BSC im Beschaffungsbereich am Beispiel der Media Saturn Holding GmbH


Seminararbeit, 2004
15 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Metro AG

2. Media Saturn Holding GmbH

3. Metro AG - Strategie

4. Media Saturn – Strategie

5. Marktanalyse
5.1 Rahmenbedingungen des Einzelhandels
5.2 Marktentwicklung

6. Balanced Scorecard Media Saturn / Überblick
6.1 BSC Vision / Strategie
6.2 Kunden-, Marktperspektive
6.3 Mitarbeiterperspektive
6.4 Interne Prozesse
6.5 Finanzperspektive

7. Ursachen-, Wirkungsketten

8. Balanced Scorecard im Beschaffungsbereich von Media Saturn
8.1 BSC Beschaffungs-Vision / Strategie
8.2 Interne Kundenperspektive
8.3 Mitarbeiterperspektive
8.4 Prozessperspektive
8.5 Wertperspektive
8.6 Lieferantenperspektive

9. Resümee

1. Metro AG

Die Metro AG ist ein traditionsreiches Unternehmen, dass auf eine mehr als hundertjährige Unternehmensgeschichte zurück blicken kann. So wurde beispielsweise die Kaufhof AG, welche zum Metro Konzern gehört, 1879 in Stralsund als ein Kurz-, Weiß- und Wollwarengeschäft eröffnet.

Das eigentliche Geburtsjahr des Metro Konzerns gilt als das Jahr 1964, als Otto Beisheim den ersten Metro Cash & Carry-Markt, einen Abholmarkt für Gewerbetreibende eröffnete. Heute ist der Metro Konzern der drittgrößte deutsche Handelskonzern und der fünftgrößte weltweit. Das Unternehmen beschäftigt rund 240.000 Mitarbeiter in 28 Ländern und der Konzern wächst weiter.

Im Jahr 2003 hat die METRO Group einen Umsatz von über 53,6 Mrd. € erwirtschaftet, rund 4,0 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Metro Group verfügt über ein klar strukturiertes Portfolio an Konzernunternehmen, die nach unterschiedlichen, genau durchdachten Vertriebskonzepten am Markt agieren. Das Geschäftsfeld lässt sich in sechs Vertriebslinien einteilen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Querschnittsgesellschaften übernehmen für die Vertriebslinien konzernweit übergreifende Dienstleistungen wie Beschaffung, Logistik, Informatik, Werbung, Finanzierung, Versicherung oder Gastronomie.[1]

2. Media Saturn Holding GmbH

Die Media Saturn Holding GmbH gibt es in Ihrer heutigen Form seit 1990. Zuvor wurden die beiden Elektronikfachmärkte von unterschiedlichen Eigentümern gegründet und geführt.

Die Unternehmenshistorie von Saturn beginnt 1961 in Köln. Hier eröffnete der erste Elektronikfachmarkt unter dem Namen Saturn-Hansa. In den frühen sechziger Jahren war Saturn Pionier bei der Einführung von HiFi-Stereoanlagen. Zu Beginn des nächsten Jahrzehnts, in den frühen Siebzigern, erweiterte Saturn sein Angebot um ein großes Schallplattensortiment in Selbstbedienung.

Das damalige Konzept, hat sich auch als Konzernunternehmen der Metro Group nicht geändert, so steht Saturn für Elektronikfachmärkte in zentraler Innenstadtlage mit einem breiten Sortiment zu günstigen Preisen. Zur Differenzierung dient auch heute noch das große CD-Angebot mit ca. 60.000 Titeln pro Markt. Hinzu kommt eine kompetente Beratung durch qualifiziertes Personal und ein umfassendes Dienstleistungsangebot.

Der erste Media Markt eröffnete 1979 in München. Mit einem neuartigen Verkaufskonzept, welches ein breites und großflächiges Elektronikangebot beinhaltet, sprach das Unternehmen eine breite Zielgruppe an. Das Konzept der Unternehmensgründer Erich Kellerhals, Leopold Stiefel und Walter Gunz, dass dem Kunden ein breite Auswahl an Markenprodukten zum Dauertiefpreis, gute Beratung und einen kompetenten Reparaturservice verspricht, hat sich laut Metro bis heute nicht geändert.[2]

Die Kaufhof AG hatte 1988 das erfolgreiche Vertriebskonzept von Media Markt erkannt und sich zu 54 % an dem Unternehmen beteiligt. Die Media Saturn Holding entstand jedoch erst 1993, als sich Media Markt seinerseits an der Kölner Saturn-Gruppe beteiligte. Zur Metro gehört die Media Saturn Holding seit 1996, als die Kaufhof AG im Zuge einer neu Strukturierung in den Metro-Konzern eingegliedert wurde.

Die Organisation von Media Saturn kann als dezentral charakterisiert werden. Die einzelnen Media Märkte und Saturn Häuser stellen innerhalb der Media Saturn Holding eigenständige Gesellschaften dar. Das bedeutet, dass die Geschäftsführer der Fachmärkte gleichzeitig Mitgesellschafter sind und somit auch am Erfolg beteiligt werden.

Die einzelnen Verkaufshäuser können ihr Sortiment selbst mitgestalten, um somit auf örtliche Präferenzen der Kunden schnell und gezielt reagieren zu können. Die einzelnen Märkte sind deshalb nur bei bestimmten Waren, wie bspw. aus großen Werbeaktionen, oder bei der Neueröffnung eines Marktes an die Beschaffungsabteilung gebunden. Eine wichtige Rolle spielt die Beschaffungsabteilung deshalb bei der Verhandlung von Rahmenverträgen und sonstigen Vertragskonditionen.

3. Metro AG - Strategie

Der Metro Konzern versteht sich als eine strategische Management-Holding, welche die Führung des Konzerns, sowie die strategischen Ziele des Gleichen festlegt.[3] Ziel der Unternehmenspolitik ist es den Wert des Unternehmens nachhaltig zu steigern. Eckpfeiler dieser Strategie sind: die Optimierung der Vertriebskonzepte, Optimierung des Portfolios und die Internationalisierung des Konzerns.

Unter der Optimierung der Vertriebskonzepte versteht Metro, dass sich die einzelnen Vertriebslinien zu einzigartigen Marken innerhalb ihres Handelssegments entwickeln (Retail Branding). Ferner sollen diese Retail Brainds ihr eigenes Image entwickeln und dadurch Kunden individuell ansprechen und durch neue, attraktive Instrumente langfristig binden. Dies ermöglicht den einzelnen Vertriebslinien noch profitabler zu werden und ihre Marktführerschaft noch weiter auszubauen. [4]

4. Media Saturn - Strategie

Als Konzernunternehmen der Metro AG darf die strategische Ausrichtung der Media Saturn Holding GmbH nicht in Konkurrenz zu den Zielen des Konzerns stehen. Aufbauend auf der Strategie der Metro AG, ist die Strategie innerhalb des Konzerns:

- Ausbau der Marktposition in Deutschland
- Marktdurchdringung durch zweite Marke Saturn in Italien und Polen
- Beschleunigte organische Expansion durch 57 großflächige Neueröffnungen
- Fokus der Auslandsexpansion auf Spanien, Italien, Frankreich, Polen und die Niederlanden
- Markteintritt in Portugal[5]

Die Media Saturn Holding GmbH generiert ein Umsatzwachstum von durchschnittlich 15 % p.a. und die Geschäftstätigkeit konnte in 2003auf insgesamt 10 europäische Länder ausgedehnt werden und mit insgesamt 436 Fachmärkten ist Media Saturn Europas Nummer eins.

Die geographische Umsatzverteilung in 2003 lässt sich wie folgt darstellen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[6]

5. Marktanalyse

5.1 Rahmenbedingungen des Einzelhandels

Der Handel verzeichnet seit einigen Jahren stagnierende, bzw. nur leicht steigende Wachstumsraten. So ist der Einzelhandelsumsatz im Vergleich zu den privaten Konsumausgaben innerhalb von

10 Jahren um 7 % gesunken. Nach einer leichten Erholungsphase seit 1998 ist der Einzelhandelsumsatz in 2002 um real 2,2 % zurück gegangen. Von den stagnierenden Einkommen und dem unveränderten Kaufverhalten profitieren vor allem die Discounter, welche ihren Anteil im Food-Bereich auf 40 % und im Non-Food-Bereich auf 25 % ausweiten konnten.[7]

Die Gewinner dieses Trends sind die Discounter, der Versandhandel und der großflächige Einzelhandel, zu dem auch Media Saturn gehört.

Wie lässt sich die Branche des Elektronikfachhandels unterteilen und wer sind mögliche Konkurrenten?

- Elektronikeinzelhändler (z.B. Einzelkaufleute)
- Kaufhäuser (z.B. Kaufhof)
- Versandhandel (z.B. Conrad)
- Elektronikfachhändler (z.B. Pro Markt; Makro Markt)
- Online Handel (z.B. Ebay)
- Discounter (z.B. Aldi)

5.2 Marktentwicklung

Vor allem die Discounter sind durch eine Ausweitung ihres Sortiments zu starken und gefährlichen Konkurrenten geworden. So konnten Discounter wie Aldi, die für ihre preiswerten, aber qualitativ hochwertigen Computersets bekannt sind, ihr Sortiment um zahlreiche Elektronikartikel erweitern und somit eine große Käuferschicht anziehen. Ein Abriss dieses Trends ist noch nicht in Sicht. Dieser wird durch die allgemeine „Euro ist Teuro“ – Hysterie sogar noch verstärkt.

Welche weiteren Trends lassen sich am Markt beobachten?

Die zunehmende Dynamik in der technologischen Entwicklung und die damit verbundene Verkürzung der Innovationszyklen hat dazu beigetragen, dass sich der Wettbewerb innerhalb der

Elektronikfachmarktbranche stark verschärft hat. So hat sich die gesamt Produktpalette in den letzten Jahren stark vergrößert, während die Sortimentstiefe kontinuierlich zugenommen hat. Media Markt verfügt heute über eine Produktpalette mit 40.000 verschiedenen Artikeln aus Bereichen wie Telekommunikation, Computer, Foto, HiFi und Elektrogeräte. Diese Veränderungen bergen ein hohes Risikopotential für die Unternehmen. Sie können aber, wenn sie von den Unternehmen frühzeitig erkannt und partizipiert werden, zu neuen Geschäftsideen weiterentwickelt werden und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern.

Weitere Trends sind:

- hohe Produktinnovation (z.B. WLan; Smart Card Reader)
- hoher Beratungsbedarf der Kunden durch zunehmende Komplexität
- zunehmender Servicebedarf

6. Balanced Scorecard Media Saturn / Überblick

Die Media Saturn Holding GmbH befindet sich in einem schwierigem Geschäftsumfeld mit zunehmendem Wettbewerbsdruck. Hinzu kommt eine massive Expansionspolitik und eine hierdurch erhöhte Komplexität, die es zunehmend erschweren wird die strategischen Ziele auf die einzelnen operativen Geschäftseinheiten zu übertragen und umzusetzen. Nicht allein aus diesem Grund ist es sinnvoll darüber nachzudenken neue Management- und Controlling-Konzepte einzuführen, um die Wettbewerbsfähigkeit und den Erfolg des Unternehmens langfristig zu sichern.

Die BSC ist ein Performance Measurement System, welches es schafft die Vision/Strategie eines Unternehmens in das operative Geschäft zu übertragen. Die ursprüngliche BSC besteht aus vier Perspektiven, der Kunden/Markt-Perspektive, der Finanzperspektive, der Mitarbeiter/Innovations-Perspektive und der Prozessperspektive. Der Vorteil der BSC ist, dass kurz- und langfristige Ziele, monetäre und nicht monetäre Messgrößen, Spät- und Frühindikatoren sowie externe und interne Sichtweisen berücksichtigt werden. Die BSC schafft es, sich nicht nur einseitig auf quantitative Messgrößen (z.B. Gewinn) und Ergebnisse zu konzentrieren, sondern sie ermöglicht es auch sogenannte qualitative Messgrößen (z.B. Mitarbeiterorientierung) und strategische Erfolgspotentiale zu identifizieren und systematisch weiterzuentwickeln.

[...]


[1] http://www.metrogroup.de

[2] http://www.metro.de/servlet/PB/menu/1001356_l1/index.html

[3] http://www.metrogroup.de/servlet/PB/menu/1000081_l1/index.html

[4] http://www.metrogroup.de/servlet/PB/menu/1000083_l1/index.html

[5] http://www.metro.de/servlet/PB/-s/nefg2hrxhvtl17qdeg112r0gal1hn9rw3/menu/1003699_l1/

Laut Analystentreffen soll der Auslandsumsatz mittelfristig bis zu 50 % gesteigert werden. Demnach sind für 2004 weitere Eröffnungen im europäischen Markt wie z.B. in Portugal geplant um so die Expansions- und Internationalisierungspolitik weiter voran zu treiben.

[6] http://www.metrogroup.de

[7] http://www.bmwi.de/Redaktion/Inhalte/Downloads

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
BSC im Beschaffungsbereich am Beispiel der Media Saturn Holding GmbH
Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Ingolstadt
Veranstaltung
Controlling Seminar
Note
1,3
Autor
Jahr
2004
Seiten
15
Katalognummer
V28483
ISBN (eBook)
9783638302456
Dateigröße
1002 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Beschaffungsbereich, Beispiel, Media, Saturn, Holding, GmbH, Controlling, Seminar
Arbeit zitieren
Christian Steczek (Autor), 2004, BSC im Beschaffungsbereich am Beispiel der Media Saturn Holding GmbH, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28483

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