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Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach IAS/HGB

Titel: Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach IAS/HGB

Seminararbeit , 2003 , 14 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christian Steczek (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Auftragsbezogene Fertigung, also die Fertigung von Gütern und Dienstleistungen auf Kundenwunsch lässt sich vor allem im Bereich der Investitionsgüter finden. Der Bau von Kraftwerken, Schiffen, Flugzeugen und Lokomotiven, große Hoch- und Tiefbauprojekte wie Brücken, Staudämme oder Autobahnen dauern in der Regel mehr als ein Jahr und nehmen damit erheblich mehr Zeit in Anspruch als die Herstellung von Serienprodukte oder Massengüter. Als Beispiele für Serien-, oder Massengüter kann man unter anderem die Automobilbranche, oder auch die Tabakindustrie aufzählen.
Besonders in der Tabakindustrie, in welcher Millionen von Zigaretten am Tag hergestellt werden, lässt sich der Unterschied zur Einzelfertigung im Investitionsgüterbereich sehr gut erkennen.

Zu den langfristigen Fertigungsaufträgen können aber auch Dienstleistungen (IAS 18.4) gehören, wie z.B. Architekten- oder Ingenieuraufträge. Gemeinsam ist allen genannten Projekten, dass sich die Durchführung über zwei oder mehrere Geschäftsperioden erstreckt. Der Abschluss des Projektes oder die Fertigstellung der Güter fallen somit in eine andere Periode als der Vertragsabschluß.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Definition langfristiger Fertigungsaufträge

2. Risiken langfristiger Fertigungsaufträge

3. Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach HGB

3.1 Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses

3.2 Allgemeine Ansatzkriterien für Vermögensgegenstände

3.3 Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung

3.4 Das Realisationsprinzip

3.5 Unfertige Erzeugnisse / Leistungen

4. Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach IAS/IFRS

4.1 Framework / Allgemeine Voraussetzungen

4.2 Vertragstypen / IAS 11.3 / IAS 11.6

4.3 Bewertungsmethoden / IAS 11.22 / IAS 11.32 f.

4.4 Erlöse; Kosten / IAS 11.11 f. / IAS 11.16 f.

4.5 Ermittlung des Fertigstellungsgrades / IAS 11.30 f.

4.6 Grundlage zuverlässiger Schätzungen / IAS 11.29

4.7 zweifelhafte Beträge / IAS 11.36

4.8 Angabepflichten / IAS 39 f.

5. Gegenüberstellung der Completed Contract Methode und der Percentage of Completion Methode

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die unterschiedlichen bilanzrechtlichen Ansätze für langfristige Fertigungsaufträge nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) sowie nach internationalen Standards (IAS/IFRS) systematisch gegenüberzustellen und ihre Auswirkungen auf die Erfolgsermittlung zu analysieren.

  • Definition und Risikoprofile langfristiger Fertigungsaufträge
  • Bilanzierungsvorschriften und Bewertungsprinzipien im HGB
  • Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards (IAS 11)
  • Vergleich der Completed Contract Methode mit der Percentage of Completion Methode

Auszug aus dem Buch

1. Definition langfristiger Fertigungsaufträge

Auftragsbezogene Fertigung, also die Fertigung von Gütern und Dienstleistungen auf Kundenwunsch lässt sich vor allem im Bereich der Investitionsgüter finden. Der Bau von Kraftwerken, Schiffen, Flugzeugen und Lokomotiven, große Hoch- und Tiefbauprojekte wie Brücken, Staudämme oder Autobahnen dauern in der Regel mehr als ein Jahr und nehmen damit erheblich mehr Zeit in Anspruch als die Herstellung von Serienprodukte oder Massengüter. Als Beispiele für Serien-, oder Massengüter kann man unter anderem die Automobilbranche, oder auch die Tabakindustrie aufzählen.

Besonders in der Tabakindustrie, in welcher Millionen von Zigaretten am Tag hergestellt werden, lässt sich der Unterschied zur Einzelfertigung im Investitionsgüterbereich sehr gut erkennen.

Zu den langfristigen Fertigungsaufträgen können aber auch Dienstleistungen (IAS 18.4) gehören, wie z.B. Architekten- oder Ingenieuraufträge. Gemeinsam ist allen genannten Projekten, dass sich die Durchführung über zwei oder mehrere Geschäftsperioden erstreckt. Der Abschluss des Projektes oder die Fertigstellung der Güter fallen somit in eine andere Periode als der Vertragsabschluß.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definition langfristiger Fertigungsaufträge: Dieses Kapitel definiert auftragsbezogene Fertigung im Investitionsgüterbereich und grenzt diese durch ihre lange Dauer über mehrere Geschäftsperioden von der Serienfertigung ab.

2. Risiken langfristiger Fertigungsaufträge: Es werden spezifische Projektrisiken wie Kostenplanungserschwernisse, Kapazitätsauslastungsschwankungen und die Abhängigkeit von der Bonität des Auftraggebers thematisiert.

3. Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach HGB: Das Kapitel erläutert die nationalen Pflichten zur Jahresabschlussaufstellung, die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie das Realisations- und Vorsichtsprinzip.

4. Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach IAS/IFRS: Hier wird das IAS-Framework mit dem HGB verglichen und die spezifischen Bewertungsmethoden sowie Erlös- und Kostenzuordnungen nach IAS 11 detailliert.

5. Gegenüberstellung der Completed Contract Methode und der Percentage of Completion Methode: Das Abschlusskapitel bewertet die beiden Methoden hinsichtlich ihrer Eignung zur periodengerechten Erfolgsermittlung und ihrer Aussagekraft für Anteilseigner.

Schlüsselwörter

Langfristige Fertigungsaufträge, Bilanzierung, HGB, IAS, IFRS, Realisationsprinzip, Herstellungskosten, Percentage of Completion, Completed Contract, Investitionsgüter, Projektcontrolling, Jahresabschluss, Umsatzrealisierung, Risikomanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die bilanzielle Behandlung von Fertigungsaufträgen, die sich über mehrere Geschäftsperioden erstrecken, und den Vergleich zwischen nationalem deutschen Recht und internationalen Standards.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition langfristiger Aufträge, die damit verbundenen Risiken sowie die unterschiedlichen Methoden der Gewinnrealisierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Unterschiede zwischen dem deutschen HGB und den IAS/IFRS bei der Bewertung langfristiger Aufträge aufzuzeigen und die Auswirkungen auf die wirtschaftliche Darstellung im Jahresabschluss zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtsvergleichende Literaturanalyse der relevanten Gesetzestexte (HGB) sowie der internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS 11).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die HGB-spezifische Bilanzierung, die Anforderungen nach IAS/IFRS sowie eine methodische Gegenüberstellung von Teilgewinnrealisierung und Fertigstellungsprinzip.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Completed Contract Methode, Percentage of Completion, Realisationsprinzip und die Bewertung von unfertigen Erzeugnissen.

Warum spielt die Bonität des Auftraggebers bei solchen Projekten eine so große Rolle?

Aufgrund der auftragsspezifischen Spezifikationen und des hohen Auftragsvolumens kann ein Ausfall den Fortbestand des gesamten Unternehmens gefährden, weshalb die Zahlungsfähigkeit des Kunden zentral ist.

Inwiefern unterscheiden sich HGB und IAS beim Vorsichtsprinzip?

Während das HGB dem Gläubigerschutz und einem strengen Vorsichtsprinzip folgt, priorisieren die IAS den Investorenschutz und eine periodengerechte Erfolgsermittlung.

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Details

Titel
Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach IAS/HGB
Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Ingolstadt
Note
1,7
Autor
Christian Steczek (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
14
Katalognummer
V28485
ISBN (eBook)
9783638302470
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bilanzierung Fertigungsaufträge IAS/HGB
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Steczek (Autor:in), 2003, Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach IAS/HGB, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28485
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Leseprobe aus  14  Seiten
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