In dieser Arbeit soll ein Einblick in die unterschiedlichen Themenbereiche der Außenfinanzierung gegeben werden. Zur Vertiefung werden Übungsaufgaben mit Lösungen angeboten.
Aus dem Inhalt:
Kreditfinanzierung (Handelskredite, Darlehn, Kreditsicherheiten),
Beteiligungsfinanzierung (Einzelunternehmen, Aktiengesellschaften)
Leasing,
Factoring.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Kreditfinanzierung
2.1. Überblick
2.2. Handelskredite
2.3. Kontokorrentkredit
2.4. Darlehen
2.5. Anleihen
2.6. Kreditprüfung
2.7. Kreditsicherheiten
2.7.1. Überblick
2.7.2. Bürgschaft
2.7.3. Schuldbeitritt, Garantie und Patronatserklärung
2.7.4. Sicherungszession
2.7.5. Eigentumsvorbehalt
2.7.6. Pfandrecht
2.7.7. Sicherungsübereignung
2.7.8. Grundpfandrechte
3. Beteiligungsfinanzierung
3.1. Allgemeines
3.2. Einzelunternehmen, Personengesellschaften und GmbH
3.3. Aktiengesellschaft
4. Leasing
5. Factoring
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Einblick in die verschiedenen Instrumente und Methoden der Außenfinanzierung von Unternehmen, unterteilt in Kredit-, Beteiligungsfinanzierung, Leasing und Factoring.
- Grundlagen der Kreditfinanzierung und Kreditprüfung
- Kreditsicherheiten und deren rechtliche Einordnung
- Möglichkeiten der Beteiligungsfinanzierung nach Rechtsformen
- Strukturen von Leasing und Factoring als Finanzierungsalternativen
Auszug aus dem Buch
2.7.2. Bürgschaft
Durch die Bürgschaftserklärung erklärt sich der Bürge bereit, für die Verbindlichkeiten eines Dritten (Hauptschuldner) einzustehen (§ 765 BGB).
Damit die Bürgschaftserklärung wirksam zustande kommt, ist Schriftform erforderlich (§ 766 BGB), die elektronische Form wird ausgeschlossen. Das Schriftformerfordernis entfällt jedoch, wenn der Bürge Kaufmann ist und im Rahmen seines Handelsgeschäftes bürgt (vgl. § 350 HGB). Für die Bürgschaft gilt der Grundsatz „Die Bürgschaft folgt der Hauptverbindlichkeit”, d.h. der Bürge haftet nur, wenn die Hauptverbindlichkeit entsteht und maximal in deren Höhe (§ 767 BGB). Leistet der Hauptschuldner nicht, so muss der Bürge nicht in jedem Fall einspringen. So kann sich der Bürge auf jede Einrede berufen, die dem Hauptschuldner zusteht, unabhängig davon, ob der Hauptschuldner davon Gebrauch macht oder nicht (§ 768 BGB).
Weiterhin steht dem Bürgen die Einrede der Vorausklage zu (§ 771 BGB), d.h. der Gläubiger muss erst die Zwangsvollstreckung gegen den Hauptschuldner erfolglos versucht haben, ehe er sich an den Bürgen halten kann. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der Ausfallbürgschaft.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Thema der Außenfinanzierung sowie Bereitstellung von Übungsaufgaben zur Wissensvertiefung.
2. Kreditfinanzierung: Analyse der verschiedenen Kreditarten wie Kontokorrent, Darlehen und Anleihen sowie der notwendigen Kreditprüfung und Kreditsicherheiten.
3. Beteiligungsfinanzierung: Erläuterung der Eigenkapitalbeschaffung durch Miteigentümer bei unterschiedlichen Unternehmensrechtsformen.
4. Leasing: Betrachtung von Leasing als atypische Vermietungsform und Vergleich mit anderen Finanzierungsmodellen.
5. Factoring: Vorstellung des Forderungskaufs zur Finanzierung sowie Abgrenzung zwischen echtem und unechtem Factoring.
Schlüsselwörter
Außenfinanzierung, Kreditfinanzierung, Beteiligungsfinanzierung, Kreditsicherheiten, Bürgschaft, Darlehen, Anleihen, Leasing, Factoring, Eigenkapital, Fremdkapital, Bonitätsprüfung, Kapitalerhöhung, Effektivzins, Liquidität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die verschiedenen Formen der Außenfinanzierung von Unternehmen, untergliedert in Kredit-, Beteiligungsfinanzierung sowie alternative Finanzierungsformen wie Leasing und Factoring.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Betrachtung?
Die Schwerpunkte liegen auf Kreditarten, Kreditsicherheiten, Eigenkapitalbeschaffung bei verschiedenen Rechtsformen sowie der Rentabilitäts- und Liquiditätsbetrachtung von Finanzierungsinstrumenten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die Instrumente der Außenfinanzierung zu geben und den Lesern durch praktische Übungsaufgaben eine Anwendung der theoretischen Konzepte zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Die Arbeit nutzt eine deduktive Herangehensweise, bei der theoretische Grundlagen einzelner Finanzierungsinstrumente dargestellt und anschließend anhand von Beispielen und Berechnungsformeln konkretisiert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden detailliert Kreditfinanzierungen (inklusive Sicherheiten wie Pfandrecht oder Bürgschaft), Beteiligungsfinanzierungen (vor allem bei AGs), Leasing und Factoring erläutert.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Kreditwürdigkeit, Effektivzinssatz, Kapitalerhöhung, Forderungsabtretung und Fristenkongruenz.
Welche Rolle spielen Kreditsicherheiten in der Kreditfinanzierung?
Sicherheiten dienen dazu, das Ausfallrisiko für den Kreditgeber zu minimieren, indem der Zugriff auf Sachwerte oder Bürgschaften Dritter bei Nichtleistung des Schuldners ermöglicht wird.
Wie unterscheidet sich die "harte" von der "weichen" Patronatserklärung?
Die "weiche" Patronatserklärung ist rechtlich unverbindlich, während sich der Patron bei der "harten" Patronatserklärung gegenüber der Tochtergesellschaft oder dem Gläubiger verpflichtet, die finanzielle Leistungsfähigkeit zur Erfüllung der Verbindlichkeiten sicherzustellen.
- Citar trabajo
- Dipl.-Kfm., LL.M. Lutz Völker (Autor), Jörg Herold (Autor), Uwe Lehmann (Autor), 2010, Die Außenfinanzierung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284761