Soft Skills als Karrierefaktor


Essay, 2007

13 Seiten, Note: 1,5


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Eine Vorbemerkung zu den Soft Skills

2. Eine Definition der Soft Skills

3. Der Soft Skills Würfel

4. Soft Skills als Karrierefaktor

5. Erwerb von Soft Skills

6. Fazit

1. Eine Vorbemerkung zu den Soft Skills

Den meisten Berufstätigen ist heutzutage der Begriff der „Soft Skills“ schon einmal begegnet. Dennoch wissen nur wenige den Begriff der „Soft Skills“ konkret zu definieren. Mit anderen Worten, den meisten Menschen sind unklar, welche Fähigkeiten die Soft Skills eigentlich umfassen und was die Soft Skills eigentlich sind. Jedoch ist zu beobachten, dass die meisten Arbeitnehmer durchaus konkrete Vorstellungen darüber haben, wenn es darum geht, die Soft Skills einer Führungsperson zu beschreiben.

Daraus lässt sich schließen, dass Soft Skills vor allem auf der Führungsebene eine große Bedeutung zukommt. Die Tatsache, dass von Führungspersönlichkeiten Soft Skills erwartet werden, zeigt beispielsweise die Beliebtheit der deutschen Fernsehserie „Stromberg“, in der die fehlenden Skills bei Führungspersonen aufgegriffen, thematisiert und karikiert werden. Das Thema wurde mit einer Vielzahl von Gags verarbeitet und trug somit zur Erheiterung der Zuschauer bei.

Ziel dieses Berichts soll es deshalb sein, die Soft Skills näher zu beleuchten, um klären zu können, was man darunter versteht und wie sie überhaupt „entstehen“. Eine zentrale Frage ist hierbei auch, ob und inwiefern die Skills erlernt und somit angeeignet werden können. Des Weiteren ist zu diskutieren, inwiefern das Vorhandensein von Soft Skills bei der Managertätigkeit von Vorteil ist. Aus diesem Grund wird im Folgenden zunächst auf die grundlegenden Begriffe wie Schlüsselqualifikationen eingegangen werden. In diesem Zusammenhang wird auch eine Abgrenzung zwischen Soft und Hard Skill vorgenommen werden. Des Weiteren wird definiert, welche Kompetenzen den Soft Skills zugerechnet werden können.

Ebenfalls wird erklärt werden, weshalb es zu dieser Aufteilung gekommen ist und warum sie als durchschnittlich zu beschreiben ist. In einem weiteren Schritt werden dann neuere Modelle, wie der Soft Skills Würfel, vorgestellt und mit einer anschließenden Diskussion über die Bedeutung der Soft Skills bei Führungskräften abgeschlossen. In einem letzten Schritt wird die Aneignung von Soft Skills im Kontext von bestehenden Expertenmeinungen diskutiert werden. Der Bericht schließt mit einem Fazit über die gewonnenen Erkenntnisse.

2. Eine Definition der Soft Skills

Eine einvernehmliche Definition über den Begriff der Soft Skills findet man in der einschlägigen Literatur nicht. Aus diesem Grund gibt es auch keine allgemeingültige Erkenntnis darüber, was die Soft Skills eigentlich umfassen sollen. Zu bemerken ist, dass in einigen Nachschlagewerken der Begriff der Soft Skills mit der Sozialkompetenz gleichgesetzt wird. Jedoch ist zu bedenken, dass Soft Skills und Sozialkompetenz nicht dasselbe meinen. Vielmehr kann man sagen, dass die Sozialkompetenz eine Unterkategorie der Soft Skills darstellt.

Man kann sagen, dass die Soft Skills sämtliche Kompetenzen zusammenfassen, darunter auch die Sozialkompetenz, die ihrerseits die Fähigkeit zum generellen Umgang mit anderen Menschen beschreibt. Insofern sind die beiden Begriffe keineswegs miteinander gleichzusetzen. Jedoch erscheint es sinnvoll, die Hard Skills von den Soft Skills zu differenzieren: unter den Hard Skills versteht man Fachkompetenzen, d.h. Fachwissen über Vorgänge und Abläufe in der beruflichen und fachlichen Tätigkeit. Soft Skills sind hingegen Fähigkeiten auf sozialer und menschlicher Ebene. Diese erleichtern den Umgang mit anderen Menschen. Der Begriff der Schlüsselqualifikationen umfasst Soft und Hard Skills und bezeichnet somit alles, was den Arbeitenden für seine Aufgaben qualifiziert.

Somit kann man auch sagen, dass die Hard Skills durch Ausbildung, Studium, Lehre und Praxis erworben werden, während Soft Skills eine soziale Komponente darstellen, die auf anderem Wege erworben werden. Darauf wird in der nachfolgenden Ausführung noch genauer eingegangen werden. Die Soft Skills werden häufig in die drei Bereiche der Sozialkompetenz, der Selbstkompetenz und der Methodenkompetenz unterteilt. Im Folgenden soll nun versucht werden, diese Bereiche zu definieren und voneinander abzugrenzen.

Die Sozialkompetenz umfasst alle Fähigkeiten, die den sozialen Umgang mit anderen Menschen betrifft. Ein zentraler Aspekt der Sozialkompetenz betrifft die verbale und nonverbale Kommunikation. Dazu gehören beispielsweise die Fähigkeit zum Konfliktmanagement, Motivationsfähigkeit und Verhandlungsgeschick, d.h. rhetorische Fähigkeiten. Zur Sozialkompetenz gehört aber auch Achtsamkeit, Einfühlungsvermögen sowie Empathie gegenüber den Mitmenschen. Dies umfasst die Teamfähigkeit, das Networking sowie eine generelle Fähigkeit zur Menschenkenntnis. Zu den Sozialkompetenzen könnte man des Weiteren auch Stil und Taktgefühl sowie die Fähigkeit zur nonverbalen Kommunikation zählen.

Es wird bereits sichtbar, dass die Fähigkeiten im Rahmen der Sozialkompetenz wiederum ein weiteres Können implizieren. So könnte man auch die Argumentationsfähigkeit zu der Sozialkompetenz zählen, wobei man auch sagen könnte, dass die Argumentationsfähigkeit wiederum ein Teil der Kommunikation, der Konfliktfähigkeit sowie des Verhandlungsgeschicks darstellt. Die Argumentation kann ebenfalls der Rhetorik und der Verwandlungstechnik zugeschrieben werden. Jedoch existieren auch Ansichten, die die Argumentation der Methodenkompetenz zurechnen. Denn die Argumentation ist wiederum Teil der Taktik.

Die Selbstkompetenz wird auch als Psychologische Kompetenz oder Persönlichkeitskompetenz bezeichnet und stellt die Fähigkeit zum Umgang mit der eigenen Person dar. Hierzu zählt auch die Einbringung der eigenen Möglichkeiten in den Beruf. Die Selbstkompetenz umfasst somit die Fähigkeit zur Selbstanalyse, -organisation und –einschätzung. Dies umfasst wiederum die Bereitschaft zum Lernen. Darüber hinaus sind in diesem Zusammenhang auch Flexibilität, Kreativität, Intuition, Arbeit am persönlichen Erscheinungsbild und Auftreten, Umgang mit Stress, Zielstrebigkeit, Risikobereitschaft, Selbstmotivation, Verantwortungsbewusstsein und Optimismus von Bedeutung.

Methoden bezeichnen die Methoden, die den Berufsalltag unterstützen. Diese umfassen Fähigkeiten wie Moderation, Projektmanagement, Fähigkeit der Präsentation, Visualisierung, Strategieentwicklung, Zeitmanagement, Problemlösungsverfahren, Gebrauch von rhetorischen Fähigkeiten und Mitteln, Informationsverarbeitung und –weitergabe und Anwendung von Mitteln und Wegen zur Entscheidungsfindung.

3. Der Soft Skills Würfel

Wir haben festgestellt, dass die Grenzen zwischen den verschiedenen Kompetenzen durchaus unklar sind. Auf welche Weise man die Fähigkeiten einordnet, hängt also von der Argumentation bzw. dem Blickwinkel ab, unter dem man diese betrachtet. Der Soft Skills Würfel ist vermutlich aus eben diesem Grund entstanden. Dieser Würfel besteht aus 26 verschiedenen Soft Skills, die auf sechs verschiedene Seiten verteilt sind. Diese Seiten werden auch als „übergreifende Kompetenzfelder“ bezeichnet.

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Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Soft Skills als Karrierefaktor
Hochschule
Universität Hamburg
Note
1,5
Autor
Jahr
2007
Seiten
13
Katalognummer
V284070
ISBN (eBook)
9783656841210
ISBN (Buch)
9783656841227
Dateigröße
398 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soft Skills, sozial Kompetenz, Karrierefaktor, Führungskräfte
Arbeit zitieren
Dr. Sirinya Pakditawan (Autor), 2007, Soft Skills als Karrierefaktor, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284070

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