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Die Rolle der Fotografien in Monika Marons "Pawels Briefe" mit Hilfe der Fotografietheorie von Roland Barthes

Título: Die Rolle der Fotografien in Monika Marons "Pawels Briefe" mit Hilfe der Fotografietheorie von Roland Barthes

Trabajo , 2011 , 32 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Dominik Schneider (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Monika Maron rekonstruiert in „Pawels Briefe“ auf erzählende Weise ihre Familiengeschichte anhand von Fotografien ihrer Verwandten. Im Fokus dieser Untersuchung steht die Gattung des Foto-Textes. In diesem literarischen Genre werden zwei scheinbar unterschiedliche Medien zu einem Ganzen verbunden.

In „Die Helle Kammer“ entwickelte Roland Barthes eine Theorie der Fotografie, die zeigt, dass sich beide Medien - Bild und Schrift - nicht grundsätzlich unterscheiden. Anhand einer von Barthes nicht abgebildeten Fotografie seiner Mutter, exemplifiziert er die Versprachlichung eines Fotos und entwickelt daraus Analyseinstrumente in Form einer Studium-Punctum-Dichotomie.

Der Frage nach der Anwendung dieser Theorie in eine literaturtheoretische Untersuchung geht die folgende Analyse nach. Es wird vor allem exemplarisch an ausgewählten Abbildungen aus „Pawels Briefe“ gezeigt, ob und inwieweit die Theorie Barthes in der Praxis angewendet werden kann.
Im ersten Kapitel wird Marons „Pawels Briefe“ literaturtheoretisch eingeordnet und die Strukturen von „Die Helle Kammer“ vorgestellt. In Kapitel C werden die Analyseinstrumente Barthes in ihrer Praxistauglichkeit geprüft und angewendet. Dementsprechend wurden die beiden wichtigsten Instrumente des Punctum-Begriffs in der Gliederung zweigeteilt, um die Mehrdeutigkeit und Wandlung des Analyseinstruments aufzuzeigen. Neben der Betrachtung des Detail-Punctums eines Fotos wird die Zeitlichkeit der Fotografie in Kapitel D zu einem wichtigen Teil dieser Untersuchung.

Monika Maron und „Pawels Briefe“ sind Gegenstand zahlreicher Publikationen. Das liegt einerseits an der Problematik einer Erinnerungsrekonstruktion ohne Erinnerung mit Hilfe von Erzählungen und Dokumenten in Form von Bild und Schrift. Andererseits wurde Marons Gegnerschaft zum DDR-System und ihre Tätigkeit für die Staatssicherheit in den Feuilletons der Zeitschriften und Zeitungen kontrovers diskutiert. Ebenso sind die Rezeptionen zu Barthes Lebenswerk und im einzelnen „Die Helle Kammer“ sehr umfangreich und informativ.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A) Einleitung

B) Einführung in die behandelten Werke

I. Marons „Pawels Briefe“ – Eine literaturtheoretische Einordnung

II. „Die Helle Kammer“ und ihre Strukturmerkmale

III. Die Fotografie wird zu Sprache

C) Die Barthesche Fotografietheorie in der literaturtheoretischen Praxis

I. Im Blickpunkt die Studium-Punctum-Dichotomie

II. Das Punctum als Detail – Fotografien und ihre Detailvergrößerungen in „Pawels Briefe“

III. Die Studium-Punctum-Dichotomie im Hinblick auf „Pawels Briefe“

D) Das „memento mori“ der Fotografie

I. Die Fotografie und der Tod

II. „Es-ist-so-gewesen“ – Das Noema der Fotografie

E) „Die Helle Kammer“ als Methode literaturtheoretischer Analysen von Foto-Texten?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit der fotografietheoretischen Konzepte von Roland Barthes, insbesondere aus seinem Werk „Die Helle Kammer“, auf die Analyse von Foto-Texten am Beispiel von Monika Marons Roman „Pawels Briefe“. Das primäre Ziel ist es, zu prüfen, ob die Studium-Punctum-Dichotomie als literaturwissenschaftliches Analyseinstrument dienen kann, um das Verhältnis von Bild und Text sowie die Rolle von Fotografien bei der Erinnerungskonstruktion zu entschlüsseln.

  • Analyse der Fotografietheorie von Roland Barthes (Studium-Punctum-Dichotomie, Punctum als Detail).
  • Untersuchung der Funktion von Fotografien und deren Detailvergrößerungen in Marons „Pawels Briefe“.
  • Deutung der Verbindung von Fotografie, Zeitlichkeit und Tod („memento mori“, „Es-ist-so-gewesen“).
  • Kritische Reflexion der Erinnerungsrekonstruktion („postmemory“) durch visuelle und mediale Zeugnisse.

Auszug aus dem Buch

Die Fotografie und der Tod

Dass die Fotografie existentialistische Züge aufweist, hat Roland Barthes in „Die Helle Kammer“ mit der Wintergartenfotografie seiner Mutter deutlich dargestellt. Tod und Trauer spielen nicht nur in der „Hellen Kammer“ eine bedeutende Rolle, sondern durchzogen Barthes Lebenswerk.71

In der Fotografie verschmelzen Realität und Vergangenheit. Die Tatsache bringt für Barthes die Kategorien von Wirklichkeit und Repräsentation durcheinander.

Das Datum ist Teil des Photos: nicht weil es auf einen bestimmten Stil hinweist […], sondern weil es aufmerken, das Leben, den Tod, das unausweichliche Verschwinden der Generationen überdenken lässt.72

Barthes hebt hier die Vergänglichkeit des menschlichen Seins hervor und gibt der Fotografie neben dem phänomenologischen auch einen existentialistischen Charakter. Der Spectator wird beim Betrachten eines Fotos mit seiner eigenen Vergänglichkeit konfrontiert und dadurch auf sich selbst zurückgeworfen. Susan Sontag nennt es das „memento mori“ der Fotografie. Der in jedem Foto inhärente und festgehaltene Vergangenheitsmoment erinnere an den stetigen Fortlauf der Zeit.73

Zusammenfassung der Kapitel

A) Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung ein, die Verbindung von Text und Bild in Marons „Pawels Briefe“ anhand der fotografischen Theorie von Roland Barthes zu analysieren.

B) Einführung in die behandelten Werke: Es erfolgt eine literaturtheoretische Einordnung von Marons Roman sowie eine Vorstellung der zentralen Strukturmerkmale und Ansätze von Barthes’ „Die Helle Kammer“.

C) Die Barthesche Fotografietheorie in der literaturtheoretischen Praxis: Dieses Kapitel prüft die Praxistauglichkeit der Studium-Punctum-Dichotomie, indem die Begriffe auf das konkrete Bildmaterial und die Details in „Pawels Briefe“ angewendet werden.

D) Das „memento mori“ der Fotografie: Der Fokus liegt hier auf dem existentialistischen Charakter der Fotografie, der Zeitlichkeit („Es-ist-so-gewesen“) und der Rolle des Todes innerhalb der Erinnerungskonstruktion.

E) „Die Helle Kammer“ als Methode literaturtheoretischer Analysen von Foto-Texten?: Das abschließende Kapitel reflektiert die Ergebnisse und diskutiert die Übertragbarkeit der Bartheschen Instrumente als Methode für die Geisteswissenschaften.

Schlüsselwörter

Monika Maron, Pawels Briefe, Roland Barthes, Die Helle Kammer, Fotografie, Studium, Punctum, Erinnerungskonstruktion, Postmemory, Bild-Text-Verhältnis, Zeitlichkeit, memento mori, Noema, Detail, Literaturtheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Wechselspiel zwischen Text und Fotografie in Monika Marons Roman „Pawels Briefe“ unter Anwendung der fotografietheoretischen Konzepte von Roland Barthes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Bild und Schrift, die Konstruktion von Erinnerung („postmemory“), die Zeitlichkeit des fotografischen Bildes und die existenzielle Dimension der Fotografie in Bezug auf den Tod.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu belegen, ob und wie die von Barthes entwickelte Studium-Punctum-Dichotomie als analytisches Instrument genutzt werden kann, um die Bedeutung von Fotografien und deren Einbindung in literarische Texte zu entschlüsseln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine literaturtheoretische Analyse durchgeführt, die Barthes’ phänomenologische und semiotische Fotografietheorie auf ein konkretes literarisches Werk anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Studium-Punctum-Dichotomie, die Analyse von Bilddetails in „Pawels Briefe“ sowie eine Auseinandersetzung mit der Zeitlichkeit und dem Tod („memento mori“) in der Fotografie.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Studium, Punctum, Authentizität, Erinnerungskonstruktion, Referenzversprechen und das Noema der Fotografie.

Wie bewertet der Autor die theoretischen Instrumente von Roland Barthes für die heutige Zeit?

Der Autor erachtet sie für die Geisteswissenschaften als nützlich, kritisiert jedoch die teilweise verkopfte Ausdrucksweise Barthes’, hält die Instrumente aber für die Bewältigung der heutigen Bilderflut für fundamental.

Welche Rolle spielen die Detailvergrößerungen in Marons Werk?

Sie dienen laut der Untersuchung nicht als bloße Illustrationen, sondern als Mittel zur Steuerung der Wahrnehmung und zur Fokussierung auf bestimmte Aspekte der Familienrekonstruktion.

Wie geht die Arbeit mit der vermeintlichen Authentizität der Fotografien um?

Die Arbeit zeigt auf, dass Fotografien zwar ein Referenzversprechen („Es-ist-so-gewesen“) enthalten, in Marons Roman jedoch bewusst zur Fiktionalisierung und Konstruktion von Familienidentität eingesetzt werden.

Final del extracto de 32 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Rolle der Fotografien in Monika Marons "Pawels Briefe" mit Hilfe der Fotografietheorie von Roland Barthes
Universidad
University of Freiburg  (Deutsches Seminar II)
Curso
Foto-Texte
Calificación
1,5
Autor
Dominik Schneider (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
32
No. de catálogo
V285219
ISBN (Ebook)
9783656854517
ISBN (Libro)
9783656854524
Idioma
Alemán
Etiqueta
Roland Barthes Monika Maron Pawels Briefe Fotographien Fotographietheorie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dominik Schneider (Autor), 2011, Die Rolle der Fotografien in Monika Marons "Pawels Briefe" mit Hilfe der Fotografietheorie von Roland Barthes, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285219
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