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Biodiversität. Ein Überblick

Titre: Biodiversität. Ein Überblick

Dossier / Travail , 2007 , 10 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Stephan Drescher (Auteur)

Didactique - Biologie
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Résumé Extrait Résumé des informations

Rund 3,5 Milliarden Jahre hat die Welt dem Leben Zeit gegeben, um sich von einfachsten molekularen Strukturen und primitiveren Kleinstlebewesen zu einer unglaublichen Vielzahl von Lebewesen zu entwickeln, welche heute die Erde bevölkern. Wir leben nun in einer Zeit, die von rasantem Fortschritt in allen möglichen Bereichen gekennzeichnet ist, der Mensch hat angefangen das All zu erobern und doch kann man keine einige Aussage darüber treffen, wie hoch die Artenzahl auf unserem Planeten ist. Schätzungen liegen zwischen 10 bis 100 Millionen Arten (E.O. Wilson, 1992; Klaus, Schmill, Schmid, Edwards, 2001) von denen aktuell rund 1,75 Millionen beschrieben sind (Stand 2004: UNEP (United Nations Environment Programme). Dieser extrem weiträumige Unterschied geht aus Hochrechnungen hervor, die bereits in den 80er Jahren von mehreren Tropenbiologen gemacht wurden, darunter Terry Erwin, welcher im Kronendach einer einzigen Baumart 163 spezialisierte Käferarten entdeckte und daraufhin eine Umrechnung auf die ungefähr 50.000 vorkommenden tropischen Baumarten anstellte. ( E.O. Wilson, 1992; Klaus, Schmill, Schmid, Edwards, 2001; Engelhardt, 1997) Die genaue Artzahl zu benennen scheint nicht möglich zu sein und es ist trotz Schätzungen und Hochrechnungen wohl so, dass „ wir die wahre Anzahl der Arten auf der Erde bemerkenswerter Weise nicht einmal auf eine Zehnerpotenz genau kennen.“ (Wilson, 1992)
Doch wie unvorstellbar hoch die Zahlen der noch nicht beschriebenen Arten auch sein mag, umso ernüchternder sind andere Zahlen: „ Nach Angaben der UNEP (United Nations Environment Programme) sterben zurzeit täglich durchschnittlich 135 Tier- und Pflanzenarten aus. Allein in Europa sind nach einem Bericht der EU-Kommission 42% der Vogelarten und 52% der Süßwasserfische bedroht. Viele Arten sterben aus, bevor sie überhaupt entdeckt wurden.“ (Mertz 2006, S.96)
„An der Wende ins dritte Jahrtausend beansprucht die gesamte Menschheit ungefähr die Hälfte der weltweiten Primärproduktion aller Pflanzen. Dieser gigantische Ressourcenverbrauch durch nur eine einzige Art geht auf Kosten der „restlichen“ rund 10 –
100 Mio. Arten. Langfristig steht aber auch die Entwicklung der Menschheit und ihrer kulturellen und wirtschaftlichen Errungenschaften selbst auf dem Spiel.“ (Klaus, Schmill, Schmid, Edwards, 2001, S.3)

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1.Biodiversität – ein Überblick

2.Begriff „Biodiversität“

2.1.Biodiversität – Vielfalt der Arten

2.2 Biodiversität – Vielfalt der Gene

2.3Vielfalt der Ökosysteme / Lebensräume

3. Biodiversität in der Schule – Bewusstsein schaffen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen grundlegenden Überblick über das Thema Biodiversität, erläutert die verschiedenen Ebenen der biologischen Vielfalt und diskutiert deren Bedeutung sowie die Herausforderungen durch den Rückgang von Arten und Lebensräumen im Kontext des schulischen Bildungsauftrags.

  • Definition und Bedeutung des Begriffs Biodiversität
  • Die drei Ebenen der Vielfalt: Arten-, Gen- und Ökosystemvielfalt
  • Ursachen und Auswirkungen des weltweiten Massensterbens
  • Möglichkeiten und Bedeutung der Vermittlung von Artenkenntnis in der Schule

Auszug aus dem Buch

1.Biodiversität – ein Überblick

Rund 3,5 Milliarden Jahre hat die Welt dem Leben Zeit gegeben, um sich von einfachsten molekularen Strukturen und primitiveren Kleinstlebewesen zu einer unglaublichen Vielzahl von Lebewesen zu entwickeln, welche heute die Erde bevölkern. Wir leben nun in einer Zeit, die von rasantem Fortschritt in allen möglichen Bereichen gekennzeichnet ist, der Mensch hat angefangen das All zu erobern und doch kann man keine einige Aussage darüber treffen, wie hoch die Artenzahl auf unserem Planeten ist. Schätzungen liegen zwischen 10 bis 100 Millionen Arten (E.O. Wilson, 1992; Klaus, Schmill, Schmid, Edwards, 2001) von denen aktuell rund 1,75 Millionen beschrieben sind (Stand 2004: UNEP (United Nations Environment Programme). Dieser extrem weiträumige Unterschied geht aus Hochrechnungen hervor, die bereits in den 80er Jahren von mehreren Tropenbiologen gemacht wurden, darunter Terry Erwin, welcher im Kronendach einer einzigen Baumart 163 spezialisierte Käferarten entdeckte und daraufhin eine Umrechnung auf die ungefähr 50.000 vorkommenden tropischen Baumarten anstellte. ( E.O. Wilson, 1992; Klaus, Schmill, Schmid, Edwards, 2001; Engelhardt, 1997) Die genaue Artzahl zu benennen scheint nicht möglich zu sein und es ist trotz Schätzungen und Hochrechnungen wohl so, dass „ wir die wahre Anzahl der Arten auf der Erde bemerkenswerter Weise nicht einmal auf eine Zehnerpotenz genau kennen.“ (Wilson, 1992)

Doch wie unvorstellbar hoch die Zahlen der noch nicht beschriebenen Arten auch sein mag, umso ernüchternder sind andere Zahlen: „ Nach Angaben der UNEP (United Nations Environment Programme) sterben zurzeit täglich durchschnittlich 135 Tier- und Pflanzenarten aus. Allein in Europa sind nach einem Bericht der EU-Kommission 42% der Vogelarten und 52% der Süßwasserfische bedroht. Viele Arten sterben aus, bevor sie überhaupt entdeckt wurden.“ (Mertz 2006, S.96)

Zusammenfassung der Kapitel

1.Biodiversität – ein Überblick: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, thematisiert die Unsicherheit bei der Bestimmung der globalen Artenzahl und beleuchtet das aktuelle Artensterben sowie den menschlichen Einfluss darauf.

2.Begriff „Biodiversität“: Hier wird die historische Entwicklung des Begriffs seit der Konvention von Rio de Janeiro 1992 dargelegt sowie dessen weitreichende Bedeutung für den Schutz und die nachhaltige Nutzung biologischer Ressourcen erläutert.

2.1.Biodiversität – Vielfalt der Arten: Dieser Abschnitt behandelt die ungleichmäßige Verteilung der Artenvielfalt, insbesondere in sogenannten „hot spots“, und weist auf den hohen Anteil unerforschter Spezies hin.

2.2 Biodiversität – Vielfalt der Gene: Der Text erörtert die Relevanz der genetischen Variabilität für die Anpassungsfähigkeit und Stabilität von Populationen sowie die negativen Folgen genetischer Verarmung am Beispiel des Bisons.

2.3Vielfalt der Ökosysteme / Lebensräume: Dieses Kapitel stellt den Zusammenhang zwischen Habitatvielfalt und Artenreichtum dar und mahnt den Verlust ganzer Ökosysteme als drängendes Problem an.

3. Biodiversität in der Schule – Bewusstsein schaffen: Der abschließende Teil untersucht, warum die Vermittlung von Formenkenntnis und das Bewusstsein für die Vielfalt des Lebens wichtige Bestandteile eines modernen Biologieunterrichts sind.

Schlüsselwörter

Biodiversität, Artenvielfalt, Genetische Vielfalt, Ökosysteme, Massensterben, Lebensräume, Artenkenntnis, Biologieunterricht, Artenschutz, Nachhaltigkeit, Evolution, Naturschutz, Genpool, Umweltbildung, Ressourcenverbrauch

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen Überblick über das komplexe Thema der biologischen Vielfalt und beleuchtet sowohl die wissenschaftlichen Grundlagen als auch die pädagogische Notwendigkeit, dieses Wissen in Schulen zu vermitteln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition der Biodiversität, den verschiedenen Ebenen der biologischen Vielfalt (Arten, Gene, Lebensräume), dem aktuellen Artensterben und der Bedeutung der Naturerziehung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein grundlegendes Verständnis für die Bedeutung von Biodiversität zu schaffen und aufzuzeigen, warum der Schutz der Vielfalt sowie die schulische Aufklärung hierüber essenziell sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Fachliteratur, Berichten internationaler Organisationen wie der UNEP sowie bestehenden empirischen Untersuchungen zur Didaktik (Delphi-Befragung) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Ebenen der Biodiversität und einen fachdidaktischen Teil, der die Rolle der Artenkenntnis im Biologieunterricht diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Biodiversität, Artenvielfalt, Genetik, Lebensraumverlust, Artenschutz und Biologieunterricht.

Wie unterscheidet sich die Artenvielfalt in sogenannten „Hot Spots“ vom Rest der Welt?

„Hot Spots“ zeichnen sich durch eine extrem hohe Dichte an Arten auf vergleichsweise kleinem Raum aus, wie beispielsweise in tropischen Regenwäldern, wo auf nur 2% der Erdoberfläche die Hälfte aller bekannten Arten lebt.

Welche Folgen hat ein verringerter Genpool für eine Population?

Ein verringerter Genpool schränkt das Anpassungsvermögen einer Art an veränderte Umweltbedingungen ein und erhöht das Risiko für Inzuchtprobleme, was letztlich zum Aussterben einer Population führen kann.

Warum wird im schulischen Kontext von einer sinkenden Formenkenntnis gesprochen?

Die Arbeit verweist auf das Problem, dass Kinder oft besser mit fiktiven Figuren oder Marken vertraut sind als mit der realen lokalen Flora und Fauna, was die Notwendigkeit unterstreicht, Naturerfahrungen aktiv zu fördern.

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Résumé des informations

Titre
Biodiversität. Ein Überblick
Université
Karlsruhe University of Education  (Biologie)
Cours
Ausgewählte Themen aus dem Biologieunterricht
Note
2,0
Auteur
Stephan Drescher (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
10
N° de catalogue
V284112
ISBN (ebook)
9783656842194
ISBN (Livre)
9783656842200
Langue
allemand
mots-clé
Vielfalt der Gene Vielfalt der Arten Vielfalt der Lebensräume Biodiversität in der Schule
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stephan Drescher (Auteur), 2007, Biodiversität. Ein Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284112
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Extrait de  10  pages
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