Zwischen Widerstand und Anpassung. Die Rezeption des Nationalsozialismus in ausgewählten jüdischen deutschsprachigen Zeitungen bis 1935


Hausarbeit, 2013
16 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Vorstellung der verwendeten Zeitungen
2.1 Der Morgen
2.2 Die Wahrheit

3. Rezeption in jüdischen Zeitungen
3.1 Die Machtergreifung der NSDAP
3.1.2 Der Morgen
3.1.2 Die Wahrheit
3.2 Die Nürnberger Gesetze
3.2.1 Der Morgen
3.2.1 Die Wahrheit

4. Fazit

5. Quellenverzeichnis

6. Literaturverzeichnis
6.1 Monographien
6.2 Aufsätze

1. Einleitung

Die jüdische Presse im Dritten Reich ist ein Themenkomplex, welcher auch heutzutage noch, trotz intensiver Beschäftigung mit der Thematik des Nationalsozialismus, bei vielen Menschen Verwunderung hervorruft. Es besteht oftmals Unkenntnis darüber, dass es bis 1938 in Deutschland einige jüdische Zeitungen und Zeitschriften gab, welche sich trotz der nationalsozialistischen Diktatur behaupten konnten. Hierbei ist zunächst festzuhalten, dass unter jüdischer Presse solche Veröffentlichungen zu verstehen sind, welche sich von ihrer ursprünglichen Ausrichtung her spezifisch mit konfessionellen Themen und Gemeindeangelegenheiten befassten. Das diskriminierende Schlagwort „Judenpresse“, welches von den Nationalsozialisten zu Propagandazwecken verwendet wurde, ist damit nicht gleichzusetzen. Dieser Ausdruck wurde verwendet, um Veröffentlichungen zu diskreditieren, welche meist eine liberale Ausrichtung hatten und an denen Menschen jüdischer Religionszugehörigkeit beteiligt waren.[1] Die jüdische Presse ist in der Zeit vor 1933 nicht als Repräsentation der Juden in Deutschland zu verstehen, da sich nicht die Mehrheit für rein konfessionelle Themen interessierte. In der Zeit nach 1933 allerdings, mussten diese Zeitungen dann auch eine Informationsfunktion übernehmen.[2] Im Jahr 1938 wurden die jüdischen Zeitungen in Deutschland und Österreich verboten, an ihre Stelle trat das staatlich kontrollierte „Jüdische Nachrichtenblatt“, welches bis Juni 1943 bestand.[3]

In der vorliegenden Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, wie der Nationalsozialismus in deutschsprachigen jüdischen Zeitungen rezipiert wurde. Gab es Widerstand? Fand vielleicht sogar eine gewisse Anpassung statt? Hierbei muss selbstverständlich beachtet werden, dass es der deutschen Presse nach 1933 kaum noch möglich war frei und objektiv zu berichten. Für diese Arbeit soll eine deutsche und eine österreichische Zeitung untersucht werden. Diese werden im ersten Kapitel vorgestellt und ihre Relevanz für diese Untersuchung dargelegt. Beispielhaft wurden dann zwei einschneidende Ereignisse ausgewählt, die Machtergreifung der Nationalsozialisten und die Erlassung der sogenannten Nürnberger Gesetze. Sie sollen zunächst kurz umrissen und ihre Rezeption dann an einzelnen Artikeln der ausgewählten Zeitungen untersucht werden. Aufgrund des Umfangs vorliegender Arbeit kann sich dabei immer nur auf einzelne Artikel beschränkt werden, welche dann als beispielhaft verstanden werden können. In einem abschließenden Fazit sollen dann die Ergebnisse dieser Analyse zusammengefasst werden.

2. Vorstellung der verwendeten Zeitungen

2.1 Der Morgen

Die Zeitschrift „Der Morgen“ wurde 1925 in Darmstadt von Julius Goldstein, einem jüdischen Philosophieprofessor, gegründet.[4] Zunächst erschien „Der Morgen“ als Zweimonatsschrift und war für eine geistig anspruchsvolle Leserschaft konzipiert, oftmals kamen jüdische und nichtjüdische Fachleute gleichermaßen zu Wort, um das Verständnis füreinander zu fördern. Nach dem Tod Julius Goldsteins wurde die Zeitschrift von seiner Witwe Margarete und dem Rabbiner Max Dienemann weitergeführt. Im April 1933 wurde „Der Morgen“ dann vom Berliner Philo-Verlag übernommen, die Redaktion leiteten nun Dr. Eva Reichmann und Dr. Hans Bach. Seit November 1933 erschien die Zeitschrift monatlich. Im Gegensatz zu einigen anderen jüdischen Zeitungen und Zeitschriften, wie der „CV-Zeitung“ oder dem „(Hamburger) Israelitischen Familienblatt“, hatte „Der Morgen“ nur eine recht kleine Auflage von etwa 1600 Exemplaren.[5] Trotz dieser verhältnismäßig geringen Verbreitung ist die Zeitschrift für die vorliegende Arbeit von großem Interesse. Konzipiert als Zweimonatsschrift, welche sich mit anspruchsvollen geistesgeschichtlichen Essays an einen relativ kleinen Kreis intellektueller Leser wandte, musste sich „Der Morgen“ von 1933 an, mit den veränderten Realitäten auseinandersetzen. In einem Artikel zum zehnjährigen Bestehen der Zeitschrift schrieb Ludwig Feuchtwanger, dass „Der Morgen“ sich seit seinem ersten Erscheinen mit der Problematik deutscher Juden befasste, die sich „ […] nach Abstammung und Religion [als] Juden, nach Kultur und Vaterland [als] Deutsche […]“ verstanden.[6] Eben diese Problematik nahm in den Jahren ab 1933 in immer dramatischerer Weise zu. Im nationalsozialistischen Deutschland wurden Menschen jüdischen Glaubens und Abstammung bald nicht mehr als Deutsche gesehen, sondern nur noch als Juden. Seit 1933 veränderte „Der Morgen“ seine Ausrichtung etwas und versuchte nun eine breitere Leserschaft anzusprechen.[7] In der Zeit des Nationalsozialismus mussten nun solche jüdischen Zeitschriften, welche sich von ihrer ursprünglichen Konzeption her mit religiösen und philosophischen Themen befasst hatten, auch eine Informationsfunktion übernehmen. Jüdische Leser konnten keinen Zeitungen mehr vertrauen, deren Informationen mit nationalsozialistischer Propaganda vermischt waren.[8] Die letzte Ausgabe der Zeitschrift „Der Morgen“ erschien schließlich im Oktober 1938, bis im November dieses Jahres die gesamte jüdische Presse verboten wurde.[9]

2.2 Die Wahrheit

Die wöchentlich erscheinende Zeitung „Die Wahrheit“ wurde 1899 in Wien von Jakob Bauer gegründet.[10] Bauer war Kantor der sephardischen Gemeinde in Wien und hatte 1881 schon die „Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung“ gegründet. Diese lag der „Wahrheit“ bis 1912 als Beilage bei. Bei ihrer Gründung kann „Die Wahrheit“ einem traditionellen und religiös geprägten Umfeld zugeordnet werden, neben Bauer war auch ein führender Mitarbeiter und späterer Herausgeber, Alois Kulka, Kantor. Viele weitere Mitarbeiter waren ebenfalls Kantoren oder Rabbiner. Das Motto der Zeitschrift, welche bei Gründung „Die Wahrheit. Unabhängige Zeitschrift für jüdische Interessen“ hieß, lautete dementsprechend: „Das Siegel Gottes ist Wahrheit“. In den Jahren ihres Erscheinens änderte „Die Wahrheit“ mehrfach ihren Titel und zeigte somit eine geänderte ideologische Tendenz. In den Zwanzigerjahren hieß die Zeitschrift „Die Wahrheit. Österreichische Wochenschrift für jüdische Interessen. Veröffentlichungen der Union deutsch-österreichischer Juden“ und zu Beginn der Dreißigerjahre wurde der Titel dann schließlich in „ Jüdische Wochenschrift. Die Wahrheit“ geändert. Der letzte Herausgeber der „Wahrheit“ war Oskar Hirschfeld, dessen Vater Ludwig die Zeitschrift in den Zwanzigerjahren herausgegeben hatte. Bekannte Mitarbeiter waren der Historiker und Rabbiner Max Grunwald und der Präsident der Österreichisch-Israelitischen Union Jakob Ornstein. „Die Wahrheit“ war das Sprachrohr dieser Union, welche sich 1886 zum Kampf gegen Antisemitismus und zur Förderung gesellschaftlicher Integration gegründet hatte. Inhaltlich beschäftigte sich „Die Wahrheit“ auch mit der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, mit den Aktivitäten jüdischer Organisationen und mit persönlichen Ereignissen, wie Hochzeiten.

Über genaue Auflagenzahlen der Zeitschrift und ihre Verbreitung ist wenig bekannt, sie gehörte aber zu den langlebigsten jüdischen Zeitungen in Österreich, so dass davon auszugehen ist, dass sie eine gewisse Bekanntheit besaß. Für die vorliegende Arbeit ist „Die Wahrheit“ von besonderem Interesse, da die Presse in Österreich sich in den ersten Jahren des Nationalsozialismus noch freier äußern konnte, als die deutsche. So veröffentlichte „Die Wahrheit“ in den Dreißigerjahren auch eine Kolumne mit dem Titel „Aus der braunen Hölle“, in der sich mit den Ereignissen im Nachbarstaat beschäftigt wurde.[11] Mit dem sogenannten Anschluss Österreichs im März 1938 wurde die gesamte jüdische Presse verboten. Die letzte Ausgabe der „Wahrheit“ erschien am 11. März 1938 und enthielt einen Aufruf des Bundeskanzlers Kurt Schuschniggs an alle Österreicher, bei der Volksabstimmung für Österreich zu stimmen.[12]

3. Rezeption in jüdischen Zeitungen

3.1 Die Machtergreifung der NSDAP

Am 30. Januar 1933 ernannte der Reichspräsident Paul von Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler. Diesem Ereignis vorangegangen war zunächst eine Erfolgsgeschichte der NSDAP, welche mit der Verschlechterung der Wirtschaftslage und dem Ansteigen der Arbeitslosenzahlen in der Weimarer Republik einher gegangen war.[13] Bei der Reichstagswahl vom 31. Juli 1932 hatte die NSDAP 37,6 Prozent der Wählerstimmen erhalten und war vor der SPD, welche nur 21,58 Prozent der Wähler mobilisieren konnte, stärkste Partei geworden.[14] Eine Beteiligung der NSDAP an der Regierung scheiterte zunächst an den Forderungen Hitlers, nach einer zentralen Position, welche ihm die übrigen Politiker nicht zugestehen wollten. Da die Regierungsbildung nicht erfolgreich verlief, kam es am 6. November 1932 zu einer weiteren Wahl. Hierbei verlor die NSDAP zwei Millionen Stimmen und Kurt von Schleicher wurde am 3. Dezember 1932 zum Reichskanzler ernannt. Bei einer weiteren Wahl im Januar 1933 konnte die NSDAP wieder einige Stimmen mehr erhalten, die Position Hitlers wurde gestärkt. Bei den Verhandlungen wurde Hitler vom ehemaligen Reichskanzler Franz von Papen unterstützt, der glaubte ihn durch eine Regierungsbeteiligung zähmen zu können. Hierbei wurde eine Koalition aus der NSDAP und der DNVP befürwortet. Schließlich stimmte Hindenburg den Plänen zu und ernannte Adolf Hitler zum Reichskanzler. In seinem Kabinett saßen mit Wilhelm Frick und Hermann Göring zunächst nur zwei Parteimitglieder. Dies und die Kurzlebigkeit der vorangegangenen Regierungen, waren Gründe dafür, dass die Gefahr, welche von Hitler und den Nationalsozialisten ausging, oftmals noch unterschätzt wurde. Beispielhaft dafür ist der Ausspruch Franz von Papens: „In zwei Monaten haben wir Hitler in die Ecke gedrückt, daß [sic] er quietscht.“[15] Das dies eine Fehleinschätzung sein sollte, bewies die Regierung Hitlers schon in den ersten Wochen ihres Bestehens. Bereits im Februar 1933 wurden erste Notverordnungen[16] beschlossen, durch die die Presse- und Versammlungsfreiheit empfindlich eingeschränkt wurde und die zunächst besonders Kommunisten und Sozialdemokraten treffen sollten.

3.1.2 Der Morgen

Die erste Ausgabe des „Morgens“ nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler erschien im Februar 1933. Die aktuellen politischen Ereignisse bewogen die Herausgeber der Zeitschrift ein Sonderheft mit dem Titel „Der Staat“ zusammenzustellen, in dem sich verschiedene Verfasser mit den jüngsten Ereignissen und ihren möglichen Auswirkungen auf die deutschen Juden befassten. Den Verfassern der Artikel in diesem Sonderheft scheinen die möglichen Konsequenzen, welche diese neue Regierung mit sich bringen konnte, durchaus klar gewesen zu sein. Dennoch wird in der Einführung des Heftes die Verbundenheit der deutschen Juden mit ihrer Heimat ausdrücklich betont: „ Nicht, daß [sic] die äußere Umstrittenheit unserer Grundrechte im deutschen Vaterlande, in der deutschen Kulturgemeinschaft und im deutschen Staatsleben auch innere Zweifel an unserer deutschen Verbundenheit aufkommen ließe […].[17] Es wird also deutlich, dass trotz eines Wahlergebnisses, das es möglich machte eine Partei an die Macht zu bringen, welche Menschen aufgrund ihrer Religion, Abstammung oder politischen Gesinnung als Feinde einstufte, die Autoren des Morgens Verbundenheit mit ihrer Heimat demonstrierten. Doch in dieser Sonderausgabe des Morgens lassen sich nicht nur beschwichtigende, sondern auch kämpferische Töne finden. In einem Artikel mit dem Titel „Der deutsche Jude und der deutsche Staat“ spricht sich der Autor Max Eschelbacher, ein Jurist und Rabbiner[18], dagegen aus, die aktuelle politische Situation still leidend zu ertragen. Er schreibt: „Unsere jüdische, persönliche, wirtschaftliche, bürgerliche Selbsterhaltung verlangt es, daß [sic] wir darin aushalten, daß [sic] wir uns unserer Haut wehren und uns nicht in den stillen Bereich unseres persönlichen Lebens flüchten.“[19] Diese Aussage, welche ganz klar als Aufruf zum aktiven Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime verstanden werden kann, stellt auch schon in dieser frühen Phase des Dritten Reichs eine außerordentlich mutige Tat dar, da Eschelbacher bewusst gewesen sein muss, wie skrupellos die Nationalsozialisten gegen Gegner vorgingen. In einem zweiten und dritten Teil seines Artikels stellt der Autor die Geschichte des Judentums, besonders in Deutschland, dar. Er geht darauf ein, dass jüdische Menschen, obwohl sie schon lange in Deutschland lebten, erst sehr spät Zugang zur politischen Teilhabe erhielten: „Die Geschichte der Juden in Deutschland ist fast so alt wie die deutsche Geschichte überhaupt, aber am Staatsleben haben sie erst seit wenig über hundert Jahren tätigen Anteil.“[20] Die dann schließlich erfolgte Gleichstellung der Juden, sei nicht aus Sympathie geschehen, sondern aus „[dem] unentrinnbare[n] Gebot der Geschichte selber […]“.[21] Eschelbacher zitiert ein Argument Wilhelm von Humboldts von 1809: „Menschen im Staate zu dulden, die sich gefallen lassen, daß [sic] man ihnen wenig genug traut, um ihnen, auch bei höherer Kultur, die sonst gemäßen Bürgerrechte zu versagen, ist für die Moralität der ganzen Nation im höchsten Grade bedenklich.“[22] Eschelbacher führt hier eine sehr intelligente Argumentation, welche geeignet ist, sich auf die Situation 1933 übertragen zu lassen und den deutschen Juden Mut zu machen. Indem er zunächst die lange gemeinsame Geschichte von Deutschen und Juden anführt, zeigt er zunächst, dass die deutschen Juden genau so eine große Verbindung zu ihrer Heimat haben, wie die nichtjüdischen Bürger. Er macht aber auch deutlich, dass die Juden Jahrhunderte der Diskriminierung überstanden haben, ohne sich in ihrem Selbstverständnis schwächen oder sich aus ihrer Heimat vertreiben zu lassen. Der Verweis auf das Gebot der Geschichte und das Zitat Humboldts soll deutlich machen, dass die Gleichstellung der jüdischen Bevölkerung kein Akt der Gnade war, sondern schlichte Notwendigkeit. Besonders durch das Zitat schafft Eschelbacher es, das nationalsozialistische Regime zu diskreditieren und als anachronistisch darzustellen.

Von den jüdischen Lesern, welche durch die politische Situation verunsichert und verängstigt waren, konnte Eschelbachers Artikel als Hommage an die jüdische Identität und die Verbindung der Juden mit Deutschland verstanden werden.

Insgesamt stellt sich die erste Ausgabe des Morgens nach der nationalsozialistischen Machtübernahme höchst alarmiert, aber nicht verzweifelt dar. Die Artikel, besonders der hier ausführlicher behandelte, beschwören den Zusammenhalt der deutschen Juden und ihre Verbundenheit mit Deutschland, fordern aber nicht dazu auf, sich mit dem neuen Regime zu arrangieren.

[...]


[1] Vgl. zur Abgrenzung: Freeden, Herbert: Die jüdische Presse im Dritten Reich; Frankfurt am Main 1987; Seite 11 ff.

[2] Vgl. dazu auch Kapitel 2.1

[3] Vgl. dazu: Diehl, Katrin: Die jüdische Presse im Dritten Reich: Zwischen Selbstbehauptung und Fremdbestimmung; Tübingen 1997; Seite 254 f.

[4] Vgl. für das Folgende: Freeden, Herbert: Die jüdische Presse im Dritten Reich; Seite 150 f.

[5] Ebd. Seite 32 ff.

[6] Feuchtwanger, Ludwig: Der „Morgen“ im zehnten Jahr. In: Der Morgen; 9. Jahrgang, Nummer 8, März 1934; Seite 498

[7] Vgl.: Freeden, Herbert: Die jüdische Presse im Dritten Reich; Seite 157

[8] Vgl.: Freeden, Herbert: Die jüdische Presse im Dritten Reich; Seite 14

[9] Ebd. Seite 46

[10] Vgl. für das Folgende: Hecht, Dieter: Die Stimme und Wahrheit der Jüdischen Welt; Jüdisches Pressewesen in Wien 1918-1938. In: Stern, Frank; Eichinger, Barbara (Hg.): Wien und die jüdische Erfahrung 1900-1938: Akkulturation – Antisemitismus - Zionismus; Wien Köln, Weimar 2009; Seite 99 - 115; Seite 105 ff.

[11] Ebd. Seite 107

[12] Aufgrund der dann tatsächlich durchgeführten Volksbefragung, bei der eine positive Abstimmung einen Anschluss an Deutschland befürwortete, wirkt dieser Aufruf missverständlich. Hier plädierte Schuschnigg aber für ein unabhängiges Österreich und gegen den Anschluss, diese Befragung wurde aber nicht durchgeführt. Vgl. dazu: Bauer, Kurt: Nationalsozialismus: Ursprünge, Anfänge, Aufstieg und Fall; Wien, Köln, Weimar 2008; Seite 316 ff.

[13] Vgl.: Studt, Christoph: Das Dritte Reich in Daten; München 2002; Seite 9

[14] Vgl. für das Folgende: Bauer, Kurt: Nationalsozialismus; Seite 182 ff.

[15] Zitiert nach: Studt, Christoph: Das Dritte Reich in Daten; Seite 9

[16] Ebd. Seite 11 ff.

[17] o.V.: Zur Einführung. In: Der Morgen; 8. Jahrgang; Nummer 6, Februar 1933

[18] Mac Eschelbacher erlebte die Novemberpogrome mit, seine Wohnung wurde verwüstet und er selber verhaftet. Darüber verfasste er einen eindrucksvollen Bericht. Nach seiner Freilassung gelang es ihm nach England zu emigrieren. Auch seine Frau und die gemeinsamen Kinder konnten dem Holocaust durch Auswanderung entkommen. Eschelbacher starb 1964 in London, nach Kriegsende hatte er Deutschland häufig besucht. Vgl. dazu: Wiesemann, Falk: Rabbiner Max Eschelbacher und sein Bericht über den Novemberpogrom in Düsseldorf. In: Fleermann, Bastian; Genger, Angela (Hg.): Novemberpogrom 1938 in Düsseldorf; Essen 2008; Seite 313 -331; Seite 318 f.

[19] Eschelbacher, Max: Der deutsche Jude und der deutsche Staat. In: Der Morgen, 8. Jahrgang; Nummer 6, Februar 1933; Seite 404

[20] Eschelbacher, Max: Der deutsche Jude und der deutsche Staat. In: Der Morgen; 8. Jahrgang, Nummer 6, Februar 1933; Seite 409

[21] Ebd. Seite 411

[22] Ebd.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Zwischen Widerstand und Anpassung. Die Rezeption des Nationalsozialismus in ausgewählten jüdischen deutschsprachigen Zeitungen bis 1935
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
16
Katalognummer
V284674
ISBN (eBook)
9783656849155
ISBN (Buch)
9783656849162
Dateigröße
464 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zwischen, widerstand, anpassung, rezeption, nationalsozialismus, zeitungen
Arbeit zitieren
Daniel Kulins (Autor), 2013, Zwischen Widerstand und Anpassung. Die Rezeption des Nationalsozialismus in ausgewählten jüdischen deutschsprachigen Zeitungen bis 1935, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284674

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