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Piraterie und Staatlichkeit. Der Zusammenhang zwischen der Intensität der Piraterie und der Stabilität von Staaten in der Antike

Titel: Piraterie und Staatlichkeit. Der Zusammenhang zwischen der Intensität der Piraterie und der Stabilität von Staaten in der Antike

Hausarbeit , 2014 , 14 Seiten

Autor:in: B.Sc. Patrick Kiedrowski (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Burkhard Meissner's Beitrag „Kidnapping und Plündern – Piraterie und Failing States im antiken Griechenland“ aus dem Sammelband „Piraterie von der Antike bis zur Gegenwart“. Burkhard Meissner betrachtet hier die Entwicklung der Piraterie von der Darstellung im homerischen Epos über die Klassik bis zum Ende der hellenistischen Zeit und bringt diese in Zusammenhang mit staatlichen Organisationen der jeweiligen Zeit. Dadurch kommt er zu dem Schluss, dass die Piraterie vom Handeln der größeren Staatengebilde abhängig ist. Er stellt daher die These auf, dass die Piraterie „eine Begleiterscheinung von nicht funktionierender Staatlichkeit“ sei. Er geht folglich davon aus, dass die Piraterie immer dann florieren konnte, wenn keine stabilen Staatengebilde bestanden. Im Umkehrschluss heißt das, dass antike Staaten immer gegen die Piraterie vorgingen, sofern sie die Möglichkeit dazu hatten, und dabei auch ein gewisses Maß an Erfolg vorweisen können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Antike Piraterie

2.1. Charakteristika der Piraterie

2.2. Bedingungen für die Bekämpfung der Piraterie

3. Staaten, die gegen die Piraterie kämpften

3.1. Rhodos, „Vorkämpferin gegen Piraten“

3.2. Rom, Bezwinger der Piraterie

4. Fazit

5. Quellen- und Literaturverzeichnis

5.1. Quellen:

5.2. Sekundärliteratur:

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die These von Burkhard Meissner, dass die Intensität der antiken Piraterie direkt mit dem Grad der staatlichen Stabilität korreliert und Piraterie somit als Begleiterscheinung mangelnder staatlicher Ordnung zu verstehen ist. Durch die Analyse historischer Beispiele wird geprüft, inwieweit antike Staaten in der Lage waren, Piraterie erfolgreich zu bekämpfen und ihre Seehandelsrouten zu sichern.

  • Analyse der Charakteristika und Methoden der antiken Piraterie.
  • Untersuchung der strukturellen Bedingungen für die Bekämpfung von Seeräubern.
  • Fallstudie: Die Rolle von Rhodos als maritime Akteurin gegen Piraterie.
  • Fallstudie: Roms Vorgehen und die Kontrolle der Meere in der Kaiserzeit.
  • Überprüfung der Korrelation zwischen Staatlichkeit und Piraterie-Aufkommen.

Auszug aus dem Buch

2.2. Bedingungen für die Bekämpfung der Piraterie

Im vorangegangenen Abschnitt verschafften wir uns einen Überblick über die Charakteristika von Piraten: Sie raubten nicht nur Gegenstände, sondern auch Menschen. Die Entführten gaben sie entweder gegen ein Lösegeld frei oder verschifften sie, um sie als Sklaven zu verkaufen. Dazu nutzten sie Kriegsschiffe und benötigten Stützpunkte.

Da die Sklaverei nicht einfach abgeschafft werden konnte, um den Absatzmarkt für Piraten zu verkleinern und ebenso wenig der Anreiz für Piraterie – ein schneller Gewinn – abgeschafft werden konnten, bleiben als Angriffspunkt für Maßnahmen gegen die Piraterie nur die Personen, die daran beteiligt sind, die Schiffe der Piraten sowie ihre Stützpunkte. Dabei fallen sogleich auch die Personen als Angriffspunkt weg, weil es einen unermesslichen Aufwand bedeuten würde zu prüfen, wer ein Pirat ist und ihn zu beseitigen – insbesondere, da schnell weitere rekrutiert werden könnten. Es bleiben also nur zwei Möglichkeiten, die Piraterie zu bekämpfen: Entweder geht man gegen die Schiffe oder gegen die Stützpunkte vor.

Ein Vorgehen gegen die Stützpunkte hat den Vorteil, dass den Piraten die Möglichkeit genommen wird, sich zu organisieren und dass außerdem den Kriegsschiffen ein Winterhafen fehlt und diese somit voraussichtlich große Verluste im Winter erlitten. Bedingung für dieses Vorgehen ist jedoch ein Zugriff auf das Meer um diese Stützpunkte, und falls Piraten Zuflucht in den Häfen anderer Staaten gefunden haben, ist ein Übereinkommen mit diesem Staat nötig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Fragestellung und Präsentation der zentralen These von Burkhard Meissner über den Zusammenhang von Piraterie und staatlicher Instabilität.

2. Antike Piraterie: Untersuchung der Erscheinungsformen der Piraterie, ihrer Abgrenzung zum regulären Handel sowie der strategischen Bedingungen für ihre Bekämpfung.

3. Staaten, die gegen die Piraterie kämpften: Analyse der maritimen Sicherheitsstrategien von Rhodos und dem römischen Kaiserreich anhand konkreter historischer Beispiele.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der These und der Ergebnisse, die den engen Zusammenhang zwischen staatlicher Handlungsfähigkeit und der Eindämmung von Piraterie bestätigen.

5. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten antiken Quellen und der modernen wissenschaftlichen Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Antike, Piraterie, Seeräuberei, Staatlichkeit, Failing States, Rhodos, Rom, Mittelmeer, Handelsrouten, Kriegsschiffe, Stützpunkte, Sklavenhandel, Maritime Sicherheit, Pompeius, Burkhard Meissner.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Stabilität antiker Staaten und dem Ausmaß der Piraterie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind maritime Sicherheit, antike Kriegsführung, staatliche Organisation und die ökonomischen Grundlagen der Piraterie.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist die empirische Überprüfung der These, dass Piraterie eine Folge mangelnder staatlicher Kontrolle ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quellenbasierte historische Untersuchung anhand von Fallbeispielen (Rhodos und das römische Kaiserreich) durchgeführt.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Merkmale der Piraterie definiert und anschließend die Bekämpfungsstrategien von Rhodos und Rom im Detail analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Besonders prägend sind Begriffe wie "staatliches Gewaltmonopol", "Seemacht" und "politische Stabilität".

War die Piraterie in der Kaiserzeit vollständig beseitigt?

Nein, die Arbeit zeigt, dass Piraterie auch unter römischer Herrschaft in kleinerem Rahmen fortbestand, jedoch nicht mehr als existenzielle Bedrohung.

Warum konnte Rhodos die Piraterie nicht komplett eindämmen?

Laut der Arbeit fehlte es Rhodos selbst in Zeiten seiner Macht an den notwendigen Ressourcen, um das gesamte betroffene Meeresgebiet langfristig zu kontrollieren.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Piraterie und Staatlichkeit. Der Zusammenhang zwischen der Intensität der Piraterie und der Stabilität von Staaten in der Antike
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Wegelagerer und Piraten in der griechisch-römischen Antike
Autor
B.Sc. Patrick Kiedrowski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
14
Katalognummer
V284197
ISBN (eBook)
9783656839798
ISBN (Buch)
9783656839804
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alte Welt Antike Piraterie Rom Rhodos
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.Sc. Patrick Kiedrowski (Autor:in), 2014, Piraterie und Staatlichkeit. Der Zusammenhang zwischen der Intensität der Piraterie und der Stabilität von Staaten in der Antike, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284197
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Leseprobe aus  14  Seiten
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