Die frühalamannische Siedlung von "Aalen-Sauerbach"

Eine archäologische Studie zu Funden und Befunden


Magisterarbeit, 2007
142 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhalt

Vorbemerkungen

I. Einleitende Grundlagen
1. Forschungsgeschichte
2. Naturräumliche Gegebenheiten
a) Topographie und Geologie
b) Klima und Boden
c) Anbindung an die römische Infrastruktur
3. Dendrodatierung

II. Befunde
1. Analyse der Befunde: Methode und Problematik
2. Fläche 1
a) Gruben und Gräben sowie flächige Befunde
b) Pfosten
c) Gebäudestrukturen
3. Fläche 2
a) Gräben
b) Randliche Gebäudestrukturen
c) Hofflächenbegrenzung
d) Gebäudestrukturen innerhalb der Hoffläche
4. Fläche 3

III. Funde
1. Münzen und Metallobjekte
a) Münzen
b) Bronze
c) Eisen
2. Bein
3. Glas
4. Keramik: Methode und Problematik
a) Reliefsigillata
b) Glatte und unbestimmbare Sigillata
c) Terra Nigra und Glanztonware
d) Gebrauchskeramik/Tongrundige Ware (TW)
e) Gebrauchskeramik/Tongrundige Ware, handaufgebaut (TW, handaufgebaut)
f) Warengruppe 1 (WG1)
g) Warengruppe 2 (WG2)
h) Warengruppe 3 (WG3)
i) Warengruppe 4 (WG4)
j) Verbrannte/unbestimmare Ware
6. Baukeramik und Hüttenlehm
7. Stein
a) Bearbeitete Steinobjekte
b) Unbearbeitetes Gestein
c) Erze
8. Hölzer und Pfosten
9. Schlacken

IV. Zusammenfassung und Ausblick

V. Literatur- und Abbildungsverzeichnis
1. Literatur
2. Abbildungen

VI. Kataloge
1. Abkürzungen
2. Befundkatalog
3. Fundkatalog

VII. Abbildungen

VIII. Tafeln

Vorbemerkungen

Aufgabenstellung dieser Magisterarbeit am Archäologischen Institut, Abt. II, Archäologie und Geschichte der römischen Provinzen sowie Hilfswissenschaften der Altertumskunde war die vollständige Aufnahme und Auswertung der Befunde und Funde der frühalamannischen Siedlung von Aalen-Sauerbach. Die Siedelstelle wurde 1997 und 1998 vom LDA Baden-Württemberg unter Leitung von Rüdiger Krause im Rahmen einer Notgrabung (LDA 1997-18) beim Bau der B 29 in Teilen freigelegt. Sie datiert aufgrund dendrochronologischer Untersuchungen spätestens zu Anfang des 4. Jhs. n. Chr.

Der zeitliche Rahmen von sieben Monaten zeigte sich erwartungsgemäß als größter limitierender Faktor für Umfang und Tiefe der Auswertung.

Wichtige Fragestellungen, wie die nach der Herkunft der Siedler, der Dauer der Besiedlung oder Kontakten zu einer möglicherweise noch vorhandenen romanisierten Restbevölkerung konnten daher bestenfalls angeschnitten, in keinem Falle jedoch umfassend beantwortet werden. Dementsprechend stellt die herangezogene Literatur lediglich eine Auswahl aus der Gesamtheit der thematisch relevanten Publikationen dar. Die Bearbeitung kann also nicht als abschließend angesehen werden.

Hinsichtlich des Zeitfaktors wurde die Bearbeitung der Funde zusätzlich dadurch erschwert, dass die Hauptmasse des unerwartet umfangreichen Fundmaterials erst drei Monate vor Abgabetermin zur Verfügung gestellt werden konnte. Es waren über 1.200 Einzelobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 32 kg zu erfassen, die im Fundkatalog zu 1.019 Fundnummern sowie Positionen ohne Fundnummer konsolidiert worden sind.

Bei der Fundaufnahme zeigte sich, dass das Material – entsprechend der Vorgaben der Fundbücher – in geringem Maße unvollständig vorlag. Neben den meisten Metall- und allen Beinartefakten fehlten bei der Übergabe auch einige Keramikfunde. Diese waren glücklicherweise mehrheitlich bereits gezeichnet, lagen dem Verfasser allerdings nicht zur Autopsie vor; im Fundkatalog ist dieser Umstand vermerkt.

Knochenmaterial und Botanikproben waren ohnedies zuvor ausgesondert und jeweils einer separaten Bearbeitung zugeführt worden.

Die späte Bereitstellung des Fundmaterials hatte v.a. auch Auswirkungen auf die Auswertung der Keramik und den Tafelteil der Arbeit: Um einen vollständigeren Überblick gerade über das Keramikspektrum zu erhalten, wäre es wünschenswert gewesen, alle Rand- und Bodenscherben abzubilden. Stattdessen aber mussten die Tafeln auf die Zeichnungen beschränkt werden, die dem Verfasser als Teil des vom Ausgräber ausgehändigten “Dokumentationspakets” zur Verfügung standen. Dieses bestand u.a. aus digitalisierten Grabungsplänen, einigen Originalbefundzeichnungen, Fundbüchern und Befundbeschreibungen, Fotos/Dias der Befunde und Funde sowie Zeichnungen der wichtigsten Fundstücke. Den Zeichnern des Württembergischen Landesmuseums Stuttgart sei hier für ihre exzellente Vorarbeit herzlich gedankt.

Da es sich, wie oben erwähnt, um eine Notgrabung handelte, erwies sich die Dokumentation gelegentlich als nicht vollständig, und in seltenen Fällen als widersprüchlich und fehlerhaft. Aus diesem Grund fehlen auf den Plänen und in den Katalogen die Angaben von Gauss-Krüger-Koordinaten. Hier sind offenbar Fehler bei der Digitalisierung der Originalpläne aufgetreten. Es war dem Verfasser nicht möglich, diese im Rahmen der Arbeit zu korrigieren.

Auch hinsichtlich der Befundansichten mussten aus zeitlichen Gründen Abstriche in Kauf genommen werden. So ließen sich lediglich die zweidimensionalen Aufsichten darstellen. Auf die Abbildung der zugehörigen Profilschnitte, die der Verdeutlichung der Befundsituation dienen, wurde verzichtet.

Dank gilt an dieser Stelle den Herren Prof. Dr. H.-M. von Kaenel, der die Erstkorrektur der Arbeit übernahm, und Prof. Dr. R. Krause, der sich als Zweitkorrektor zur Verfügung stellte.

Weiterhin bedanken möchte sich der Verfasser schließlich für die vielfältige Unterstützung und Expertise, die er von den Mitarbeitern des Instituts erfahren hat. Namentlich Erwähnung sollen hier PD Dr. K. Neumann, PD Dr. F. Teichner, Dr. U. Ehmig, Dr. J. Gorecki, Dr. A. Heising, Dr. A. Kalis, Dr. M. Nüsse, Dr. H. Schubert, Dr. des. J. Komp, M. Fricke und P. M. Hardy finden.

Ein besonderer Dank gebührt Frau Dr. S. Spors-Gröger, die freundlicherweise gemeinsam mit dem Verfasser das Keramikmaterial in Frankfurt/Main sichtete. Ihre zahlreichen wertvollen Hinweise und Anregungen flossen in die Arbeit mit ein.

„Von diesen Städten wird bleiben:

der durch sie hindurchging,

der Wind.“

(B. Brecht)

I. Einleitende Grundlagen

1. Forschungsgeschichte

Zeugnisse der Besiedlung Aalens und der näheren Umgebung aus vorgeschichtlicher und römischer Zeit sowie aus dem Mittelalter sind zahlreich auf uns gekommen1. Frühalamannische Funde dagegen fehlten bislang jedoch gänzlich. Eine Siedlungskontinuität im Raum Aalen nach Aufgabe der römischen rechtsrheinischen Gebiete um 260 n. Chr. und dem Abzug von zumindest großen Teilen der romanisierten Bevölkerung bis ins Frühmittelalter ließ sich archäologisch nur schwer nachweisen2.

Dies änderte sich im Frühsommer des Jahres 1997, als im Zuge des Baus der B 29 die Westumgehung Aalen errichtet wurde. Als Teil dieser Straßenbaumaßnahme entstand im Ortsteil Unterrombach-Hofherrnweiler der Rombachtunnel, was eine zeitweilige Umleitung des Sauerbachs erforderte. Beim Ausbaggern des neuen Bachbettes fielen Herrn G. Werner aus Dewangen, einem aufmerksamen Beobachter der Erdarbeiten, zahlreiche Scherben und Holzreste im Aushub auf. Herr Werner verständigte daraufhin das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, welches eine Rettungsgrabung noch im ersten Abschnitt der Tunneltrasse veranlasste3.

Die Grabungsflächen (s. Frontispiz) befinden sich innerhalb der Flur „Spagenfeld“ und umfassen gemäß Liegenschaftskataster die Parzellen 2249 und 2249/1 sowie den Ostteil der Parzelle 2243.

1997 wurden zunächst zwei Abschnitte mit einer annähernd gleichen Breite von rund 32 m und einer Länge von 20 m (Fläche 1) und 80 m (Fläche 2) archäologisch untersucht. Die Lage in der Talaue hatte im Süden von Fläche 1 zu einer hervorragenden Konservierung von organischem Material geführt. So fanden sich in den Feuchtsedimenten von Altmäandern des Sauerbachs zahlreiche Hölzer und Pfosten, die – neben weiteren naturwissenschaftlichen Untersuchungen – eine Dendrodatierung des Fundplatzes möglich machten4. Die Ergebnisse werden weiter unten vorgestellt.

Im Spätherbst 1998 erfolgte die Untersuchung einer dritten Fläche mit den Maßen 25 m x 15 m westlich von Fläche 1, womit die Gesamtgrabungsfläche gut 3.700 m² einschloss. Aalen-Sauerbach gehört daher zu den wenigen bislang größerflächig ergrabenen Siedlungen, von Ausnahmen wie beispielsweise Mengen5 oder Heidenheim-Schnaitheim, „Fürsamen“6 abgesehen. Damit trägt die nachfolgende Auswertung der Ausgrabung hoffentlich zumindest in Teilen dazu bei, ein umfassenderes Bild von frühalamannischen Siedlungsstrukturen und Lebensbedingungen gewinnen zu können7.

2. Naturräumliche Gegebenheiten

a) Topographie und Geologie

Die Fundstelle liegt 435–436 m üNN auf einem Schwemmfächer in der sanft nach Süden und Osten hin abfallenden Niederung des Sauerbachs. Der Niveauunterschied beträgt hier auf eine Distanz von 100 m knapp einen Meter. Rund 100 m östlich vereinigen sich Rombach und Sauerbach zum Aalbach, der schließlich in den Kocher mündet.

Nach Westen, Norden und Osten erstreckt sich das so genannte Welland (s. Abb. 1). Es handelt sich hierbei um eine flachwellige, hügelige Landschaft im untersten Mitteljura (Opalinuston-Formation/al 1, früher Braunjura α). Sie wird geprägt von zahlreichen Mulden, breiten Tälchen und alten Rinnen sowie einigen Hangrücken und Einzelkuppen. Als Beispiele seien die Schillerhöhe mit dem Alenkastell im Osten und der Schradenberg im Westen angeführt. Auf dem Schradenberg findet sich darüber hinaus noch eine Kappe aus Sandsteinen der Eisensandstein-Formation8.

Bei der Opalinuston-Formation, die im Raum Aalen eine Mächtigkeit von 100–110 m erreicht, handelt es sich um eine Serie grauer bis blaugrauer schluffiger Tonsteine, deren Sandgehalt nach oben hin zunimmt. Aufgrund der somit oftmals schweren Böden wird das Welland größtenteils als Grünland genutzt9.

Die Eisensandstein-Formation bildet mit einer Mächtigkeit von ca. 45 m eine deutlich erkennbare Schichtstufe über dem Opalinuston. Die unteren Sandsteinbänke sind zumeist gelbbraun, mürbe und sanden leicht ab. Die darüber liegenden dicken Bänke und Flöze bestehen aus violettroten, eisenreichen oolithischen Sandsteinen (Brauneisenstein, Stuferz). Diese wurden im nahen Wasseralflingen bis 1948 intensiv abgebaut10.

Daneben finden sich kleinere Lagerstätten, die aus Ansammlungen von Toneisensteingeoden bestehen11.

Nach Süden, jenseits des Sauerbachs, steigt das Gelände über die höheren Schichten des Mitteljuras sanft bis mäßig steil zum Hangfuß des Albtraufs an. Hier finden sich innerhalb der Wedelstein-Formation sandig-mergelige Kalksteine, die stark mit Brauneisenooiden (Bohnerzen) durchsetzt sind. Aufgrund der relativ fruchtbaren Böden überwiegt hier der Ackerbau, lediglich die steileren Stufenhänge bedingen eine Grünlandbewirtschaftung12.

Der Albtrauf schließlich bildet eine Steilstufe und grenzt das tiefer liegende Albvorland deutlich gegenüber der Hochfläche der Schwäbischen Alb ab, die hier Höhen von 680–700 m üNN erreicht. Er verläuft zwischen Essingen und Unterkochen relativ geradlinig von West nach Ost und zieht danach nach Norden und Nordosten13.

b) Klima und Boden

Der Albtrauf wirkt als Klimascheide: Das Albvorland – hier v.a. die Südhänge – kann als mittelmäßig bis mäßig warm mit mittleren Jahrestemperaturen von 7,5–8,5 °C und durchschnittlichen Niederschlagsmengen von rund 750–800 mm eingestuft werden. Demgegenüber lassen sich Albtrauf und Schwäbische Alb als mäßig kalt bis mäßig kühl, mit Jahresmitteltemperaturen von 6,5–7,5 °C und Niederschlägen von rd. 900–1100 mm bewerten. Die vorherrschende Windrichtung ist Nordwest-Nord14.

Hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit lässt sich feststellen, dass die Talaue des Sauerbachs im Bereich der Fundstelle aus kalkfreien, tonigen Auensedimenten mit überwiegend Auengley–Braunem Auenboden besteht15. Bei den Auensedimenten handelt es sich um vom Sauerbach über größere Strecken transportierte Abschwemmmassen, die im Überflutungsbereich der Niederung wieder abgelagert wurden16. Der Boden eignet sich gut als Standort für Kulturpflanzen, weist allerdings eine mittlere bis hohe Erodierbarkeit auf17.

c) Anbindung an die römische Infrastruktur

Das bekannte römische Alenkastell Aalen18 und der zugehörige Kastellvicus19 befinden sich ungefähr einen Kilometer östlich der Siedelstelle (s. Abb. 2). Inwieweit diese an das ehemalige römische Straßennetz angebunden war, ist nicht eindeutig zu entscheiden. Der West-Ost-Verlauf der römischen Verbindungsstraße zwischen den Kastellen Böbingen und Aalen ist kaum fassbar. Jedoch vermutet F. Hertlein „beim Hofherrnhaus oder Hofherrnwirtshaus in dem dortigen Wege wieder eine Spur, die über dem Talgrund des Rombachs verloren geht“20. Die Siedlung dürfte sich daher relativ nahe bei dieser Straße befunden, vielleicht sogar an ihr ausgerichtet haben (s. Abb. 3).

Dass germanische Neusiedler auf römische Strukturen, seien es Militär-, Zivilstationen oder Straßen zurückgreifen, ist vielfach belegt21. Beispielhaft sind hierfür die Holzeinbauten im Badegebäude der villa rustica von Wurmlingen22 sowie Pfostenbau und Grubenhäuser innerhalb des Alenkastells Heidenheim23 angeführt.24

3. Dendrodatierung

Wie eingangs erwähnt, führten die ausgezeichneten Erhaltungsbedingungen in den Feuchtsedimenten des Sauerbachs zur Konservierung zahlreicher Hölzer und Pfosten (s. Abb. 4), von denen ein Großteil beprobt werden konnte.

Die Auswertung der insgesamt 91 Holzproben erfolgte durch Dr. A. Bilamboz und W. Tegel am Dendrochronologischen Labor des LDA Baden-Württemberg in Gaienhofen-Hemmenhofen. Es ließen sich zehn Holzarten bestimmen, wobei Eichenhölzer (Quercus sp.) mit 42 Proben deutlich am häufigsten vertreten waren, gefolgt von Weide (Salix sp.) mit 18 Proben und Erle (Alnus sp.) mit 11 Proben.

Hinsichtlich der Güte dendrochronologischer Datierungsergebnisse schlägt das Hemmenhofener Labor folgende dreistufige Klassifkation vor:

„- Dendrodatierung vom Typ A: Reine unabhängige Dendrodatierung, die durch eindeutige Korrelationswerte mit ausreichend belegten Referenzen untermauert wird. Als Sockel werden in unserem Labor signifikante T.test-Werte (>5) vorausgesetzt.

- Dendrodatierung vom Typ B: Das Ergebnis beruht auf mittelmäßigen Korrelationswerten, wird jedoch durch Zusatzinformationen unterstützt (Replikation der Seriendatierung, 14 C-Messung, Befund- und Kontextangaben…)

- Dendrodatierung vom Typ C: Datierung mit mäßigen Korrelationswerten und ohne ausreichende Zusatzinformationen. Die angegebene Position gilt als erster Datierungsvorschlag, der einer Bestätigung durch weitere Untersuchungen bedarf.“ 25

Für eine Jahrringanalyse waren aufgrund der generell jahrringarmen Hölzer lediglich 14 Eichen- und eine Buchenprobe geeignet. Die bereits im Jahr 1997 vorgelegten dendrochronologischen Ergebnisse mussten aufgrund der geringen Anzahl von Jahrringen der Proben und der schwach belegten Referenzchronologien für das 3. und 4. Jahrhundert noch als C-Datierung gelten.

Mittels der süddeutschen Eichenchronologie, die im Rahmen der Auswertung der Befunde des Kastellvicus Rainau-Buch im Jahrringlabor der Universität Hohenheim neu zusammengestellt wurde26, konnten die Ergebnisse im Jahr 2000 bestätigt, verfeinert und schließlich als B-Datierung eingestuft werden.

Es ließen sich nun 11 Eichenhölzer innerhalb eines Zeitraums von 278–303 n. Chr. datieren. Da die Waldkante, der letzte Wuchsring eines Baumes, bei acht dieser Hölzer fehlte, stellt das Jahr 278 n. Chr. lediglich einen terminus post quem für den tatsächlichen Zeitpunkt des Einschlags der Bäume dar. Drei der Hölzer wiesen allerdings noch eine Waldkante auf. Für diese ließ sich daher das genaue Fälldatum ermitteln:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 1: Hölzer mit bestimmtem Fälldatum.

Durch die dendrochronologisch erfasste Schlagtätigkeit in den Jahren 294, 297 und 303 n. Chr. gelingt in Aalen-Sauerbach somit erstmals der Nachweis einer absolut-datierten frühalamannischen Fundstelle in Südwestdeutschland.

II. Befunde

1. Analyse der Befunde: Methode und Problematik

Mit der Grabung von Aalen-Sauerbach können über 300 Einzelbefunde, zumeist Pfostengruben, vorgelegt werden, von denen sich mehr als die Hälfte in Fläche 1 befinden. Eine Interpretation der Befunde erwies sich in dieser Fläche als sehr schwierig, da sich die Befundsituation zunächst als „ein fast unauflösbares Pfostengewirr“27 darstellte. Vermeintliche Zusammengehörigkeiten einzelner Pfostengruben aufgrund von paarigem Auftreten, Fluchten oder rechtwinkliger Stellung ließen sich – zumindest in Fläche 1 – bei einer rein zweidimensionalen Auswertung nicht sinnvoll deuten. Daher wurde in einem zweiten Schritt eine Analyse der Tiefen der Pfostengruben vorgenommen. Idealerweise bilden sich hierbei zusammengehörige Einzelbefunde – und damit interpretierbare Baustrukturen – durch ähnliche Tiefen der Pfostensetzungen ab28.

Für die Analyse der Tiefen war es zunächst erforderlich, anhand von Befundbeschreibungen und Profilzeichnungen den absoluten Höhenwert „H“ als den tiefsten Punkt des jeweiligen Befunds zu ermitteln; bei Pfostengruben entspricht dies den Grubensohlen. Aufgrund unvollständiger Höhenangaben in den Dokumentationsunterlagen war das jedoch nicht immer möglich: In einigen Fällen fehlten die Angaben gänzlich, v.a. im südlichen Bereich von Fläche 1. Die Tatsache, dass weitere Pfostengruben vorhanden waren, erlaubte allerdings sicherere Zusammenfassungen und Ergänzungen von Einzelbefunden zu Grundrissen. Das völlige Fehlen dieser Pfostengruben hätte diesbezügliche Aussagen sehr viel spekulativer erscheinen lassen.

In anderen Fällen wiesen nur die Profilzeichnungen keine Höhenangaben auf, dies hauptsächlich in Fläche 2. Hier bot sich als Lösung an, die Höhenwerte über das nächstgelegene Planumsnivellement zu interpolieren. Im Befundkatalog sind diese Werte mit „*“ gekennzeichnet.

Die so ermittelten absoluten Höhen „H“ wurden durch einfache Subtraktion von 434 m in relative Höhenwerte „H rel.“ überführt („H rel.“ = „H“ – 434 m). Diese künstlich geschaffene Nulllinie bot zwei Vorteile: Zum einen ließen sich Berechnungen mit „großen Zahlen“ umgehen. Zum anderen konnte eine bessere optische Unterscheidbarkeit der Werte bei der anschließenden grafischen Auswertung erzielt werden.

Um den analytischen Fehler, den das leichte Gefälle des Geländes dabei zwangsläufig bewirkt, möglichst gering zu halten, sind die Höhenwerte für jede der drei Grabungsflächen separat verglichen worden.

Die Werte wurden hierfür aufsteigend sortiert und grafisch dargestellt. Anhand der Grafik ließen sich nun Anstiege und Plateaus im Verlauf ermitteln und darüber einzelne Höhenklassen bilden (s. Abb. 5). Hölzer/Pfosten wurden dabei getrennt von den Pfostengruben aufgeführt. Diese Vorgehensweise sollte verhindern, Pfostengruben, bei denen Pfostenreste weit über der Grubensohle lagen, mit zwei unterschiedlichen Höhenwerten aufzuführen. Dies hätte dazu führen können, dass ein Befundkomplex (= Pfostengrube mit Pfosten) zwei verschiedenen Höhenklassen zugeordnet worden wäre.

Folgende Klasseneinteilungen wurden für die relative Höhe „H rel.“ schließlich vorgenommen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 2: Relative Höhenklassen der Grabungsflächen.

Die Intervalle der Klassen scheinen gelegentlich sehr weit gesteckt zu sein. Dies ist aber durch einen teilweise sprunghaften Anstieg der Werte auf ein höheres Niveau zu erklären, hier hauptsächlich in Fläche 3. Die Einzelwerte innerhalb der Klassen schwanken in aller Regel lediglich zwischen 20–30 cm. Das dürfte sowohl dem Geländeverlauf als auch der Varianz bei der einstigen Erstellung der Baustruktur gerecht werden: Eventuelle Längenunterschiede von zu verbauenden Pfosten lassen sich leichter über variierende Grubentiefen ausgleichen als durch ein Nachbearbeiten dieser Hölzer.

Der Verfasser ist sich dabei durchaus bewusst, dass die getroffene Einteilung eine hohe Unschärfe, v.a. in den Übergangsbereichen der Klassengrenzen, aufweist und dass nicht alle Baustrukturen erfasst werden konnten. Dies war leider gerade im nördlichen Bereich von Fläche 1 der Fall. Dennoch führte der Ansatz – so unvollkommen er auch sein mag – zu einigen brauchbaren Ergebnissen, wie in den folgenden Abschnitten dargelegt werden wird.

An dieser Stelle soll ausdrücklich betont werden, dass die wenigen Spuren, die vergängliche Baumaterialien wie Holz in Mineralböden hinterlassen haben, im Allgemeinen einen sehr hohen Spielraum zur Interpretation ehemaliger Gebäudegrundrisse zulassen29.

Eine zeitliche Abfolge lässt sich aus der Tiefe der Pfostengruben nicht zwingend ableiten, da diese Tiefen auch die Nutzungsart des ursprünglichen Gebäudes widerspiegeln können. So werden aufgrund größerer statischer Last und eines höheren Schwerpunkts oberirdische Speicherbauten in der Regel tiefgründigere Pfostengruben aufweisen als Gebäude, die lediglich ihr Eigengewicht zu tragen haben30.

Nähere Aussagen hierzu können nur über Fundvergesellschaftungen innerhalb eines Befundes getroffen werden. Dies setzt verständlicherweise voraus, dass das entsprechende Material zuvor typologisch und chronologisch korrekt zugeordnet worden ist. Der größte Unsicherheitsfaktor liegt hierbei in der nicht unkomplizierten Unterscheidung von hallstatt-/frühlatènezeitlicher und frühalamannischer Keramik, wie weiter unten noch zu sehen sein wird. Darüber hinaus erweist sich v.a. die frühalamannische Grobkeramik als chronologisch sehr indifferent. Zeitliche Feinabstufungen, wie sie von der Terra Sigillata bekannt sind, lassen sich mit handaufgebauter germanischer Keramik im Allgemeinen nicht erstellen31.

Dass eine Fehlerfreiheit in der Bewertung des Materials vorliegt, darf hinsichtlich des Kenntnistands und der Erfahrung des Verfassers sicherlich nicht angenommen werden. Aussagen zu chronologischen und stratigraphischen Vorgängen stellen aber Schlussfolgerungen dar, die der Verfasser unter der Prämisse der korrekten Zuordnung getroffen hat.

Hinsichtlich chronologischer Unterteilungen definiert „römische Zeit“ den Zeitraum der römischen Militärpräsenz in Aalen beginnend mit der Einrichtung des Rätischen Limes in der Mitte des 2. Jhs. n. Chr. bis zur Aufgabe des Dekumatlandes um 260 n. Chr. Dieser Zeitraum entspricht damit den Stufen C 1 a und C 1 b des Chronologieschemas nach Keller32. Demzufolge bezeichnet „nach-römische Zeit“ daran anschließende Perioden. Die „frühalamannische Zeit“ umfasst dabei die Stufen C 2 (2. Hälfte 3. Jh. bis erste Jahrzehnte 4. Jh.), C 3 (1. Hälfte 4. Jh. bis beginnende 2. Hälfte 4. Jh.) sowie D (Mitte 4. Jh. bis Mitte 5. Jh.)33.

Die nachfolgend anzusprechenden Befunde sind in der Beilage abgebildet. Hierzu eine Anmerkung: Die Fundstelle „Werner“(s. Befundkatalog) ist aus darstellerischen Gründen nur schematisch zwischen Fläche 1 und 2 angedeutet. Da sie den Verlauf des temporären Bachbetts des Sauerbachs abbildet, läuft sie realiter annähernd halbbogenförmig an Fläche 1 und 3 vorbei nach Südwest und Südost zum Sauerbach hin (s. Frontispiz).

2. Fläche 1

Die Fläche 1 umfasst mit ihrem leicht unregelmäßigen Verlauf im Süden eine Ausdehnung von etwa 21 m x 31 m und einen Inhalt von ca. 670 m². Die Befundsituation in dieser Fläche ist kompliziert und schwierig zu deuten. Aufgrund der Überlagerung von Befunden ist hier von wechselnden Belegungs- und Nutzungsphasen auszugehen.

Planum 1, das leicht stufig abgetieft wurde, befindet sich auf einer Höhe von 435,17 m üNN in der Nord-West-Ecke, 435,11 m üNN in der Nord-Ost-Ecke, 435,30 m üNN im Südwesten der Fläche und 435,13 m üNN in der Süd-Ost-Ecke. Im Südwesten der Fläche zeichnete sich eine halbkreisförmige Verfärbung ab. Das Erdreich wurde hier zunächst auf ca. 435,00 m üNN abgetragen („Grabungsgrenze 1“). Es erfolgte ein weiteres, stellenweise selektives Abtiefen („Grabungsgrenze Sub 1“). Die Nivellements dieses 2. „Planums“ befinden sich hierbei zwischen 434,72 m üNN im Westen und 434,53 m üNN im Süden. Die wesentlichen Befunde sollen nachfolgend angesprochen werden.

a) Gruben und Gräben sowie flächige Befunde

Im nördlichen Teil durchzieht ein Graben (Bef. 32) mit einer Breite von bis zu 1,40 Metern in west-östlicher Richtung die Fläche. Möglicherweise handelt es dabei um ein Drainagegräbchen34, das Oberflächenwasser in den Rombach ableiten sollte. Auch eine Interpretation als Siedlungs- oder Weideflächenbegrenzung wäre denkbar35. Das Fehlen jeglicher Funde innerhalb der Grabenverfüllung erschwert jedoch chronologische Zuordnung wie Interpretation. Ein zeitlicher und funktionaler Bezug während der Belegung des Fundplatzes lässt sich daher nicht sicher postulieren. Folgende Überlegung spräche sogar dagegen: Das Areal unmittelbar nördlich und südlich des Grabens lieferte sowohl römische wie frühalamannische Funde. Anthropogene oder natürliche Verfüllvorgänge während der Belegungszeit oder nach Auflassen der Siedlung hätten wohl zur Umlagerung von Siedlungsschutt in das Gräbchen geführt. Daher könnte es sich bei dem Graben durchaus um eine alte Rinne des Sauerbachs handeln, die bereits vor dem Einsetzten menschlicher Aktivität am Fundort durch natürliche Mechanismen wieder verfüllt wurde. Auch der leicht unregelmäßige, sehr schwach mäandrierende Verlauf spricht eher für eine natürliche Entstehung des Gräbchens. Allerdings ist die Fundarmut möglicherweise darauf zurückzuführen ist, dass ein Teil des Befunds zumindest in der Westhälfte bereits bis zum ersten Planum abgebaggert worden war. Da hier die Dokumentation lückenhaft ist und keine Profilzeichnungen vorliegen, die diese Argumentation untermauern oder widerlegen könnten, müssen die diesbezüglichen Interpretationen aus Sicht des Verfassers als sehr spekulativ gelten.

Bei dem oben angesprochenen halbkreisförmigen Befundkomplex (Bef. 121. 122. 124. 153; s. auch Abb. 7.8 mit Profilbeschreibungen im Befundkatalog) im Süden der Fläche handelt es sich um einen Altmäander des Sauerbachs36. An der Oberfläche der kiesigen Verfüllschicht (Abb. 8, Profil B, Schicht 3), aus der viele Schwemmhölzer, Tierknochen und Keramik geborgen werden konnten, lag die einzige Münze (Fd.Nr. 632) des Fundplatzes auf. Bei der Silberprägung handelt sich um eine „Konsekrationsmünze“ des Gallienus für seinen verstorbenen Sohn Valerianus II, geprägt zwischen 256 und 259 n. Chr37. Die Oberfläche des Antoninian war stark abgegriffen. Der terminus post quem für die Verfüllung der Altschleife liegt somit hinsichtlich der Münzdatierung bei 259 n. Chr. Auch der terminus ante quem lässt sich mit „nicht nach 303 n. Chr.“ sehr genau bestimmen, da das diese Schicht durchstoßende Holz H33 auf eben diese Jahreszahl datiert.

Im mittleren und südlichen Bereich von Fläche 1 finden sich mehrere Gruben (Bef. 100. 123. 142; s. auch Abb. 8, Profil C, Schicht 3), die Brandspuren und Lagen aus sehr kleinteiliger Holzkohle aufweisen. Das vergesellschaftete Fundmaterial bestand u.a. aus Fragmenten römischer Baukeramik wie Tubulus- und Hypokaustziegeln, sowie Bruchstücken römischer und wohl alamannischer Keramik. Dies lässt auf eine nach-römische Nutzung der Gruben schließen.

Wände und Sohle des rechteckigen Befunds 142, der ca. 1,30 m x ca. 0,90 m durchmisst und wannenförmig eingetieft ist, sind stark verziegelt. Die Verfüllung besteht aus einer ca. 0,10 m mächtigen Lage sehr kleinteiliger Holzkohlestückchen. Die keramischen Beifunde, zwei alamannische Keramikfragmente, datieren die Grube in nach-römische Zeit. Wenngleich sich keinerlei oberirdische Aufbauten erhalten haben, die den Befund eindeutig als Rennfeuerofen kennzeichnen, wird man ihn dennoch als Verhüttungsofen ansprechen können: Als Nachweis dürfen die zahlreichen Schlacken und Eisenerze gelten, die sich rund um die Grube verteilen. Fehlende oberirdische Aufbauten, die bei Rennfeueröfen zu erwarten wären, können hierbei durch den Einsatz von Rennherden erklärt werden. Eine Eisenschlacke mit anhaftendem Lehm (Fd.Nr. 403) darf in diesem Zusammenhang wohl als Fragment einer entsprechenden Ofenauskleidung verstanden werden38. Mit hoher Wahrscheinlichkeit lässt sich zumindest Befund 142 mit dem Verhütten von Eisenerz in Verbindung bringen.

Die Verhüttung von Eisenerz lässt sich mittlerweile annähernd regelhaft an frühalamannischen Fundstellen entlang des Albtraufs und auf der Schwäbischen Alb nachweisen39. Der Grund hierfür ist in der leichten Auffindbarkeit und Zugänglichkeit entsprechender Erze in der Region zu finden (Eisensandstein/Stuferze, Toneisensteingeoden, Bohnerze, s.o. Kap. I.1.a))40. Auch an das Einschmelzen von römischen Metallartefakten ist zu denken. Einen Hinweis darauf liefert das Randfragment eines Bronzebeckens (Fd.Nr. 679, Taf. V), das eindeutige Zerteilspuren aufweist. Das Auffinden einer Buntmetallschlacke (Fd.Nr. 208) mag ebenfalls auf eine Wiederverwendung römischen Altmetalls deuten. In Verbindung mit dem Fund einiger kleinerer Erzstücke (Fd.Nr. 631), die anscheinend Kupferoxide enthalten, weist dies vielleicht sogar generell auf die Verhüttung von Buntmetallen am Fundplatz hin41.

Mit den flächigen Befunden 76, 107 und 108, die auf einer Höhe zwischen 435,20 m üNN bis 435,00 m üNN von der Mitte der Fläche bis an deren Südrand ziehen, lässt sich eine Kulturschicht fassen. Die Schicht erreicht eine Mächtigkeit von bis zu 0,25 m und ist gekennzeichnet durch eine dunkelgraue Färbung und zahlreiche Holzkohleeinschlüsse. Sie lässt sich dabei von Fläche 1 bis in Fläche 3 verfolgen (s. Abb. 6 sowie Abb. 7.8.9 mit Profilbeschreibungen im Befundkatalog). Dabei weist diese Lage die höchste Konzentration von Funden auf, die sich sowohl aus römischem wie nicht-römischem Material zusammensetzen. Es ist vorstellbar, dass diese Schicht im Zusammenhang mit den Verhüttungstätigkeiten akkumuliert wurde, die oben angesprochen wurden. Hierauf deuten sowohl der Holzkohleschleier, der die Lage durchzieht, sowie die zahlreichen Schlacken und Erze, die aus der unmittelbaren Umgebung geborgen worden sind.

Womöglich liegt hier aber lediglich der Siedlungsschutt vor, der durch natürlichen Bodenabtrag von oberhalb in die Niederung umgelagert wurde und so die Uferbruchkante des Sauerbachs in voller Länge aufplaniert hat. Der Verfasser vermag die Vorgänge, die zur Bildung der Schicht geführt haben, nicht abschließend zu beurteilen. Da die zuvor angesprochenen Brandgruben in Fläche 1 teilweise in, unter und auf dieser Schicht liegen zeichnet sich jedoch eine Mehrphasigkeit der Nutzung des Areals ab.

b) Pfosten

Im Süden der Fläche fällt eine Reihe von zugespitzten schmalen Eichenpfosten auf, die im Abstand von 0,40–0,50 m in das umgebende Erdreich getrieben wurden (s. Abb. 7, Profil A.B). Die Pfostenreihe verläuft relativ gleichmäßig zwischen 434,10 m üNN und 434,50 m üNN, wobei sie die Sedimente des weiter oben angesprochenen Altmäanders des Sauerbachs durchstößt. Sie lässt sich über eine Entfernung von rund 20 m, beginnend im Westen mit H15 und endend im Osten mit H17, parallel zum Verlauf des Bachbetts verfolgen. Der Ausgräber interpretierte den Befund bereits als Zaunreihe oder Uferbefestigung42. Der Verfasser möchte sich der Deutung als Uferbefestigung anschließen: Gegenüber dem östlichen Ende dieser Pfosten bilden die Hölzer H44, H46–H48 nach S hin eine ähnliche parallele Reihe. Diese kann vermutlich nach Westen bis zu H1 (s. Abb. 7, „Geoprofil“ Nord) verlängert werden. Somit ergeben sich zwei zum Bach parallele Zaunreihen, wodurch der Uferlauf auf einer Breite von ca. 2,00–2,20 m gefestigt wird. Möglicherweise wurde die Pfostenreihe angelegt, um den Bereich des Altmäanders dauerhaft vom Bachbett abzutrennen und so die Gefahr einer Überschwemmung nördlich davon zu verringern oder eine geeignete Arbeitsplattform zu schaffen.

c) Gebäudestrukturen

Die Analyse der Höhenklasse I machte es möglich, mit den Befunden 129, 51 (fehlende Höhenangabe) und 137 sowie 128, 148 und 140 einen leicht trapezoiden 6-Pfostenbau zu erfassen, der in West-Ost-Richtung orientiert ist. Die Struktur weist eine Länge von ca. 6,40 m, eine Breite von ca. 3,10 m und eine Grundfläche von rund 20 m² auf. Die absolut-datierten Hölzer H36 (294 n. Chr.) und H39 (Sommer 297 n. Chr.) befinden sich in den Pfostengruben 148 und 140. Da keine weiteren – eventuell späteren – Dendrodaten für die übrigen Pfostengruben dieses Befundkomplexes vorliegen, bildet das Jahr 297 n. Chr. den frühstmöglichen Zeitpunkt für die Errichtung dieser Struktur. Falls hier ein entsprechender Vorgängerpfosten nicht nach drei Jahren erneuert wurde, ließe sich vermuten, dass Hölzer mit verschiedenen Fälldaten verbaut wurden. Wenn man von einer Ablagerung zum Trocknen der Hölzer absieht – der „nasse“ Einschlag von H39 im Sommer (auch der Baum für H33 wurde im Sommer gefällt) spricht eigentlich dagegen und weist auf eine Fällung bei unmittelbarem Bedarf hin43 – deutet sich damit möglicherweise die Wiederverwendung von Althölzern eines Vorläuferbaus an.

Eine Interpretation des Befundkomplexes als Hochbau in Form eines gestelzten Speichers scheint angebracht44. Zum einen liegen sehr tief reichende Pfostengruben vor. Diese lassen darauf schließen, dass ein relativ hohes Gewicht, nämlich das des Lagerguts, im verhältnismäßig weichen Auensediment abgefangen werden sollte. Zum anderen macht die relative Nähe zum Wasser mit einhergehender Feuchtigkeit im Bodenbereich durch hohen Grundwasserspiegel und Bodennebel eine ebenerdige Nutzung als Wohngebäude unwahrscheinlich45. Diese feuchte Randlage innerhalb des Siedlungsareals bietet sich eher für die Aufbewahrung von Grünfutter an; trockenere Areale können sinnvoller für die Einlagerung von Getreide oder die Unterbringung von Vieh genutzt werden46.

Im Allgemeinen lässt sich gestelzten Speichern funktional die Einlagerung von Gütern zuordnen, die dem leichten Zugang von Schadtieren entzogen und sicher vor Feuchtigkeit und Schmutz aufbewahrt werden sollen47. Die Durchlüftung von unten sorgt darüber hinaus für eine bessere Trocknung und Konservierung des Lagerguts, wie dies v.a. bei Getreide aber auch Laub- und Grasheu für die Winterfütterung von Vieh wünschenswert und erforderlich ist48.

Gestelzte Speicher stellen geradezu eine archetypische Bauform dar, die sich vom Neolithikum bis in die Gegenwart erhalten hat und fast überall auf der Erde vorkommt49.

Innerhalb der Höhenklasse II lassen sich zwei Gebäudestrukturen fassen.

Zunächst bilden die Befunde 50, 53 und 149 sowie 106, 144 und 145, ergänzt durch 105, 97 und 10, bei denen Höhenangaben fehlen, drei Reihen aus, die sich z.T. leicht verschoben gegenüberliegen. Die Fläche des so umschlossenen Parallelogramms mit den ungefähren Maßen 4,50 m x 3,60 m beträgt rund 17 m². Vom Grundriss her lässt sich die gleichfalls annähernd west-ost-orientierte Struktur sehr zurückhaltend als gestelzter 9-Pfostenspeicher ansprechen50. Ähnlich dem so bezeichneten 6-Pfostenspeicher finden sich auch 9-Pfostenspeicher regelmäßig in vergleichbaren Befunden51, wie beispielsweise Gaukönigshofen52 oder Renningen, Raite53.

Auffällig ist, dass sich um die Gruben 53, 144 und 97 weitere Pfostenstellungen gruppieren, wie Befund 52 und 152 um 53, Befund 143, 103 und 141 um 144. Möglicherweise lassen sich hier Ausbesserungsarbeiten fassen (diese waren beim zuvor angesprochenen Speicher nicht zu erkennen), nachdem die ursprünglichen Pfosten instabil geworden waren. Der sich ständig wiederholende Wechsel von feuchtem zu trockenem Milieu, wie er in der Nähe eines Wasserlaufs häufig auftritt, wirkt negativ auf Lebensdauer und Haltbarkeit von Hölzern54. Gerade bei einer längeren Nutzung des Gebäudes wäre es daher sehr wahrscheinlich, dass angemoderte Pfosten gelegentlich ersetzt werden mussten. Instabilität aufgrund von Holzfäule mag vielleicht ein Grund gewesen sein, weshalb der zuvor angesprochene 6-Pfostenspeicher aufgegeben und der 9-Pfostenspeicher möglicherweise darüber errichtet wurde – die genaue zeitliche Abfolge der beiden Bauten lässt sich aus der Befundsituation nicht eindeutig bestimmen. Auch die Funde lassen hier keine eindeutige Aussage zu, da das Material in beiden Befundkomplexen sowohl römische wie auch alamannische Keramik enthält. Es kann an dieser Stelle lediglich eine Mehrphasigkeit der Gebäudestrukturen bei gleichzeitiger Ortskonstanz nachgewiesen werden.

Einen weiteren Nachweis für eine Mehrphasigkeit liefern in diesem Zusammenhang die Befunde 103 und 141, da diese den weiter oben angesprochenen Befund 142, der als Rennherd55 interpretiert wurde, schneiden.

Die Befunde 79, 85 und 86 lassen sich mit den Befunden 81, 93/94 und 95, für die keine Höhenwerte vorliegen, zu einem sechseckigen Grundriss ergänzen. Der Durchmesser beträgt rund 3,30 m, der Flächeninhalt ca. 6,5 m². Genau im Zentrum befindet sich Befund 83, der in der Dokumentation zwar als „Kein Befund.“ geführt wird, sich in der Profilzeichnung aber als schwache Vertiefung darstellt.

Der Grundriss lässt sich den Grubenhäusern mit sechseckiger Pfostenstellung zuordnen, deren Hauptverbreitungsgebiet das Mittelelbegebiet, Böhmen, Mähren die Slowakei, Bayern und eben den alamannischen Raum umfasst56. Das Fehlen von Herdstellen innerhalb der Grubenhäuser aus dem westlichen Mitteleuropa führte dazu, dass diese nicht als Wohn- sondern als Wirtschaftsgebäude, wie Webhütten oder Werkstätten, interpretiert werden. Im Gegensatz dazu finden sich im slawischen Siedlungsraum fast ausnahmslos Öfen oder sonstige Heizanlagen innerhalb der Grubenhäuser, weshalb ihnen dort eine Wohnfunktion zugesprochen wird57.

Die sehr symmetrische Anordnung der Pfosten im vorliegenden Befund erinnert dabei besonders an den in Vicemilice/Mähren nachgewiesen Typus58, was einen Rückschluss auf die Herkunft der Neusiedler zulassen würde. Weder Herdstelle noch Grube zeichnen sich in Aalen-Sauerbach jedoch ab – vermutlich bedingt durch eine hohe Bodenerosion. Daher kann die Struktur auch als Rutenberge mit Mittelpfosten zur Aufbewahrung von Grünfutter interpretiert werden. Entsprechende Befunde wurden beispielsweise in Warendorf vorgelegt59. Rutenberge lassen sich seit der Bronzezeit nachweisen und haben sich im ländlichen Raum bis in die Neuzeit erhalten60. Das Bild von der Lagerung von Grünfutter in Ufernähe, das sich durch die beiden vorigen Befundkomplexe abzeichnete, ließe sich so ergänzen.

Auch dieser Befundkomplex datiert in römische oder nach-römische Zeit, was sich aus römischen Ziegelfragmenten innerhalb von Befund 93 folgern lässt.

Bei einer Auswertung der Höhenklassen III und IV, die die Fläche ab etwa der Mitte bis zur Nordgrenze durchziehen, ließen sich keine eindeutigen Grundrissformen nachweisen. Hier scheint die angewandte Analysemethode viel zu unscharf und bedarf in einem eventuell folgenden weiteren Schritt einer Adaption. Die relative Nähe zu den Grabungsgrenzen wirkt sich im Allgemeinen erschwerend auf eine Befundinterpretation aus.

3. Fläche 2

Die annähernd rechteckige Fläche 2 umfasst bei einer Ausdehnung von etwa 80 m x 32 m einen Inhalt von ca. 2.600 m².

Es wurde nur ein Planum angelegt, das sich auf einer Höhe von 435,79 m üNN in der Nord-West-Ecke, 435,57 m üNN in der Nord-Ost-Ecke, 435,59 m üNN im südwestlichen Teil und 435,46 m üNN in der Süd-Ost-Ecke befindet. Trotz der Größe der Fläche erwies sie sich als relativ fundarm. Funde konnten lediglich aus Pfostengruben und Gräben geborgen werden, abgesehen von einigen wenigen Streufunden des Abraums.

Dieser Umstand ist sicherlich auf den relativ hohen Bodenabtrag zurückführen, der seit dem Auflassen des Siedlungsareals eingesetzt haben muss: Es waren weder Laufhorizonte ebenerdiger Bauten, noch Herdstellen, noch Eintiefungen von Grubenhäusern nachzuweisen, deren Vorkommen aufgrund vergleichbarer Siedlungsbefunde vorausgesetzt werden kann61. Es konnten von den Ausgräbern lediglich noch die wohl tiefsten Pfostengruben gefasst werden. Daraus ergibt sich hinsichtlich der Befundauswertung eine deutlich größere Interpretationsweite, als dies in Mineralböden ohnehin der Fall ist (s.o. Kap. I.1.).

Anders als in Fläche 1 erfolgt die Beschreibung der Befunde in Fläche 2 nicht aufsteigend nach Höhenklassen, sondern aufgrund der hier übersichtlicheren Befundsituation nach ihrer Position – beginnend mit den Grabenverläufen und am Rand der Fläche. In der Argumentation wird selbstverständlich nach wie vor Bezug auf die Höhenklassen genommen.

a) Gräben

Im Süden lassen sich mit Befund 200 und 247 zwei parallele Gräben fassen, die wie zuvor Befund 32 in Richtung Rombach verlaufen. Befund 200 weist dabei eine Breite von bis zu fünf Metern auf. Die Breite von Befund 247 beträgt rund einen Meter. Für dieses kleinere Gräbchen gilt das zuvor Gesagte.

Aufgrund der großen Breite mag es sich bei Befund 200 tatsächlich um eine künstlich geschaffene Drainage handeln, wie vom Ausgräber postuliert62. Zumindest liegen hier zahlreiche Funde, beispielsweise Terra Sigillata, aber auch alamannische Scherben vor, die auf eine Verfüllung erst in nach-römischer Zeit hinweisen. Interessanterweise finden sich nämlich die jüngeren Fundstücke in Form von alamannischer Keramik zumeist unter der älteren römischen Keramik, womit eine stratigraphische Umkehr vorliegt. Dies bietet einen Einblick in die Prozesse, die zur Verfüllung des Grabens führten: Die Auffüllung erfolgte vermutlich sukzessive durch natürliche Erosionsvorgänge, wobei die jüngeren Schichten zuerst in den Graben gelangten und von den ursprünglich tiefer liegenden älteren Schichten überlagert wurden. Bei einer anthropogenen Verfüllung des Grabens wäre es nicht zu einer derartigen Trennung, sondern eher zu einer Durchmischung des Fundmaterials gekommen.

Mit diesem Befund trifft man die Überreste der römischen Straße an, deren Körper und Decke vermutlich durch Steinräuber komplett ausgebrochen wurde. Breite, Ausrichtung zum Kastell, die Beschreibung des vermuteten Verlaufs durch F. Hertlein63 sowie ein Luftbild64 des Areals lassen diese Interpretation zu.

b) Randliche Gebäudestrukturen

Die Befunde 167–172 im süd-östlichen Bereich der Fläche bilden einen fünfeckigen Grundriss mit einer Ausdehnung von ca. 3,10 m x ca. 2,00 m und einer Grundfläche von rund 4 m² ab. Hier liegt vermutlich ebenfalls ein gestelzter Rundspeicher oder eine Heuberge vor. Ein gleichartiger Grubenhausgrundriss hat sich dem Verfasser aus der verwendeten Literatur nicht erschlossen; einen annäherungsweise vergleichbaren Befund stellt Mikulice, Grubenhaus 4 dar65. Funde von Hüttenlehm innerhalb der Pfostengruben lassen aber zumindest auf eine Flechtwerkwand im Aufgehenden schließen; somit spräche nichts gegen eine Interpretation als Grubenhaus. Unterstützt wird diese Vermutung durch die relativ große Menge keramischer Beifunde. Diese weisen durchgängig starke sekundäre Brandspuren auf.

Der Lehmbewurf von Flechtwerkwänden erhält sich nur in verziegelter Form, eben als Hüttenlehm66. In Verbindung mit Holzkohleresten innerhalb der Pfostengruben und dem verbrannten Scherbenmaterial könnte dies ein Schadfeuer anzeigen, dem die Struktur zum Opfer gefallen sein könnte. Der Fund von Hüttenlehm und Brandschutt deutet jedoch nur allgemein auf ein Schadereignis hin, das innerhalb des Siedlungsareals stattgefunden hat. Er sagt aber nichts über den tatsächlichen Zeitpunkt oder Ort aus, da das Material nicht zwangsläufig aus der darüberliegenden Baustruktur in das Pfostenloch gelangt sein muss67. Eine detailierte Auswertung der Pfostengrubenverfüllungen sowie der Postenstellungen steht allerdings noch aus.

Die Nähe zur östlichen Grabungsgrenze erschwert eine Interpretation des Befundkomplexes, der durch die Befunde 216–220 gebildet wird. Es sei deshalb lediglich darauf hingewiesen, dass hier die tiefsten Pfostengruben (Höhenklasse I) vorliegen, was – in Verbindung mit der annähernd runden Form – eine Deutung als gestelzten Rundspeicher zulässt. Bemerkenswerterweise fanden sich in der Grubenverfüllung von Befund 216 zwei Tubulusfragmente. Außer den Funden im Graben (Bef. 200), stellen diese die einzigen eindeutig römischen Fundstücke dar, die innerhalb der Fläche geborgen werden konnten. Zusammen mit einigen wohl alamannischen Keramikfragmenten zeigt dies eine Errichtung in nach-römischer Zeit an.

c) Hofflächenbegrenzung

Bei der Dreier-Pfostenstellung, die durch Befunde 173–175 im Südwesten gebildet wird, lässt sich vermutlich der Beginn einer Arealbegrenzung fassen, die eine Fläche von rund 1.200 m² umschließt. Diese Umzäunung läuft parallel zum Graben (Bef. 200) zunächst nach Osten und biegt bei Befund 178 als Eckpunkt um. Der Zaun verläuft ab hier annähernd geradlinig in NNO-Richtung. In regelmäßigen Abständen von 6–8 m sind weitere Pfostenstellungen nachzuweisen; ein weiterer Pfosten ist unter der Profilinsel zu vermuten, die im Verlauf des Zauns liegt. Mit Befund 222 liegt vermutlich der nächste Eckpunkt vor. Ab hier bricht der Zaunverlauf nach Nord-West um. Eine weitere Dreier-Pfostengruppe am Rande des nord-westlichen Grabungsareals, gebildet durch die Befunde 244–246, stellt den Endpunkt des fassbaren Verlaufs dar. Die Grubensohlen liegen dabei fast vollständig innerhalb der Höhenklasse III. Lediglich im Nordwesten folgt die Struktur der Höhenklasse IV, was auf den leichten Geländeanstieg in diesem Bereich zurückgeführt werden kann.

Üblicherweise zeichnen sich Zäune im Befund durch kleinere Gräbchen ab, die eine durchgängige Pfostenreihe oder den Verlauf von Hecken markieren68. Entsprechende Zaunanlagen sind während der römischen Kaiserzeit und Völkerwanderungszeit gut in den Nordseeküstengebieten belegt. Für frühalamannische Siedlungen im südwestdeutschen Raum können sie bislang allerdings nicht eindeutig nachgewiesen werden69.

Wenngleich derartige Zaungräbchen fehlen – was auch auf hohen Bodenabtrag zurückgeführt werden kann – so fällt der befundfreie Raum nördlich und östlich des postulierten Verlaufs auf, der im Osten erst wieder durch die Befunde 216–220 unterbrochen wird. Hierdurch deutet sich eine Abgrenzung des so zu bezeichnenden Hofareals gegenüber dem Außenbereich an. Als Grundfunktionen eines Zaunes lassen sich der Schutz von Mensch und Haustieren gegenüber Wildtieren sowie die Abgrenzung des Eigenbesitzes gegenüber Fremdbesitz nennen; auch ein Fortlaufen von Vieh soll verhindert werden70. Um diese Funktionen zu erfüllen, müssen Umfriedungen nicht zwangsläufig aus durchgehenden Pfostenreihen errichtet sein. Beim vorliegenden Befund böte sich u.a. eine Rekonstruktion als Koppelzaun an. Hierbei werden die in weiteren Abständen gesetzten Pfosten durch mehrere Reihen horizontaler Bohlen oder Rundhölzer verbunden71. Die Dreier-Pfostenstellungen im Norden und Süden könnten dabei als Zugänge gedeutet werden, eventuell in Form eines einfachen Gatters oder auch eines Falltors72. Setzt man dabei eine annähernd axiale Position für diese Zugänge voraus, so ergibt sich eine Gesamthoffläche von ca. 2.400 m². Damit läge sie durchaus im Rahmen der Flächenschätzungen, wie sie für entsprechende Gehöfte erstellt worden sind73. Vom Vorhandensein weiterer Gebäudestrukturen im nicht ergrabenen Westteil des Areals ist auszugehen.

d) Gebäudestrukturen innerhalb der Hoffläche

Zwei weitere hexagonale Strukturen zeichnen sich mit den Befunden 192–197 in der Mitte der Fläche sowie 237–243 im Norden ab. Die Abmessungen sind für beide Gebäude annähernd identisch. Sie betragen für den südlichen Bau ca. 3,80 m x ca. 3,50 m mit einer Grundfläche von rund 8,30 m², für den nördlichen ca. 3,50 m x ca. 3,30 m mit einer Grundfläche von knapp 8 m². Die sehr geringe Menge an Keramikbeifunden lässt hierbei eher an eine Nutzung als gestelzte Speicherbauten denken. Beim nördlichen Speicher ließ sich Hüttenlehm nachweisen, was auch hier für eine Flechtwerkwand im aufgehenden Bereich spricht. Aufgrund der konstruktiven Ähnlichkeit im Grundriss darf dies auch für den südlichen Speicher angenommen werden. Die Verfüllung der Pfostengruben des nördlichen Speichers mit Hüttenlehm, Holzkohle und stark verbrannter Keramik zeigt hier womöglich ebenfalls ein Schadereignis an. Aber auch hier gilt: Eine umfassende Analyse der Pfostengrubenverfüllungen hat noch nicht stattgefunden.

Eine ähnlich symmetrische Anordnung bilden die Befunde 211–212. Sie lassen sich – gewiss etwas spekulativ, jedoch sinnvoll – durch Spiegelung an den gedachten Mittelachsen ebenfalls zu einem sechseckigen Rundbau oder einem Grubenhaus des Sechsecktyps mit ausgezogenen Firstposten ergänzen. Die Maße betragen ca. 4,30 m x ca. 3,20 m mit einer interpretationsabhängigen Grundfläche von etwa 10 m²–13 m². Hinsichtlich der Begründung gilt das zuvor Gesagte. Einen Hinweis darauf, dass es sich dabei eher um ein Grubenhaus handeln könnte, lässt sich in der leicht lang gestreckten Form sehen; Grubenhäuser diesen Typs weisen tendenziell einen langrechteckigen Grundriss auf74.

Ebenfalls spekulativ kann der Grundriss rekonstruiert werden, der sich durch die Befunde 202–205 andeutet. Setzt man auch hier Rechtwinkligkeit bei der Errichtung und Parallelität der Pfostenstellung voraus, so bildet sich durch die Spiegelung der Befunde 203 und 204 entlang der Mittelachse die Grundfläche einer langrechteckigen Struktur ab. Die Maße belaufen sich auf rund 4,00 m x rund 2,80 m, die Grundfläche beträgt etwa 11 m². Der Befundkomplex könnte gleichfalls als Grubenhaus sinnvoll interpretiert werden; aber auch eine Rekonstruktion als gestelzter 6-Pfostenspeicher wäre denkbar. Im südlich vorgelagerten Befund 201 ließe sich in diesem Zusammenhang der Auflagepunkt einer simplen, vom eigentlichen Speicherpodium abgesetzten Rampenkonstruktion erkennen. Mit dieser Art von Rampe wäre einerseits unhandliches Speichergut leichter ein- und auszulagern als über eine Leiter, anderseits Schadtieren der Zugang verwehrt75. Ein ähnlicher Befund zeichnet sich in der frühalamannischen Siedlung von Sontheim/Stubental nördlich von Gebäude 9 ab, wurde dort aber nicht angesprochen76.

An dieser Stelle möchte der Verfasser einen kurzen Exkurs zu Getreidespeichern einfügen:

Aus den Landrechten, wie der Lex Alamannorum, erschließen sich uns Getreidespeicher, die zwar innerhalb derselben Hofanlage vorkommen, allerdings unterschiedlich bezeichnet werden77. Aufgrund der Benennung als spicaria und granica und verschieden hohen Strafgeldern für die Zerstörung des einen oder anderen Typs, kann auf unterschiedliche Funktionalität hinsichtlich Einlagerung und/oder der Verarbeitungszustände des Getreides geschlossen werden: spicaria kann als Speicher für ungedroschenes Getreide oder Spelzgetreide, granica als Speicher für Nacktgetreide oder bereits gedroschenes Getreide betrachtet werden78. Eine bauliche Unterscheidung lässt sich aus der unterschiedlichen Begrifflichkeit jedoch nicht ableiten79.

Hinsichtlich Form und Funktion möchte der Verfasser hier gerne seine eigenen Überlegungen einbringen80:

Um gut dreschbares Getreide zu erhalten, muss es zuvor trocknen. In der römischen Landwirtschaft wurde dies durch den Einsatz von Getreidedarren bewerkstelligt. Nach Kenntnisstand des Verfassers sind im germanischen Kulturkreis bislang keine Getreidedarren nachgewiesen worden. Um ohne die Verwendung von Getreidedarren das gleiche Ergebnis, trockenes, gut dreschbares Getreide, zu erzielen, bietet sich die Einlagerung in einem gestelzten Speicher an. Auf die Vorteile, die ein gestelzter Speicherbau dabei bietet, wurde weiter oben (Kap. II.2.c)) bereits hingewiesen. Die Einlagerung in einem gestelzten Rundspeicher hat dabei gegenüber der Form eines langgestreckten Speicherbaus einen wesentlichen physikalischen Vorteil: Beim Tagesdurchlauf verteilt sich die durch Sonneneinstrahlung aufgenommene Wärme innerhalb einer Rundform schneller und gleichmäßiger. Gleichzeitig strahlt die geringere Oberfläche des runden Körpers weniger Energie ab, was einen höheren Wärmerückhalt auch in der Nacht bewirkt. Daraus lässt sich schließen, dass der Nachreife-/Trocknungsprozess in einem Rundbau schneller und gleichmäßiger erfolgen kann. Somit könnten aufgrund baulicher Merkmale Rundspeichern funktional die Einlagerung von ungedroschenem Getreide zugeordnet werden, das nachreifen/trocknen muss. Diese Bauform ist in Übereinstimmung mit M. Schmaedecke mit dem Begriff spicaria zu belegen. Langrechteckige Speicherbauten sind funktional dann eher im Sinne von Speichern für gedroschenes Getreide zu sehen. Diesen lässt sich analog zu oben der Begriff granica zuweisen.

Die Befundlage im nördlichen Bereich der Fläche erlaubt eine Vielzahl von Deutungsmöglichkeiten, die aber allesamt als hochspekulativ angesehen werden müssen. So bilden die Befunde 230–234 und 236 innerhalb der Höhenklasse IV einen leicht trapezoiden Grundriss von rund 9,80 m–10,30 m x 4,50 m–6,30 m und einer Grundfläche von 54 m² ab. Der entsprechende Bau könnte eventuell als Scheune oder Remise in sehr leichter Bauweise interpretiert werden. Die Befunde 223–227 bilden dann sehr gut den postulierten Zaunverlauf ab.

Durch die Verbindung der Befunde 209, 222, 234 und 234 als Eckpunkte ergibt sich ein annähernd rechtwinkliger Gesamtgrundriss mit den Grundmaßen 20,80 m–21,60 m x 9,80 m–11,30 m und einer Fläche von etwa 220 m², der entlang der Hauptwindrichtung verläuft. Die gleichmäßige Reihe mit Abständen von ca. 2,00 m–2,50 m, die durch die Befunde 222–227 gebildet wird, erinnert dabei an Unterteilungen in Viehboxen. Unterschiede innerhalb der Höhenklassen der Pfostengruben des nördlichen Bereichs lassen sich durchaus mit dem Verlauf des Geländes erklären, das hier schwach nach Südosten abfällt. Dadurch erscheint auch die Interpretation des hinteren Gebäudeteils als Stallbereich sinnvoll, da anfallende Gülle aus dem Haus abfließen kann. Eine Rekonstruktion als Wohnstallhaus könnte somit durchaus in Betracht gezogen werden. Das sehr spärliche Fundmaterial erlaubt auch hier keine eindeutige zeitliche Zuordnung.

Andererseits sprechen statische Überlegungen gegen eine solche Deutung: Die Pfostengruben sind durchgängig nicht breiter als 0,25 m. Im Falle des postulierten Eckpfostens 209 beträgt schon der Grubendurchmesser weniger als 20 Zentimeter, ein darin befindlicher Pfosten dürfte wohl kaum stärker als 10 Zentimeter gewesen sein. Bei einer derartig geringen Wandpfostenstärke ließe sich ein Gebäude dieser Größe vermutlich nur mit einem starken, tiefgründigen Innengerüst dauerhaft errichten81. Als Hinweis dafür könnten die Pfostengruben der Befunde 229 und 232 in Betracht kommen, die allerdings ebenfalls sehr schwach erscheinen. Prinzipiell wäre im vorliegenden Fall allerdings auch eine Konstruktion in Ständer- oder Blockbauweise denkbar. Grundlage für das Aufgehende bildet hierbei ein Schwellbalkenkranz. Dieser ruht auf oder knapp unterhalb der Oberfläche oder auf Legsteinen und/oder einem Rost aus Stützposten82. Ein tiefgründiges Innengerüst ist bei einer derartigen Bauweise nicht zwingend erforderlich: Aufgrund der Versteifung der Grundfläche durch den Schwellbalkenkranz kann dieses auch hier auf Legsteinen oder sogar auf der Bodenoberfläche errichtet worden sein83. Der Übergang von der Pfosten- zur Ständerbauweise fand zwar verstärkt erst nach 1100 n. Chr. statt84, ist jedoch bereits für das Frühmittelalter gut belegt85. Hierbei sei angemerkt, dass der Grundtypus des nicht in Steinbauweise errichteten römischen Hauses innerhalb der Kastellvici der Nordwestprovinzen, das Streifenhaus, ebenfalls den Ständerbau als Konstruktionsschema hatte86.

Aus Zeitgründen musste während der Grabung auf die Entnahme von Bodenproben aus diesem Bereich verzichtet werden. Eine Phosphatkartierung hätte sicherlich zur Klärung des Befundkomplexes beitragen können, wies dies andernorts der Fall gewesen ist87.

4. Fläche 3

Fläche 3 verläuft parallelogrammartig und umfasst dabei eine Ausdehnung von ca. 25 m x 15 m mit einem Inhalt von rund 380 m². Die Fläche wurde in zwei Plana ausgraben.

Zunächst soll auf Planum 2 eingegangen werden, da hier die tiefsten Befunde vorliegen:

Planum 2 wurde auf einer Höhe von 434,90 m üNN im nördlichen Bereich und 434,73 m üNN am südlichen Rand der Fläche angelegt und liegt teilweise bereits unterhalb der Grundwasserspiegels. Die archäologischen Befunde dünnten hier sehr stark aus.

Die Befunde 282, 283 sowie292, 293, 295 und 299 bilden innerhalb der Höhenklasse 1 einen halbkreisartigen Grundriss ab mit einer Ausdehnung von ca. 4,00 m x 3,20 m und einer Fläche von etwa 9 m². Der sehr gute Erhaltungszustand der Hölzer und die Tiefgründigkeit der Pfostengruben lässt hier keinen zu Befund 293 gegenständigen Pfosten erwarten. Daher darf dieser Grundriss wohl nicht zu einem Sechseck ergänzt werden. Tiefe und Massivität der Gruben und Pfosten deuten hierbei allerdings ebenfalls einen Speicherbau an, vermutlich in Form eines sogenannten „Diemen“ für die Lagerung von Grünfutter88.

Das wenige Fundmaterial besteht nur aus römischer Keramik.

Planum 1 verläuft auf einer Höhe von 435,37 m üNN im Nordteil und 435,19 m üNN im Südteil. Es liegt damit innerhalb der zuvor bereits mehrfach erwähnten Planierschicht. Die archäologischen Befunde konzentrierten sich auf den Südteil der Fläche.

Es handelt sich hierbei u.a. um mehrere Pfostengruben (Befund 260–264, 267–277), die sich zumeist nur noch sehr schwach im Befund abzeichneten.

Lässt man die Höhenklassen außer Betracht, so ergibt sich ein Grundriss, der allenfalls als Grubenhaus des Typs E 1 nach Droberjar89 bezeichnet werden könnte. Die diesbezügliche Definition als „einer Pfostenmenge von undefinierbarem Pfostenschema“90 ist dabei allerdings sehr weitläufig gehalten.

Bezieht man die Höhenklassen mit ein, so bilden die wohl zusammengehörigen Befunde 260–262, 267, 271–273 (Höhenklassen II) sowie die Befunden 260, 263, 264, 268, 270 und 274 (Höhenklasse III) zwei annähernd identische, leicht gegeneinander verschobene Baustrukturen ab, die nach Nordwesten geschlossen, nach Südosten hin offen sind. Mit Befund 266 dürfte sich ein weiterer Verhüttungsofen fassen lassen, da hier Sohle und Wände stark verziegelt sind und die Verfüllung neben Holzkohleresten Schlacken und Erz enthielt. Die Vergesellschaftung von alamannischer Keramik mit römischer Baukeramik und TS lässt auch hier eine Datierung in nach-römische bzw. frühalamannische Zeit zu. Zieht man die Aschegruben (Befunde 253 und 291) südlich dieses Befundkomplexes mit ein, erschließt sich in diesem Areal eine weitere handwerkliche Aktivitätszone. Eine Interpretation der Stellung der Pfostengruben lässt dabei im Aufgehenden am ehesten eine Art Wetterschutz oder Unterstand vermuten, der über dieser Arbeitszone errichtet wurde. Die unterschiedlichen Höhenklassen deuten dabei eventuell eine Mehrphasigkeit an.

Damit soll die Ansprache der Befunde abgeschlossen werden.

III. Funde

Bei der Bearbeitung des Fundmaterials wurden insgesamt mehr als 1.200 Einzelobjekte separat erfasst. Das Gesamtgewicht betrug dabei rund 32 kg. Die Fundstücke wurden zunächst gewogen, vermessen und einzelnen Materialklassen zugewiesen.

Innerhalb dieser Klassen erfolgte eine weitere Einordnung in Gruppen; v.a. das keramische Material wurde in weitere Warengruppen unterteilt. Hierbei folgte der Verfasser weitestgehend dem Schema, wie es für die Villa rustica im „Heftgewann“ bei Frankfurt-Schwanheim erarbeitet worden ist91.

Die Materialklassen, Gruppen und Warengruppen entsprechen dabei der nachfolgenden Gliederung dieses Kapitels. Durch die Zusammenfassung von Einzelpositionen, hauptsächlich in der Klasse der Baukeramik, wurde der Fundkatalog schließlich auf 1.019 nummerierte Einzelpositionen konsolidiert.

Wie eingangs erwähnt konnten Knochen- und Botanikfunde nicht berücksichtigt werden, da sie zuvor bereits ausgesondert worden waren. Sie sind daher im Katalog nur als „Erinnerungspositionen“ gemäß Vorgabe Befunddokumentation aufgeführt. Die wenigen Knochenfragmente, die noch im Fundmaterial verblieben waren, werden nachfolgend nicht angesprochen.

Somit bietet sich hinsichtlich der Aufteilung der Materialklassen nach Gewicht folgendes Bild:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Diagramm 1: Die Verteilung der Fundstücke in Materialklassen nach Gewicht. Bein und Holzfunde wurde hierbei nicht berücksichtigt, Glas und

Metallobjekte für die Darstellung zusammengefasst, die Klasse „Stein“ aufgesplittet.

[...]


1 S. hierzu Schauer 1973. – Planck 1973. – Böhme 1973.

2 Luik 1994, 355.

3 Krause 1997, 135.

4 Ebd. 137.

5 Ausführlich Hoeper 1994, 42ff.

6 Dreier 2006, m. Literatur.

7 Bücker/Hoeper/Höneisen/Schmaedecke 1997, 314.

8 Huth 2002, 10f.

9 Ebd. 12.

10 Ebd. 12.

11 Kempa 1993, 505.

12 Huth 2002, 12.

13 Ebd. 13.

14 Ebd. 24f.

15 Ebd. 35.

16 Ebd. 19.

17 Ebd. 178f.

18 Hierzu ORL B 6 (66). – Demnächst M. Kemkes/ M. Scholz, Das Reiterkastell von Aalen (i.Vorb.).

19 Hierzu beispielsweise Luik 1996.

20 Hertlein/Goeßler 1930, 280. – S. auch Abb. ORL 6 b (66), 1.

21 Fingerlin 1997, 128f.

22 Reuter 1995, 204f.

23 Planck 1976, 102f; Abb. 1.

24 Alle Angaben dieses Abschnitts, soweit nicht anders vermerkt, aus Billamboz/Tegel.

25 Leitfaden Hemmenhofen.

26 S. hierzu Friedrich/Greiner 2001, 34.

27 Fingerlin 1997, 124.

28 Zur Methode vgl. Zimmermann 1992, 40. – Teichner 2004, 27.

29 Vgl. Schreg 2006, 165.

30 Ebd. 172.

31 Vgl. Bücker 1994, 166.

32 Keller 1974, 247ff.

33 Vgl. Spors-Gröger 1997,17.

34 Vgl. Balle 1997, 145.

35 Vgl. Biel 1983, 187.

36 Vogt.

37 Klein 1999, 264.

38 Kempa 1999, 511f.

39 Beispielhaft Heidenhein-Schnaitheim, „Fürsamen“, Dreier 2006, 179f.

40 Kempa 1999, 505f.

41 Vgl. Balle 1997, 145.

42 Krause 1997, 137.

43 Vgl. zur Verbauung von „grünem“ und trockenem Holz Zimmermann 1998, 57ff.

44 Beispiele bei Zimmermann 1992, 234. – Zimmermann 1998, Abb. 19.

45 Hierzu Trier 1969, 30.

46 Vgl. Schmaedecke 2002, 139.

47 Ebd. 2002, 135.

48.Trier 1969, 34.

49 Schmaedecke 2002, 139.

50 Beispiele bei Zimmermann 1992, 236f.

51 Vergleichende Darstellung bei Teichner 2004, Abb. 14.

52 Steidl 1995, 107.

53 Z.B. Schreg 2006, 172.

54 Zimmermann 1998, 50.

55 Kempa 1999, 511.

56 Zusammenstellung der Typen mit Verbreitungskarte bei Schreg 2006, 160–163,165.

57 Droberjar 1997, 25. – Schreg 2006, 159.

58 Pěskar 1961, 417f.

59 Donat 1991, Abb. 8. – Zusammenstellung bei Teichner 2004, 37.

60 Ebd. 37.

61 Z.B. Schreg 2006, Abb. 54.

62 Krause 1997, 136.

63 Hertlein/Goeßler 1930, 280.

64 Fundber. Baden-Württemberg 9, 1984, 662 (1.), Abb. 60 (O. Braasch).

65 S. zur Typisierung Droberjar 1997, 22. – Vgl. Zusammenstellung Schreg 2006, Abb. 58.

66 Zimmermann 1998, 66.

67 Vgl. hierzu ebd. 26.

68 Beispiele bei Zimmermann 1992, Abb. 198. – Schreg 2006, 299.

69 Ebd. 300.

70 Ebd. 299.

71 Vgl. Biel 1983, 187.

72 Ebd. 299.

73 Hierzu Bücker/Hoeper/Höneisen/Schmaedecke 1997, 317.

74 Div. Beispiele u.a. bei Zimmermann 1992, Abb. 133ff.

75 Hierzu Schmaedecke 2002, 136, Abb. 4.

76 Planck 1990, Abb. 10.

77 S. hierzu Bücker/Hoeper/Höneisen/Schmaedecke 1997, 314. – Schmaedecke 2002, 136f.

78 Zur genauen Herleitung ebd. 137.

79 Ebd. 137.

80 Eine vergleichbare Interpretation zur Form von Rundbauten ließ sich der verwendeten Literatur nicht entnehmen.

81 Vgl. hierzu Zimmermann 2002, Abb. 1.

82 Zimmermann 1998, 174.

83 Zimmermann 1998, 43f.

84 Ebd. Abb. 1.

85 Ebd. 174.

86 Ditmar-Trauth 1995, 16ff; 42.

87 Hierzu Bücker/Hoeper/Höneisen/Schmaedecke 1997, 314.

88 Zimmermann 1998, Abb. 19.

89 Droberjar 1997, Abb. 11.

90 Ebd. 21.

91 Faber/Rupp/Wagner 2000, 146ff.

Ende der Leseprobe aus 142 Seiten

Details

Titel
Die frühalamannische Siedlung von "Aalen-Sauerbach"
Untertitel
Eine archäologische Studie zu Funden und Befunden
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Archäologisches Institut, Abt. II Archäologie und Geschichte der römischen Provinzen sowie Hilfswissenschaften der Altertumskunde)
Note
1,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
142
Katalognummer
V284084
ISBN (eBook)
9783656837510
ISBN (Buch)
9783656837527
Dateigröße
5463 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
siedlung, aalen-sauerbach, befundplan
Arbeit zitieren
M.A. Sascha Heckmann (Autor), 2007, Die frühalamannische Siedlung von "Aalen-Sauerbach", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284084

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