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Das Scheitern von Kanzlerkandidaten. Eine Analyse am Beispiel von Edmund Stoiber bei der Bundestagswahl 2002

Titre: Das Scheitern von Kanzlerkandidaten. Eine Analyse am Beispiel von Edmund Stoiber bei der Bundestagswahl 2002

Dossier / Travail , 2014 , 25 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Anna-Sophie Buhler (Auteur)

Médias / Communication - Médias et Politique, Communication politique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Hausarbeit soll sich im Rahmen der empirischen Wahlforschung bewegen und untersucht anhand des ausgewählten Beispiels von Edmund Stoiber das Scheitern von Kanzlerkandidaten. Der aktuelle Forschungsstand gibt nur wenig Literatur zu diesem Thema her, denn zum größten Teil beschäftigt sich dieser wissenschaftliche Zweig vielmehr mit dem Wähler und seiner Wahlentscheidung als mit den zur Wahl Stehenden. Aus diesem Grund soll die vorgelegte Arbeit eine Wahl auf Bundesebene aus einem anderen Blickwinkel betrachten und auch hinter die ‚Kulissen’ des Wahlkampfzirkus schauen.
In den vergangenen 75 Jahren gab es insgesamt 16 Kanzlerkandidaten und nur zwei von ihnen vermochten es letztlich die Wahl für sich zu entscheiden und das Amt des Bundeskanzlers anzutreten. Doch wie erklärt sich diese niedrige Siegesquote beziehungsweise wieso scheitert der Großteil? Diese Frage soll die folgende wissenschaftliche Abhandlung anhand eines ausgewählten Beispiels klären. Zunächst wirft die Arbeit einen Blick in die Vergangenheit und erläutert die Entwicklung des Kanzlerkandidaten in Deutschland. Dabei werden folgende Fragen beantwortet: Wie entstand die ‚Institution’ Kanzlerkandidat, woher werden die Oppositionsführenden rekrutiert? Welche Karriere liegt hinter ihnen, welche Ziele verfolgen die Herausforderer durch den Wahlkampf und währenddessen? Vor allem soll verdeutlicht werden, welche Führungsbedingungen und Voraussetzungen sie für eine erfolgreiche Kandidatur mit sich bringen sollten. In Kapitel Eins wird ausführlich auf diese Fragen eingegangen, auch um die Klarheit des Begriffes für die weitere Arbeit vorauszusetzen. Dabei soll in erster Linie geklärt werden, wer diese Figur wann im deutschen Wahlkampf salonfähig machte und wie sich der Wahlkampf seit Zeiten Adenauers verändert hat. Auch gilt es zu klären, wie der Kanzlerkandidat einer Partei in Gesetz und Recht verankert ist beziehungsweise ob er überhaupt Erwähnung findet.
Danach wird das Scheitern des Kandidaten ganz allgemein betrachtet. Gibt es Parallelen beziehungsweise Anhaltspunkte, an denen man schon vorweg einen Misserfolg erkennen kann? Wie lassen sich Langzeit- und Kurzzeitfaktoren nach dem Michiganer Ann-Arbor-Modell beim Wahlkampf deuten?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Kanzlerkandidat

2.1 Die „Geburtsstunde“ des Kanzlerkandidaten

2.2 Rekrutierung von Kanzlerkandidaten

2.3 Zielsetzungen und Führungsbedingungen von Kanzlerkandidaten

3. Der Kanzlerkandidat und das Scheitern

4. Untersuchungsgegenstand und Analyseraster

4.1 Untersuchungsgegenstand

4.2 Analyseraster

5. Systematische Analyse zum Scheitern von Kanzlerkandidaten am Beispiel von Edmund Stoiber bei der Bundestagswahl 2002

5.1 Der Wahlkampf 2002 in Fakten und Zahlen

5.2 Der Ruf zum Kanzlerkandidaten oder Das Frühstück von Wolfratshausen

5.3 Gründe für das Scheitern von Edmund Stoiber bei der Bundestagswahl 2002

5.3.1. Persönlichkeit

5.3.2. Der Kandidat und die Medien

5.3.3. Der Kandidat und die Wahlkampfthematik

5.3.4. Der Kandidat und seine Partei

5.3.5. Der Kandidat und aktuelle Entwicklungen während des Wahlkampfes

5.4 Fazit der Analyse

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Scheitern von Kanzlerkandidaten in der Bundesrepublik Deutschland, wobei der Fokus exemplarisch auf die Kandidatur von Edmund Stoiber bei der Bundestagswahl 2002 gelegt wird, um die Hintergründe und Ursachen für den Wahlausgang jenseits der Wählerentscheidung zu analysieren.

  • Entwicklung und Institutionalisierung der Rolle des Kanzlerkandidaten
  • Anwendung des Analyserasters nach der "Trias aus Institution, Gesellschaft und Biographie"
  • Einfluss von Persönlichkeitsfaktoren und Medienauftritten auf den Wahlerfolg
  • Die Rolle der parteiinternen Organisation und Koalitionsstrategien
  • Auswirkung externer Ereignisse (Flutkatastrophe, Irak-Krieg) auf den Wahlverlauf

Auszug aus dem Buch

5.3.2. Der Kandidat und die Medien

Stoiber hatte es von Anfang nicht leicht. Ihm war es wahrlich nicht in die Wiege gelegt, spielerisch mit den Medien umzugehen, charmant, witzig und schlagfertig zu sein. Der Fakt, dass er nun gegen den Medienkanzler schlechthin angetreten war, machte diesen unglücklichen Umstand natürlich nicht besser. Schröder wusste genau, wann er welche Geste und wann er welche Worte wählen musste, um sich bestmöglich zu ‚verkaufen’. Seine Korrektheit und sein Auftreten konnten ihm keine Anerkennung in der Welt der Medien einbringen. Fischer beschreibt, wie stark der Berliner Medienrummel Stoiber aus seinem Konzept brachte.

In München, seinem Revier, kannte er die Abläufe und wusste darauf stets zu reagieren. Ganz anders in Berlin: Hier stellten nicht 85 Journalisten, sondern gleich 4.000 bohrende Fragen (Vgl. Fischer 2007, S. 381f). Sein Medienauftakt wurde zum Paradebeispiel und Debakel zugleich. Am 20. Januar 2002 folgte Stoibers erster öffentlicher Medienauftritt nach seiner Wahl zum Kandidaten der Union. In der Polittalkshow Sabine Christiansen eröffnete er den Auftakt zum Wahlkampf. Doch dieser Auftritt sollte nicht das werden, was er sich vermutlich davon erhofft hatte. Stoiber wirkte fahrig, suchte oft nach den richtigen Worten und wirkte mit der Situation in den grellen Schweinwerfern überfordert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der empirischen Wahlforschung ab und begründet die Wahl von Edmund Stoiber als Fallbeispiel für das Scheitern eines Kanzlerkandidaten.

2. Der Kanzlerkandidat: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entwicklung, Rekrutierung und die spezifischen Anforderungen an die Rolle des Kanzlerkandidaten in Deutschland.

3. Der Kanzlerkandidat und das Scheitern: Hier werden theoretische Ansätze wie die "Trias aus Institution, Gesellschaft und Biographie" sowie das Michiganer Ann-Arbor-Modell eingeführt, um politisches Scheitern systematisch zu erklären.

4. Untersuchungsgegenstand und Analyseraster: Das Kapitel definiert den Untersuchungszeitraum und legt das methodische Raster für die Analyse von Persönlichkeit, Medienwirkung und Wahlkampfereignissen fest.

5. Systematische Analyse zum Scheitern von Kanzlerkandidaten am Beispiel von Edmund Stoiber bei der Bundestagswahl 2002: Dies ist der Hauptteil, der die Faktoren für das Scheitern Stoibers – von der Persönlichkeit bis hin zu tagesaktuellen Ereignissen – detailliert untersucht und bewertet.

6. Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und reflektiert die Anwendbarkeit der Analyse auf den Einzelfall sowie die Bedeutung der Medien in der heutigen Wahlkultur.

Schlüsselwörter

Bundestagswahl 2002, Edmund Stoiber, Kanzlerkandidat, Scheitern, Wahlforschung, Medienkanzler, Wahlkampfstrategie, Parteiidentifikation, Politische Kommunikation, Personalisierung, Kompetenz, Agenda-Setting, Politische Analyse, Union, Gerhard Schröder

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Scheitern von Kanzlerkandidaten am Beispiel der Bundestagswahl 2002 mit dem Fokus auf Edmund Stoiber.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Kernbereichen gehören die Rolle des Kanzlerkandidaten, mediale Strategien, parteiinterne Strukturen und der Einfluss aktueller politischer Ereignisse auf den Wahlkampf.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Die Arbeit möchte klären, warum trotz guter Ausgangsvoraussetzungen Kanzlerkandidaten scheitern und welche Faktoren dabei eine entscheidende Rolle spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein strukturiertes Analyseraster basierend auf der "Trias aus Institution, Gesellschaft und Biographie" verwendet, um den Wahlkampf von Edmund Stoiber empirisch zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich systematisch mit den Gründen für das Scheitern Stoibers, unterteilt in Persönlichkeit, Medienumgang, Wahlkampfthematik, Parteistruktur und aktuelle Ereignisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Bundestagswahl 2002, Kanzlerkandidat, Medienkanzler, Wahlkampfstrategie und politische Kommunikation.

Warum wird speziell Edmund Stoiber als Fallbeispiel gewählt?

Stoiber gilt als der "erfolgreichste gescheiterte Kanzlerkandidat", der trotz langer Führung in den Umfragen die Wahl letztlich verlor, was ihn für eine detaillierte Analyse besonders interessant macht.

Welchen Einfluss hatte das Hochwasser 2002 auf den Ausgang der Wahl?

Das Hochwasser ermöglichte dem amtierenden Kanzler Schröder, sich als "führungssichere Exekutive" zu inszenieren, während Stoiber in diesem Moment als weniger präsent und handlungsfähig wahrgenommen wurde.

Was war das Problem mit der doppelten Wahlkampfzentrale?

Die Arbeit identifiziert die Aufteilung in zwei Wahlkampfzentralen (Berlin und München) als überorganisiert und imagebelastend, was zu Verzögerungen und ineffizienter Kommunikation führte.

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Résumé des informations

Titre
Das Scheitern von Kanzlerkandidaten. Eine Analyse am Beispiel von Edmund Stoiber bei der Bundestagswahl 2002
Université
Martin Luther University  (Politikwissenschaften)
Cours
Parteiendemokratie
Note
1,7
Auteur
Anna-Sophie Buhler (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
25
N° de catalogue
V283965
ISBN (ebook)
9783656836506
ISBN (Livre)
9783656836513
Langue
allemand
mots-clé
Medien Parteien Kanzlerkandidaten Wahlkampf Bundestagswahlkampf CSU CDU Union Stoiber Schröder Gerhard Niederlage Kommunikation Scheitern Analyse 2002 Irak SPD
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anna-Sophie Buhler (Auteur), 2014, Das Scheitern von Kanzlerkandidaten. Eine Analyse am Beispiel von Edmund Stoiber bei der Bundestagswahl 2002, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283965
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Extrait de  25  pages
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