Die Fast Food Industrie befindet sich im Wandel. Immer mehr Bio-Fast Food Restaurants öffnen ihre Pforten und erfreuen sich besonders in den Großstädten Deutschlands an größer werdenden Kundenzahlen. Zwar sind es in den meisten Fällen einzelne, kleinere Läden, jedoch werden sich in Zukunft wohl einige größere Ketten bilden, die auf das Bio Fast Food Konzept setzen werden.
Mit Bio Fast Food sind aber nicht nur Produkte verbunden, sondern das gesamte Konzept dieser Restaurants ist auf Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility ausgerichtet. Helle Naturholztische, viele Pflanzen und zum Beispiel ein nachhaltiges Belüftungssystem sind Teil vieler dieser neuartigen Schnellrestaurants. Durch die immer größer werdende Konkurrenz und den allgemeinen Trend der Konsumenten hin zu gesunder Ernährung und nachhaltigem Denken stellt sich für die großen Fast Food Ketten die Frage, ob es sich lohnt ebenfalls auf Corporate Social Responsibility zu setzen.
Im Rahmen dieser Hausarbeit wird der Bereich Corporate Social Responsibility in der Fast Food Branche thematisiert. Dazu wird als erstes die Branche anhand von Daten und Fakten vorgestellt, bevor aktuelle Trends, Chancen und Risiken analysiert werden. Im zweiten Teil dieser Arbeit erfolgt die Vorstellung des Marktführers der Branche. Hierbei wird untersucht, inwiefern das Unternehmen hinsichtlich der Corporate Social Responsibility schon aktiv ist bzw. plant es zu sein. Im letzten Teil der Arbeit werden Handlungsempfehlungen, sowohl für McDonald’s, als auch für die gesamte Branche verfasst.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Fast Food Branche
2.1 Trends der Fast Food Branche
2.2 Chancen und Risiken
3 McDonald’s
3.1 McDonald’s Markenrelaunch
3.2 Corporate Responsibility Report
3.2.1 Landwirtschaft
3.2.2 Klima‐ und Umweltschutz
3.2.3 McDonald’s und der Umgang mit Mitarbeitern
3.2.4 McBenefit Altersvorsorgungs‐System
3.2.5 McDonald’s Testrestaurant
3.2.6 Soziales Engagement
3.3 Stärken und Schwächen des McDonald’s Nachhaltigkeits‐Programm
4 Handlungsempfehlung
5 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung und Umsetzung von Corporate Social Responsibility (CSR) in der Fast-Food-Branche, wobei McDonald’s als Fallbeispiel dient. Das primäre Ziel ist es, den Status quo der Nachhaltigkeitsbemühungen des Marktführers zu analysieren und Handlungsempfehlungen für das Unternehmen sowie die gesamte Branche abzuleiten.
- Analyse der Markttrends und Entwicklungen in der Systemgastronomie
- Untersuchung des Markenrelaunchs und der CSR-Strategie von McDonald’s
- Bewertung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen in den Bereichen Landwirtschaft, Umweltschutz und Mitarbeiterführung
- Kritische Reflexion der Stärken und Schwächen des aktuellen McDonald’s Nachhaltigkeitsprogramms
Auszug aus dem Buch
3.2.2 Klima‐ und Umweltschutz
Ein weiteres Ziel, dass sich McDonald’s auf die Fahne geschrieben hat, ist der Klima und Umweltschutz. „In alle Entscheidungsprozesse werden Aspekte des Umweltschutzes – zusammen mit Aspekten der Angemessenheit, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit – einbezogen. Die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Geschäftspartnern ist so ausgerichtet, dass diese Grundsätze dabei in allen geschäftlichen Belangen berücksichtigt werden. Ein weiteres, übergeordnetes Ziel ist es, sicherzustellen, dass sich die Umweltauswirkungen unserer geschäftlichen Tätigkeit auf ein Minimum beschränken. Dazu gehört auch die Implementierung eines Umweltmanagementsystems.“ (McDonald’s Inc., 2011, S. 25). Seit 1999 ist die Verpflichtung zum Umweltschutz in einer Leitlinie festgeschrieben.
Konkrete Ziele der Umweltleitlinie sind: 1. Verringerung der Menge eingesetzter Materialien (z.B. Energie und Rohstoffe) 2. Effiziente Nutzung von Ressourcen (z.B. durch die Verwendung recycelter Materialien) 3. Verringerung von Emissionen (z.B. durch Verwendung oder Verbesserung der Abwasserqualität) 4. Verringerung des Abfallaufkommens (z.B. in der Produktion und in unseren Restaurants sowie durch die Gewinnung von Sekundärrohstoffen).
Durch beispielsweise LED-Technologie, Klimatisierungsoptimierungen und Wärmerückgewinnungsmaßnahmen setzt das Unternehmen das Ziel der CO2 Reduktionen bisher um. Nach eigenen Angaben wurden beispielsweise im Jahr 2012 bereits 50 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen bezogen, 2014 sollen es 100 Prozent sein. Dabei konnte McDonald’s im Jahr 2011 durch den Einkauf von Strom aus erneuerbaren Energien bereits 100.000 Tonnen CO2 einsparen. So wurden im Jahr 2010 noch 389.393 Tonnen CO2 verbraucht, 2011 waren es dann 303.698 Tonnen CO2 und 2012 219.916 Tonnen CO2. Das entspricht einer Reduktion von 43 Prozent zwischebn 2010 und 2012 (McDonald’s Inc., 2012, S. 48).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Fast-Food-Industrie hin zu mehr Nachhaltigkeit und definiert den Rahmen der Hausarbeit sowie das gewählte Beispiel McDonald’s.
2 Fast Food Branche: Dieses Kapitel liefert Kennzahlen zur Branche, analysiert aktuelle Trends und erläutert Chancen sowie Risiken für die Marktakteure.
3 McDonald’s: Hier wird das Unternehmen McDonald’s vorgestellt, insbesondere sein Markenrelaunch, der jährliche Nachhaltigkeitsbericht, Mitarbeiterführung und spezifische Projekte wie das McBenefit-System und das Testrestaurant.
3.3 Stärken und Schwächen des McDonald’s Nachhaltigkeits‐Programm: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Glaubwürdigkeit und den ökologischen Herausforderungen wie Fleischproduktion, Müllaufkommen und Bio-Standards.
4 Handlungsempfehlung: Abschluss mit konkreten Vorschlägen zur Verbesserung der Transparenz, der Ausweitung von Bio-Standards und der Sicherung der Arbeitnehmerzufriedenheit durch Pflichtteilnahmen bei Mitarbeiterumfragen.
Schlüsselwörter
Corporate Social Responsibility, CSR, Fast-Food-Branche, McDonald’s, Nachhaltigkeit, Systemgastronomie, Markenrelaunch, Umweltmanagement, CO2-Reduktion, Mitarbeiterführung, McBenefit, Landwirtschaft, Best-Beef-Programm, Flagship-Farms, Transparenz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Rolle und Bedeutung von Corporate Social Responsibility (CSR) innerhalb der Fast-Food-Branche, unter besonderer Berücksichtigung der Strategien von McDonald’s Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Fast-Food-Branche, dem Markenrelaunch von McDonald’s, den Nachhaltigkeitsberichten, Mitarbeiterbelangen sowie den ökologischen Auswirkungen der Geschäftstätigkeit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein globaler Marktführer seine CSR-Strategie umsetzt und welche Lücken in der Nachhaltigkeitspraxis noch existieren, um daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Auswertung von Unternehmensdaten, Kennzahlen der Systemgastronomie sowie Berichten zum Nachhaltigkeitsmanagement.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Branchenanalyse, eine detaillierte Betrachtung der McDonald’s-Strukturen (inklusive MAAP-Programm und Umweltleitlinien) sowie eine kritische Analyse der Stärken und Schwächen der CSR-Strategie.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Corporate Social Responsibility, Nachhaltigkeit, Transparenz, Systemgastronomie, CO2-Bilanz und Markenführung.
Wie bewertet der Autor die Mitarbeiterzufriedenheit bei McDonald’s?
Der Autor hinterfragt kritisch die Mitbestimmungsrechte bei Franchise-Nehmern und merkt an, dass die Freiwilligkeit bei Mitarbeiterumfragen ein Risiko für die tatsächliche Erfassung der Zufriedenheit darstellt.
Welche Bedeutung haben die "Flagship-Farms" für das Unternehmen?
Sie dienen als Best-Practice-Beispiele, um Qualitätsstandards in der Landwirtschaft zu demonstrieren und den Dialog über nachhaltigere Produktionsmethoden innerhalb der Lieferkette voranzutreiben.
- Citation du texte
- Stephan Wisniewski (Auteur), 2014, Corporate Social Responsibility in der Fast-Food-Branche am Beispiel von McDonald’s, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284590