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Kant als Kompatibilist. Eine Untersuchung der Freiheitsbegriffe Kants unter Einbeziehung der Noumena-Phänomena-Trennung

Titre: Kant als Kompatibilist. Eine Untersuchung der Freiheitsbegriffe Kants unter Einbeziehung der Noumena-Phänomena-Trennung

Dossier / Travail , 2013 , 18 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Martin Hamre (Auteur)

Philosophie - Philosophie au XVIIe et XVIIIe siècle
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Die Frage, ob der Mensch tatsächlich einen freien Willen besitzt, ist einer der signifikanten philosophischen Grundfragen, deren Beantwortung ein breites Spektrum an Möglichkeiten aufweist. Interessant ist die Frage nach dem freien Willen besonders dann, wenn man sie in den Kontext der kausalen Determination der sinnlichen Welt bringt. Widerstrebender können diese zwei Pole scheinbar nicht sein. Wie soll der Mensch frei entscheiden können, wenn doch gleichzeitig alles durch die Determination der Welt, in welcher das Ursache- und Wirkungsprinzip herrscht, vorherbestimmt ist? Die Frage nach der Willensfreiheit ist von absoluter Relevanz, schließlich ist davon die gesamte normative Ethik und insbesondere die moralische Verantwortung des Menschen abhängig. Geht man davon aus, der Mensch besitze keinen freien Willen, so kann man auch von keiner wirklichen Schuld sprechen, worunter auch die Legitimation eines jeglichen Rechtssystems leiden würde. Drei mögliche Antworten lassen sich zur Lösung des Widerstreits zwischen Willensfreiheit und kausaler Determination finden. Entweder man gibt den Standpunkt auf, die Welt sei durch Kausalität determiniert (eine Position, die als „Libertarier“ bezeichnet wird), oder man löst sich von der Idee, dass der Mensch tatsächlich Willensfreiheit besitzt (die Position der „harten Deterministen“). Möglich ist jedoch auch der scheinbare Widerspruch, der Weg der „weichen Deterministen“ oder auch „Kompatibilisten“, die sowohl von der Willensfreiheit als auch von der kausalen Determination ausgehen, welche miteinander kompatibel seien.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Freiheit vs. Determinismus

Definition von Kompatibilismus

Hauptteil

Kant als Determinist

Transzendentale Freiheit

Praktische Freiheit

Kants zwei Welten: Noumena und Phänomena

Kritik der kant'schen Freiheitskonzeption

Schluss

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob Immanuel Kants Freiheitsbegriffe unter Berücksichtigung seiner Unterscheidung zwischen Noumena (Ding-an-sich) und Phänomena (Erscheinungen) als kompatibilistisch eingeordnet werden können. Das Ziel ist es zu beweisen, dass Kant Determinismus und Willensfreiheit durch die strikte Trennung dieser zwei Welten miteinander vereinbar macht.

  • Verhältnis zwischen kausaler Determination und menschlicher Freiheit
  • Analyse der Begriffe "transzendentale Freiheit" und "praktische Freiheit"
  • Die fundamentale Rolle der Trennung von Noumena und Phänomena
  • Synthese der kantischen Freiheitskonzeption im Kontext des Kompatibilismus

Auszug aus dem Buch

Kants zwei Welten: Noumena und Phänomena

In der Kritik der reinen Vernunft geht Kant auf die Trennung einer sinnlichen sowie einer intelligiblen Vernunftswelt durch eben jene zwei Begriffe von Noumena und Phänomena ein.

„Erscheinungen, so fern sie als Gegenstände nach der Einheit der Kategorien gedacht werden, heißen Phänomena. Wenn ich aber Dinge annehme, die bloß Gegenstände des Verstandes sind, und gleichwohl, als solche, einer Anschauung, obgleich nicht der sinnlichen, (als coram intuitu intellectuali) gegeben werden können: so würden dergleichen Noumena (intelligiblia) heißen.“

Noumena wird dabei als eine Art Grenzbegriff verwendet, welcher zur Erklärung für unsere eigene Vernunft verwendet wird, ohne jemals den beschriebenen Begriff, also das Ding-an-sich, wirklich verstehen zu können oder gesichertes Wissen über ihn zu erhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die Problemstellung der Willensfreiheit gegenüber kausaler Determination ein und formuliert die Hypothese einer kompatibilistischen Lesart Kants.

Hauptteil: Das Kapitel analysiert Kants Determinismus in der sinnlichen Welt, definiert seine Freiheitsbegriffe und diskutiert die Trennung von Noumena und Phänomena sowie deren Kritik.

Schluss: Das Fazit bestätigt die Hypothese, dass Kants Philosophie kompatibilistisch ist, sofern die strikte Unterscheidung der zwei Welten aufrechterhalten wird.

Schlüsselwörter

Immanuel Kant, Kompatibilismus, Determinismus, Willensfreiheit, Noumena, Phänomena, transzendentale Freiheit, praktische Freiheit, Kausalität, Selbstbestimmung, Kritik der reinen Vernunft, kategorischer Imperativ, intelligibler Charakter, empirischer Charakter, Willkür.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen menschlicher Willensfreiheit und der kausalen Determination der Welt in der Philosophie Immanuel Kants.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die theoretische Philosophie Kants, insbesondere die Unterscheidung von Dingen-an-sich (Noumena) und Erscheinungen (Phänomena) sowie die Anwendung dieser Unterscheidung auf die Freiheit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage lautet, ob sich Kant unter Einbeziehung des transzendentalen und praktischen Freiheitsbegriffes als Kompatibilist bezeichnen lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine textanalytische Methode, indem er Primärquellen wie die "Kritik der reinen Vernunft" und die "Grundlegung zur Metaphysik der Sitten" unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur systematisch auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil erörtert zunächst Kants deterministisches Weltbild, definiert die Konzepte der transzendentalen und praktischen Freiheit und führt dann die Differenzierung zwischen Noumena und Phänomena als Lösungsweg für den Kompatibilismus ein.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kompatibilismus, Noumena/Phänomena, transzendentale Freiheit, Selbstbestimmung und kausale Determination charakterisieren.

Warum spielt das Beispiel vom Aufstehen vom Stuhl eine so wichtige Rolle für das Verständnis?

Es dient dazu, die theoretische Trennung zwischen der kausal determinierten phänomenalen Handlung und dem noumenalen Entschluss zur Freiheit greifbar zu machen.

Welche zentrale Rolle spielt der "intelligible Charakter" bei der Lösung des Freiheitskonflikts?

Der intelligible Charakter ermöglicht es Kant, den Menschen als autonomes Wesen in die Welt der Dinge-an-sich zu verorten, wodurch er als Ursprung einer neuen Kausalkette frei handeln kann, während er gleichzeitig der Welt der Phänomena untersteht.

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Résumé des informations

Titre
Kant als Kompatibilist. Eine Untersuchung der Freiheitsbegriffe Kants unter Einbeziehung der Noumena-Phänomena-Trennung
Université
University of Bergen
Note
1,0
Auteur
Martin Hamre (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
18
N° de catalogue
V285086
ISBN (ebook)
9783656853473
ISBN (Livre)
9783656853480
Langue
allemand
mots-clé
kant kompatibilist eine untersuchung freiheitsbegriffe kants einbeziehung noumena-phänomena-trennung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Martin Hamre (Auteur), 2013, Kant als Kompatibilist. Eine Untersuchung der Freiheitsbegriffe Kants unter Einbeziehung der Noumena-Phänomena-Trennung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285086
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Extrait de  18  pages
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