Die Didaktik Globalen Lernens


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013

17 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Seminar „Didaktik Globalen Lernens“
2.1. Schriftliche Nachbetrachtung der ersten drei Sitzungen
2.2. Schriftliche Nachbetrachtung der vierten bis achten Sitzung
2.3. Schriftliche Nachbetrachtung der 9. bis 13. Sitzung/Abschlussreflexion

3. Kersten Reichs didaktisches Modell und das Globale Lernen

4. Unterrichtskonzept „bilinguales Kochen“ am Projekttag „Die Kartoffel“

5. Fazit

6. Quellenverzeichnis

7. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

Die Globalisierung beeinflusst das Leben der Menschen heutzutage sehr. Auf der ganzen Welt finden ein Austausch und eine Verflechtung auf kultureller, wirtschaftlicher und politischer Ebene statt. Deswegen ist es nicht überraschend, dass dieser Prozess auch in der Schule thematisiert werden sollte. Ein pädagogisches Konzept, welches die Globalisierung in den Fokus stellt, ist das Globale Lernen.

Durch das Globale Lernen soll der Schüler zum Denken im globalen Kontext angeregt werden und z.B. auch dafür „[für die Einsicht] sensibilisiert werden […], dass Armut, Energieverschwendung, Schuldenlast, Bevölkerungswachstum und Krieg nicht mehr die Angelegenheiten anderer sind, sondern in der Verantwortung jedes Einzelnen stehen“ (Schröder, 2001, S. 139).

Es stellt sich die Frage, inwiefern Globales Lernen in den Rahmenplan eingebettet werden sollte und ob dieses Exposee als Schulkonzept realisiert werden kann. Des Weiteren ist interessant, wie man die Thematik fächerübergreifend in den Fokus stellen könnte. Mit diesen und weiteren relevanten Inhalten beschäftigt sich das von Dr. Constanze Berndt konzipierte und an der Universität Rostock angebotene Seminar „Didaktik Globalen Lernens im fachspezifischen und fachübergreifenden Unterricht“.

In dieser Arbeit sollen die einzelnen Sitzungen der benannten Lehrveranstaltung in schriftlichen Nachbetrachtungen reflektierend thematisiert werden. Dabei werden u.a. der Inhalt des Seminars, die Relevanz der Seminarthemen für den späteren beruflichen Alltag, die Nachhaltigkeit der Veranstaltung und die individuellen Lernergebnisse thematisiert. Eine Abschlussbetrachtung soll dann im Folgenden als ein Resümee des gesamten Seminars im Wintersemester 2012/2013 fungieren.

In dem darauffolgenden Kapitel wird das didaktische Modell Kersten Reichs thematisiert und dessen Relevanz für das Globale Lernen diskutiert. Zum Schluss wird mein im Bereich des Seminars erarbeitetes Unterrichtskonzept vorgestellt und im Fazit dann in Hinblick auf die didaktische Grundlage Kersten Reichs und das Globale Lernen reflektiert.

2. Das Seminar „Didaktik Globalen Lernens“

„Didaktik Globalen Lernens im fachspezifischen und fachübergreifenden Unterricht“ ist ein Seminar von Dr. Constanze Berndt für Lehramt-Studenten an der Universität Rostock im Bereich Erziehungswissenschaft im Zeitraum des Wintersemesters 2012/2013. In den folgenden Kapiteln werden die Inhalte der Sitzungen wiedergegeben und reflektiert.

2.1. Schriftliche Nachbetrachtung der ersten drei Sitzungen

In den ersten drei Sitzungen des Seminars Didaktik Globalen Lernens im fachspezifischen und fachübergreifenden Unterricht wurde neben der Organisation des Seminars das Thema eingeleitet, der Begriff Globalisierung definiert, eingeordnet und beschrieben, Globales Lernen als Terminus behandelt, vorgestellt und zugehörige Themengebiete festgehalten. Zu Beginn schien es, als könne eine Diskussion im Unterricht nicht erfolgreich werden, da sich sehr viele Studenten für den Kurs eingetragen haben und der Seminarraum, der unglücklicherweise sich sehr in die Tiefe erstreckt, schlechte Voraussetzungen vorweist. Allerdings verringerte sich die Zahl der Teilnehmer in den darauffolgenden Sitzungen, sodass ein angenehmes Lernklima gegeben war und es zu gelungenen Diskussionen kam. Die Dozentin plant des Weiteren, die Tische in einer U-Form aufzustellen. Dies ist eine sehr gute Idee, da eine Diskussion zum Seminarinhalt aufgrund des gegebenen Blickkontaktes leichter wird.

Das Thema „Didaktik Globalen Lernens“ wurde in meinen bisherigen Seminaren im Bereich der Schulpädagogik noch nicht explizit thematisiert. In den Kursen diskutierten die Teilnehmer zwar auch über kulturelle Förderung, doch bei der Frage nach Veränderung der Schule wurde nicht „Globales Lernen“ als Schulkonzept erwähnt. Viele Ziele zur Verbesserung des Schule, wie z.B. die Entkopplung vom sozialen Status und Schulerfolg, oder ein schülerorientierter Unterricht, wurden schon in meinen früheren Seminaren festgehalten und in Texten in diesem Kontext thematisiert, doch erweiterte sich mein Wissen durch die aktuellen Einheiten des Seminars. Deswegen kann ich die ersten Sitzungen des Seminars Didaktik Globalen Lernens im fachspezifischen und fachübergreifenden Unterricht als interessant bezeichnen, da ich die Schule noch nicht von diesem Blickwinkel betrachtet habe. Zwar wurde in den Sitzungen bereits erwähnt, dass „Globales Lernen“ als Schulkonzept schwierig umzusetzen ist, da die Faktoren Finanzierung, Zeitaufwand und Bereitschaft von staatlichen Trägern nicht ausgeblendet werden dürfen, doch es ist nicht unmöglich und dadurch stellt es ein Konzept dar, welches bedenkenswert ist. Da Globales Lernen als unterpräsentiert bezeichnet werden muss, lohnt es sich, für eine Verbesserung der Situation zu kämpfen und das Thema wird nicht zu Unrecht fokussiert. Dadurch sind die Seminarinhalte für meinen späteren beruflichen Weg relevant, da ich bestimmte Konzepte im Unterricht als Lehrer umsetzen kann.

Die Frage, wie man Globales Lernen nun in das System einfügt und ob es als Add-On oder Querschnittsprinzip realisiert wird, zeigt auf, dass man dieses Konzept intensiver reflektieren muss. In der letzten Sitzung kam es nämlich u.a. zu der Folgerung, dass dieses Konzept eventuell nur integriert werden sollte und man Schritt für Schritt vorgehen muss. In den weiteren Sitzungen wird also interessant sein zu sehen, wie genau der Unterricht in verschiedenen Fächern im globalen Kontext umgesetzt werden kann und welche Möglichkeiten sich bieten.

Hilfreich bei der Behandlung des Themas war der Austausch mit anderen Kommilitonen und Kommilitoninnen in Gruppen und die Erstellung einer Mind-Map (Abbildung 1). Die begleitenden PowerPoint-Präsentationen verschafften einen guten Überblick und da diese im Anschluss hochgeladen wurden, bot sich so eine zusätzliche Hilfe für die Nachbetrachtung der Sitzungen. Die Dozentin wandte eine sehr vielseitige Methodik an, in dem sie einen Filmausschnitt, Bilder, Graphiken und Tafelbilder präsentierte, und Gruppenarbeiten und Diskussionsrunden organisierte. Die Heimlektüre war sehr interessant und leitete gut in das Thema ein, sodass die Seminarteilnehmer nicht ohne Vorwissen bei der Erstellung einer Mind-Map zu den Themenfeldern des Globalen Lernens agierten.

Die Thematik wurde erfolgreich eingeleitet und viele Fragen bleiben weiterhin offen, sodass in den folgenden Sitzungen keine Langeweile entstehen wird und ich gespannt auf die weiteren Erkenntnisse bin.

2.2. Schriftliche Nachbetrachtung der vierten bis achten Sitzung

In der vierten bis achten Sitzung des Seminars Didaktik globalen Lernens im fachspezifischen und fachübergreifenden Unterricht wurde das Thema Schule in der Weltgesellschaft vor dem Hintergrund von Globalität und Interkulturalität fokussiert, zwei Projekte, namens SOBI und KONGLORI (mit Stadtrundgang), von verschiedenen Leuten vorgestellt, und Kompetenzen, Methoden und in die Didaktik im Allgemeinen in Bezug auf Globales Lernen thematisiert.

Krankheitsbedingt konnte ich an der vierten Sitzung, bei der die Schule wieder in Hinblick auf die Weltgesellschaft in den Mittelpunkt der Diskussion gerückt und dabei ihre Entwicklung und die mögliche Verbesserung und Reformierung im Kontext des globalen Lernens explizit betrachtet wurde, nicht teilnehmen, doch die übersichtliche Powerpoint-Präsentation, die im Anschluss an die Unterrichtseinheit hochgeladen wurde, stellte eine große Hilfe dar, da ich so die Sitzungsinhalte ebenfalls zur Kenntnis nehmen konnte. Des Weiteren wurde das angesprochene Thema in der darauffolgenden Woche erneut und vertiefend behandelt. Dank des gelesenen Textes „Schultheorie in der globalisierten Welt“ von G. Lang-Wojtasik konnte ich in der Gruppenarbeit in der fünften Sitzung, bei der wir über die Schultheorien diskutierten und festhielten, ob wir sie als interessant, neu und relevant bezeichnen würden, was bei mir der Fall ist, ohne Probleme arbeiten. Des Weiteren thematisierten wir den Beutelsbacher Konsens, welcher mir als Terminus zu dem Zeitpunkt noch nicht geläufig war.

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Die Didaktik Globalen Lernens
Hochschule
Universität Rostock  (Institut für Schulpädagogik)
Veranstaltung
Didaktik Globalen Lernens im fachspezifischen und fachübergreifenden Unterricht
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
17
Katalognummer
V284376
ISBN (eBook)
9783656844723
ISBN (Buch)
9783656844730
Dateigröße
1149 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Globales Lernen, fächerübergreifender Unterricht, Didaktik, Reich, didaktisches Modell
Arbeit zitieren
MA Daniel Schroeder (Autor), 2013, Die Didaktik Globalen Lernens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284376

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