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Scorecard als Instrument der kartellrechtlichen Prävention im Unternehmen

Titre: Scorecard als Instrument der kartellrechtlichen Prävention im Unternehmen

Thèse de Master , 2014 , 99 Pages , Note: 1,7

Autor:in: LL.M., MA Irina Giertz (Auteur)

Droit - Droit civil / Droit commercial, Droit des sociétés, Droit des cartels, Droit des affaires
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Untersuchung hat die Erstellung einer Balanced Scorecard für die Steuerung der kartellrechtlichen Prävention im Unternehmen als Ziel. Im ersten Schritt werden die Maßnahmen der kartellrechtlichen Prävention beschrieben und die Anforderungen der Best Practice angedeutet. Im zweiten Schritt erfolgt die Darstellung des Risikomanagements und der daraus folgenden kartellrechtlichen Prävention. Dabei wird auf die Synthese der rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Anforderungen hinsichtlich der Best Practice abgestellt. Anschließend wird der Ansatz der Balanced Scorecard aufgezeigt und mit den Grundsätzen des Risikomanagements auf die kartellrechtliche Prävention angewendet. Im Ergebnis liegt abschließend ein Konzept der Balanced Scorecard für die kartellrechtliche Prävention vor.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Exposé

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Gang der Untersuchung

1.3 Abgrenzungen und Begriffsbestimmung

2. Kartellrechtliche Compliance im Unternehmen

2.1 Regelungsrahmen des Kartellrechts

2.2 Kartellrechtsverstöße

2.2.1 Funktionaler Unternehmensbegriff

2.2.2 Wettbewerbsbeschränkungen

2.2.3 Spürbarkeit von Wettbewerbsbeschränkungen

2.2.4 Kartellverbot

2.2.5 Missbrauchsverbot

2.3 Prävention der Kartellrechtsverstöße

2.3.1 Notwendigkeit der kartellrechtlichen Prävention

2.3.2 Maßnahmen der kartellrechtlichen Prävention

2.3.2.1 Richtlinien

2.3.2.2 Schulungen

2.3.2.3 Kontrolle

2.3.3 Rechtliche Anforderungen an die kartellrechtliche Prävention

2.4 Zwischenergebnis

3. Risikomanagement

3.1 Rechtliche und betriebswirtschaftliche Betrachtung

3.2 Rechtliche Perspektive

3.3 Betriebswirtschaftliche Perspektive

3.3.1 Risikodefinition

3.3.2 Systematisierung unternehmerischer Risiken

3.3.3 Risikomanagement

3.3.4 Risikomanagementsystem

3.4 Abgleich der rechtlichen und der betriebswirtschaftlichen Perspektiven

3.5 Berücksichtigung der kartellrechtlichen Best Practice bei der Ausgestaltung des kartellrechtlichen Risikomanagements

3.6 Kartellrechtliches Risikomanagement im Unternehmen

3.7 Zwischenergebnis

4. Balanced Scorecard („BSC“)

4.1 Entstehung und Konzept

4.2 Kennzahlensystem der BSC

4.3 Ursache- und Wirkungsbeziehungen der BSC

4.4 Praktische Anwendung des BSC-Konzepts

4.4.1 Allgemeine Kosten-Nutzen-Überlegungen

4.4.2 Strategischer Handlungsrahmen

4.4.3 Informations- und Steuerungsinstrument

4.4.4 BSC-Managementprogramm

4.4.5 Kommunikations- und Berichterstattungsinstrument

4.5 Entwicklung des BSC-Kennzahlensystems

4.6 Integration der BSC im Risikomanagement

4.7 Zwischenergebnis

5. Balanced Scorecard als Instrument der Darstellung und Steuerung der kartellrechtlichen Risiken

5.1 Balanced Scorecard zur Integration des operativen und strategischen kartellrechtlichen Risikomanagements

5.1.1 Operativer Regelkreis des kartellrechtlichen Risikomanagements

5.1.2 Strategischer Regelkreis des kartellrechtlichen Risikomanagements

5.2 Kartellrechtliche Strategy Map zur Vorbereitung der Balanced Scorecard

5.3 Kartellrechtliches Kennzahlensystem

5.4 Berechnung der Kennzahlen anhand des Scoring-Modells

6. Zusammenfassung, kritische Anmerkungen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, ein praktisches Konzept für die Steuerung kartellrechtlicher Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. Angesichts steigender Bußgelder und Reputationsrisiken für Unternehmen untersucht die Arbeit, wie betriebswirtschaftliche Instrumente, insbesondere die Balanced Scorecard, dazu beitragen können, kartellrechtliche Risiken effektiv zu minimieren und eine rechtskonforme Unternehmensführung sicherzustellen.

  • Grundlagen des Kartellrechts und Compliance-Anforderungen
  • Methodik des betriebswirtschaftlichen Risikomanagements
  • Integration von kartellrechtlichen Anforderungen in ein Risikomanagementsystem
  • Konzeption einer Balanced Scorecard für die kartellrechtliche Prävention
  • Methoden zur quantitativen und qualitativen Steuerung von Compliance-Prozessen

Auszug aus dem Buch

2.3.2.2 Schulungen

Nachdem die Richtung durch das Mission-Statement vorgegeben wurde und der Verhaltenskatalog etabliert ist, sollen Mitarbeiter im Umgang mit kartellrechtsrelevanten Sachverhalten sensibilisiert werden. Aus methodischer Sicht eignen sich dafür Schulungen (Präsenztraining und e-Learning) und Leitfäden mit konkretisierenden Inhalten. Schulungen stellen die Brücke her zwischen den meistens kurz und abstrakt gehaltenen Grundsätzen und konkreten Tätigkeiten der Mitarbeiter. Sie sollen konkrete Auslegungen der Situationen anbieten, die in diesem Unternehmen, bei dieser Tätigkeit üblich oder wahrscheinlich sind, angereichert mit der Bewertung und Begrenzung von Handlungsspielräumen und Grenzfällen. Die Inhalte bedürfen daher einer Unternehmens- und personenbezogenen Individualisierung. Das Erkennen von richtigen und falschen Verhaltensalternativen soll außerdem vermittelt werden. Gezielt adressierte Schulungen schaffen mehr Sicherheit,

damit Mitarbeiter eigenverantwortlich und entscheidungsfreudig arbeiten. Notwendig ist dafür ebenso das klare Wissen über die Konsequenzen eines kartellrechtswidrigen Verhaltens, z. B. in Form von „Do’s and Dont’s“, die Bedeutung der Rechtsnormen erläutern und in eindeutige Verhaltensanweisungen umsetzen. Dabei soll nicht die Anwendung des Kartellrechts angestrebt werden, sondern die Sensibilisierung für kartellrechtsrelevante Fälle, um sie zu identifizieren und im Zweifel unverzüglich die Rechtsabteilung einzubinden. Besondere Verhaltensweisen für gefahrgeneigte Situationen sollen vermittelt werden. Dementsprechend weit verbreitet sind solche Regelungsblöcke wie Umgang mit Wettbewerbern (Informationsaustausch, Verbandssitzungen, Kommunikation), Verfassung und Aufbewahrung von Dokumenten, Verhalten bei behördlichen Ermittlungen („Dawn Raids“).

Schulungen sollen durch kartellrechtliche Richtlinien begleitet werden, die alle Schulungsinhalte reflektieren und als Nachschlagwerk dienen. Dafür sollen die Dokumente für die Adressaten verständlich und zugänglich sein. Zur Visualisierung der Inhalte und Steigerung der Aufmerksamkeit eignen sich weitere Kommunikationsinstrumente wie Flyer, Pocket Guide, Wallet Card, Bildschirmschoner, Poster, Aushänge, Give-aways etc. mit den kartellrechtlichen Botschaften.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Exposé: Einleitung in die Problematik der Wettbewerbsregulierung und Begründung der Relevanz von kartellrechtlichen Präventionsmaßnahmen in modernen Unternehmen.

2. Kartellrechtliche Compliance im Unternehmen: Detaillierte Darstellung des rechtlichen Rahmens und der notwendigen präventiven Maßnahmen wie Richtlinien, Schulungen und Kontrollmechanismen zur Einhaltung von Kartellrecht.

3. Risikomanagement: Analyse der rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Anforderungen an ein Risikomanagementsystem sowie Vergleich verschiedener Best-Practice-Ansätze zur Steuerung von Unternehmensrisiken.

4. Balanced Scorecard („BSC“): Erläuterung des Konzepts der Balanced Scorecard, ihrer Funktionsweise als Steuerungsinstrument und der Möglichkeiten zur Integration von Risikoaspekten.

5. Balanced Scorecard als Instrument der Darstellung und Steuerung der kartellrechtlichen Risiken: Entwicklung eines konkreten Modells einer kartellrechtlichen Balanced Scorecard sowie Strategien zur operativen und strategischen Risikosteuerung.

6. Zusammenfassung, kritische Anmerkungen und Ausblick: Fazit der Arbeit mit kritischer Würdigung der Methodik sowie Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der vorgestellten Steuerungsinstrumente für KMUs und international tätige Unternehmen.

Schlüsselwörter

Kartellrecht, Compliance, Prävention, Risikomanagement, Balanced Scorecard, Unternehmenssteuerung, Wettbewerbsbeschränkung, Bußgeld, Strategieumsetzung, Compliance-Management-System, Rechtskonformität, Risikobewertung, Effizienz, Unternehmensimage, Schadensminimierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verknüpfung von kartellrechtlicher Compliance und betriebswirtschaftlichem Risikomanagement durch das Instrument der Balanced Scorecard.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Einhaltung kartellrechtlicher Vorschriften, die Identifikation und Steuerung unternehmerischer Risiken sowie die Implementierung strategischer Managementinstrumente zur Prävention.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Entwicklung eines praxisorientierten Modells, das Unternehmen ermöglicht, ihre kartellrechtlichen Präventionsmaßnahmen mittels einer Balanced Scorecard systematisch zu steuern und zu optimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Compliance und Risikomanagement sowie der methodischen Adaption des Balanced-Scorecard-Konzepts auf die speziellen Anforderungen der kartellrechtlichen Prävention.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die rechtlichen Grundlagen von Kartellverstößen, die Systematik des Risikomanagements, die verschiedenen Ausprägungen der Balanced Scorecard und schließlich die konkrete Entwicklung einer kartellrechtlichen Strategy Map und Kennzahlensystematik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kartellrecht, Compliance, Risikomanagement, Balanced Scorecard und Strategieumsetzung charakterisiert.

Wie hilft die Balanced Scorecard bei der Vermeidung von Bußgeldern?

Sie ermöglicht eine transparente Überwachung kritischer Präventionsprozesse und bietet durch das Scoring-Modell eine quantitative Basis zur Steuerung der Maßnahmen, was im deutschen Recht bei der Bußgeldbemessung vorteilhaft sein kann.

Warum reicht ein „One-Size-Fits-All“-Ansatz bei der Prävention nicht aus?

Ein pauschaler Ansatz berücksichtigt nicht die spezifische Risikosituation, Größe und Branche eines Unternehmens und ist daher häufig weder rechtlich ausreichend noch betriebswirtschaftlich effizient.

Welche Rolle spielt die Risikoanalyse für das vorgeschlagene Modell?

Die Risikoanalyse bildet die fundamentale Basis, da sie die notwendige Anpassung des Präventionsaufwands auf das spezifische Gefährdungspotenzial des Unternehmens ermöglicht.

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Résumé des informations

Titre
Scorecard als Instrument der kartellrechtlichen Prävention im Unternehmen
Université
Niederrhein University of Applied Sciences Krefeld  (Hochschule Niederrhein)
Note
1,7
Auteur
LL.M., MA Irina Giertz (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
99
N° de catalogue
V285204
ISBN (ebook)
9783656851790
ISBN (Livre)
9783656851806
Langue
allemand
mots-clé
Kartellrecht Wettbewerbsrecht Risikomanagement Compliance Balanced Scorecard Bundeskartellamt Best Practice
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
LL.M., MA Irina Giertz (Auteur), 2014, Scorecard als Instrument der kartellrechtlichen Prävention im Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285204
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