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Gibt es eine „neue städtische Unterklasse“? Ausländerquartiere in Berlin

Titel: Gibt es eine „neue städtische Unterklasse“? Ausländerquartiere in Berlin

Hausarbeit , 2010 , 15 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die großen Städte Europas entstanden durch immerwährende Zuwanderung und ihre Einwohner waren offen gegenüber Fremden. Großstädte heutzutage sind geprägt von einer geringen Integrationskraft sowie der Ausgrenzung einzelner Bevölkerungsteile. Sie kämpfen mit hohen Arbeitslosenzahlen und niedrigen Einkommen. Die Stadtverwaltung nimmt nur noch geringen Einfluss auf die Bildung sozialräumlicher Strukturen. Von dieser Entwicklung wurde auch Berlin nicht verschont. Im Laufe des 20. Jahrhunderts kamen viele Zuwanderer in die Stadt. Heute beziehen viele von ihnen ein niedriges Einkommen oder sind sogar arbeitslos. Aus den Ausländervierteln von damals wurden die Arbeitslosenviertel von heute. Daher kämpfen deren Einwohner mit vielen sozialen Problemen, die aber nur schwer zu beseitigen sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Berlin und seine Zuwanderer – von damals bis heute

3. Soziale Segregation – Für und Wieder

4. Ursachen sozialer Segregation

4.1. Arbeitslosigkeit

4.2. Wohnungsangebot

4.3. Situation in den Schulen

4.4. Abwärtsspirale

5. Zukunftspläne der Stadtentwickler

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die sozialräumliche Entwicklung Berlins unter dem Aspekt der Integration von Zuwanderergruppen und der Herausbildung potenzieller „neuer städtischer Unterklassen“. Im Zentrum steht die Analyse der Ursachen für die soziale Segregation in Berliner Wohnquartieren sowie die Bewertung politischer Gegenmaßnahmen vor dem Hintergrund aktueller Stadtentwicklungskonzepte.

  • Historische Entwicklung der Zuwanderung nach Berlin
  • Mechanismen und Folgen sozialer Segregation
  • Einflussfaktoren wie Arbeitsmarktveränderungen und Wohnungsmarkt
  • Die Rolle der Bildungssituation in segregierten Quartieren
  • Kritische Analyse stadtpolitischer Strategien

Auszug aus dem Buch

4. Ursachen sozialer Segregation

„Die sozialräumliche Struktur des vereinigten Berlin zeigt ein neues Muster. Die freie Wohnstandortwahl auch im Ostteil der Stadt, das Wachstum von Arbeitslosigkeit, die anhaltende Zuwanderung aus dem Ausland, die stärkere Differenzierung der Haushaltseinkommen und die Liberalisierung der Wohnungsversorgung führten zu einer sozialräumlichen Polarisierung, in deren Verlauf sich die Armen und marginalisierten Bevölkerungsgruppen in den dichten Innenstadtquartieren konzentrieren, während die Randbezirke und das Umland immer deutlicher die Gebiete mit privilegierter Bevölkerung werden.“ (Häußermann & Kapphan, 2004, S.233)

4.1. Arbeitslosigkeit

Wie bereits beschrieben siedelten sich vor der Wiedervereinigung in Berlin die so genannten Gastarbeiter aus dem Ausland in Vierteln nahe ihrer Arbeitsplätze an. Als sich die Industrie nach 1989 aus Berlin zurückzog, verloren all diese Menschen ihren Arbeitsplatz. Viele von ihnen waren nicht ausgebildet und hatten somit große Schwierigkeiten woanders Arbeit zu finden. Die Zuwanderer waren die Verlierer der Wiedervereinigung.

„Der Zusammenbruch der DDR-Wirtschaft und die Beendigung der Subventionen für die West-Berliner Industrie haben zwischen 1989 und 1997 zum Verlust von über 50% der industriellen Arbeitsplätze in der Stadt geführt.“ (Häußermann & Kapphan, 2004, S.216)

Somit ist eine Ursache für die steigende Armut und Ausgrenzung der Wegfall der Arbeitsplätze in der Industrie, der durch die neu entstehenden Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor nicht kompensiert werden konnte. (Häußermann et al, 2004, S.11-12)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Rolle der Zuwanderung für europäische Großstädte und skizziert die heutigen Herausforderungen Berlins hinsichtlich sozialräumlicher Ausgrenzung.

2. Berlin und seine Zuwanderer – von damals bis heute: Dieses Kapitel zeichnet die verschiedenen Phasen der Zuwanderungsgeschichte Berlins von den Gastarbeitern der 1960er Jahre bis hin zu den Entwicklungen der 1990er Jahre nach.

3. Soziale Segregation – Für und Wieder: Hier werden Definitionen der Ausgrenzung diskutiert und sowohl die negativen Folgen als auch mögliche Schutzfunktionen ethnischer Kolonien kritisch abgewogen.

4. Ursachen sozialer Segregation: Dieses zentrale Kapitel analysiert detailliert die Faktoren Arbeitslosigkeit, Wohnungsmarkt, Bildung sowie die Eigendynamik der Abwärtsspirale in segregierten Gebieten.

5. Zukunftspläne der Stadtentwickler: Das abschließende Kapitel setzt sich mit aktuellen stadtpolitischen Strategien wie dem Konzept „Strategie 2020“ und dem Ziel der Attraktivitätssteigerung Berlins auseinander.

Schlüsselwörter

Soziale Segregation, Zuwanderung, Berlin, Ausländerquartiere, Arbeitslosigkeit, Wohnungsmarkt, Armutskonzentration, Integrationspolitik, Stadtentwicklung, soziale Ausgrenzung, ethnische Kolonien, soziale Brennpunkte, Bildungsbenachteiligung, soziale Polarisierung, Stadtpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehung von räumlicher Trennung und sozialer Ausgrenzung von Zuwanderergruppen in Berlin unter Berücksichtigung ökonomischer und struktureller Faktoren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen die historische Zuwanderungsentwicklung, die Auswirkungen des Arbeits- und Wohnungsmarktes auf die Segregation sowie die Rolle des Bildungssystems in benachteiligten Stadtteilen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Ursachen für die Entstehung sogenannter „Ausländerquartiere“ und die damit verbundene soziale Marginalisierung zu identifizieren und die Effektivität städtischer Strategien kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die auf einschlägige wissenschaftliche Studien und soziologische Erkenntnisse zur Stadtentwicklung und sozialen Ungleichheit zurückgreift.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Zuwanderung, eine theoretische Diskussion über Segregation sowie eine detaillierte Ursachenforschung hinsichtlich Arbeitsmarkt, Wohnraumangebot und Schulsituation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind soziale Segregation, Zuwanderung, Armutskonzentration, Stadtentwicklung, Integrationsprozesse und soziale Brennpunkte.

Warum ziehen einkommensstarke Haushalte verstärkt aus bestimmten Gebieten weg?

Der Wegzug wird oft durch die wahrgenommene soziale Abwertung der Quartiere, die Schulsituation sowie die Angst vor Statusverlust motiviert, was zu einer zunehmenden sozialen Polarisierung führt.

Welche Rolle spielt die „Strategie 2020“ in diesem Kontext?

Die „Strategie 2020“ fokussiert sich stark auf die Attraktivitätssteigerung der Innenstadt und ökonomische Interessen, wobei kritisiert wird, dass die sozialen Folgen der Segregation dabei oft in den Hintergrund rücken.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gibt es eine „neue städtische Unterklasse“? Ausländerquartiere in Berlin
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
15
Katalognummer
V284884
ISBN (eBook)
9783656848721
ISBN (Buch)
9783656848738
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gibt unterklasse ausländerquartiere berlin
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2010, Gibt es eine „neue städtische Unterklasse“? Ausländerquartiere in Berlin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284884
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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