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Homer als Reiseführer? Wie Heinrich Schliemann Troja entdeckte

Título: Homer als Reiseführer? Wie Heinrich Schliemann Troja entdeckte

Trabajo Escrito , 2014 , 17 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Svenja Gerbendorf (Autor)

Historia de Europa - Historia contemporánea, Unificación europea
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„Mein fester Glaube an Homer und die Tradition ist nie von der modernen Kritik erschüttert worden, und diesem Glauben verdanke ich die Entdeckung Trojas“ schrieb Heinrich Schliemann einst. Doch woher kam dieser unerschütterliche Glaube an Homer? Waren es wirklich nur die Epen des griechischen Dichters, die Schliemann Troja finden ließen? Wie genau fand er die lang gesuchte Stadt? Und wie kam er dazu, Homer nicht nur als Dichter zu sehen, sondern ihn auch als „Reiseführer“ zu benutzen? All diesen Fragen soll die vorliegende Hausarbeit auf den Grund gehen.
Im ersten Teil sollen die „Hauptakteure“ beleuchtet werden, um ein besseres Verständnis für die diese Fragen beantwortenden Ausführungen im zweiten Teil aufzubauen.
Dabei sind folgende Schwierigkeiten zu beachten: Dichtung wird von Wahrheit zu trennen sein, da Schliemann seinem Leben gern mit erfundenen Geschichten eine zusätzliche Würze verlieh. Dazu kommen zu einigen Themen höchst unterschiedliche Angaben in der Fachliteratur. Und natürlich müssen, um den Umfang dieser Arbeit nicht zu sprengen, verschiedene überaus wichtige und interessante Fragen vernachlässigt werden. So zum Beispiel die Entstehungsgeschichte der Ilias, Gegenthesen zu Schliemann, die sich ebenfalls auf Homer berufen, wie die von Raoul Schrott, die späteren Ausgrabungen in Troja nach Schliemann und Dörpfeld und deren Ergebnisse etc.
Bei meinen Ausführungen des ersten Teils stütze ich mich vor allem auf die Bücher Troia und Homer und Homer von Joachim Latacz, sowie auf die Schliemann-Biografie von Franz Georg Brustgi, während mir für den zweiten Teil vor allem Schliemanns eigene Schriften über Troja und Heinrich Schliemanns Weg nach Troia von Manfred Flügge nützlich scheinen. Letzt genanntes Werk möchte ich besonders hervorheben, da es nach all den Lobgesängen auf Schliemann sehr erfrischend war, eine kritische Lektüre über ihn zu lesen. Außerdem möchte ich mich bei dem angehenden Archäologen Matthias Daniels bedanken, der den entscheidenden Hinweis auf Charles Maclaren lieferte und auch sonst viele Denkanstöße und Hilfestellungen gab.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die „Hauptakteure“

2.1 Heinrich Schliemann

2.2 Homer und die Ilias

2.3 Troja – Geschichte und Lage

3. Die Debatte um die exakte Lage Trojas zur Zeit Schliemanns

3.1 Maclaren – Calvert – Schliemann

3.1.1 Schliemann vergleicht mit Homer

3.2 Die Troja-Ausgrabungen Schliemanns

4. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wirken von Heinrich Schliemann im Kontext der Suche nach dem historischen Troja. Dabei steht insbesondere die Frage im Vordergrund, inwiefern Schliemann die Epen Homers als wissenschaftlichen Leitfaden für seine archäologischen Grabungen nutzen konnte und welche Faktoren seinen unerschütterlichen Glauben an die historische Existenz der sagenumwobenen Stadt beeinflussten.

  • Die Biografie und Motivation von Heinrich Schliemann als Archäologe.
  • Die wissenschaftliche und kulturelle Bedeutung von Homers Ilias.
  • Der fachwissenschaftliche Disput über die geografische Lage von Troja.
  • Die methodische Herangehensweise Schliemanns bei seinen Ausgrabungen auf Hissarlik.
  • Die Rolle der Zusammenarbeit zwischen Schliemann, Calvert und Dörpfeld.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Schliemann vergleicht mit Homer

Dass Schliemann schon beim ersten Betreten des Hügels bei Bunarbaschi wusste, dass dies nicht Troja sein kann – so beschreibt er es selbst in seinem Buch Ithaka – ist fraglich, zumal Frank Calvert zu berichten wusste: „Er fragte mich nach meiner Ansicht über die wahre Lage von Troia und gab dabei zu, dass er dieser Frage bisher noch nicht viel Aufmerksamkeit gewidmet habe“26. Wahrscheinlich ist jedoch, dass zumindest Zweifel an der Richtigkeit der Bunarbaschi-Theorie aufkamen. Einem Vergleich mit der Ilias hielt dieser Ort einfach nicht stand. Und dass diese einfach nur Dichtung, der Ort und die Ereignisse erfunden sein könnten, kam für den Homer-Verehrer, für den Ilias und Odyssee zur Bibel wurden, nicht in Frage.

So schrieb Schliemann: „Nur schien sie [die Ebene von Troja] mir beim ersten Blick zu lang zu sein und Troja viel zu weit vom Meer zu liegen, wenn Bunarbaschi wirklich innerhalb des Bezirks der alten Stadt erbaut ist“27. Wenn man eben diese Entfernung zum Meer mit der Ilias vergleicht, findet sich die erste Unstimmigkeit: Bunarbaschi liegt ca. 14km vom Meer entfernt. Für diese Strecke bräuchte man zu Fuß drei bis vier Stunden. Homer schrieb jedoch, dass die Gesandten die Strecke teilweise bis zu sechs Mal täglich zurücklegten und dass die Kämpfe zwischen der Festung und dem Schiffslager der Griechen hin und her wogten. Dafür ist diese Entfernung jedoch viel zu lang.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation Schliemanns, basierend auf seinem Glauben an Homer, und skizziert die methodischen Herausforderungen bei der Trennung von Dichtung und archäologischer Realität.

2. Die „Hauptakteure“: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Heinrich Schliemanns, die Bedeutung Homers als Autor der Ilias sowie die historische Entwicklung des Hügels Hissarlik nach.

3. Die Debatte um die exakte Lage Trojas zur Zeit Schliemanns: Hier wird der wissenschaftliche Diskurs um die korrekte Lokalisierung Trojas, insbesondere zwischen den konkurrierenden Theorien Bunarbaschi und Hissarlik, analysiert.

3.1 Maclaren – Calvert – Schliemann: Dieser Abschnitt beschreibt den entscheidenden Einfluss von Charles Maclaren und Frank Calvert auf Schliemanns Erkenntnisprozess hinsichtlich des Standortes Hissarlik.

3.1.1 Schliemann vergleicht mit Homer: Hier wird erläutert, wie Schliemann topografische Details aus Homers Epen nutzte, um die Theorie von Bunarbaschi zu widerlegen und Hissarlik zu favorisieren.

3.2 Die Troja-Ausgrabungen Schliemanns: Dieses Kapitel beschreibt den praktischen Verlauf der Grabungen, die Konflikte mit den Behörden und die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Wilhelm Dörpfeld.

4. Ausblick: Der Ausblick resümiert Schliemanns Wirken und reflektiert die andauernde fachwissenschaftliche Debatte sowie das heutige Verständnis vom historischen Troja.

Schlüsselwörter

Heinrich Schliemann, Troja, Homer, Ilias, Hissarlik, Bunarbaschi, Archäologie, Ausgrabungen, Frank Calvert, Wilhelm Dörpfeld, Mykene, Tiryns, Historizität, Antike, Grabungstechnik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Wirken von Heinrich Schliemann und seiner Suche nach dem historischen Troja, wobei besonders sein Verhältnis zu Homers Dichtung im Mittelpunkt steht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Biografie Schliemanns, die wissenschaftliche Debatte um die Lokalisierung Trojas im 19. Jahrhundert sowie die archäologische Praxis der Zeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, wie Schliemann durch die Kombination von literarischen Quellen wie der Ilias und archäologischen Untersuchungen die Existenz Trojas nachweisen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, die Schliemanns eigene Aufzeichnungen, zeitgenössische Fachliteratur und moderne Biografien miteinander vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die historischen Akteure (Schliemann, Homer), die geografischen Theorien jener Zeit und der konkrete Ablauf sowie die Ergebnisse der Ausgrabungen detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Heinrich Schliemann, Troja, Hissarlik, die Ilias und die archäologische Auseinandersetzung mit der antiken Topografie.

Wie bewertet der Autor Schliemanns Umgang mit Quellen?

Der Autor zeigt auf, dass Schliemann zwar eine kritische Lektüre nötig hatte, er jedoch eine Pionierleistung vollbrachte, indem er Troja aus dem Mythos in die reale Archäologie überführte.

Welche Rolle spielte Frank Calvert bei den Entdeckungen?

Calvert wird als ein wesentlicher Impulsgeber dargestellt, der Schliemann den entscheidenden Hinweis auf Hissarlik gab, auch wenn Schliemann dessen Verdienste in der späteren Selbstdarstellung teils verschwieg.

Warum war der Ort Bunarbaschi als Standort für Troja so umstritten?

Bunarbaschi war aufgrund topografischer Unstimmigkeiten mit den Beschreibungen in der Ilias, etwa der Entfernung zum Meer, aus wissenschaftlicher Sicht nicht mit Homers Troja vereinbar.

Was unterscheidet Schliemanns erste Ausgrabungen von späteren Arbeiten?

Die frühen Grabungen waren von einem ungeduldigen, fast zerstörerischen Vorgehen geprägt, während unter der fachlichen Anleitung von Wilhelm Dörpfeld systematischere und genauere archäologische Methoden angewandt wurden.

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Detalles

Título
Homer als Reiseführer? Wie Heinrich Schliemann Troja entdeckte
Universidad
University of Potsdam  (Historisches Institut)
Curso
Die athenische Demokratie
Calificación
2,0
Autor
Svenja Gerbendorf (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
17
No. de catálogo
V284527
ISBN (Ebook)
9783656847915
ISBN (Libro)
9783656847922
Idioma
Alemán
Etiqueta
Homer Ilias Troja Heinrich Schliemann
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Svenja Gerbendorf (Autor), 2014, Homer als Reiseführer? Wie Heinrich Schliemann Troja entdeckte, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284527
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