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Bildungsungleichheiten im Kindergarten

Titre: Bildungsungleichheiten im Kindergarten

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2013 , 21 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Corinna Schneider (Auteur)

Travail Social
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Bildungsungleichheit, was bedeutet dies eigentlich für uns als Gesellschaft? Wie ernst wird das Thema in Deutschland behandelt? Welche Ursachen gibt es für die Bildungsungleichheiten? Gibt es nur in Schulen Bildungsungleichheit oder schon bereits im Kindergartenalter? Und vor allem: was heißt dies für die Soziale Arbeit? Haben wir überhaupt Möglichkeiten gegen die Ungleichheit in Kindergärten anzugehen? Das sind alles Fragen, die in Deutschland sehr oft und differenziert besprochen werden. Die ehemalige Bildungsministerin Anette Schavan betont, dass das Alter zwischen drei und zehn Jahren eine Schlüsselphase in unserer Entwicklung sei und dass es deshalb gelte die frühkindliche Bildung zu stärken (vgl. Strät/ Solbach/Holst, 2007). Darüber hinaus forderte Anette Schavan die „Chance für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche“ und dass eine „gute Bildung [ist] entscheidend für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands [ist]“ (BMBF, 2012, Pressemitteilung). Auch im Grundgesetz, Art. 3 Abs. 3 ist bereits verankert, dass niemand in der Bundesrepublik Deutschland wegen „seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner sozialen Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden darf“. Durch das deutsche Bildungssystem ist dieses leider nicht uneingeschränkt gegeben und es werden weiterhin Bürger aufgrund ihrer sozialen Herkunft benachteiligt. Diese Tatsache hat der Autorin dieser Hausarbeit den Impuls gegeben sich mit den Bildungsungleichheiten zu befassen. Durch ihre Tätigkeit im Kindergarten wird deutlich, dass bereits im Kindergarten Bildungsungleichheiten entstehen beziehungsweise bereits vorhanden sind, was vermutlich durch unserer zunehmende multikulturelle Gesellschaft beeinflusst wird. Der Kindergarten ist für die Frühkindliche Bildung von großer Bedeutung und stellt den Grundstein für die Bildung und die damit verbundene erfolgreiche Zukunft und Bildungsbiographie dar. Deshalb stellt sich die Autorin die Frage, was dies für die Soziale Arbeit bedeutet. Um die Entstehung der Bildungsungleichheiten besser verstehen zu können, wird die Autorin anhand des Soziologen Pierre Bourdieus die Bildungsungleichheiten in einem Erklärungsversuch erläutern.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Bildungsungleichheit

3. Ursachen der Bildungsungleichheit

3.1 Habitus

3.2 Kapital

3.3 Feld

4. Bildungsungleichheit im Kindergarten? Ein Erklärungsversuch

5. Die Bedeutung der Bildungsungleichheit für die Soziale Arbeit

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht das Phänomen der frühkindlichen Bildungsungleichheit im Kontext von Kindertagesstätten. Basierend auf der soziologischen Theorie von Pierre Bourdieu wird analysiert, wie soziale Herkunft, Habitus und verschiedene Kapitalsorten die Bildungschancen bereits vor der Einschulung beeinflussen und welche präventiven Handlungsmöglichkeiten sich daraus für die Soziale Arbeit ergeben.

  • Grundlagen der Bildungsungleichheit im Kindesalter
  • Die soziologische Theorie Pierre Bourdieus (Habitus, Kapital, Feld)
  • Analyse von Bildungsungleichheiten im Kindergarten
  • Implikationen und Aufgaben für die Soziale Arbeit
  • Präventionsansätze und Elternarbeit

Auszug aus dem Buch

3.1 Habitus

Der Begriff Habitus ist das Kernstück Bourdieus Soziologie und stammt aus dem Lateinisches und bedeutet Habitus = Gehaben, Haltung. Habitus steht also für die Haltung eines Individuums in der sozialen Welt und dient als Grundlage der bewussten und unbewussten Handlungen.

Bei Bourdieu wird der Mensch als Spieler oder Akteur in seiner Welt mit unterschiedlichem Habitus und Haltungen angesehen. Der Habitus umfasst außerdem seine Wertvorstellungen, seine Gewohnheiten, seine Lebensweise, seine Dispositionen und die Einstellungen, die er zum Leben hat (vgl. Fröhlich 2009, S. 110). Nach Bourdieu ermöglicht er den Menschen sich durch seine Dispositionen und seinen Fähigkeiten in seiner Umgebung angemessen zu benehmen und schafft ihnen einen gewissen Status oder eine Ranghöhe in der Gesellschaft, den er mit seinem Handeln, Gehabe und Haltung erreicht hat. Der Habitus umfasst die soziale Kompetenz, die sich der Mensch in seinen Lebensjahren angeeignet hat.

„Im Einzelnen enthält der Habitus Schemata, die der Wahrnehmung der sozialen Wirklichkeit dienen, Denkschemata, mit Hilfe derer diese Wahrnehmungen geordnet und interpretiert werden, ethische Ordnungs-und Bewertungsmuster, ästhetische Maßstäbe zur Bewertung kultureller Produkte und Praktiken sowie Schemata, die die Hervorbringung von Handlungen anleiten“ (Fuchs-Heintritz/ König, 2005, S. 114).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Bildungsungleichheit in Deutschland und stellt die Forschungsfrage nach den Ursachen und den Implikationen für die Soziale Arbeit im Kindergarten.

2. Definition Bildungsungleichheit: Dieses Kapitel definiert Bildungsungleichheit als Form sozialer Ungleichheit und ungleicher Ressourcenverteilung, die bereits den Zugang zu Bildungschancen beeinträchtigt.

3. Ursachen der Bildungsungleichheit: Hier werden die theoretischen Kernkonzepte von Pierre Bourdieu – Habitus, Kapital und Feld – als Erklärungsmodelle für die Entstehung von Bildungsungleichheit eingeführt.

4. Bildungsungleichheit im Kindergarten? Ein Erklärungsversuch: Das Kapitel überträgt die Theorien Bourdieus auf das Feld des Kindergartens und illustriert, wie Ressourcen der Herkunftsfamilie frühkindliche Bildungsprozesse prägen.

5. Die Bedeutung der Bildungsungleichheit für die Soziale Arbeit: Hier werden konkrete Aufgaben für die Soziale Arbeit abgeleitet, insbesondere in den Bereichen Frühförderung, Elternarbeit und Sprachförderung.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Grenzen der sozialen Arbeit und verweist auf aktuelle Forschungsprojekte sowie politische Förderansätze.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, Soziale Arbeit, Pierre Bourdieu, Habitus, Kulturelles Kapital, Frühkindliche Bildung, Kindergarten, Ressourcenverteilung, Bildungschancen, Sozialisation, Sprachförderung, Frühförderung, Soziale Herkunft, Bildungsarmut, Elternarbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Bildungsungleichheit, insbesondere mit deren Ursachen und Auswirkungen innerhalb des Kindergartens unter Anwendung soziologischer Theorien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die frühkindliche Entwicklung, die Bedeutung des familiären Hintergrunds für Bildungsprozesse sowie die Rolle von Kindertagesstätten als soziale Räume.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, die Ursachen von Bildungsungleichheit mittels Bourdieus Theorien zu erklären und daraus abzuleiten, welche präventiven Aufgaben der Sozialen Arbeit im Kindergarten zukommen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Anwendung soziologischer Begrifflichkeiten von Pierre Bourdieu auf den Kontext frühkindlicher Bildungseinrichtungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition und Ursachenanalyse sowie eine praktische Übertragung dieser Theorien auf den Kindergarten und die Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Charakterisierende Begriffe sind unter anderem Bildungsungleichheit, Habitus, Kulturelles Kapital, Soziale Arbeit, Frühförderung und die Theorie von Pierre Bourdieu.

Inwiefern beeinflusst der Habitus die Bildungschancen eines Kindes laut dieser Arbeit?

Der Habitus prägt die Wahrnehmung, das Verhalten und die Haltung eines Individuums; er wird stark durch die Herkunftsfamilie geformt und beeinflusst maßgeblich, wie leicht oder schwer einem Kind der Erwerb von Bildungstiteln fällt.

Welche Rolle spielt die Zusammenarbeit mit Eltern laut der Autorin?

Die Zusammenarbeit ist essenziell, da die Eltern die primäre Sozialisationsinstanz darstellen und durch ihre Unterstützung bzw. kulturellen Anreize die Bildungschancen ihrer Kinder maßgeblich beeinflussen.

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Résumé des informations

Titre
Bildungsungleichheiten im Kindergarten
Université
University of Siegen
Cours
Bildung und Bildungsungleichheit als Themen der Sozialpädagogik
Note
2,0
Auteur
Corinna Schneider (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
21
N° de catalogue
V284684
ISBN (ebook)
9783656848097
ISBN (Livre)
9783656848103
Langue
allemand
mots-clé
bildungsungleichheiten kindergarten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Corinna Schneider (Auteur), 2013, Bildungsungleichheiten im Kindergarten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284684
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Extrait de  21  pages
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