Konzepts nach Buytendijk und Scherer.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Begriffe wie Bewegungslernen, Dialog, Handlung, Funktion und Sinnstiftung sind für das Verständnis der Arbeit essenziell.
Warum wird das klassische Konzept kritisiert?
Das klassische Konzept wird kritisiert, weil es den Lernprozess zu stark technisiert, Bewegungen auf physikalische Merkmale reduziert und den individuellen Sinn der Bewegung ausklammert.
Was bedeutet "Sich-Bewegen als Handeln"?
Es bedeutet, dass Bewegung nicht nur eine Funktion zur Erreichung eines Ziels ist, sondern eine Form der bewussten Begegnung des Menschen mit seiner Welt.
- Arbeit zitieren
- Michael Schmitt (Autor:in), 2010, Konzepte des "Sich-Bewegens" aus Sicht der Sportwissenschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283904