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Anwendungsproblematiken bei der Folgebewertung des Goodwill durch den impairment-only-approach

Titre: Anwendungsproblematiken bei der Folgebewertung des Goodwill durch den impairment-only-approach

Dossier / Travail , 2014 , 17 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Oliver Christ (Auteur)

Gestion d'entreprise - Comptabilité, Fiscalité
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Résumé Extrait Résumé des informations

Aufgrund der steigenden Globalisierung und der damit verbundenen Integration in weltweite Absatzmärkte wurde in den letzten Jahren eine Vielzahl von Unternehmensübernahmen getätigt, für die teils überhöhte Kaufpreise gezahlt wurden. Der gezahlte Mehrbetrag über dem Substanzwert des Unternehmens wird in der Bilanz als Goodwill aktiviert. In diesem Zusammenhang nimmt der Goodwill einen immer prägenderen Posten in der Bilanz ein. Beispielsweise bilanzieren die Unternehmen Allianz, Deutsche Post, Deutsche Telekom, E.ON, HeidelbergCement und Siemens seit 2007 einen Goodwill von durchgängig mehr als 10 Milliarden Euro und die Tendenz zeigt für die Zukunft ein weiteres stetiges Wachstum auf.
Die Größe des Goodwills an sich ist allerdings noch wenig aussagekräftig. Mehr von Bedeutung ist, aufgrund des Risikopotentials, welches der Goodwill für das Eigenkapital darstellt, die Relation des Goodwill zum Eigenkapital. Das Risiko besteht hierbei aufgrund eines gewissen Werteverzehrs dem der Goodwill in den Folgeperioden unterliegt. Ist in diesem Zusammenhang der Buchwert des Goodwill höher als der des Eigenkapitals, dann würde eine vollständige Wertberichtigung des Goodwill das gesamte Eigenkapital aufzehren und das Unternehmen in die Überschuldung treiben. In Unternehmen wie der Sky Deutschland AG, Fresenius SE oder der ProSiebenSat.1 Media AG ist diese risikobehaftete Grenze bereits deutlich überschritten. Somit kommt der Goodwillbilanzierung in einigen Unternehmen eine erhebliche Bedeutung zu.
Die Folgebewertung des Goodwill erfolgt seit 2005 über die International Financial Reporting Standards (IFRS) und die damit verbundenen und angepassten International Accounting Standards (IAS) über den sogenannten impairment-only-approach. Somit wandte man sich der planmäßigen Abschreibung ab und führt stattdessen einen jährlichen Werthaltigkeitstest durch, der je nach Ausgang zu einer Abschreibung führt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Konzept des Goodwill

3 Die Folgebewertung des Goodwill

3.1 Die zahlungsmittelgenerierende Einheit

3.2 Der impairment-only-apprach des Goodwill

4 Bilanzpolitische Gestaltungs- und Ermessensspielräume bei der Folgebewertung des Goodwill

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendungsproblematiken des impairment-only-approach bei der Folgebewertung des Goodwill nach IFRS. Dabei wird analysiert, inwiefern die durch dieses Verfahren entstehenden bilanzpolitischen Gestaltungsspielräume genutzt werden und ob der Impairment-Test dem Ziel der entscheidungsnützlichen Berichtserstattung tatsächlich gerecht wird.

  • Grundlagen des Goodwill-Konzepts und dessen bilanzielle Behandlung
  • Methodik der Folgebewertung unter Anwendung von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE)
  • Analyse bilanzpolitischer Ermessensspielräume bei der Goodwillallokation
  • Diskussion der Auswirkungen von Managemententscheidungen auf die Wertberichterstattung
  • Kritische Würdigung von Reformansätzen zur Objektivierung der Goodwillbilanzierung

Auszug aus dem Buch

3.2 Der impairment‐only‐apprach des Goodwill

Da der derivative Geschäfts- und Firmenwert aufgrund seines Charakters keine separierbaren Cashflows generieren kann, ist dieser laut IAS 36.80 bereits am Übernahmetag einer ZGE oder einer Gruppe von ZGE zuzuordnen.

Die Zuordnung des Goodwill soll auf den erwarteten Synergieeffekten beruhen, die sich das Management durch die Akquisitionsstrategie erhofft. Da diese meist schwer zu quantifizieren sind, können auch ersatzweise die beizulegenden Zeitwerte oder Ertragswertanteile einer ZGE als Zuordnungsschlüssel dienen. Dabei sollte der Goodwill der ZGE zugeordnet werden, „welche die niedrigste Ebene innerhalb des Unternehmens darstellt und nicht größer als ein operatives Segment gemäß IFRS 8 sein darf“. Ist die Zuordnung einmal festgelegt, dann sollte diese auch zukünftig beibehalten werden. Eine Neuordnung wäre nur möglich, wenn sich Änderungen in der Berichtsstruktur ergeben, die Auswirkungen auf die ZGE, denen der Goodwill zugeordnet wurde, haben.

Ist der Goodwill der entsprechenden ZGE zugeordnet kann der Werthaltigkeitstest durchgeführt werden. Die Prüfung der Wertminderung sollte einmal jährlich oder beim Vorliegen von Hinweisen gemäß IAS 36.12 vorgenommen werden. Solche Wertminderungsindikatoren können beispielsweise „eine negative Entwicklung der Marktkapitalisierung des Unternehmens, negative Entwicklungen des allgemeinen Marktumfelds oder eine negative Entwicklung der Ertragskraft unter Plan“ sein.

Muss nun ein Impairment-Test vollzogen werden, dann erfolgt dieser durch eine Gegenüberstellung des erzielbaren Betrags der ZGE inklusive des Goodwill mit dem Buchwert dieser ZGE. Folglich ist der Nettoveräußerungswert, sowie der Nutzenwert der ZGE einschließlich des Goodwill zu ermitteln. So betrachtet man hier die fiktive Sichtweise, ob ein Verkauf des Bewertungsobjekts oder die weitere betriebliche Nutzung die bessere Alternative ist. Der erzielbare Betrag stellt den ermittelten Wert der vorteilhafteren Alternative dar, da man hier dem Management ein rationales Handeln unterstellt, wodurch es sich immer für den höheren Betrag entscheidet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Goodwill-Problematik, Darstellung der wachsenden Bedeutung für Eigenkapitalrisiken und Aufzeigen der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Ermessensspielräume beim Impairment-Test.

2 Das Konzept des Goodwill: Definition des Goodwill als Residualgröße und Unterscheidung zwischen originärem und derivativem Goodwill im Kontext der Aktivierungsregeln.

3 Die Folgebewertung des Goodwill: Erläuterung der Ablösung der planmäßigen Abschreibung durch den jährlichen Impairment-Test und Detaillierung der ZGE-Konzeption.

4 Bilanzpolitische Gestaltungs- und Ermessensspielräume bei der Folgebewertung des Goodwill: Analyse der Möglichkeiten des Managements, durch gezielte Goodwillallokation oder Parametervariation (wie Diskontierungssätze) Wertminderungen zu beeinflussen oder zu vermeiden.

5 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Kritik am impairment-only-approach und Diskussion von Reformansätzen zur Steigerung der Objektivität und Vergleichbarkeit.

Schlüsselwörter

Goodwill, Folgebewertung, impairment-only-approach, IFRS, IAS 36, ZGE, zahlungsmittelgenerierende Einheit, Impairment-Test, Wertminderung, Bilanzpolitik, Ermessensspielraum, Goodwillallokation, Fair Presentation, big bath accounting, Nutzungsdauer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bilanzierung und insbesondere die Folgebewertung von Goodwill nach den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) und fokussiert sich dabei auf die damit verbundenen Ermessensspielräume.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Konzept des Goodwill, die Methode des Impairment-Tests, die Abgrenzung von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) sowie die Möglichkeiten zur bilanzpolitischen Gestaltung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob der aktuelle Impairment-Test trotz vorhandener Ermessensspielräume tatsächlich entscheidungsnützliche Informationen liefert oder ob die Ausnutzung dieser Spielräume die Transparenz beeinträchtigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse der IAS/IFRS-Vorschriften, ergänzt durch die Auswertung empirischer Studien zur praktischen Anwendung des Impairment-Tests in deutschen Unternehmen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Goodwill-Konzepts, die Erläuterung der technischen Durchführung des Werthaltigkeitstests und eine kritische Untersuchung der bilanzpolitischen Gestaltungsspielräume des Managements.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Goodwill, impairment-only-approach, ZGE, Wertminderung, Bilanzpolitik und Fairness in der Berichterstattung.

Was ist der sogenannte Substitutionseffekt bei der Goodwill-Bilanzierung?

Dieser Effekt beschreibt, wie ein Wertverlust des derivativen Goodwills durch Einflüsse des originären Goodwills innerhalb einer ZGE kompensiert wird, wodurch Wertminderungen vermieden werden können, obwohl der originäre Goodwill bilanziell nicht aktiviert werden darf.

Wie trägt das Management zur Ergebnisglättung bei?

Durch die Ausübung von Ermessensspielräumen bei der Goodwillallokation oder der Festlegung von Diskontierungsparametern kann das Management Verluste in die Zukunft verschieben oder bei einem Managementwechsel durch das sogenannte "big bath accounting" hohe Einmalabschreibungen vornehmen, um zukünftige Perioden zu entlasten.

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Résumé des informations

Titre
Anwendungsproblematiken bei der Folgebewertung des Goodwill durch den impairment-only-approach
Université
University of Kassel
Note
2,0
Auteur
Oliver Christ (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
17
N° de catalogue
V284689
ISBN (ebook)
9783656849339
ISBN (Livre)
9783656849346
Langue
allemand
mots-clé
anwendungsproblematiken folgebewertung goodwill
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Oliver Christ (Auteur), 2014, Anwendungsproblematiken bei der Folgebewertung des Goodwill durch den impairment-only-approach, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284689
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