Filme sind heutzutage aus dem Leben der Menschen nicht mehr wegzudenken. Es wird oft kritisiert, dass Eltern ihre Kinder zu viel Fernsehen schauen lassen, da diese dadurch zu viele primitive Dinge, die lediglich zur Unterhaltung ausgestrahlt werden, aufnehmen könnten. Des Weiteren könnte das Lernen und der Umgang mit anderen Menschen vernachlässigt werden, wenn es zu einem übermäßigen Konsum von TV-Sendungen o.ä. käme. Allerdings kann das Fernsehen durchaus hilfreich für die Entwicklung eines Kindes sein. Vor allem wenn der Konsum von Eltern überprüft und begleitet wird und die richtigen Sendungen geschaut werden. Das Fernsehen kann nämlich sehr gut als Informations- und Lernmedium (durch Nachrichtensendungen, Dokumentationen, nicht synchronisierte Filme mit Untertiteln, Übungen) fungieren. Es gibt daher auch viele Gründe für die Verwendung des visuellen, vermittelnden Elementes.
Die fremdsprachliche Entwicklung eines Schülers bzw. einer Schülerin kann durch den Einsatz von Filmen im Englischunterricht gefördert werden.
Diese Methode wird an den Schulen bereits in den Unterricht eingegliedert, doch „ausgehend von der Lektüre […] wird der Film als Vergleichsmedium hinzugezogen, verbleibt dabei aber oft im Schatten des literarischen Textes“ (Blell/Lütge 2004: 405). In dieser Hausarbeit werden Gründe für den Einsatz von Filmen genannt und Kriterien für die richtige Auswahl dargestellt. Des Weiteren werden Darstellungsverfahren vorgestellt und es wird genauen Wert darauf gelegt, welche Filme sich aus welchem Grund für die Anwendung in der englischsprachlichen Lerneinheit besonders gut eignen. Zusätzlich soll hervorgehoben werden, dass die visualisierten Werke, welche meistens auf dem Inhalt von Büchern basieren, sehr wohl ohne die Betrachtung der dazugehörigen Lektüre behandelt werden können. Außerdem werden in dieser Hausarbeit die Formulierung von Lehr- und Lernzielen, Präsentationsformen, Lernaufgaben und mögliche Probleme in Bezug auf die Anwendung des Mediums Film thematisiert. Auf den Einsatz von „Dead Poets Society“ und mögliche Aufgaben und Projekte wird im darauffolgenden Kapitel dann explizit eingegangen, um ein eventuelles Beispiel, zu dessen Verwendung Begründungen geliefert werden, in umfangreicher Form darzustellen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Einsatz von Filmen im Englischunterricht
2.1. Gründe für den Einsatz von Filmen im Englischunterricht
2.2. Kriterien für die richtige Auswahl von Filmen im Englischunterricht
2.3. Lehr- und Lernziele
2.4. Präsentationsformen für Filme
2.5. Lernaufgaben
2.6. Mögliche Probleme beim Einsatz des Mediums Film
3. “Dead Poets Society“ im Englischunterricht
3.1. Inhalt des Films
3.2. Gründe für die Thematisierung von „Dead Poets Society“
3.3. Mögliche Aufgaben
4. Schlussbemerkung
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit untersucht den Einsatz von Spielfilmen als didaktisches Medium im Englischunterricht an Gymnasien. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Filme die fremdsprachliche Entwicklung fördern und durch methodische Vielfalt die Motivation der Lernenden steigern können, wobei der Film „Dead Poets Society“ als konkretes Praxisbeispiel dient.
- Vorteile und didaktische Begründungen für den Filmeinsatz
- Auswahlkriterien für altersgerechte und motivierende Filmauswahl
- Entwicklung von Lehr- und Lernzielen sowie filmästhetischer Kompetenz
- Methodische Präsentationsformen im Unterricht
- Konkrete Aufgabenformate am Beispiel von „Dead Poets Society“
Auszug aus dem Buch
3.1. Inhalt des Films
Auf einem Internat nur für Jungen, namens Welton Academy, beginnt ein neues Schuljahr. Die Lernenden kennen nur sehr strenge Lehrer, deren primäres Ziel es ist, den heranwachsenden Männern Disziplin beizubringen. Der neue Englischlehrer John Keating ist allerdings ein ganz anderer Mentor, der die Jungen der betrachteten Klasse in seiner ersten Unterrichtseinheit mit unkonventionellen Unterrichtsmethoden und Ansichten, die eigenständiges Denken und Kreativität als Ziel fokussieren, begeistert. Er ermuntert die Schüler Klischees zu vermeiden und eine individuelle Meinung, die durch Selbsttätigkeit entwickelt wird, zum Vorschein zu bringen. Einige Jungen in der Klasse gründen deswegen den „Club der toten Dichter“. Dort treffen sie sich, diskutieren über das Leben und stellen ihre Gedichte und Texte vor.
Keating ermutigt auch den Schüler Neal. Dieser möchte Schauspieler werden und nimmt am Theatergeschehen in der Schule großen Anteil, wovon sein Vater jedoch nicht begeistert ist. Der Teenager kommt mit dem Konflikt nicht zurecht, da sein Traum nicht akzeptiert wird und er seine Ziele deswegen seiner Meinung nach nicht erreichen kann. Neil nimmt sich das Leben und der neue Englischlehrer wird dafür verantwortlich gemacht. Keating muss die Schule verlassen, doch die Schüler erweisen ihm Respekt und der große Applaus verdeutlicht die Wirkung seiner Arbeit.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Fernsehen und Film als Lernmedien und führt in die Fragestellung ein, wie der gezielte Einsatz von Filmen die fremdsprachliche Kompetenzentwicklung im Englischunterricht unterstützen kann.
2. Der Einsatz von Filmen im Englischunterricht: Dieses Kapitel analysiert Gründe, didaktische Auswahlkriterien, Lernziele, Präsentationsmöglichkeiten und typische Probleme bei der Integration des Mediums Film in den Unterrichtsalltag.
3. “Dead Poets Society“ im Englischunterricht: Das Kapitel bietet eine inhaltliche Zusammenfassung sowie eine didaktische Begründung für den Einsatz von „Dead Poets Society“ und schlägt konkrete Aufgaben für den Unterricht vor.
4. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und bekräftigt die Empfehlung, Filme unter Berücksichtigung mediendidaktischer Aspekte als bereicherndes Element in den Fremdsprachenunterricht zu integrieren.
Schlüsselwörter
Englischunterricht, Filmdidaktik, Medieneinsatz, Filmanalyse, Dead Poets Society, Lesesozialisation, Sprachfunktionen, Kompetenzförderung, Lernaufgaben, Filmpräsentation, Fremdsprachenerwerb, Literaturunterricht, kreative Unterrichtsgestaltung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Nutzung von Filmen im Englischunterricht als ergänzendes Medium zur Förderung fremdsprachlicher und interkultureller Kompetenzen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die Auswahlkriterien für Filme, verschiedene Präsentationsformen, die formulierung von Lernzielen sowie den praktischen Einsatz am Beispiel des Films „Dead Poets Society“.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Lehrkräften methodische Ansätze und Begründungen an die Hand zu geben, um Filme erfolgreich in den Englischunterricht zu integrieren und dabei die Motivation sowie das Textverständnis der Schüler zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine fachdidaktische Analyse auf Basis aktueller Literatur zu Medien im Fremdsprachenunterricht, um theoretische Konzepte mit praktischen Anwendungsmöglichkeiten zu verknüpfen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Begründung des Medieneinsatzes, die Darstellung von Präsentationsmodi und Aufgabenformaten sowie eine explizite Fallstudie zum Film „Dead Poets Society“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Filmdidaktik, Kompetenzförderung, Lernaufgaben, Medieneinsatz und die Analyse des Films „Dead Poets Society“.
Warum wird der Film „Dead Poets Society“ als Fallbeispiel gewählt?
Der Film eignet sich aufgrund seiner emotionalen Tiefe, der Thematisierung jugendrelevanter Konflikte und der Verbindung zum Thema „Romantik“ besonders gut für den Einsatz in der gymnasialen Oberstufe.
Welche Probleme werden beim Filmeinsatz im Unterricht identifiziert?
Herausforderungen sind unter anderem die Verfügbarkeit technischer Ausstattung in Schulen, die Gefahr der Unterforderung oder Langeweile bei bekannter Filmauswahl und der organisatorische Zeitaufwand für die Vorbereitung.
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- MA Daniel Schroeder (Autor), 2012, Der Einsatz von Filmen im Englischunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284373