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Entwicklung statt Wachstum. Notwendigkeit und Umsetzung nachhaltiger Bevölkerungspolitik in Entwicklungs- und Schwellenländern

Titre: Entwicklung statt Wachstum. Notwendigkeit und Umsetzung nachhaltiger Bevölkerungspolitik in Entwicklungs- und Schwellenländern

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2013 , 20 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Claudia Brandt (Auteur)

Politique - Sujet: Politique de développement
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Résumé Extrait Résumé des informations

„Die Weltbevölkerung hat sich seit 1950 […] verdreifacht und ist von 2,5 Mrd. auf 6,7 Mrd. Menschen gewachsen. Nach den Modellrechnungen der UN […] wird die Weltbevölkerung bis zur Mitte des Jahrhunderts über 9 Mrd. Menschen erreichen.“ Als Konsequenz entstehen zahlreiche Belastungen für die Welt und ihre Bevölkerung, wie beispielsweise „Schäden an Boden, Wasser, Luft und Wälder, […] wuchernde Slums […], eine wachsende Zahl Bürgerkriege mit einer steigenden Flut von Millionen von Flüchtlingen und Vertriebenen und ein geringeres Pro-Kopf-Wachstum in den ärmsten Ländern der Welt […].“

Damit ist Bevölkerungspolitik ein notwendiger, gar unerlässlicher Bestandteil einer nachhaltigen und menschengerechten Entwicklungspolitik. Die Sicherung einer nachhaltigen globalen Entwicklung ist die größte Herausforderung für die Menschen des 21.Jahrhunderts. Dies verdeutlicht auch ein sehr treffendes Zitat des Philosophen Popper: „Die Zukunft existiert noch nicht. Und eben darin liegt unsere große Verantwortung: daß (sic) wir die Zukunft beeinflussen, daß (sic) wir alles tun können, um sie zu einer besseren zu machen.“

Nachhaltige Bevölkerungspolitik kann definiert werden als politische Einflussnahme auf Fertilität und Mortalität. Dabei liegt das Hauptaugenmerk nicht auf der Verminderung der Geburtenrate durch staatliche Gesetzgebung, wie sie in vielen Entwicklungs- und Schwellenlän-dern eingesetzt wird. „Eine Erfolg versprechende [und damit nachhaltige] Bevölkerungspolitik ist […] auch auf Fragen der „Qualität“ einer Bevölkerung auszurichten.“ Dies bedeutet, dass vor allem Maßnahmen zielführend sind, die die Bildung und Ausbildung der Menschen fördern sowie die Entwicklung und Umsetzung staatlicher Familien- und Beratungsprogramme, die sich auf die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen konzentrieren.

In dieser Hausarbeit wird die Notwendigkeit nachhaltiger Bevölkerungspolitik anhand zahlreicher Folgen des massiven Bevölkerungswachstums kenntlich gemacht und nachhaltige Strategien sowie Maßnahmen zur Eindämmung des Bevölkerungswachstums erörtert. Es wird herausgearbeitet, warum nachhaltige Bevölkerungspolitik notwendig ist und wie diese kon-kret umgesetzt werden kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Wachstum der Weltbevölkerung

2.1 Folgen und Belastungen des hohen Bevölkerungswachstums

2.2 Zukunftsprognosen

3. Strategien für eine nachhaltige Bevölkerungspolitik

3.1 Anforderungen an eine nachhaltige Bevölkerungspolitik

3.2 Maßnahmen zur Stabilisierung des Bevölkerungswachstums

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit und konkrete Umsetzung einer nachhaltigen Bevölkerungspolitik in Entwicklungs- und Schwellenländern, um den ökologischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen eines massiven globalen Bevölkerungswachstums zu begegnen.

  • Ursachen und Auswirkungen des Bevölkerungswachstums
  • Bedeutung der Gleichstellung der Frau
  • Rolle von Bildung und Familienplanung
  • Verbindung von Bevölkerungspolitik und nachhaltiger Entwicklung
  • Strategien zur Armutsbekämpfung und Gesundheitsfürsorge

Auszug aus dem Buch

3.1 Anforderungen an eine nachhaltige Bevölkerungspolitik

Um den, durch hohes Bevölkerungswachstum verursachten, ökologischen, ökonomischen und sozialen Belastungen entgegenzutreten und diese zu begrenzen, wurde das Thema Wachsende Bevölkerung zunehmend auch politisch betrachtet. Diese Einflussnahme wurde notwendig, als die Folgen des massivem Bevölkerungswachstums, ein so hohes Ausmaß annahmen, dass diese nicht mehr als gegeben hinnehm- und vertretbar waren. Generell können drei Ansätze zur Bevölkerungsregulierung unterschieden werden. „Erstens solche, die direkt Einfluss auf die Zahl der Geburten nehmen, wie zum Beispiel die staatlich auferlegten Zwangsmaßnahmen der Ein-Kind-Politik in China. Zweitens Programme, die Wissen und Methoden zur Verhütung bereitstellen und damit Frauen und Männer befähigen, selbst die gewünschte Kinderanzahl zu bestimmen. Und drittens Ansätze, die reproduktive Entscheidungen indirekt beeinflussen, wie Zugang zu Bildung [oder] die Förderung von Frauenrechten […]. Als nachhaltig hat sich ein Zusammenführen der letzteren beiden Ansätze erwiesen.“

Staaten in zahlreichen Schwellen- und Entwicklungsländern setzten ab Mitte der 1970er Jahre vor allem aus Angst vor Hungersnöten und Übernutzung der natürlichen Ressourcen eine restriktive Bevölkerungspolitik zur Reduzierung des massiven Bevölkerungswachstums durch. Diese radikale Bevölkerungspolitik löste weltweite Proteste aus, da sie einen starken Eingriff in die Privatsphäre der Menschen darstellte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet das massive Wachstum der Weltbevölkerung seit 1950 und definiert die Notwendigkeit einer nachhaltigen Bevölkerungspolitik als essenziellen Bestandteil einer zukunftsorientierten Entwicklungspolitik.

2. Wachstum der Weltbevölkerung: Dieses Kapitel analysiert die Dynamik des Bevölkerungswachstums, zeigt dessen Belastungen für Ressourcen und Ökosysteme auf und betrachtet aktuelle Zukunftsprognosen bis 2050.

3. Strategien für eine nachhaltige Bevölkerungspolitik: Hier werden Anforderungen an eine nachhaltige Politik diskutiert und Maßnahmen wie die Förderung von Bildung und der Zugang zu Familienplanung als zentrale Strategien zur Stabilisierung des Wachstums hervorgehoben.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass die demographische Entwicklung ein langwieriger Prozess ist, der vor allem durch Frauenförderung, Bildung und die Einhaltung von Menschenrechten nachhaltig positiv beeinflusst werden kann.

Schlüsselwörter

Bevölkerungswachstum, nachhaltige Entwicklung, Bevölkerungspolitik, Fertilität, Mortalität, Familienplanung, Frauenrechte, Millenniumsentwicklungsziele, Armutsbekämpfung, Gesundheitsversorgung, Demographie, Schwellenländer, Entwicklungsländer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den sozialen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen, die durch das massive globale Bevölkerungswachstum entstehen, und diskutiert Lösungsansätze durch eine nachhaltige Bevölkerungspolitik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig das Bevölkerungswachstum, die Zusammenhänge zwischen Armut und Geburtenraten, die Rolle der Bildung sowie die Bedeutung der Gleichstellung der Frau für eine nachhaltige Bevölkerungsentwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, warum eine nachhaltige Bevölkerungspolitik notwendig ist und welche konkreten Maßnahmen – fernab von zwangsweisen Regulierungen – zur Stabilisierung beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse, um den aktuellen Forschungsstand, Prognosen der UN und Strategien internationaler Institutionen auszuwerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert im zweiten Kapitel die Folgen und Prognosen des Wachstums und untersucht im dritten Kapitel spezifische Anforderungen und Instrumente einer nachhaltigen Bevölkerungspolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bevölkerungswachstum, nachhaltige Entwicklung, Familienplanung, Frauenrechte und Armutsbekämpfung charakterisieren.

Warum wird die Rolle der Frau so stark hervorgehoben?

Die Arbeit argumentiert, dass die Gleichstellung der Frau, verbesserter Bildungszugang und die Stärkung reproduktiver Rechte entscheidende Faktoren sind, um Fertilitätsraten langfristig und auf freiwilliger Basis zu stabilisieren.

Welche Bedeutung kommt der Gesundheitsvorsorge zu?

Eine verbesserte Gesundheitsversorgung, insbesondere in Bezug auf Mütter- und Säuglingssterblichkeit, ist laut der Autorin ein wesentlicher Baustein, um das Vertrauen in die Familienplanung zu stärken und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

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Titre
Entwicklung statt Wachstum. Notwendigkeit und Umsetzung nachhaltiger Bevölkerungspolitik in Entwicklungs- und Schwellenländern
Université
University of Hamburg
Note
1,0
Auteur
Claudia Brandt (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
20
N° de catalogue
V285041
ISBN (ebook)
9783656852995
ISBN (Livre)
9783656853008
Langue
allemand
mots-clé
Bevölkerung Nachhaltigkeit Wachstum Entwicklungsland Schwellenland Bevölkerungswachstum Bevölkerungspolitik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Claudia Brandt (Auteur), 2013, Entwicklung statt Wachstum. Notwendigkeit und Umsetzung nachhaltiger Bevölkerungspolitik in Entwicklungs- und Schwellenländern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285041
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Extrait de  20  pages
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