Das Thema 'Englishness' im Unterricht


Hausarbeit (Hauptseminar), 2004

14 Seiten, Note: gut


Leseprobe

Inhaltsangabe

1. Einleitung

2. Einführung in das Thema
2.1 Die Romane
2.2 Klausurvorschlag
2.3 Weitere Möglichkeiten

3. Fazit

Bibliographie

Anhang

1. Einleitung

Das Thema ‚Englishness’ ist ein sehr weitreichendes Thema. In dieser Arbeit soll nur eine kleine Auswahl von möglichen Behandlungsformen, bzw. Unterrichtsmaterialien für den Englischunterricht dargestellt werden. Diese Arbeit ist auf deutsch verfasst, jedoch sollte die Unterrichtssprache Englisch sein. In dieser Arbeit wird immer die männliche Form benutzt, doch schließt das auch immer die Frauen mit ein.

Für das Thema sollten für einen Grundkurs Englisch 12. Klasse drei Wochen, bzw. für einen Leistungskurs Englisch 12. Klasse zwei Wochen eingeplant werden. Die Schüler sollten im Vorfeld die Romane „The Remains of the Day“ von Kazuo Ishiguro und „The Quiet American“ von Graham Greene gelesen haben.

2. Einführung in das Thema

Als Einstieg in das Thema ‚Englishness’ sollten sich die Schüler zunächst mit ihrer eigenen Identität befassen. Dazu sollte es eine offenen Diskussionsrunde geben mit folgenden Fragen:

- New age of globalisation – is there a traditional identification with the motherland?
- What does being German mean to you? (the students)
- What keeps a nation together?
- Do you identify with the place you live in or with your ancestral roots?
- Does a whole nation has a single, identifiable character? Can we generalise it?
- How do locations influence identity?
- Besides nationality, what other factors are important in considering identity?
- Discuss the concept of identity in general, Englishness: a quality or a constructed idea
- How is Englishness challenged by globalisation and multiethnicity?

In dieser Diskussionsrunde soll geklärt werden, was die Nationalität ausmacht, sowohl die eigene, als auch die englische. Über ‚Englishness’ wird hier zunächst wahrscheinlich nur spekuliert, da man nicht davon ausgehen kann, dass alle Schüler schon einmal in England, bzw. Großbritannien waren.

In einem nächsten Schritt werden die Schüler in drei Gruppen eingeteilt. Diese Gruppen bekommen jeweils einen Text, und zwar „England your England“ und „The English People“, beide von George Orwell, und „How to be an alien“ von George Mikes. Eine kurze Biographie zu den Autoren kann vom Lehrer gegeben werden. (siehe Anhang) Der Arbeitsauftrag lautet:

- Find out how Englishness is described, on the one hand by an Englishman (Orwell) and on the other hand by an ‘outsider’ (Mikes).

Die Ergebnisse sollten schriftlich festgehalten werden und am Ende miteinander verglichen werden. Dabei kann man es den Schüler überlassen den Inhalt mit eigenen Worten wiederzugeben oder sich die ihrer Meinung nach treffendsten Zitate herauszusuchen.

Die Schüler sollten folgendes herausarbeiten: Orwell beobachtet in seinen Texten die Engländer. In „England your England“ stellt er ein paar Verallgemeinerungen auf: die Engländer sind nicht künstlerisch begabt, die Engländer sind nicht intellektuell, aber sie lieben ihre Hobbies, wie z.B. Brieftauben, Darts spielen, Kreuzworträtsel lösen und Briefmarken sammeln. Das englische Leben konzentriert sich auf den Pub, Footballspiele, den Garten und eine Tasse Tee, so Orwell.

Das Buch „The English People“ ist unterteilt in sechs Abschnitte:

Teil 1: England at First Glance

Teil 2: The Moral Outlook of the English People

Teil 3: The Political Outlook of th English People

Teil 4: The English Class System

Teil 5: The English Language

Teil 6: The Future of the English People

Orwell betont im ersten Teil den Anstand und die Höflichkeit der Engländer. Sie erklären Fragenden den Weg, formen anstandslos eine Schlange und sind rücksichtsvoll. Sie sind jedoch Ausländern gegenüber misstrauisch und sie rühren kein ausländisches Essen an. Sie lieben ihren Pudding und ihren Tee. Es gibt eine Klassengesellschaft, und jede Klasse hat ihren eigenen Akzent. Die Engländer lieben ihr Football und das Wetten auf Pferde, Hunde und sonstiges. Im zweiten Teil zeigt Orwell die Heuchelei der Engländer in bezug auf Alkohol, das Spielen, Sexualität und anderem auf. So sind ein paar Fanatiker bemüht, durch hohe Kosten den Konsum von Alkohol einzuschränken. Jedoch lässt sich der Engländer dadurch nicht abschrecken. Ebenso wenig lässt er sich von Gesetzen vom Spielen abhalten.

Die Engländer sagen ihre politische Meinung in aller Öffentlichkeit und nehmen dabei kein Blatt vor den Mund, jedoch ist ihr politisches Wissen auch nicht sehr ausgeprägt, d.h. sie haben nicht viel Ahnung von Politik.

Die englische Gesellschaft ist in drei Klassen unterteilt: die „Upper Class“, die „Middle Class“ und die „Working Class“. Innerhalb der Mittelklasse gibt es eine weitere Unterscheidung. Diese erfolgt nicht durch das Einkommen, sondern durch den Akzent, die Manieren und die Einstellung. Des weiteren ist es das Streben danach ein Gentleman zu sein oder eben nicht.

Die englische Sprache, bzw. die englische Grammatik ist sehr einfach. Sie ist einfach zu erlernen, jedoch haben die Engländer - es sei denn sie haben eine andere Sprache erlernt – keine Ahnung von Genus, Person und Fall.

Diesem Text von George Orwell sind ebenfalls einige Bilder von Gemälden beigefügt, die den „typischen Engländer“ abbilden, d.h. sie zeigen Engländer aus allen Klassen. Diese Bilder könnten ebenfalls von der Gruppe präsentiert werden. Eine andere Möglichkeit wäre, den Schülern nur den Text zum Bearbeiten zu geben, und die Bilder gesondert zu besprechen. Hier könnte man auch fächerübergreifend mit dem Kunstunterricht arbeiten.

In „How to be an alien“ gibt George Mikes einen eher humorvollen Blick von außen, also von einem Nicht-Engländer, auf die Engländer und ihre Angewohnheiten. Die Schüler sollten beim Bearbeiten herausfinden, dass der Text humorvoll gemeint ist und eher Stereotypen dargestellt werden.

Genau wie die Texte von Orwell erschien dieses Buch kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Engländer fanden das Buch sehr unterhaltsam und fühlten sich geehrt, als etwas Besonderes und Eigentümliches angesehen zu werden.

Zunächst sollte ein Blick auf die Überschriften geworfen werden. Schon die erste Überschrift „A warning to Beginners“ zeigt, dass Mikes eher humorvoll zu verstehen ist. Genau wie Orwell unterscheidet Mikes zwischen „on the continent“ und „in England“. Ein paar treffende Zitate zum Thema ‚Englishness’ sind aus „A Warning to Beginners“ und „Tea“:

- “On Sundays on the Continent even the poorest person puts on his best suit […]; in England even the richest peer or motor-manufacturer dresses in some peculiar rags, does not shave…”
- “On the Continent public orators try to learn to speak fluently and smoothly; in England they take a special course in Oxonian stuttering.”
- “If you are invited into an English home, at five o’clock in the morning you get a cup of tea. […] Then you have tea for breakfast; then you have tea at 11 o’clock in the morning; then after lunch; then you have tea for tea; then after supper; and again at 11 o’clock at night.”

Allgemein kann über diesen Text gesagt werden, dass Mikes auf der einen Seite die Engländer kritisiert und ‚Englishness’ karikiert, auf der anderen Seite bietet er mit einem Augenzwinkern Ausländern eine Art Wegweiser, wie man sich als Fremder in England zurechtfinden kann.

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Das Thema 'Englishness' im Unterricht
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Note
gut
Autor
Jahr
2004
Seiten
14
Katalognummer
V28465
ISBN (eBook)
9783638302319
Dateigröße
479 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Thema, Englishness, Unterricht
Arbeit zitieren
Helke Uphoff (Autor), 2004, Das Thema 'Englishness' im Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28465

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