Diese Arbeit befasst sich mit der Betrachtung von Second Screen am deutschen Fernsehmarkt. Dabei werden die bestehenden Aktivitäten der Fernsehsender betrachtet, sowie Empfehlungen zum Ausbau dieser gegeben.
Vorab werden die wichtigsten Begriffe und Grundlagen zum Thema Second Screen erläutert, um das Fundament für den Hauptteil zu legen.
In diesem wird eingehend der privatwirtschaftliche Teil des Fernsehmarktes geschildert. Dabei geht diese Arbeit insbesondere auf den Medienkonzern ProSie- ben/Sat 1 ein. Zum Sender ProSieben wird eine ausführliche Fallstudie der Applikation ProSieben Connect dargestellt. Weiterhin wird das Thema anhand eines Interviews aus Sicht des Fernsehkonzerns gezeigt. Die Nutzersicht füllt ebenfalls ein Kapitel. Im Gegensatz zu ProSieben Connect wird die App des Konkurenzsenders RTL in einer zweiten Fallstudie betrachtet. Aspekte der Second Screen Nutzung in den USA und Großbritannien werden in ein einem eigenen Kapitel betrachtet. Schlussendlich wird aufgezeigt, welche Entwicklungsmöglichkeiten der Markt bietet und was dazu umgesetzt werden sollte.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2. Grundlagen
2.1 Begriffsdefinitionen
2.1.1 Second Screen
2.1.2 Second Screen Approaches
2.1.3 Social TV
2.2 Technische Voraussetzungen für Second Screen
2.3 Zuschauerbedürfnisse
2.4 Voraussetzungen für die Nutzerinteraktion
3. Second Screen am deutschen Markt
3.1 Social TV Apps
3.1.1 waydoo
3.1.2 Couchfunk
3.1.3 Weitere Apps
3.2 öffentlich-rechtliche Fernsehsender
3.3 privat-wirtschaftliche Sender
3.3.1 Second Screen Aktivitäten der ProSiebenSat.1 Media AG
3.3.2 Second Screen Aktivität bei der RTL Group S.A.
3.4 Fallstudie ProSieben Connect
3.5 Fallstudie RTL INSIDE
4. Internationaler Einsatz von Second Screen
4.1 Großbritannien
4.2 Italien
4.3 USA als Vorreiter
5. Aktuelle Meinungen zu Second Screen
5.1 Interview mit Pro Sieben als Second Screen Anbieter
5.2 Befragung von ProSieben Connect Nutzern
6. Entwicklungsmöglichkeiten am deutschen Fernsehmarkt
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert das Phänomen des Second Screen auf dem deutschen Fernsehmarkt, untersucht die bestehenden Angebote der Fernsehsender und leitet daraus Strategien für zukünftige Entwicklungen und Potenziale zur Zuschauerbindung ab.
- Analyse der Begrifflichkeiten und technischen Voraussetzungen für Second Screen
- Untersuchung der Nutzung von Social TV Apps und senderbasierten Angeboten
- Fallstudien zur App-Nutzung bei ProSieben Connect und RTL INSIDE
- Internationaler Vergleich der Second Screen Strategien (Großbritannien, Italien, USA)
- Ableitung von Entwicklungsmöglichkeiten zur Intensivierung der Zuschauerinteraktion
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Second Screen
Ein Second Screen ist ein zweites Gerät mit Bildschirm, das mit dem Internet verbunden ist und parallel zum Fernsehprogramm läuft. Dies kann ein Laptop, ein stationärer Computer, ein Tablet oder auch ein Smartphone sein. Unabhängig vom Endgerät wird der Second Screen für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt. Diese können Zusatzinformationen zum laufenden Programm, Auskünfte zu Schauspielern, Chats und Diskussionen oder Votings und Gewinnspiele sein (vgl. BITKOM Pressemitteilung, 2012). Neben den normalen Tätigkeiten im Internet, wie E-Mails schreiben und lesen, Suchanfragen starten, Social Communities besuchen oder einkaufen in Online-Shops, werden speziell auf die parallel geschaute Sendung zugeschnittene Apps oder Webseiten immer attraktiver (vgl. SevenOne Media GmbH, 2012). Unterschieden wird dabei aufgrund der Anbieter. So gibt es Webseiten und Apps, welche die einzelnen Fernsehsender selbst anbieten, wie auch Second Screen Apps von Drittanbietern, die sämtliche Kanäle in einer App verbinden.
Die vorliegende Arbeit wird sich insbesondere mit den Second Screen Apps der Fernsehsender zur Interaktion mit den Zuschauern befassen. Diese werden auch Second Screen Approaches genannt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Parallelnutzung von Fernsehen und Internet sowie die Zielsetzung der Arbeit, den aktuellen Stand und die Chancen von Second Screen auf dem deutschen Markt zu evaluieren.
2. Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie Second Screen und Social TV definiert, technische Voraussetzungen geklärt und die Motivationsfaktoren der Zuschauer analysiert.
3. Second Screen am deutschen Markt: Dieses Kapitel analysiert senderunabhängige Social TV Apps sowie spezifische Angebote der öffentlich-rechtlichen und privaten Sender, ergänzt durch detaillierte Fallstudien zu ProSieben Connect und RTL INSIDE.
4. Internationaler Einsatz von Second Screen: Es folgt ein Blick auf die fortgeschrittene Nutzung und die Strategien in Großbritannien, Italien und den USA, um Potenziale für den deutschen Markt zu identifizieren.
5. Aktuelle Meinungen zu Second Screen: Dieses Kapitel präsentiert die Perspektive von ProSieben im Interview sowie empirische Erfahrungen von Nutzern der ProSieben Connect App.
6. Entwicklungsmöglichkeiten am deutschen Fernsehmarkt: Hier werden konkrete Potenziale für die Bereiche Chat, Interaktion und Information aufgezeigt, um die Nutzung der Second Screen Angebote nachhaltig zu steigern.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse und einem Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Gerätekonvergenz für den Fernsehkonsum.
Schlüsselwörter
Second Screen, Social TV, Fernsehen, Internet, Zuschauerbindung, App-Entwicklung, ProSieben Connect, RTL INSIDE, Mediennutzung, Parallelkonsum, Interaktion, Digitalisierung, Nutzerverhalten, TV-Marketing, Social Media
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptthema der Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und den Chancen der Second-Screen-Nutzung am deutschen Fernsehmarkt.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Es werden technische Voraussetzungen, Zuschauerbedürfnisse, die Strategien privater und öffentlich-rechtlicher Sender sowie internationale Vergleichsbeispiele betrachtet.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie deutsche Fernsehsender Second-Screen-Angebote einsetzen können, um Zuschauer langfristig an ihr Programm zu binden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf Literaturanalysen, der Auswertung bestehender Studien sowie eigenen Fallstudien (Selbstversuchen) mit den Apps ProSieben Connect und RTL INSIDE.
Was deckt der Hauptteil ab?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Grundlagen, die Analyse des deutschen Marktes, internationale Vergleiche sowie die Auswertung von Experteninterviews und Nutzerbefragungen.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?
Kernbegriffe sind insbesondere Second Screen, Social TV, Zuschauerinteraktion und die Veränderung des Fernsehnutzerverhaltens im digitalen Zeitalter.
Wie unterscheidet sich ProSieben Connect von RTL INSIDE?
Während ProSieben Connect als zentraler Teil der Strategie mit einer eigenen App und Webseite sowie einer starken Sideshow-Integration agiert, bietet RTL INSIDE einen "Inside-Bereich" für ausgewählte Sendungen innerhalb der App-Struktur.
Warum schneidet Deutschland im internationalen Vergleich schlechter ab?
Die Arbeit stellt fest, dass in den USA und Großbritannien die Second-Screen-Angebote weiter verbreitet sind und die Zuschauer dort aktiver und häufiger parallel zum Fernsehen mobile Endgeräte nutzen.
Welche Entwicklungsmöglichkeiten sieht die Autorin?
Sie schlägt vor, die Integration von Social Media in Apps zu verbessern, interaktive Formate gezielter einzusetzen und die Qualität sowie Präsentation der Zusatzinformationen deutlich auszubauen.
Welche Rolle spielt Werbung im Second Screen Kontext?
Die Autorin argumentiert, dass Werbung, die in direktem Zusammenhang mit der laufenden Sendung steht, akzeptiert wird und dazu beitragen kann, Zuschauer während der Werbeunterbrechungen bei der App zu halten, anstatt zum Zappen anzuregen.
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- Kristina Stelzig (Autor), 2013, Second Screen. Analyse und Chancen am Beispiel des deutschen Fernsehmarktes, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284479