Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Environmental Sciences

Landbau und Nachhaltigkeit. Bedeutung konventioneller und ökologischer Bewirtschaftungsformen für den Klimawandel

Title: Landbau und Nachhaltigkeit. Bedeutung konventioneller und ökologischer Bewirtschaftungsformen für den Klimawandel

Term Paper , 2013 , 28 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jana Theilmann (Author)

Environmental Sciences
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Grüne Gentechnik findet in Deutschland und Europa nur wenig Akzeptanz. Bereits seit Jahren gibt es eine große Protestbewegung gegen den Anbau der GVO. Dies führte dazu, dass große Produzenten von genetisch verändertem Saatgut wie etwa Monsanto oder BASF sich aus Deutschland zurückzogen, (vgl. Zeit 1). Wesentlich größeren Erfolg haben hierzulande konventionell und biologisch angebaute Produkte.
Die Biolandwirtschaft existiert bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts, hatte aber lange Zeit nur wenige Anhänger. Durch vermehrte Lebensmittelskandale in der konventionellen Landwirtschaft und die damit einhergehende Verunsicherung der Verbraucher erlebte sie in den 90er Jahren einen großen Aufschwung, (vgl. Maxeiner, Miersch 2009, S. 9f). Man kann von einem regelrechten Boom der ökologisch korrekten Ware sprechen, der sich auch fernab der Lebensmittelindustrie durchsetzt: „Öko ist überall. E-Plus bringt einen Umwelttarif auf den Markt, Audi und VW investieren in Wind- und Solarenergie, Krombacher rettet schon länger den Regenwald und der Sporthersteller Puma legt seine erste Klimabilanz vor“, (Welt 1)
Mit Bio verbinden viele positive Eigenschaften wie artgerechte Tierhaltung, geringe Schadstoffbelastung, besseren Geschmack, Gesundheitsvorteile, effektiven Umweltschutz, fairen Handel oder auch Transparenz für den Verbraucher (vgl. BÖLN 2013, S. 14) und haben im Zuge des Trends daran teil.
Es stellt sich die Frage, ob Bio Produkte den hohen Erwartungen der Verbraucher tatsächlich gerecht werden können. Im Rahmen dieser Arbeit möchte ich mich besonders auf den umweltrelevanten Aspekt beziehen.
Aktuell sind die Begriffe Klimawandel und Globale Erwärmung aufgrund sich häufender Naturkatastrophen in aller Munde. Heiße Sommer, milde Winter, Hurrikane, das Abschmelzen von Gletschern, Überflutungen und Wüstenbildung gelten als gefährliche Auswirkungen der klimatischen Entwicklungen, (vgl. BPB). Durch die Produktion von Treibhausgasen trägt die vom Menschen betriebene Landwirtschaft als Produzent von ca. einem Drittel (vgl. Greenpeace 1) wesentlich zum Klimawandel bei. Für die Produktion von Lebensmitteln stellt eine intakte Umwelt jedoch die wichtigste Ressource dar, (vgl. Friedel, Spindler 2009, S. 11). „Die Landwirtschaft ist nicht nur einer der wesentlichen Verursacher des Klimawandels, sondern auch dessen bedeutendstes Opfer“, (Weltagrarbericht). Es gilt also, nachhaltige Produktionsweisen zu entwickeln und zu fördern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Nachhaltigkeit

2.1 Begriff

2.2 Bedeutung nachhaltigen Handelns

2.3 Nachhaltigkeit und Klimawandel

3. Klimawandel

3.1 Ursachen und Wirkungsweisen

3.2 Klimawandel und Landwirtschaft

4. Landwirtschaft

4.1 Konventioneller Landbau

4.2 Ökolandbau

4.3 Vergleich der Emission klimarelevanter Treibhausgase

5. Gentechnik - eine Alternative?

5.1 Grüne Gentechnik

5.2 Relevanz für den Klimawandel

6. Bedeutung der Ergebnisse

7. Fazit

8. Literaturauswahl

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle des konventionellen und ökologischen Landbaus im Kontext des Klimawandels mit dem Ziel, die Potenziale beider Wirtschaftsformen zur Reduktion klimaschädlicher Treibhausgasemissionen kritisch zu bewerten und die Möglichkeiten der Grünen Gentechnik in diesem Zusammenhang einzuordnen.

  • Vergleichende Analyse von konventionellem Landbau und Ökolandbau hinsichtlich ihrer Klimabilanz.
  • Untersuchung der Entstehung von Treibhausgasen (CO₂, Methan, Lachgas) in der Landwirtschaft.
  • Kritische Diskussion der Rolle der Grünen Gentechnik als potenzielle Lösung für den Klimaschutz.
  • Reflexion über Konsumverhalten, regionale Produktion und Ernährungsgewohnheiten.

Auszug aus dem Buch

4.3 Vergleich der Emission klimarelevanter Treibhausgase

Bei den durch die konventionelle Landwirtschaft produzierten Treibhausgasen spielt CO₂ eine untergeordnete Rolle. Dieses wird vornehmlich bei der Herstellung von Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln aufgrund des dabei anfallenden Energiebedarfes produziert, (vgl. Bund ökologischer Lebensmittelwirtschaft 1).

Der Anteil von Methan und Lachgas dagegen liegt bei 60, bzw. 50 Prozent der gesamten Emissionsmenge, (vgl. Hamburger Bildungsserver). Diese Gase wirken 21- bzw. 310-mal schädlicher als CO₂, (vgl. Tagesschau 2).

Methan wird beim Reisbau sowie bei der Zucht von Rindern produziert. Somit stellt besonders die Massentierhaltung ein Problem dar. Beim Wiederkäuen wird das für die Umwelt belastende Gas in den Mägen von Kühen, Ziegen und Schafen produziert. Auch durch die „Abwasser- und Klärschlammbehandlung“ und „Klärschlammverwertung“ (Umweltbundesamt 1) wird Methan freigesetzt.

Der Reisanbau ist als sogenannter Nassanbau ebenfalls zu großen Teilen an der Methanproduktion beteiligt. Reis wird in großen Mengen gepflanzt und stellt für viele Menschen das Grundnahrungsmittel dar. Insgesamt werden rund 60 Millionen Tonnen Methan durch diese Art des Anbaus ausgestoßen (vgl. Tagesschau 2). Das Treibhausgas wird während der Überflutung der Felder gebildet, da die Sauerstoffdiffusion in den Boden rasch limitiert wird und anoxische Bedingungen herrschen (vgl. Proplanta).

Es entsteht als Endprodukt des Abbaus organischer Substanzen im anoxischen Reisfeldboden. Zunächst wird organisches Material von fermentierenden Bakterien zu Azetat, Wasserstoff und Kohlendioxid umgesetzt. Methanogene Archaea sind in der Lage, diese Abbauprodukte zu nutzen und in Methan umzuwandeln, (Conrad, Ergel, Liesack 2007, S. 617).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit motiviert die Auseinandersetzung mit ökologischem Landbau als Alternative zur Grünen Gentechnik im Kontext des Klimaschutzes und erläutert die steigende Bedeutung bewussten Konsums.

2. Nachhaltigkeit: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Nachhaltigkeit aus historischer Sicht und beleuchtet dessen Relevanz für den Klimaschutz sowie die ethische Verantwortung gegenüber kommenden Generationen.

3. Klimawandel: Es werden die Ursachen des anthropogenen Treibhauseffekts erläutert und der signifikante Beitrag der Landwirtschaft als Verursacher sowie die Betroffenheit durch den Klimawandel dargelegt.

4. Landwirtschaft: Dieses Kapitel stellt die Arbeitsweisen des konventionellen Landbaus und des Ökolandbaus gegenüber und analysiert deren spezifische Emissionen von Treibhausgasen.

5. Gentechnik - eine Alternative?: Die Grüne Gentechnik wird hinsichtlich ihrer Ziele und ihrer Relevanz für den Klimawandel untersucht, wobei insbesondere die kontroverse Frage der Reduktion von Pestiziden beleuchtet wird.

6. Bedeutung der Ergebnisse: Hier werden die Erkenntnisse des Vergleichs zusammengeführt und Vorschläge für eine Optimierung der landwirtschaftlichen Praxis diskutiert.

7. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass beide Anbauformen Optimierungspotenziale aufweisen und dass ein ganzheitlicher Ansatz, inklusive der Änderung des individuellen Konsumverhaltens, für den Klimaschutz unerlässlich ist.

8. Literaturauswahl: Die Autorin legt dar, wie bei der Recherche methodisch vorgegangen wurde und welche Kriterien für die Auswahl der herangezogenen Quellen maßgeblich waren.

Schlüsselwörter

Nachhaltigkeit, Klimawandel, Landwirtschaft, Ökolandbau, Konventioneller Landbau, Treibhauseffekte, Grüne Gentechnik, Emissionen, Methan, CO₂, Lachgas, Klimaschutz, Lebensmittelproduktion, Tierhaltung, Konsumverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Landwirtschaft im Klimawandel und vergleicht die Ansätze des konventionellen Landbaus sowie des ökologischen Landbaus im Hinblick auf deren Klimawirksamkeit.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen gehören Nachhaltigkeit, die Entstehung klimarelevanter Gase wie Methan und Lachgas, die Methoden der Landbewirtschaftung sowie die kontroverse Rolle der Grünen Gentechnik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu bewerten, inwiefern verschiedene landwirtschaftliche Produktionsweisen zur Minderung des Klimawandels beitragen können und wo ihre Grenzen in der praktischen Umsetzung liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und einer literaturgestützten Auswertung, bei der Studien, Berichte und Fachliteratur verglichen und kritisch hinterfragt wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Mechanismen des Klimawandels, vergleicht die Klimabilanz von Ökolandbau und konventioneller Landwirtschaft und diskutiert die Möglichkeiten sowie Risiken der Gentechnik in der Agrarproduktion.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Ökolandbau, Klimaschutz, Treibhausgasemissionen, Nachhaltige Entwicklung, Gentechnik und ökologische Bilanz.

Warum wird der Ökolandbau nicht pauschal als "Klimaretter" bezeichnet?

Aufgrund von Faktoren wie geringerer Flächeneffizienz, gestiegenen Importen aus dem Ausland sowie spezifischen Emissionsquellen in der ökologischen Tierhaltung können Öko-Produkte nicht pauschal als klimaschonender eingestuft werden.

Welche Rolle spielen Konsumgewohnheiten für die Klimabilanz?

Die Autorin betont, dass insbesondere die Reduktion des Fleischkonsums und der bewusste Kauf regionaler und saisonaler Lebensmittel einen entscheidenden Beitrag zur Verringerung der Pro-Kopf-Emissionen leisten können.

Excerpt out of 28 pages  - scroll top

Details

Title
Landbau und Nachhaltigkeit. Bedeutung konventioneller und ökologischer Bewirtschaftungsformen für den Klimawandel
College
University of Hamburg
Grade
1,0
Author
Jana Theilmann (Author)
Publication Year
2013
Pages
28
Catalog Number
V284786
ISBN (eBook)
9783656852124
ISBN (Book)
9783656852131
Language
German
Tags
landbau nachhaltigkeit bedeutung bewirtschaftungsformen klimawandel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jana Theilmann (Author), 2013, Landbau und Nachhaltigkeit. Bedeutung konventioneller und ökologischer Bewirtschaftungsformen für den Klimawandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284786
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  28  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint