Trainerarbeit zum Freizeitsportleiter für Leichtathletik


Lizentiatsarbeit, 2014

14 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Sachanalyse

Die koordinativen Fähigkeiten sind für die meisten Bewegungen grundlegend und äußern sich ausschließlich in menschlicher Bewegung. Es sind zweckmäßige Verhaltensmechanismen des Nerv-Muskel-Zusammenspiels und unabdingbar für das Erlernen sportlicher Bewegung. Sie dienen zur schnelleren Anpassung an veränderte Bedingungen und stützen das schnelle und genaue Lernen von Bewegungsfertigkeiten. Die koordinativen Fähigkeiten lassen sich am besten im Alter von 7-12 Trainieren, da hier das Zentralnervensystem eine schnelle Reifung durchläuft. Gleichzeitig findet eine Verbesserung des visuellen, taktilen und akustischen Analysators statt, somit werden kompliziertere Bewegungen erleichtert.

Nach Meinel/Schnabel sind die koordinativen Fähigkeiten in sieben Bereiche zu unterscheiden. Orientierungsfähigkeit Differenzierungsfähigkeit Gleichgewichtsfähigkeit Rhythmisierungsfähigkeit Reaktionsfähigkeit Umstellungsfähigkeit Kopplungsfähigkeit

Drei dieser Fähigkeiten stehen in Fokus der Trainingsstunde und sind wie folgt zu erklären: Reaktionsfähigkeit: Die Fähigkeit, auf ein Signal oder ein Reiz schnellst möglich zu reagieren, dies umfasst ebenfalls die passende Geschwindigkeit, wobei meistens das schnelle Reagieren gefragt ist.

Umstellungsfähigkeit: Die Fähigkeit, beim Ausführen einer Handlung, die eigenen Handlungen auf selbst wahrgenommene Situationsveränderungen abzustimmen.

Kopplungsfähigkeit: Die Fähigkeit, Teilkörperbewegungen untereinander so zu koordinieren dass ein Handlungsziel durch die daraus entstehende Gesamtkörperbewegung zweckmäßig erreicht wird.

Die Reaktionsfähigkeit ist Beispielsweise sehr wichtig für den Start beim Sprint in der Leichtathletik. Hier versucht der Sportler so schnell wie möglich auf den Startschuss zweckmäßig zu reagieren, indem er sich durch den Einsatz seiner Beine aus dem Startblock drückt.

Beispiel für Reaktionsfähigkeit[1]

Die Umstellungsfähigkeit ist ein wichtiger Faktor, z.B. beim 800m Lauf oder bei anderen Mittel-/Langstrecken. Hier muss man sich vor allem bei Wettkämpfen auf Situationsveränderungen einstellen. Ein Athlet kann nicht vorrausschauen wie die anderen Athleten laufen und muss somit seine eigene Handlung auf die Laufgeschwindigkeit oder Individualtaktik der Mitstreiter anpassen.

Beispiel für die Umstellungsfähigkeit[2]

Die Kopplungsfähigkeit ist eine wesentliche Voraussetzung für alle sportlichen Bewegungshandlungen, vor allem im Weitsprung ist diese Fähigkeit grundlegend. Nach dem Absprung sieht man deutlich welche Bewegungen ausgeführt werden. Diese dienen dazu, so weit wie möglich zu springen. Der Athlet koppelt die Beinbewegung mit den Armbewegungen so, dass beide Bewegungen zusammen eine bessere Weite versprechen (zweckmäßig). Aus den vielen Teilkörperbewegungen wird eine Gesamtkörperbewegung.

Beispiel für die Kopplungsfähigkeit[3]

Adressaten- und Situationsanalyse

Die Kinder meiner Trainingsgruppe bewegen sich in einer Altersklasse von 10 – 13 Jahren. Allerdings gibt es 2-3 Trainierende welche 8 oder 9 Jahre alt sind. Sie kennen sich alle seit längerer Zeit untereinander. Viele durch das Training, andere gehen in die gleiche Klasse und sind auch privat sehr gut befreundet. Es gibt keinen in der Trainingsgruppe, der ausgegrenzt wird. Alle sind sehr zuverlässig, nehmen das Training ernst und sind regelmäßig dabei.

Die Kinder haben unterschiedliche Hobbys, manche spielen nebenbei noch Volleyball oder waren vorher in einem Turnverein. Sie sind auf einem unterschiedlichen Leistungsniveau. Die ehemaligen „Turner“ sind den Anderen etwas voraus, was die turnerischen Trainingseinheiten angeht.

Die Sportgruppe ist ehrgeizig und versucht bei jeder Aufgabe ihr Bestes zu geben. Wenn jemand etwas nicht schafft, sind alle bereit dem Trainingspartner zu helfen und ihn zu unterstützen, indem sie die Übung, ohne dass es einer Aufforderung meinerseits bedarf, vormachen.

Die Schwächen der Gruppe sind nicht gravierend. Nach einer anstrengenden Übung neigt die Gruppe dazu, über die weitere Vorgehensweise zu diskutieren, da ihre Motivation und Ausdauer für eine kurze Zeit schwinden. Allerdings wissen sie auch, dass es nichts bringt und so ermutigen sie sich gegenseitig, um das Training fortzusetzten.

Die Trainierenden gehen offen auf neue Mitglieder zu, bewerten dessen Leistungen zwar kritisch aber ziehen keine Rückschlüsse auf ethnische Herkunft, Alter, Aussehen oder Geschlecht. Jeder ist in der Gruppe herzlich willkommen.

Während der Wettkämpfe unterstützt sich die Gruppe gegenseitig und zeigt Interesse für die auf sich alleingestellten Athleten der eigenen Trainingsgruppe. Es ist ein eingespieltes und sehr diszipliniertes Team.

Keiner kommt zu kurz oder wird überhört und gegenseitige Akzeptanz ist vorhanden.

[...]


[1] http://www.haufe.de/image/wettbewerb-wettrennen-startschuss-113642-large-1.jpg

[2] http://tsv-uetersen-leichtathletik.de/wp content/uploads/2010/06/P1050985.jpg

[3] http://www.casio-schulrechner.de/de/images/lehrerspezial5/weitsprung.gif

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Trainerarbeit zum Freizeitsportleiter für Leichtathletik
Note
1
Autor
Jahr
2014
Seiten
14
Katalognummer
V284009
ISBN (eBook)
9783656844860
ISBN (Buch)
9783656844877
Dateigröße
737 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Trainerarbeit, Freizeitsportleiter, Trainerschein, C-Lizenz, Leichtathletik, Sport, Abitur, Sachanalyse, Didaktische-Methodischeentscheidung, Facharbeit, 2014
Arbeit zitieren
Laura Marie Schulz (Autor), 2014, Trainerarbeit zum Freizeitsportleiter für Leichtathletik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284009

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