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Stundenentwurf: Freiheit und Verantwortung - Was macht mich frei?

Unterrichtsentwurf für die 12. Klasse der gymnasialen Oberstufe im Fach Ev. Religion

Titre: Stundenentwurf: Freiheit und Verantwortung - Was macht mich frei?

Plan d'enseignement , 2014 , 39 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Stefan Prill (Auteur)

Didactique - Théologie, Pédagogie de Religion
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Résumé Extrait Résumé des informations

„Bei der Freiheit handelt es sich […] um ein aktuelles und beziehungsreiches Thema. Die Verheißung der Freiheit zieht die Aufmerksamkeit auf sich; doch die Gefährdung der Freiheit steht genauso dringlich auf der Tagesordnung“, konstatiert Wolfgang Huber, der ehemalige Ratsvorsitzende der EKD. Auch wenn Freiheit ein hohes Gut ist, ist sie keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Der Blick in Regionen der Erde, in denen die Freiheitsrechte der UN-Menschenrechtscharta nicht verwirklicht werden, macht dies deutlich. Doch auch wenn die Schüler meistens keine persönlichen Erfahrungen mit politischer Unfreiheit gemacht haben und das Gefühl der Freiheit eine wichtige und existentielle Erfahrung für sie darstellt, erleben besonders Jugendliche viele gesellschaftliche Zwänge als Bedrohung ihrer Freiheit. Oft sind diese Bedrohungen des eigenen Freiheitgefühls mit den Orten Schule und Elternhaus verknüpft, sodass viele Jugendliche eine Sehnsucht nach Freiheit als Unabhängigkeit entwickeln. Dieses Gefühl „Ich kann tun und lassen, was ich will“, manifestiert sich für sie oft in ihrer Freizeit, im Urlaub oder aber in dem Herbeiwünschen der Zeit nach dem Auszug aus dem Elternhaus bzw. nach dem Schulabschluss. Dass Freiheit jedoch weit mehr als Unabhängigkeit bedeutet, haben viele Schülerinnen und Schüler nicht im Blick. Durch die Beschäftigung mit der christlichen Freiheit, die in der Bibel sowohl im Alten, als auch im Neuen Testament beschrieben wird und die in der Reformation neu entdeckt wurde, haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit eine andere Konzeption von Freiheit kennenzulernen, das mehr bietet als äußere Freiheit und Unabhängigkeit. Im Alten Testament wird Freiheit als ein Geschenk beschrieben, welches Gott erst möglich macht. Im Neuen Testament liegt die christliche Freiheit im heilsgeschichtlichen Wirken Christi begründet.Für die Bibel ist die höchste Form des menschlichen Zusammenlebens die Nächstenliebe und so verwirklicht sich in der Nächstenliebe auch der richtige christliche Gebrauch der eigenen Freiheit. Die Schülerinnen und Schüler können für sich entscheiden, ob das christliche Freiheitsverständnis für sie etwas wäre, dass ihrem Leben Gewinn bringen könnte und dass sie selber erleben möchten, oder ob sie es begründet ablehnen wollen, aber zumindest erklären können, was Christen unter Freiheit und einem freiheitlichen Lebensstil, der in der Nächstenliebe gipfelt, verstehen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Orientierung

1.1. Was will ich, dass meine Schüler lernen?

1.2. Bezug zum Bildungsplan

1.3. Vorläufiger Stoffverteilungsplan

2. Theologische Entfaltung

2.1. Freiheit im Alten Testament

2.2. Freiheit im Neuen Testament

3. Didaktischer Übergang

3.1. Worauf richtet sich mein Unterricht?

3.2. Lernschritte und Kompetenzerwerb

3.3. Stoffverteilungsplan

3.4. Konzeption einer Stunde aus dem Gesamtzusammenhang

3.5. Materialien, Medien, Texte

3.5.1. Kurzfilm „Eine Minute Freiheit“

3.5.2. Huber, W., Von der Freiheit, 98-105 (Auszüge)

3.5.3. Fragen zu „Huber, W., Von der Freiheit, 98-105 (Auszüge)“

3.5.4. Ernst Lange, Die zehn großen Freiheiten, 3-8

3.5.5. Kurzfilm „Wacht auf!“

3.5.6. Dietrich Bonhoeffer, Stationen der Freiheit

3.5.7. Luther, Von der Freiheit eines Christenmenschen (Auszüge)

Zielsetzung & Themen

Ziel der Unterrichtseinheit ist es, Schülern der gymnasialen Oberstufe ein christliches Freiheitsverständnis zu vermitteln und dieses mit ihren eigenen Vorstellungen von Freiheit und gesellschaftlichen Zwängen in Beziehung zu setzen. Dabei soll die Erkenntnis gefördert werden, dass echte Freiheit stets mit Verantwortung gegenüber dem Nächsten und der Schöpfung einhergeht.

  • Vergleich von persönlicher Freiheit und gesellschaftlichen Anpassungszwängen
  • Biblisch-theologische Begründung von Freiheit im Alten und Neuen Testament
  • Erarbeitung der christlichen Rechtfertigungslehre als Gegenmodell zum Leistungswahn
  • Verbindung von innerer Glaubensfreiheit und äußerer ethischer Verantwortung
  • Reflexion des verantwortungsvollen Handelns in aktuellen ökologischen und politischen Kontexten

Auszug aus dem Buch

Was ist Freiheit?

Eine Definition muss schon deshalb schwerfallen, weil es sich bei Freiheit um ein Gefühl handelt. Frei ist ein Mensch, wenn er sich als frei empfindet. Ist das gegeben, so ist er nach Schiller sogar frei, wenn er „in Ketten geboren“ ist. […] Die schwere Bestimmbarkeit des Begriffs Freiheit zeigt sich darin, dass Lexika häufig zu einer negativen Definition Zuflucht nehmen und Freiheit als die Abwesenheit von Zwang verstehen – in Analogie dazu, dass sie auch oft Frieden als die Abwesenheit von Gewalt beschreiben.

Doch im einen wie im anderen Fall reicht eine solch rein negative Bestimmung nicht zu. Besonders deutlich ist es im Fall der Freiheit, dass sie nicht nur als „Freiheit von“, sondern auch als „Freiheit zu“ verstanden werden muss. Doch dafür ist grundlegend, dass diese beiden Seiten – die man üblicherweise als negative und positive Freiheit bezeichnet – durch etwas Gemeinsames miteinander verbunden sind, eben durch die Freiheit als solche.

Um diesem Gemeinsamen auf den Grund zu kommen, ist es hilfreich, dabei anzusetzen, dass Freiheit ein Gefühl oder eine Empfindung ist. Besonders gut beschreibt nach meiner Auffassung der Philosoph Peter Bieri diese Empfindung, wenn er sagt, Freiheit sei „das Gefühl, Urheber unseres Willens und Subjekt unseres Lebens zu sein“. Freiheit ist ein bestimmter Zug im Selbstverhältnis des Menschen, nämlich das Zutrauen dazu, dem eigenen Leben eine bestimmte Richtung zu geben und im Blick auf diese Richtung unter mehreren Möglichkeiten wählen zu können. […]

Zusammenfassung der Kapitel

1. Orientierung: In diesem Kapitel wird das Thema „Freiheit“ pädagogisch verortet, der Bezug zum Bildungsplan hergestellt und ein zeitlicher Rahmen für die Unterrichtseinheit skizziert.

2. Theologische Entfaltung: Das Kapitel bietet eine systematische Herleitung des christlichen Freiheitsbegriffs unter besonderer Berücksichtigung der Unterschiede zwischen alttestamentlichen Befreiungserfahrungen und der paulinisch-reformatorischen Rechtfertigungslehre.

3. Didaktischer Übergang: Hier werden die methodischen Schritte zur Vermittlung der Thematik, konkrete Unterrichtskonzeptionen sowie die notwendigen Materialien und Texte für die Unterrichtseinheit detailliert ausgearbeitet.

Schlüsselwörter

Freiheit, Verantwortung, christliche Freiheit, Rechtfertigungslehre, Nächstenliebe, Schuld, Gnade, Dekalog, Selbstbestimmung, christliches Menschenbild, Reformation, Martin Luther, Ethik, Glaube, Willensfreiheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung einer Unterrichtseinheit für die gymnasiale Oberstufe zum Thema „Freiheit und Verantwortung – Was macht mich frei?“, welche christliche Perspektiven mit jugendlichen Lebenswelten verknüpft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die biblisch-theologische Fundierung von Freiheit (Altes und Neues Testament), die Auseinandersetzung mit Luthers Freiheitsschrift und der Bezug zu aktuellen gesellschaftlichen Zwängen und Leistungsanforderungen.

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?

Das Ziel ist es, den Schülern zu vermitteln, dass christliche Freiheit weit mehr als bloße Unabhängigkeit ist, sondern als befreite Freiheit in Verantwortung für den Nächsten und die Schöpfung gelebt wird.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es wird eine hermeneutische Herangehensweise genutzt, um biblische und reformatorische Texte zu interpretieren und diese in den Kontext einer schülerzentrierten, kompetenzorientierten Unterrichtsgestaltung zu stellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theologische Grundlegung, die didaktische Planung der Unterrichtsschritte, die Konzeption einer Beispielstunde sowie die Aufbereitung der verwendeten Materialien und Quellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Freiheit, Verantwortung, Rechtfertigungslehre, Nächstenliebe, christliche Existenz und die Verbindung von Glauben und Handeln.

Wie integriert der Entwurf den Dekalog in das Thema Freiheit?

Der Dekalog wird nicht als einschränkendes Regelwerk, sondern als „die zehn Artikel der großen Freiheit“ interpretiert, die Schutz bieten und ein befreites Leben ermöglichen.

Welche Rolle spielt Martin Luthers Freiheitsschrift für die Einheit?

Luthers Doppelthese dient als zentraler Ankerpunkt, um zu verdeutlichen, dass der Christ in seiner inneren Freiheit gleichzeitig ein dienstbarer Knecht für seinen Nächsten in der Welt ist.

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Résumé des informations

Titre
Stundenentwurf: Freiheit und Verantwortung - Was macht mich frei?
Sous-titre
Unterrichtsentwurf für die 12. Klasse der gymnasialen Oberstufe im Fach Ev. Religion
Université
University of Heidelberg  (Theologische Fakultät (Praktisch-Theologisches Seminar))
Cours
Hauptseminar Religionspädagogik
Note
1,0
Auteur
Stefan Prill (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
39
N° de catalogue
V284589
ISBN (ebook)
9783656848332
ISBN (Livre)
9783656848349
Langue
allemand
mots-clé
Theologie Religion Unterricht Schule Gymnasium Unterrichtsentwurf Studenentwurf Freiheit Verantwortung Nächstenliebe Evangelisch Evangelische Religionslehre Religionsunterricht
Sécurité des produits
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Citation du texte
Stefan Prill (Auteur), 2014, Stundenentwurf: Freiheit und Verantwortung - Was macht mich frei?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284589
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Extrait de  39  pages
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