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Die Bedeutung der Maske in der Kulturgeschichte am Beispiel volkstümlicher Masken aus Rumänien

Titel: Die Bedeutung der Maske in der Kulturgeschichte am Beispiel volkstümlicher Masken aus Rumänien

Essay , 2009 , 7 Seiten

Autor:in: Chiara Isabella Nassauer (Autor:in)

Theaterwissenschaft, Tanz
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Begriff „Maske“ stammt vom arabischen Wort „maskharat“, was soviel bedeutet wie Narr, Posse, Hänselei oder Scherz. Die Wurzeln der Maske sind jedoch schon wesentlich älter als die arabische Kultur; sie liegen in einer Zeit lange vor dem Aufstieg der großen Zivilisationen.

Eine Maske verbirgt das (wahre) Gesicht; mit ihrer Hilfe verwandelt sich der Träger in eine andere Figur. Hierbei muss man lediglich unterscheiden, ob der Träger die Maske belebt, also eine eigene Figur entwirft, oder ob die Maske eine eigene Wesenheit darstellt, der sich der Träger „unterwirft“ - diese Grenzen verlaufen jedoch oftmals fließend.

Unabhängig von ihrer Verwendung auf der Theaterbühne hat die Maske ihren Ursprung, ebenso wie das antike Theater, im Kult; sie wurde zu religiösen und rituellen Zwecken eingesetzt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die kulturelle Bedeutung der Maske

2.1 Ursprünge und rituelle Verwendung

2.2 Masken im Theater und in der Kunst

3. Volkstümliche Masken aus Rumänien

3.1 Herstellung und Materialität

3.2 Bedeutung und Symbolik

3.3 Die belebte Maske im Tanz

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die kulturgeschichtliche Bedeutung der Maske von ihren rituellen Ursprüngen bis hin zu ihrer Verwendung in der darstellenden Kunst, wobei der Schwerpunkt auf der Analyse traditioneller rumänischer Masken liegt.

  • Historische Entwicklung der Maske in Kult und Theater
  • Die psychologische Wirkung der Maske auf den Zuschauer
  • Handwerkliche Fertigung und rituelle Bedeutung rumänischer Masken
  • Die Transformation der Maske durch Tanz und schauspielerische Performance
  • Die Maske als Spiegel und Verkörperung archetypischer Wesen

Auszug aus dem Buch

Die belebte Maske im Tanz

Die Masken selbst wirken auf den ersten Blick etwas grob gearbeitet und reizlos; ihre eigentliche Wirkung erhalten sie durch den Träger, der sie durch Tanz und Spiel zum Leben erweckt. Der rumänische Ethnologe Romulus Vulcanescu schildert diese Verwandlung einer traditionellen Ziegenmaske in ein lebendiges Wesen, sobald der „Ziegenspieler“ die Maske aufsetzt:

„Das Gewirr aus Weg, Lederstückchen, gedrechselten Hörnern, Glöckchen und Bändern beginnt zu leben; der kleine Spitzbart zittert klirrend im lebhaften Rhythmus der Trommel oder der Flöte, der Kopf blickt aufmerksam und erstaunt, angespannt, hüpfend und bebend im Wirbel des Tanzes, die umherschwingenden grellbunten Bänder und Perlen lassen die zarten Übergänge der Regenbogenfarben aufscheinen, Glöckchen und Schellen ertönen mal sanft, mal rau, die Spiegelchen streuen zarte Lichter, der Silber- und Goldflitter schimmert wie ferne Sterne. Mit wenigen klugen Bewegungen entsteht aus der Sarabande der Formen und Farben eine neue Erscheinung, ein ganz anderes Wesen – voller Leben, mal zärtlich, mal aggressiv gegen sich selbst oder gegen das Publikum, ein pantomimisches Faszinosum; eine übermütige Ziege wie aus einem gefilmten Märchen. Im Spiel hat der Ziegenmeister aus einem Spielzeug für Erwachsene ein Mirakel geschaffen.“

Diese Beobachtung lässt sich nach Vulcanescu auch auf alle Ritualmasken übertragen:

„Die Masken (…) bekommen im Tanz neue künstlerische Wertigkeiten, auf die sich der Maskenträger beim spielerischen Einsatz der Maske verlässt. Die Dorfleute übrigens sagen: <<Erst wenn du mit der Maske tanzt, weißt du, was es für eine ist >> – das heißt, mit anderen Worten: welche Spielfunktion die Maske bekommen kann.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Begriffsherkunft und die fundamentale psychologische Wirkung der Maske als Instrument der Verwandlung.

2. Die kulturelle Bedeutung der Maske: Erläuterung der historischen Entwicklung der Maske von steinzeitlichen Riten bis zur modernen Theaterkunst.

3. Volkstümliche Masken aus Rumänien: Detaillierte Betrachtung der rituellen Herstellung, der sozialen Bedeutung und der lebendigen Inszenierung rumänischer Masken.

4. Fazit: Zusammenfassende Einordnung der Maske als Spiegel menschlicher Archetypen und innerer Bewegungen.

Schlüsselwörter

Maske, Kulturgeschichte, Rumänien, Ritual, Theater, Maskenspiel, Volkskunde, Transformation, Archetypen, Tanz, Maskenbau, Symbolik, Identität, Zeremonie, Brauchtum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kulturellen und rituellen Bedeutung von Masken im historischen Kontext, mit besonderem Fokus auf die traditionelle Maskenkultur in Rumänien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die psychologische Wirkung der Maske, ihr Ursprung in religiösen Riten und ihre transformative Kraft im schauspielerischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Masken von einem starren Objekt zu einer lebendigen Wesenheit werden und welche kulturhistorische sowie rituelle Funktion sie dabei erfüllen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine kulturwissenschaftliche Analyse und nutzt ethnologische Beobachtungen sowie theatergeschichtliche Quellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Herstellung rumänischer Masken, die Bedeutung ihrer Materialien und die Rolle des Tanzes bei der Belebung dieser Masken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Maske, Ritual, Transformation, rumänisches Brauchtum und Theatergeschichte definiert.

Welche Bedeutung haben die Materialien bei der Maskenherstellung?

Die Materialien sind nicht zufällig gewählt; sie sind mit sakralen oder profanen Werten verbunden und unterliegen strengen Regeln bei der Gewinnung und Bearbeitung.

Warum ist der Tanz für die Maske so wichtig?

Erst durch Tanz und Spiel erhält die Maske ihre volle Wirkung und künstlerische Wertigkeit, wodurch sie aus einem toten Objekt ein lebendiges, sich wandelndes Wesen macht.

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Bedeutung der Maske in der Kulturgeschichte am Beispiel volkstümlicher Masken aus Rumänien
Hochschule
Athanor Akademie für Darstellende Kunst Burghausen  (Schauspiel)
Veranstaltung
Abschlussinszenierung "Mein müder Vater" des Schauspieljahrgangs 2006
Autor
Chiara Isabella Nassauer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
7
Katalognummer
V284784
ISBN (eBook)
9783656849988
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bedeutung maske kulturgeschichte beispiel masken rumänien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Chiara Isabella Nassauer (Autor:in), 2009, Die Bedeutung der Maske in der Kulturgeschichte am Beispiel volkstümlicher Masken aus Rumänien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284784
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Leseprobe aus  7  Seiten
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