Auf Grundlage einer unternehmerischen Risikopolitik können verschiedene interne und externe Maßnahmen und Instrumente genutzt werden, um den Forderungsbestand, im Interesse des Unternehmens, hinsichtlich seiner Höhe, Risiken und Struktur aktiv zu steuern. Bei der Auswahl der Methode ist, aus Rücksicht auf die Kundenbeziehung, eine gewisse Sensibilität jedoch zwingend erforderlich.
Aus dem Inhalt:
Sicherheiten,
Kreditlimite,
Vertragsgestaltung,
Factoring,
Fortaitierung,
Asset-Backed Securities.
Inhaltsverzeichnis
1 Steuerung von Forderungsbeständen
1.1 Forderungsstruktur
1.2 Maßnahmen zur Steuerung der Forderungsbestände
1.2.1 Interne Steuerungsmaßnahmen
1.2.1.1 Sensibilisierung
1.2.1.2 Prozesse
1.2.1.3 Sicherheiten
1.2.1.3.1 Eigentumsvorbehalt
1.2.1.3.2 Kreditversicherung
1.2.1.4 Kreditlimite
1.2.1.5 Ziel- und Bonussysteme
1.2.1.6 Vertragsgestaltung
1.2.1.7 Zahlungsbedingungen
1.2.2 Externe Steuerungsmaßnahmen
1.2.2.1 Möglichkeiten zum Outsourcing
1.2.2.2 Kreditversicherung
1.2.2.3 Factoring
1.2.2.4 Forfaitierung
1.2.2.5 Pensionsgeschäfte
1.2.2.6 Asset-Backed Securities (ABS)
1.2.2.7 Wechsel
2 Schlussbetrachtung und Ausblick
Anlage 1: Risiko und Risikopolitik
Anlage 2: Kennzahlen im Forderungsmanagement
Anlage 3: Möglichkeiten des Outsourcings
Anlage 4: Formen des Factoring
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die internen und externen Möglichkeiten der Steuerung von Forderungsbeständen, um Unternehmen bei der Optimierung ihrer Debitorenbestände hinsichtlich Höhe, Risiken und Struktur zu unterstützen.
- Analyse der Forderungsstruktur zur Risikominimierung
- Interne Steuerungsmaßnahmen wie Prozessoptimierung und Besicherung
- Externe Finanzierungsinstrumente (z.B. Factoring, Forfaitierung, ABS)
- Methoden der Leistungsmessung im Forderungsmanagement
- Verknüpfung von Risikopolitik und operativen Entscheidungen
Auszug aus dem Buch
1.2.1.3 Sicherheiten
Die vertragliche Vereinbarung von Sicherheiten stellt eine weitere Möglichkeit zur Reduzierung des Risikos dar, weil so die Risikoposition einer Bruttoforderung auf eine „Nettoposition“ reduziert werden kann. Bei der Unterteilung möglicher Sicherheiten ist dabei zwischen internen und externen Sicherheiten zu unterscheiden:
– Interne Sicherheiten, d.h. Sicherheiten innerhalb der Kunden-Lieferanten-Beziehung, z.B. Wechsel, Bürgschaft oder persönliche Garantien
– Externe Sicherheiten, d.h. außerhalb der Kunden-Lieferanten-Beziehung, z.B. Kreditversicherungen, Akkreditive einer Bank
Die Bitte um Sicherheiten ist allerdings nicht unproblematisch, da diese das Vertrauen der Geschäftsbeziehung entscheidend betrifft. Eine faire Gleichbehandlung, unter Berücksichtigung der individuellen Geschäftsbeziehung, sollte stets erfolgen. Aus diesem Grund sollten Sicherheiten anhand fester, objektiver Regelungen und Voraussetzungen, z.B. in Abhängigkeit von der Dauer der Geschäftstätigkeit oder der Höhe des Geschäftsvolumens, mit dem Kunden vereinbart werden.
Grundsätzlich sind Sicherheiten nicht kostenfrei und sollten nur eingesetzt werden, wenn den Kosten entsprechende Risiken gegenüberstehen. Es ist die Frage zu stellen, welche Risiken das Unternehmen selber tragen will bzw. für welche Risiken Sicherheiten zu vereinbaren sind. Die Durchsetzbarkeit und Werthaltig-keit der Sicherheiten sollte in regelmäßigen Abständen kontrolliert und neu bewertet werden.
In der Praxis zeigt sich, dass insbesondere der erweiterte und verlängerte Eigentumsvorbehalt als Sicherheit eingesetzt wird, auf den im Folgenden näher eingegangen wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Steuerung von Forderungsbeständen: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Forderungsstruktur und gibt einen Überblick über die Bedeutung aktiver Steuerung zur Risikobegrenzung.
1.1 Forderungsstruktur: Es wird analysiert, wie die Zusammensetzung des Forderungsportfolios Risiken beeinflusst und welche strategischen Maßnahmen zur Diversifikation erforderlich sind.
1.2 Maßnahmen zur Steuerung der Forderungsbestände: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über das Instrumentarium, um Forderungsbestände im Sinne des Unternehmens hinsichtlich Höhe und Struktur zu optimieren.
1.2.1 Interne Steuerungsmaßnahmen: Es werden Methoden behandelt, die innerhalb des Unternehmenseinflussbereichs liegen, wie z.B. Sensibilisierung, Prozessgestaltung, Sicherheiten und Kreditlimite.
1.2.2 Externe Steuerungsmaßnahmen: Dieses Kapitel beschreibt Instrumente wie Outsourcing, Kreditversicherungen, Factoring und ABS, die zur Auslagerung von Risiken oder zur Finanzierung genutzt werden.
2 Schlussbetrachtung und Ausblick: Eine abschließende Einordnung des Forderungsmanagements als kontinuierlicher Prozess, der ständige Anpassung an die Unternehmenssituation erfordert.
Schlüsselwörter
Forderungsmanagement, Debitorenbestände, Risikosteuerung, Kreditversicherung, Factoring, Forfaitierung, Asset-Backed Securities, Liquidität, Eigentumsvorbehalt, Ausfallrisiko, Prozessoptimierung, Bonitätsprüfung, Kreditlimit, Bilanzkennzahlen, Forderungsverkauf.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der aktiven Steuerung von Forderungsbeständen in Unternehmen, um diese finanziell und risikotechnisch zu optimieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen interne Prozessmaßnahmen sowie externe Finanzierungs- und Absicherungsinstrumente für Forderungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen, mit denen Unternehmen ihre Forderungen hinsichtlich Höhe, Struktur und Risiken effizient steuern können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine strukturierte Analyse und Systematisierung gängiger Instrumente und Methoden des modernen Forderungsmanagements auf Basis wirtschaftswissenschaftlicher Literatur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in interne Maßnahmen (wie Prozessgestaltung und Sicherheiten) und externe Instrumente (wie Factoring, Forfaitierung und ABS).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie Forderungsmanagement, Risikosteuerung, Liquidität und verschiedene Finanzierungsinstrumente wie Factoring stehen im Mittelpunkt.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen internen und externen Sicherheiten?
Interne Sicherheiten basieren auf der direkten Beziehung zum Kunden (z.B. Bürgschaften), während externe Sicherheiten Dritte (z.B. Kreditversicherer) einbeziehen.
Welche Rolle spielt die Bonitätsprüfung bei der Festlegung von Kreditlimiten?
Die Bonitätsprüfung ist entscheidend, um das Ausfallrisiko zu begrenzen und ein angemessenes Kreditlimit für den jeweiligen Kunden festzulegen.
Warum ist eine Bilanzentlastung durch Factoring oder ABS für Unternehmen attraktiv?
Durch den Verkauf von Forderungen wird Liquidität freigesetzt und das Forderungsvolumen reduziert, was die Bilanzkennzahlen verbessern kann.
- Citation du texte
- Dirk Verlage (Auteur), 2004, Erfolgreiches Forderungsmanagement. Steuerung von Forderungsbeständen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284364