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Soziale Arbeit mit Gefangenen: Einzelfallhilfe zur Entlassungsvorbereitung

Título: Soziale Arbeit mit Gefangenen: Einzelfallhilfe zur Entlassungsvorbereitung

Trabajo Escrito , 2004 , 32 Páginas

Autor:in: Janine Hieke (Autor)

Trabajo social
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Einleitung

Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit ist es für Vorbestrafte außerordentlich schwer geworden, eine Erwerbstätigkeit zu erhalten. Ein bedeutender Faktor ist nicht allein die derzeitige Arbeitslosensituation, sondern dass das „Merkmal“ des Vorbestraftseins in gewisser Weise chancenlos macht. Äußerst beschwerlich ist es, eine Wohnung zu mieten, welches allerdings nicht an „Wohnungsknappheit“ liegt, da gegenwärtig eher zahlreiche Wohnungen leer stehen. Hierzu kommt weiterhin die Tatsache, dass die meisten Straffälligen keine positive Schufa-Auskunft erhalten, wobei diese durchweg, selbst bei privaten Vermietungen, gefordert wurden. Bei einigen Vermietern ist es zudem die Regel, eine sog. „Wohlgefallensklausel“ vom vorherigen Vermieter unterschreiben zu lassen. Diese Abfrage bezieht sich zumeist auf die pünktliche Zahlung, sowie auf sonstige Auffälligkeiten. Die oben genannten Faktoren erschweren einem Straffälligen die Entlassungsvorbereitung immens, welches wiederum die Resozialisierung desjenigen wiederum behindert und somit die Rückfallquote erhöht. Resultierend daraus ergibt sich die sorgfältig geplante und notwendige Entlassungsvorbereitung. Auch sollte diese eine Art „Notfallplan“ bzw. einen „Plan B“ enthalten, falls das erhoffte Ergebnis, beispielsweise die Wohnungsanmietung, ausbleibt. Der Vorteil für die Gefangenen aus den ehrenamtlichen Betreuungsverhältnissen lässt sich wie folgt darstellen:

· Die Begegnungen zu freien Helfern durchbrechen die anstaltsspezifischen Kommunikationsstrukturen (Knastjargon etc.); sie können das Selbstwertgefühl des Straffälligen steigern und bauen somit vollzugsspezifische Schädigungen ab;
· Besucher von außerhalb konkretisieren schon durch ihre Anwesenheit, durch die Art, wie sie sich geben und durch das, was sie von der Außenwelt berichten, eine Zukunftsperspektive eigenverantwortlichen Lebens;
· In der Gefängniskult ur erworbene oder mitgebrachte Normen werden an den Kontakten zu Außenstehenden überprüft und auf ihren Realtitätsbezug hin abgeschätzt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Die Institution Justizvollzugsanstalt

2.1 Die Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel

3. Definition Entlassungsvorbereitung

4. Konkrete Hilfen zur Entlassungsvorbereitung

4.1 Beschaffung von wichtigen Dokumenten

4.2 Wohnungssuche

4.3 Arbeitsamt

4.4 Sozialamt

4.5 Anlaufstelle für Straffällige Cura e.V.

4.6 Diakonische Heime in Kästdorf e.V.

4.7 Kontoeröffnung

4.8 Schufa-Auskunft

5. Kurze Gesamtdarstellung der Klienten in meiner Projektzeit

5.1. Intensive Falldarstellung

6. Fazit

7. Literatur

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert das Projekt der Einzelfallhilfe in der JVA Wolfenbüttel mit dem Ziel, die methodischen Ansätze der Entlassungsvorbereitung zu evaluieren. Im Zentrum steht die Untersuchung, wie durch gezielte Unterstützung bei behördlichen und lebenspraktischen Hürden eine nachhaltige Resozialisierung gefördert und Rückfallrisiken minimiert werden können.

  • Theoretische Grundlagen und rechtliche Rahmenbedingungen des Strafvollzugs.
  • Methodik der Entlassungsvorbereitung: Unterstützung bei Wohnungssuche, Finanzen und Behörden.
  • Analyse praktischer Fallbeispiele zur psychosozialen Begleitung inhaftierter Klienten.
  • Kritische Reflexion der Rolle des Sozialarbeiters im Kontext von Machtstrukturen und Vertrauensaufbau.

Auszug aus dem Buch

Analyse des Projektes „Einzelfallhilfe zur Entlassungsvorbereitung JVA Wolfenbüttel“

Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit ist es für Vorbestrafte außerordentlich schwer geworden, eine Erwerbstätigkeit zu erhalten. Ein bedeutender Faktor ist nicht allein die derzeitige Arbeitslosensituation, sondern dass das „Merkmal“ des Vorbestraftseins in gewisser Weise chancenlos macht. Äußerst beschwerlich ist es, eine Wohnung zu mieten, welches allerdings nicht an „Wohnungsknappheit“ liegt, da gegenwärtig eher zahlreiche Wohnungen leer stehen. Hierzu kommt weiterhin die Tatsache, dass die meisten Straffälligen keine positive Schufa-Auskunft erhalten, wobei diese durchweg, selbst bei privaten Vermietungen, gefordert wurden. Bei einigen Vermietern ist es zudem die Regel, eine sog. „Wohlgefallensklausel“ vom vorherigen Vermieter unterschreiben zu lassen. Diese Abfrage bezieht sich zumeist auf die pünktliche Zahlung, sowie auf sonstige Auffälligkeiten.

Die oben genannten Faktoren erschweren einem Straffälligen die Entlassungsvorbereitung immens, welches wiederum die Resozialisierung desjenigen wiederum behindert und somit die Rückfallquote erhöht. Resultierend daraus ergibt sich die sorgfältig geplante und notwendige Entlassungsvorbereitung. Auch sollte diese eine Art „Notfallplan“ bzw. einen „Plan B“ enthalten, falls das erhoffte Ergebnis, beispielsweise die Wohnungsanmietung, ausbleibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik ein, dass Vorbestrafte aufgrund gesellschaftlicher Stigmatisierung und bürokratischer Hürden bei der Wohnungssuche und Erwerbstätigkeit vor massiven Herausforderungen stehen.

2. Die Institution Justizvollzugsanstalt: Hier wird der rechtliche Auftrag des Strafvollzugs, insbesondere das Resozialisierungsgebot nach § 2 StVollzG, sowie die spezifischen Bedingungen der JVA Wolfenbüttel dargelegt.

3. Definition Entlassungsvorbereitung: Dieses Kapitel definiert die Entlassungsvorbereitung als notwendige Prozessbegleitung, die weit vor dem eigentlichen Haftende beginnt und psychische sowie wirtschaftliche Unterstützung vereint.

4. Konkrete Hilfen zur Entlassungsvorbereitung: Detaillierte praktische Leitfäden zur Beschaffung von Dokumenten, Wohnungssuche, Arbeitslosmeldung, Sozialhilfe und Kontoführung für Inhaftierte.

5. Kurze Gesamtdarstellung der Klienten in meiner Projektzeit: Präsentation der praktischen Arbeit mit drei Klienten, inklusive der spezifischen Herausforderungen und der methodischen Reflexion in den Falldarstellungen.

6. Fazit: Die Autorin zieht eine kritische Bilanz des Projektes, betont die Wichtigkeit praxisnahen Lernens und plädiert für einen Ausbau des offenen Vollzugs.

Schlüsselwörter

Strafvollzug, Entlassungsvorbereitung, Resozialisierung, Einzelfallhilfe, JVA Wolfenbüttel, Wohnungssuche, Arbeitsamt, Sozialhilfe, Straffälligenbetreuung, Schufa, Haftentlassung, Sozialarbeit, Rückfallprävention, Beratungsarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der praktischen Umsetzung von Einzelfallhilfen zur Entlassungsvorbereitung in der JVA Wolfenbüttel und den damit verbundenen Herausforderungen für Straffällige.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die bürokratischen und gesellschaftlichen Barrieren bei der Wiedereingliederung, wie Wohnungsmangel, Schuldenproblematik und der Zugang zu staatlichen Sozialleistungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den notwendigen Prozess einer sorgfältigen Entlassungsvorbereitung zu beschreiben und aufzuzeigen, wie Sozialarbeiter Inhaftierte dabei unterstützen können, ihre Angelegenheiten eigenverantwortlich zu regeln.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Autorin kombiniert eine theoretische Auseinandersetzung mit rechtlichen Grundlagen und Institutionen mit einer reflektierten Falldarstellung ihrer eigenen praktischen Arbeit während des Projektes.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil bietet praktische Anleitungen für wichtige Behördengänge und die Vermittlung von Hilfsangeboten sowie eine detaillierte Reflexion über die Beziehungsarbeit zu inhaftierten Klienten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie Resozialisierung, Entlassungsvorbereitung, Straffälligenhilfe und soziale Integration beschreiben.

Warum ist die Schufa-Auskunft für den Entlassungsprozess so kritisch?

Die Schufa-Auskunft ist laut der Autorin oft eine zwingende Voraussetzung für die Anmietung von Wohnraum oder die Eröffnung eines Kontos, was für verschuldete Haftentlassene ein fast unüberwindbares Hindernis darstellt.

Wie gestaltet sich laut Autorin die Beziehung zwischen Sozialarbeiter und Klient?

Die Beziehung basiert auf Transparenz und Hilfe zur Selbsthilfe, wobei die Autorin reflektiert, dass auch eine kontrollierte Offenheit gegenüber den Klienten den Beziehungsaufbau fördern kann.

Final del extracto de 32 páginas  - subir

Detalles

Título
Soziale Arbeit mit Gefangenen: Einzelfallhilfe zur Entlassungsvorbereitung
Universidad
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel
Autor
Janine Hieke (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
32
No. de catálogo
V28446
ISBN (Ebook)
9783638302234
Idioma
Alemán
Etiqueta
Soziale Arbeit Gefangenen Einzelfallhilfe Entlassungsvorbereitung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Janine Hieke (Autor), 2004, Soziale Arbeit mit Gefangenen: Einzelfallhilfe zur Entlassungsvorbereitung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28446
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