Die Bezeichnung ‚Controlling‘ kommt aus dem Englischen ‚to control‘ und bedeutet steuern, regeln, oder lenken. Controlling ist somit „nicht der englische oder amerikanische Begriff für Kontrolle“. (SCHLAFFKE/PLÜNNECKE, 2014, S. 30)
Controlling stellt die Summe aller Maßnahmen dar, die dazu dienen die Führungsbereiche Planung, Kontrolle, Organisation, Personalführung und Information so zu koordinieren, dass die Unternehmensziele optimal erreicht werden können. Dabei soll das übergeordnete Ziel mit möglichst wenig Zahlen und Aufwand angesteuert werden.
Hierbei steht „zukunftsorientiert agieren“ (LEIDIG, 2003, S. 36) im Mittelpunkt während bei der Kontrolle „vorwiegend vergangenheitsorientiert reagieren“ (LEIDIG, 2003, S. 36) die Kernaussage bildet.
Controlling ist die betriebswirtschaftliche Steuerung eines Unternehmens zum Zweck der Zielerreichung. Maßnahmen werden festgelegt, Ressourcen geplant und Aufgaben durchgeführt. Kontrolle hingegen umfasst lediglich die Prüfung verschiedener Ergebnisse oder Abläufe. In der Kontrolle werden Abweichungen festgestellt während im Controlling zielorientierte Maßnahmen bei Abweichungen getroffen werden.
Controlling schließt somit viel mehr Prozesse ein als Kontrolle.
Die Mitgliederentwicklung zeichnet sich aus durch Neukunden, Kundenbindung und die Anzahl von Kündigungen. Alles zusammen ist abhängig von der Kundenzufriedenheit.
Fluktuation ist eine Kenngröße der Kundenzufriedenheit. Um die Fluktuationsquote zu ermitteln, wird die Kündigungsanzahl ins Verhältnis zum durchschnittlichen Mitgliederbestand gesetzt.
Inhaltsverzeichnis
1 CONTROLLING
1.1 Kerngedanken und Aufgaben
1.2 Mitgliederentwicklung
1.3 Kennzahlensystem
1.4 Controllingsystem
1.4.1 Erläuterung eines Controllingsystems
1.4.2 Erläuterung einer Balanced Scorecard
1.4.3 Balanced Scorecard Praxisbeispiel
2 JAHRESABSCHLUSSANALYSE
2.1 Bilanzkennzahlen
2.1.1 Jahresüberschuss
2.1.2 Eigenkapitalquote
2.1.3 Eigenkapitalrentabilität
2.1.4 Umsatzrentabilität
2.1.5 Working Capital
2.2 Wirtschaftliche Entwicklung
3 KOSTENRECHNUNG
3.1 Kostenrechnungsarten
3.2 Zuschlagskalkulation
3.3 Deckungsbeitragsrechnung
3.4 Interpretation einer Deckungsbeitragssituation
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit befasst sich mit der betriebswirtschaftlichen Steuerung und Analyse eines Fitnessunternehmens. Ziel ist es, durch den Einsatz von Controlling-Instrumenten, Bilanzkennzahlen und Kostenrechnungsverfahren die wirtschaftliche Lage zu bewerten und Optimierungspotenziale zur Sicherung der Unternehmensrentabilität und Liquidität aufzuzeigen.
- Grundlagen des Controllings und Einsatz von Kennzahlensystemen
- Anwendung der Balanced Scorecard zur strategischen Planung
- Durchführung einer fundierten Jahresabschlussanalyse mittels Bilanzkennzahlen
- Kalkulationsverfahren wie die Zuschlagskalkulation und Deckungsbeitragsrechnung
- Strategische Entscheidungsfindung bei negativen Deckungsbeiträgen
Auszug aus dem Buch
3.4 Interpretation einer Deckungsbeitragssituation
Stellungnahme zu folgender Aussage:
„Sollte der Deckungsbeitrag II eines Unternehmensbereiches negativ sein, der Deckungsbeitrag I jedoch positiv, so ist die einzig richtige Unternehmensstrategie, dass dieser Geschäftsbereich aufgegeben werden muss!“
Die Definition des Begriffes und der einzelnen Deckungsbeitragspositionen erfolgte bereits in Aufgabe 3.3.
Die beschriebene Situation sagt aus, dass die direkt zurechenbaren variablen Kosten durch den Teilumsatz gedeckt werden können, jedoch nicht die direkt zurechenbaren fixen Kosten. Folglich erwirtschaftet dieser Bereich des Unternehmens einen ‚negativen Gewinn‘.
Dies sagt jedoch nicht, dass der gesamte Geschäftsbereich aufgegeben werden muss. Dieser Grundannahme wird widersprochen.
Wenn der Deckungsbeitrag I eines Unternehmens positiv ist, gleichzeitig der Deckungsbeitrag II aber negativ, besagt dies, dass die fixen Kosten, die dieser Unternehmensbereich verursacht, die Hauptursache darstellen.
Dies gibt Aufschluss darüber, dass die Auslastung insgesamt gut ist, da die variablen Kosten, die in Abhängigkeit von der Auslastung entstehen, nicht negativ sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1 CONTROLLING: Einführung in die Begrifflichkeit und Aufgaben des Controllings sowie Vorstellung von Kennzahlensystemen und der Balanced Scorecard als Steuerungsinstrumente.
2 JAHRESABSCHLUSSANALYSE: Analyse der wirtschaftlichen Lage anhand konkreter Bilanzkennzahlen wie Eigenkapitalquote und Rentabilität zur Beurteilung der Unternehmensstabilität.
3 KOSTENRECHNUNG: Erläuterung von Kalkulationsmethoden inklusive praktischer Anwendungsbeispiele für Zuschlagskalkulation und Deckungsbeitragsrechnung.
Schlüsselwörter
Controlling, Kennzahlensystem, Balanced Scorecard, Jahresabschlussanalyse, Bilanzkennzahlen, Eigenkapitalquote, Umsatzrentabilität, Kostenrechnung, Zuschlagskalkulation, Deckungsbeitragsrechnung, Liquidität, Rentabilität, Unternehmenserfolg, Deckungsbeitrag II, Kostenmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt wesentliche betriebswirtschaftliche Methoden und Analysewerkzeuge zur Steuerung und Überprüfung der wirtschaftlichen Situation in einem Fitnessunternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind das Controlling, die Bilanzanalyse und die Kostenrechnung als Basis für unternehmerische Entscheidungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die fundierte Bewertung der Unternehmensleistung durch Kennzahlen und die Erarbeitung von Strategien zur Verbesserung der wirtschaftlichen Effizienz.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es kommen betriebswirtschaftliche Methoden wie die Bilanzanalyse, die Zuschlagskalkulation und die Deckungsbeitragsrechnung zur Anwendung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Controlling-Instrumente, die Auswertung von Bilanzkennzahlen und komplexe Kostenrechnungsmodelle.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Controlling, Kennzahlen, Deckungsbeitrag, Rentabilität, Liquidität und Kostenrechnung.
Wie unterscheidet sich Controlling von reiner Kontrolle laut der Arbeit?
Controlling ist zukunftsorientiert und prozessübergreifend, während Kontrolle primär vergangenheitsorientiert und auf die Prüfung von Ergebnissen fokussiert ist.
Wann ist die Schließung eines Geschäftsbereichs trotz negativem Deckungsbeitrag II in Frage zu stellen?
Eine Schließung ist zu hinterfragen, wenn der Bereich positiv auf andere Geschäftsbereiche ausstrahlt oder eine negative Schließungsfolge für das Gesamtunternehmen (z.B. sinkende Kundenzufriedenheit) zu befürchten ist.
- Citation du texte
- Elisabeth Ziegert (Auteur), 2014, Überblick zu Controlling, Jahresabschlussanalyse, Kostenrechnung. Mit praktischen Rechenbeispielen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284494