In diesem kurzen Buch wird ein schneller Einstieg zum gerichtlichen Mahnverfahren ermöglicht. Dieses Buch kann innerhalb von ca. 20 Minuten gelesen werden. Aus diesem Grund sind die Themenfelder stark gekürzt und praxisbezogen.
Im Nachfolgenden wird aufgezeigt, worum es sich beim gerichtlichen Mahnverfahren handelt. Auch wird der gewöhnliche Ablauf dessen beschrieben. Im Fallbeispiel wird ein fiktiver Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides unter Zuhilfenahme des Online-Mahnantrages erstellt.
Zusätzlich finden sich im Anhang einige kurze themenrelevante Erläuterungen zur Zustellung per Gerichtsvollzieher gem. § 192 ZPO, der neuen Europäischen Verbraucherrechterichtlinie, zur Verjährung und deren Unterbrechung sowie der Verwirkung.
Inhalt
Vorwort
Das gerichtliche Mahnverfahren
Eine Übersicht
Der Widerspruch
Der Teil-Widerspruch
Der Prozessbetrug - Übersicht
Der Prozessbetrug - Widerspruch bei unberechtigter Forderung
Fallbeispiel
Der Online-Mahnantrag
Die Antragstellung
Der Antragsgegner
Angaben zur Hauptforderung und zinsen
Auslagen und Nebenforderungen
Prozessgericht
Allgemeine Angaben zum Antrag
Abschluss des Mahnantrages
Anmerkungen
Eu-Vrrl - außerhalb von Geschäftsräumen geschlossene Verträge
Zustellung per Gerichtsvollzieher
Verjährung
Hemmung der Verjährung
Neubeginn der Verjährung
Verwirkung
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel eines gerichtlichen Mahnverfahrens?
Das Ziel ist es, schnell und kostengünstig einen vollstreckbaren Titel (Vollstreckungsbescheid) gegen einen Schuldner zu erhalten, ohne dass ein langwieriger Zivilprozess mit mündlicher Verhandlung nötig ist.
Wie funktioniert der Online-Mahnantrag?
Über ein offizielles Online-Portal können Gläubiger die Daten zur Forderung, zum Schuldner und zu den Zinsen eingeben. Das System führt durch den Prozess und hilft dabei, den Antrag formal korrekt an das zuständige Mahngericht zu übermitteln.
Was passiert, wenn der Schuldner Widerspruch einlegt?
Legt der Antragsgegner fristgerecht Widerspruch ein, endet das automatisierte Mahnverfahren. Der Gläubiger kann dann entscheiden, ob er die Sache in ein streitiges Verfahren vor ein ordentliches Gericht überleiten möchte.
Was ist der Unterschied zwischen Widerspruch und Teil-Widerspruch?
Ein Widerspruch richtet sich gegen die gesamte Forderung. Ein Teil-Widerspruch wird eingelegt, wenn der Schuldner einen Teil der Summe anerkennt, aber gegen den Rest (z. B. überhöhte Zinsen oder Gebühren) vorgehen möchte.
Wie kann die Verjährung einer Forderung verhindert werden?
Die Zustellung eines Mahnbescheids hemmt die Verjährung. Das bedeutet, dass der Zeitraum der Verjährung während des Verfahrens pausiert.
- Quote paper
- Daniel Lautenbacher (Author), 2014, Gerichtliches Mahnverfahren für Nicht-Juristen in 20 Minuten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285197