1. Einleitung
1.1. Problemstellung
Obwohl die öffentliche Verwaltung in den letzten Jahrzehnten ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt hat(1), befindet sich der öffentliche Sektor seit Beginn der 90er Jahre in einem historischen Umbruch(2). In einer Reihe von Veröffentlichungen werden für diesen Umbruch eine Fülle von Gründen(3) genannt.
Stellvertretend hierfür sollen die beiden folgenden aufgeführt werden:
[...]
_____
1 Vgl. o.V. Kreis Ahrweiler (Hrsg.): Neues Steuerungsmodell, Online im Internet, URL: <http://kreis.aw -online.de/kreis/buerger/vbericht/nsm.htm>.
2 Vgl. Haiber, T.: Controlling für öffentliche Unternehmen, S. 1.
3 Vgl. Möller, H. W.: Das gewandelte Führungsverständnis in der öffentlichen Verwaltung im Rahmen grundlegender Modernisierungs-prozesse, in: Verwaltungsrundschau Nr. 4, 2000, S. 110.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Gang der Untersuchung
2. Kommunalverwaltung
2.1. Grundlagen
2.1.1. Die Einordnung der Kommunalverwaltung
2.1.2. Die Aufgaben der Kommunalverwaltung
2.1.3. Der Verwaltungsaufbau der Gemeinde
2.1.4. Die Situation in der Kommunalverwaltung und deren Folgen
2.2. Reformstrategien für die Kommunalverwaltung
2.2.1. Die Entwicklung des New Public Management in der BRD
2.2.2. Das Konzept des New Public Management
2.2.3. Das Neue Steuerungsmodell
2.2.4. Internationale Entwicklungen des New Public Management
3. Controlling
3.1. Grundlagen des Controlling
3.1.1. Historische Entwicklung
3.1.2. Gründe für die Entstehung des Controlling
3.2. Controlling-Konzeption
3.2.1. Die Controllingziele
3.2.2. Das Controlling-System
3.3. Aufgaben des Controlling
3.3.1. Die systemkoppelnde Koordination
3.3.2. Die systembildende Koordination
3.4. Controlling in der Kommunalverwaltung
3.4.1. Der Bezugsrahmen für ein kommunales Controlling
3.4.2. Die Aufgaben des kommunalen Controlling
3.4.3. Das Controlling als Begründung für ein Wissensmanagement
4. Wissensmanagement
4.1. Einführung in das Wissensmanagement
4.1.1. Die Aufgabe des Wissensmanagements
4.1.2. Der Wissensbegriff
4.1.3. Die Wissensformen
4.1.4. Die Entwicklung eines Wissensmanagementmodells
4.2. Wissensbausteine
4.2.1. Die Wissensziele
4.2.2. Die Wissensidentifikation
4.2.3. Die Wissensgenerierung
4.2.4. Die Wissensspeicherung
4.2.5. Der Wissenstransfer
4.2.6. Die Wissensnutzung
4.2.7. Die Wissensbewertung
5. Data Warehouse
5.1. Grundlagen
5.1.1. Die Entwicklung des Data Warehouse
5.1.2. Die Aufgaben des Data Warehouse
5.2. Data Warehouse-Architektur
5.2.1. Die Datenbasis
5.2.2. Die Datenquellen
5.2.3. Der Data Mart
5.2.4. Das Meta-Datenbanksystem
5.2.5. Das Archivierungssystem
5.2.6. Das Transformationssystem
5.3. Organisationsformen eines Data Warehouse
5.3.1. Die zentrale Datenhaltung
5.3.2. Die dezentrale Datenhaltung
5.4. Auswertungstools
5.4.1. OLAP
5.4.2. Das Data Mining
5.5. Praktische Anwendung: Das Data Warehouse der Stadt Köln als Strategisches Informationssystem (SIS)
5.5.1. Konzept, technischer Rahmen und Leistung des SIS
5.5.2. Der Aufbau einer Datenstruktur
5.5.3. Die Deklaration externer Daten
5.5.4. Laden der Daten ins SIS
5.5.5. Auswertung des Datenbestandes
5.5.6. Der SIS-Controllingassistent
5.5.7. Abschließende Bemerkungen
6. Unterstützung der Wissensmanagementprozesse durch die Informationstechnologie
6.1. Instrumente der Informationstechnologie zur Nutzung und zum Transfer von Wissen
6.1.1. Intranet-Lösungen
6.1.2. Groupware
6.2. Instrumente der Informationstechnologie zur Speicherung und Generierung von Wissen
6.2.1. Das Data Warehouse
6.2.2. Data Mining
6.2.3. Die Zukunft des Data Warehouse
7. Wissensmanagement in der Kommunalverwaltung
7.1. Gründe für ein Wissensmanagement in der Kommunalverwaltung
7.2. Wissensbausteine
7.2.1. Die Wissensidentifikation
7.2.2. Die Wissensgenerierung
7.2.3. Der Wissenstransfer/die Wissensnutzung
7.2.4. Vorstellbare Lösungen
8. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Data Warehouse-Technologien als technisches Unterstützungsinstrument für ein Wissensmanagement innerhalb einer modernisierten Kommunalverwaltung. Ziel ist es, Lösungsansätze zu entwickeln, um Reformstrategien (insb. New Public Management) durch eine verbesserte Daten- und Wissensnutzung zu unterstützen.
- Analyse des Modernisierungsbedarfs in der Kommunalverwaltung
- Grundlagen und Aufgaben des Controllings in der Verwaltung
- Prozesse und Bausteine des Wissensmanagements
- Architektur und praktische Anwendung von Data Warehouse-Systemen
- Technologische Unterstützung durch OLAP und Data Mining
Auszug aus dem Buch
5.1.1. Die Entwicklung des Data Warehouse
In der heutigen Zeit der zunehmenden Globalisierung, die als Konsequenz immer kürzere Produktlebenszyklen und immer kleiner werdende Gewinnmargen mit sich bringt, wird eine gezielte betriebliche Informationsversorgung immer notwendiger. Die Veränderung des Kundenverhaltens und der verstärkte Wettbewerb erfordern die Bereitstellung von Daten, die die Unternehmensführung bei ihren Entscheidungen unterstützen soll. Wegen der Einführung moderner Informationstechnologien mangelt es den Unternehmen heutzutage nicht an diesen Daten, denn der jahrelange Aufbau von Datenbanken, die den täglichen Geschäftsablauf bestimmen, hat für eine unüberschaubare Masse von Daten gesorgt. Vielmehr ist es wichtig, aus den vorhandenen Daten, wertvolle Informationen zu ermitteln, denn es ist heute festzustellen, dass mit zunehmendem Datenbestand gleichzeitig das Informationsdefizit ansteigt. Die Unternehmung ist nicht mehr in der Lage, diese durchaus wichtigen Informationen zur Unterstützung der Unternehmensführung zu kompensieren. Um diesem Problem entgegenzuwirken hat man in den vergangenen Jahren bis zu einer Billion US-Dollar in Rechnersysteme investiert, in der Hoffnung, Wettbewerbsvorteile durch gezielte Optimierung der Informationen zu erreichen. Doch es wird immer ersichtlicher, dass heute die Wettbewerbsvorteile in der effektiven Nutzung der Informationen liegen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Problematisierung des historischen Umbruchs in der öffentlichen Verwaltung und Vorstellung der Forschungsfrage hinsichtlich des Wissensmanagements.
2. Kommunalverwaltung: Erläuterung der Rahmenbedingungen und der Reformstrategien (New Public Management) als Ausgangslage für neue Steuerungskonzepte.
3. Controlling: Darstellung der Controlling-Grundlagen und deren notwendige Transformation zur Unterstützung einer modernen, dezentralen Kommunalverwaltung.
4. Wissensmanagement: Einführung in die Begrifflichkeit, die Wissensbausteine und die Relevanz von Wissen als strategischem Produktionsfaktor.
5. Data Warehouse: Beschreibung der technischen Architektur, der Auswertungstools und der praktischen Anwendung anhand des SIS der Stadt Köln.
6. Unterstützung der Wissensmanagementprozesse durch die Informationstechnologie: Verbindung von Wissensmanagement mit IT-Instrumenten wie Intranet und Data Warehouse.
7. Wissensmanagement in der Kommunalverwaltung: Konkretisierung der Lösungsansätze und Umsetzungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung von E-Government-Initiativen.
8. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Erkenntnisse und Einschätzung der Zukunftsaussichten für datengestützte Wissensmanagementsysteme in Kommunen.
Schlüsselwörter
Wissensmanagement, Data Warehouse, Kommunalverwaltung, New Public Management, Controlling, Entscheidungsunterstützung, Informationstechnologie, Wissensgenerierung, Wissensspeicherung, Wissensnutzung, OLAP, Data Mining, E-Government, Wissensinfrastruktur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der technischen Unterstützung von Wissensmanagement-Prozessen in Kommunalverwaltungen unter Verwendung von Data Warehouse-Technologie.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten gehören das New Public Management, die Controlling-Konzeption, Wissensmanagement-Methodik sowie die architektonische Umsetzung von Data Warehouses.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, einen Lösungsansatz vorzustellen, der die Reformstrategien der Kommunalverwaltung durch einen systematischen Einsatz von Data Warehouse-Technologie effektiv unterstützt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf einer umfassenden Literaturstudie basiert und durch praktische Anwendungsbeispiele, wie das Strategische Informationssystem (SIS) der Stadt Köln, ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Controlling-Konzeption, die Prozessmodellierung des Wissensmanagements und die technische Implementierung von Data Warehouse-Architekturen inklusive Auswertungstools.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wissensmanagement, Data Warehouse, Kommunalverwaltung, Controlling, New Public Management und Entscheidungsunterstützung.
Was ist das Ziel des „SIS“ der Stadt Köln?
Das SIS dient als praktisches Beispiel für die Zusammenführung operativer Daten aus dem Verwaltungsvollzug mit statistischen Daten, um eine fundierte Planungs- und Entscheidungsgrundlage zu schaffen.
Warum ist die „Granularität“ für Data Warehouses wichtig?
Die Granularität definiert den Detaillierungsgrad der Daten; sie ist entscheidend, um das Gleichgewicht zwischen der notwendigen Tiefe für Analysen und der technischen Performance des Systems zu wahren.
- Quote paper
- Matthias Hoffmann (Author), 2001, Der Einsatz von Data Warehouse-Technologie zur technischen Unterstützung des Wissensmanagements im Rahmen der Reformstrategie für die Kommunalverwaltung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283