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Bulimie als soziokulturelles Phänomen

Eine theoretische Betrachtung mit Blick auf den schulischen Kontext

Titre: Bulimie als soziokulturelles Phänomen

Epreuve d'examen , 2012 , 152 Pages , Note: 1

Autor:in: Anonym (Auteur)

Psychologie - Consultation et Thérapie
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Résumé Extrait Résumé des informations

Noch nie war das öffentliche Interesse am Zubereiten von Essen so groß wie heute. Kochsendungen sind so beliebt, wie noch nie. Auf allen Fernsehkanälen kochen prominente Köche mehr oder weniger spektakuläre Gerichte. Verwendet werden meist hochwertige Zutaten, die auf raffinierte Art und Weise veredelt werden. Jung und Alt sind fasziniert, wenn die Küchenvirtuosen auf ihren Kücheninstrumenten Balladen des guten Geschmacks komponieren.

Mittlerweile fachsimpeln wir Laien über Gesundes und Wertvolles, sowie über Nährwerte und Indizes, die verschiedene Lebensmittel haben. Dieser Essenskult, der als Lifestyle daherkommt, liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Essstörungen, denen die moderne Gesellschaft ausgeliefert ist. Denn zu dem gewandelten Menschenbild moderner Gesellschaften gehört ein makelloser, sportlich schlanker Körper, der auf „Teufel komm raus“ geformt und ausgebildet werden muss, koste es was es wolle.

Hollywood Stars und Sternchen machen es vor. Ein ungeheurer Druck lastet auf den Schauspielern. Ihr Kapital, nämlich ihren Körper auf Gardemaß zu halten. Die Regenbogen-Presse zeigt uns eine schillernde Welt, in der jedes Kilogramm zu viel verpönt ist. Die Hochglanzbilder vermitteln einen Ist-Zustand von makelloser Haut, wallenden Haaren, langen Beinen, perfekt geformte Po´s und hervortretenden Brüsten, der für ein junges Mädchen nur schwer zu erreichen ist.

Sportliche Exesse wechseln sich mit Diäten ab und aus der angestrebten Glückseeligkeit wird oft Unglück, Trauer und Einsamkeit. Das gilt für das Model genauso wie für das Mädchen von neben an.

Neben Sport und Diäten greifen manche Menschen, zumeist junge Frauen aber auch, zum Mittel der Vomitation. Dieses Phänomen ist nichts neues. Waren es doch die alten Römer, die sich eine Feder in den Rachen einbrachten, um den Magen zu leeren, damit noch mehr von den köstlichen Früchten verspeist werden konnten.

Aber wann ist es die Gier nach unendlichem Genuss und wann ein Krankheitsbild, deren Opfer professioneller Hilfe bedürfen? Wie gestaltet sich dieses soziokulturelles Phänomen, dass wir als Bulimie bezeichnen? Diesen Fragen geht diese vorliegende Arbeit unter anderem nach. [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Essstörungen

2.1 Definition von Essstörungen

2.2 Hauptformen der Essstörung

2.3 Abweichendes Essverhalten im historischen Verlauf

2.4 Essstörungen in der heutigen Gesellschaft

3. Bulimia nervosa als eine Essstörung

3.1 Begrifflichkeit

3.2 Symptomatik

3.2.1 Bulimisches Essverhalten

3.2.2 Psychische Charakteristika

3.2.2.1 Psychodynamik

3.2.2.2 Komorbidität

3.3 Diagnostische Kriterien

3.4 Epidemiologie

4. Ätiologie

4.1 Prädisponierende Faktoren

4.1.1 Familiäre Faktoren

4.1.1.1 Familiendynamik

4.1.1.2 Mutterrolle

4.1.1.3 Vaterrolle

4.1.1.4 Geschwister

4.1.2 Soziokulturelle Ursachen

4.1.3.1 Veränderte Lebenswelt

4.1.2.2 Gesellschaftliche Frauenrolle

4.1.2.3 Das unerreichbare Schlankheitsideal

4.1.3 Individuelle Faktoren

4.1.3.1 Probleme der Identitätsfindung

4.1.3.2 Persönlichkeitsmerkmale

4.1.4 Biologische Theorien

4.2 Auslösende Bedingungen

4.2.1 Kritische Entwicklungsphase – Pubertät

4.2.2 Traumatische Erlebnisse

5. Folgeschäden der Bulimie

5.1 Medizinische Komplikationen der Bulimie

5.2 Psychische Erkrankungen

6. Fallbeispiel

7. Therapie der Bulimie

7.1 Therapeutische Hilfe

7.2 Ambulante und Stationäre Therapie

7.2.1 Ambulante Therapie

7.2.2 Stationäre Therapie

7.2.3 Teilstationäre Behandlung

7.3 Einzeltherapie und Gruppentherapie

7.3.1 Einzeltherapie

7.3.2 Gruppentherapie

7.4 Psychotherapieverfahren

7.4.1 Psychotherapeutische Ansätze

7.4.1.1 Psychoanalyse

7.4.1.2 Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie

7.4.1.3 Systematische Familientherapie

7.4.1.4 Verhaltenstherapie

7.4.2 Einleitung und Umsetzung von Veränderungen

7.4.2.1 Einstieg in die Psychotherapie – Motivationsphase

7.4.2.2 Ernährungsberatung – „Anti-Diät-Konzept“

7.4.2.3 Essprotokolle

7.4.2.4 Übungen zur Selbstwahrnehmung und körpertherapeutische Arbeit

7.4.2.5 Therapeutische Arbeit am Essverhalten

7.4.2.6 Gewichtsverträge und Essenspläne

7.4.2.7 Therapieziel: Überwindung von Heißhungerattacken und selbsthervorgerufenem Erbrechen

7.5 Medikamentöse Therapie

7.6 Therapeutische Fallstrickte und wiederkehrende Probleme in der Therapie

8. Konsequenzen für die Schulpraxis

8.1 Erzieherischer Auftrag der Schule und Bildungsplanbezug

8.2 Suchtpräventionsmodell – „Torera“

8.2.1 Grundkonzept von „Torera“

8.2.2 Neun Lektionen von „Torera“

8.3 Unterrichtsbeispiele

9. Verallgemeinerung der Erkenntnisse und Ausblick

10. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bulimia nervosa als soziokulturelles Phänomen, analysiert die Ursachen dieser Essstörung und beleuchtet insbesondere den schulischen Kontext sowie Präventionsmöglichkeiten.

  • Erscheinungsformen und diagnostische Kriterien der Bulimia nervosa
  • Psychodynamische und soziokulturelle Ursachen der Erkrankung
  • Medizinische und psychische Folgeschäden
  • Therapeutische Interventionsmöglichkeiten und deren Wirksamkeit
  • Schulische Suchtprävention und konkrete Unterrichtskonzepte

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Noch nie war das öffentliche Interesse am Zubereiten von Essen so groß wie heute. Kochsendungen sind so beliebt, wie noch nie. Auf allen Fernsehkanälen kochen prominente Köche mehr oder weniger spektakuläre Gerichte. Verwendet werden meist hochwertige Zutaten, die auf raffinierte Art und Weise veredelt werden. Jung und Alt sind fasziniert, wenn die Küchenvirtuosen auf ihren Kücheninstrumenten Balladen des guten Geschmacks komponieren.

Mittlerweile fachsimpeln wir Laien über Gesundes und Wertvolles, sowie über Nährwerte und Indizes, die verschiedene Lebensmittel haben. Dieser Essenskult, der als Lifestyle daherkommt, liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Essstörungen, denen die moderne Gesellschaft ausgeliefert ist. Denn zu dem gewandelten Menschenbild moderner Gesellschaften gehört ein makelloser, sportlich schlanker Körper, der auf „Teufel komm raus“ geformt und ausgebildet werden muss, koste es was es wolle.

Hollywood Stars und Sternchen machen es vor. Ein ungeheurer Druck lastet auf den Schauspielern. Ihr Kapital, nämlich ihren Körper auf Gardemaß zu halten. Die Regenbogen-Presse zeigt uns eine schillernde Welt, in der jedes Kilogramm zu viel verpönt ist. Die Hochglanzbilder vermitteln einen Ist-Zustand von makelloser Haut, wallenden Haaren, langen Beinen, perfekt geformte Po´s und hervortretenden Brüsten, der für ein junges Mädchen nur schwer zu erreichen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Thematik ein und erläutert die zentralen Forschungsfragen rund um die Bulimie im soziokulturellen Kontext.

2. Essstörungen: Dieses Kapitel definiert Essstörungen und stellt verschiedene Krankheitsformen wie Magersucht und Adipositas vor.

3. Bulimia nervosa als eine Essstörung: Hier steht die Bulimia nervosa im Zentrum, wobei insbesondere Symptomatik, Diagnose und psychische Charakteristika untersucht werden.

4. Ätiologie: Dieses Kapitel widmet sich der Entstehung der Bulimie durch familiäre, soziokulturelle, individuelle und biologische Faktoren.

5. Folgeschäden der Bulimie: Eine ausführliche Darstellung der körperlichen und psychischen gesundheitlichen Folgen der Bulimie.

6. Fallbeispiel: Anhand eines Fallbeispiels wird das Krankheitsbild aus Sicht der therapeutischen Praxis veranschaulicht.

7. Therapie der Bulimie: Eine detaillierte Aufarbeitung therapeutischer Ansätze, von ambulanten Programmen bis hin zu verschiedenen Psychotherapieverfahren.

8. Konsequenzen für die Schulpraxis: Dieses Kapitel befasst sich mit der Rolle der Schule bei der Prävention und dem Umgang mit betroffenen Schülern.

9. Verallgemeinerung der Erkenntnisse und Ausblick: Eine abschließende Synthese der gewonnenen Erkenntnisse und ein Ausblick auf die gesellschaftliche Relevanz der Thematik.

Schlüsselwörter

Bulimia nervosa, Essstörungen, Anorexia nervosa, Adipositas, Soziokulturelle Faktoren, Familiendynamik, Psychodynamik, Schlankheitsideal, Suchtprävention, Therapieformen, Schulpraxis, Körperbildstörung, Essanfälle, Körperwahrnehmung, Identitätsfindung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit thematisiert die Bulimia nervosa als soziokulturelles Phänomen, untersucht deren Ursachen und Folgen und betrachtet diese speziell im schulischen Kontext sowie im Hinblick auf Präventionsmöglichkeiten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Schwerpunkte umfassen die Definition und Symptomatik der Bulimie, ihre Ätiologie (Entstehungsursachen), die körperlichen und psychischen Folgeschäden sowie die vielfältigen therapeutischen und präventiven Ansätze.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es, Bulimie nicht nur als individuelles psychisches Problem zu verstehen, sondern als Phänomen, das eng mit soziokulturellen Entwicklungen, familiären Mustern und dem gesellschaftlichen Druck nach dem "perfekten" Körper verbunden ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur, der Analyse von Klassifikationssystemen (ICD-10, DSM-IV) sowie der Einbeziehung von Fallbeispielen und erprobten Präventionsmodellen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil vertieft behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche Theorie der Bulimie, eine detaillierte Betrachtung der Ätiologie, eine Aufarbeitung der Folgeschäden und eine umfassende Darstellung der Therapiemöglichkeiten sowie die Konsequenzen für die Arbeit in der Schule.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit zusammenfassen?

Wichtige Keywords sind neben Bulimia nervosa vor allem Essstörungen, soziokulturelle Ursachen, familiäre Dynamiken, Schlankheitsideal, Therapie, Suchtprävention und schulischer Kontext.

Welche Bedeutung kommt der familiären Situation bei Bulimie zu?

Die Arbeit betont, dass Familien von Bulimikern oft nach außen hin stabil wirken, aber intern durch hohe Leistungsanforderungen, mangelnde Autonomie und ungelöste Konflikte geprägt sein können, was die Entstehung der Essstörung begünstigen kann.

Wie kann die Schule präventiv tätig werden?

Die Schule kann durch Suchtpräventionsmodelle (wie etwa "Torera") und eine allgemeine Stärkung der psychischen Widerstandskraft der Schülerinnen und Schüler aufklären und bei Bedarf als erste Anlaufstelle für Hilfe fungieren.

Fin de l'extrait de 152 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Bulimie als soziokulturelles Phänomen
Sous-titre
Eine theoretische Betrachtung mit Blick auf den schulischen Kontext
Université
University of Education Heidelberg
Note
1
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
152
N° de catalogue
V284130
ISBN (ebook)
9783656836889
ISBN (Livre)
9783656836896
Langue
allemand
mots-clé
Bulimie Magersucht
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2012, Bulimie als soziokulturelles Phänomen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284130
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Extrait de  152  pages
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