Die Präsenz der Abwesenheit III
The bug is the plug.
Wie durch das Phänomen der Störung Präsenzeffekte entstehen und das aisthetische Erleben der Präsenz Einfluss auf die körperleibliche Verfasstheit des Menschen nimmt.
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Die Evidenz der Präsenz und das Aufscheinen der Abwesenheit
III. Die Mitte ist ein Dazwischen
III.I Das Phänomen der Medialität
III.II Das Medium und seine Zeichenhaftigkeit
III.III The medium is the massage: Wenn Form massiert...
IV. The bug is the plug - Das Phänomen der Störung
V. Die Bewegung des Aus-sich-Seins
V.I Die Störung und die körperleibliche Verfasstheit
VI. Die Un-Möglichkeit der Handlung
VI.I Tomorrow Parties
VI.II Simulation und Handlung
VII. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Wirkungsweise von Präsenzerfahrungen in Störungsmomenten innerhalb medialer Kontexte und deren Einfluss auf die körperleibliche Verfasstheit des Menschen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie das Phänomen der Störung die mediale Verfasstheit und das Bewusstsein der Wirkkraft menschlicher Handlungen beeinflusst.
- Präsenzerfahrungen und mediale Verfasstheit
- Die Rolle von Störungen im medialen Vollzug
- Körperleiblichkeit und Wahrnehmung
- Interaktion zwischen Mensch und digitaler Technik
- Der Möglichkeitssinn und performatives Handeln
Auszug aus dem Buch
IV. The Bug Is The Plug
Das Phänomen der Störung tritt im Kontext medialer Vermittlung überall da auf, wo es den Fluss der je spezifischen Sinnübermittlung unterbricht oder eben stört. Ob in der Informatik oder in allen Bereichen, die von einer rein semiotischen Verfasstheit des Mediums ausgehen, hat die Störung eine negative Konnotation, „denn für den Begriff des Zeichens (ist, JB) die Differenz, die Ungleichzeitigkeit von Anwesenheit und Abwesenheit konstitutiv (...)“. Die Störung verschleiert den Sinn und zeigt an der zur Erscheinung kommenden Materialität des Mediums ihre Aufsässigkeit.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Einführung in die Thematik der Präsenzerfahrungen und die mediale Verfasstheit des Menschen unter Einbezug von Plessner und Merleau-Ponty.
II. Die Evidenz der Präsenz und das Aufscheinen der Abwesenheit: Auseinandersetzung mit dem philosophischen Begriff der Präsenz und dessen Ursprüngen in der Metaphysik.
III. Die Mitte ist ein Dazwischen: Analyse des Mediums als Modell der Mitte zwischen Präsenz und Abwesenheit.
IV. The bug is the plug - Das Phänomen der Störung: Untersuchung der Störung als positive Möglichkeit, die Materialität des Mediums erfahrbar zu machen.
V. Die Bewegung des Aus-sich-Seins: Diskussion der körperleiblichen Verfasstheit im Kontext von Störungen und medialer Vermittlung.
VI. Die Un-Möglichkeit der Handlung: Erörterung der Auswirkungen von Störungen auf den Möglichkeitssinn und die Handlungsfähigkeit in virtuellen Szenarien.
VII. Schluss: Reflexion über die Ergebnisse und die Bedeutung des Medienbegriffs für die Wahrnehmungs- und Zeichenlehre.
Schlüsselwörter
Präsenz, Abwesenheit, Medialität, Störung, Körperleiblichkeit, Immersion, Semiosis, Aisthesis, Performativität, Ereignisdenken, Möglichkeitssinn, Materialität, digitale Medien, Phänomenologie, Zeichenhaftigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie Präsenzerfahrungen, die in medialen Störungsmomenten entstehen, die körperleibliche Verfassung des Menschen beeinflussen und verändern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Medientheorie, Phänomenologie der Wahrnehmung, Körperleiblichkeit und die Rolle von Störungen in der digitalen Kommunikation.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu ergründen, welche Rolle Störungserfahrungen für das menschliche Bewusstsein bezüglich seiner eigenen Körperlichkeit und der Wirkkraft von Handlungen spielen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine phänomenologische Untersuchungsmethode angewandt, die durch medientheoretische Analysen und die Dekonstruktion philosophischer Begriffe ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil beleuchtet die Begriffe Medium, Störung, Immersion und deren Interdependenz mit der körperleiblichen Verfasstheit des Menschen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlüsselwörter sind Präsenz, Störung, Medialität, Körperleiblichkeit, Semiosis, Aisthesis und der Einbruch des Realen.
Wie verändert eine Störung die Wahrnehmung eines digitalen Mediums?
Eine Störung unterbricht das Immersionserlebnis, macht die Materialität des Mediums opak und rückt diese in das Bewusstsein des Benutzers, anstatt den Sinn zu transportieren.
Welche Rolle spielt der Körper im digitalen Raum?
Der Körper wird im digitalen Raum oft durch eine mediale Hülle ersetzt, doch in Momenten der Störung leistet er Widerstand und wird als reale Instanz wieder erfahrbar.
- Citation du texte
- Julia Büki (Auteur), 2012, The Bug Is The Plug. Die Präsenz der Abwesenheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284722