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Schulschwänzen. Über die Ursachen von Schulsabsentismus und wie Schulsozialarbeiter helfen können

Title: Schulschwänzen. Über die Ursachen von Schulsabsentismus und wie Schulsozialarbeiter helfen können

Term Paper , 2013 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sabrina Puetz (Author)

Social Work
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Jeder Heranwachsende hat in seiner Schulzeit vermutlich mit dem Gedanken gespielt, dem Unterricht fernzubleiben. Sollte dem nicht sein, so erinnert man sich bestimmt an jemanden, der hin und wieder keine Lust auf Schule hatte und „blau gemacht hat“. Was kann schon passieren, wenn man mal fehlt? Wie aber ist die Situation zu bewerten, wenn aus gelegentlichem Fehlen dauerhaftes Schwänzen wird, der Schulbesuch durch den Schüler verweigert wird oder sogar der frühzeitige Schulabbruch folgt? Das Thema Schulabsentismus beschäftigt längst nicht mehr nur Lehrkräfte und Eltern. Das Phänomen, das auch als Schulverweigerung oder Schulschwänzen bekannt ist, sorgt ebenso in der Bildungspolitik und in den Medien für hohen Diskussionsbedarf. Aus einer Studie der Bertelsmann-Stiftung ging im Jahr 2002 hervor, dass bis zu 500.000 Jugendliche der Schule regelmäßig fernblieben1. Diese Zahlen sind nach Schätzungen bis heute konstant geblieben. In einer Pressemitteilung vom 29.03.2012 teilte das Statistische Bundesamt mit, dass 6,5 % der in Deutschland lebenden SchülerInnen die Schule im Jahr 2010 ohne einen Hauptschulabschluss verließen2. Dennoch existieren nur wenige empirische Befunde, die das Ausmaß von Schulabsentismus statistisch erfassen, sodass Kommunen und Länder lediglich schätzen können, in wie weit die Problematik bundesweit greift. Doch warum bleiben Schüler der Schule fern? Welche Folgen entstehen dabei für die Betroffenen und wie kann der Problematik entgegengewirkt werden?

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsvielfalt „Schulabsentismus“

2.1 Zur allgemeinen Schulpflicht in Deutschland

2.1.1 Historische Betrachtung der Schulpflicht in Deutschland

2.1.2 Die Schulpflicht heute

3. Erklärungsansätze und Ursachen für Schulabsentismus

3.1 Individuelle Beweggründe

3.2 Familiäre Einflüsse

3.3 Soziales Umfeld und Kontakte

3.4 Schulische Bedingungsfaktoren

4. Schulabsentismus und seine möglichen Folgen für Schüler

5. Interventionsmöglichkeiten im Rahmen von Schulsozialarbeit

5.1 Was ist Schulsozialarbeit?

5.2 Zu den Aufgaben und Zielen von Schulsozialarbeit

5.3 Schulabsentismus – Hilfe durch Schulsozialarbeit

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht das Phänomen des Schulabsentismus als komplexes Problem und analysiert die Rolle der Schulsozialarbeit bei der Identifizierung von Ursachen sowie der Entwicklung professioneller Interventionsstrategien zur Förderung des regelmäßigen Schulbesuchs.

  • Definition und Erscheinungsformen des Schulabsentismus
  • Einflussfaktoren aus Individuum, Familie, sozialem Umfeld und Schule
  • Folgen für die persönliche und berufliche Entwicklung von Schülern
  • Aufgaben, Ziele und Arbeitsmethoden der Schulsozialarbeit
  • Evaluation von Beratungsangeboten und Schulverweigerer-Projekten

Auszug aus dem Buch

3.1 Individuelle Beweggründe

Schulabsentismus kann in allen Altersgruppen beobachtet werden und tritt sowohl bei männlichen als auch weiblichen Schülern auf. Margrit Stamm (2008) hat Kinder und Jugendliche mit hohen Versäumniszahlen interviewt und dabei festgestellt, dass die Abwesenheit aus der Schule häufig mit Ängsten vor bestimmten Situationen und Ablehnung gegenüber Lehrern, Mitschülern und Fächern begründet wurde. Einige rechtfertigen ihr Fehlen auch mit Misserfolg, Leistungsdruck, Verdrossenheit oder Desinteresse (vgl. Stamm 2009, S.111f.) Die Pflicht die Schule besuchen zu müssen, erzeugt bei vielen Jugendlichen nach Stamm ebenso Protestverhalten, da sich einige von ihnen bestimmten Strukturen in der Schule nicht unterordnen wollen (vgl. ebd. S.17). Für die Ursache und Ausprägung der Versäumnisse ist vor allen Dingen die persönliche Haltung des Schülers gegenüber der Schule entscheidend. Kinder/ Jugendliche, die positiv über ihren Schulalltag berichten, fehlen nach Untersuchungen weitaus weniger als Schüler, die sich negativ zur Schule äußern (vgl. Ricking 2009 S.17f). Demotivierende Schulerlebnisse wie schlechte Noten, Strafen, oder Mobbing können dazu führen, dass Schüler die Schule bewusst meiden und stattdessen andere Orte bevorzugen: „Für manche dieser Schüler sind die elterliche Wohnung, die belebten Plätze der Stadt […] oder der abgelegene Fußballplatz attraktive Alternativen zur negativ erlebten Unterrichts- und Schulsituation“, (ebd. S.16).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Themas Schulabsentismus und stellt das Ziel der Arbeit vor, das Phänomen theoretisch einzugrenzen und die Schulsozialarbeit als Interventionsinstanz zu prüfen.

2. Begriffsvielfalt „Schulabsentismus“: Dieses Kapitel definiert Schulabsentismus, differenziert zwischen Subformen wie Schulschwänzen, Schulverweigerung und Schulentzug und gibt einen historischen sowie aktuellen Überblick über die Schulpflicht in Deutschland.

3. Erklärungsansätze und Ursachen für Schulabsentismus: Das Kapitel untersucht die multidimensionalen Ursachen, unterteilt in individuelle Motive, familiäre Rahmenbedingungen, Einflüsse des sozialen Umfelds sowie schulische Bedingungsfaktoren.

4. Schulabsentismus und seine möglichen Folgen für Schüler: Hier werden die negativen Auswirkungen auf die persönliche Entwicklung, den Bildungsabschluss und die zukünftigen Chancen auf dem Arbeitsmarkt analysiert.

5. Interventionsmöglichkeiten im Rahmen von Schulsozialarbeit: Der Hauptteil erläutert das Konzept der Schulsozialarbeit, deren Aufgabenbereiche und stellt konkrete Interventionsmaßnahmen wie individuelle Beratung und spezifische Schulverweigerer-Projekte vor.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Schulsozialarbeit als zentrale, unterstützende Kraft an Schulen auszubauen und verstärkt mit externen Kooperationspartnern zu vernetzen.

Schlüsselwörter

Schulabsentismus, Schulsozialarbeit, Schulverweigerung, Schulschwänzen, Schulpflicht, Intervention, Bildungsabschluss, Sozialpädagogik, Jugendhilfe, Schulerfolg, Prävention, Beratung, Bildungsbiografie, Sozialisation, Kooperation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Problematik, dass Schüler der Schule dauerhaft oder wiederkehrend fernbleiben, und untersucht, wie dieses Verhalten zu erklären ist.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind die Ursachenforschung für Absentismus (Individuum, Familie, Schule), die Folgen für Jugendliche sowie die Interventionsmöglichkeiten durch professionelle Schulsozialarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schulsozialarbeit durch beratende Tätigkeiten und strukturierte Projekte dazu beitragen kann, den Schulbesuch zu fördern und Bildungsausstiege zu verhindern.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse relevanter Fachliteratur, Studien und rechtlicher Grundlagen zur Schulpflicht und zur Schulsozialarbeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse (Kapitel 3), die Betrachtung von Folgen (Kapitel 4) und die detaillierte Vorstellung der Interventionsmöglichkeiten der Schulsozialarbeit (Kapitel 5).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Schulabsentismus, Schulsozialarbeit, Schulpflicht und Interventionsstrategien geprägt.

Wie unterscheidet sich "Schulschwänzen" von "Schulverweigerung"?

Schulschwänzen ist meist ein selbstbestimmter, flüchtiger Regelverstoß aus Protest, während Schulverweigerung ein beständigeres, oft angstbesetztes Fernbleiben beschreibt, bei dem die Schüler keinen Bezug mehr zur Institution Schule haben.

Welche Rolle spielen Bußgelder im Umgang mit Schulabsentismus?

Der Autor bewertet Bußgelder für Eltern kritisch und schließt sich der Meinung an, dass nicht Bestrafung, sondern die Förderung der Teilhabechancen und eine Ursachenbekämpfung zielführender sind.

Warum kann Schulsozialarbeit bei häuslicher Gewalt allein nicht ausreichen?

Bei massiven Ursachen wie häuslicher Gewalt sind die Grenzen schulnaher Interventionen erreicht; in diesen Fällen müssen zwingend öffentliche Institutionen wie das Jugendamt einbezogen werden.

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Details

Title
Schulschwänzen. Über die Ursachen von Schulsabsentismus und wie Schulsozialarbeiter helfen können
College
University of Trier
Grade
1,3
Author
Sabrina Puetz (Author)
Publication Year
2013
Pages
22
Catalog Number
V284957
ISBN (eBook)
9783656886396
ISBN (Book)
9783656886402
Language
German
Tags
schulschwänzen über ursachen schulsabsentismus schulsozialarbeiter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabrina Puetz (Author), 2013, Schulschwänzen. Über die Ursachen von Schulsabsentismus und wie Schulsozialarbeiter helfen können, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284957
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